Zum Wählen motivieren!

Alter:

 ab 12 Jahren

Bereich:

 Ethik, Geographie, Geschichte, Philosophie

Themen:

 Frauenrechte, Frieden, Politik, Wahlen

„Zu Risiken und Nebenwirkungen lesen Sie die Wahlprogramme oder…?“ Ja, wie kann man den Satz fortsetzen? Jugendliche sollen sich mit den Restrisiken beschäftigen, die eine Wahl für ihr Leben bedeuten könnte.

Das Thema RESTRISIKO beschäftigt uns seit Fukoshima. Vorher war es blass und klein gedruckt und die Erwachsenen haben Atomkraftwerke gebaut, ohne groß über die Risiken nachzudenken. Daraus gestalteten wir spannende Projekte.

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2010 Atomkraft: Mit einer Gymnasialklasse vermittelten wir in 8 Workshops das Wissen. Die Botschaften der Jugendlichen gingen in Überraschungseiern an die Bundeskanzlerin .

2011 RESTRISIKO

Fünf Realschulklassen prüften das Handeln der Erwachsenen auf Restrisiken. Atomkraft , Drogen, Sicherheit, Verschuldung… Nach einer steilen Eingangsthese recherchierten die Jugendlichen, stellten vernünftig?

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2011 Mit dem Projekt RESTRISIKO reagierten wir auf die unfassbare Naivität der Politik, die Atomkraft ohne Berücksichtigung des Restrisikos in Gang gesetzt zu haben.

Restrisiko

Wir gaben den Schüler*innen in fünf Realschulklassen die knapp formulierte Anweisung, jeweils fünf Arbeitsgruppen zu bilden. Jede Arbeitsgruppe suchte sich ein bundespolitisches Thema und erstellte eine Ist-Analyse. Daraus sollten sie eine steile These formulieren, die sie im nächsten Schritt überprüfen sollten. Am Ende waren spannende Portfolios mit einer sehr souveränen Abschlussmeinung mit Lösungsansätzen entstanden, die Lehrer:innen und auch die Landeszentrale für politische Bildung NRW erstaunten, die das Projekt zur Hälfte finanziert hatte. 

Restrisiko – Beginn des Pilotprojektes

8.11.2011 Zunächst konnten die Jugendlichen nicht viel mit dem Wort anfangen. Aber die Überleitung gelang durch die in den ersten 10 Minuten besprochene Situation der Kinder in Pakistan. Was ist das Risiko, wenn Kinder arbeiten müssen, wie ist ihre Zukunft? Dann war der Weg frei für die eigene Zukunft und die Risiken, die auf sie in Zukunft zukommen könnten durch falsche Weichenstellungen von Politik und Gesellschaft. Das Thema Atomausstieg hatten sie jedenfalls gut in Erinnerung, auch wie sich die Politik plötzlich änderte. Nächste Woche geht es weiter. (Günter Haverkamp)

Restrisiko – Start in Bergheim

11.11.2011 Ein guter Tag, um von Risiken zu sprechen. In der Albert-Einstein-Realschule Bergheim ist es erst die Klasse 9b, die sich in den nächsten Wochen mit dem Thema Restrisiko beschäftigt. In der ersten Runde geht es um Risiken. Da sich die Klasse zuvor mit den Gefahren im Internet beschäftigt hat, kommt dieser Begriff als erstes. Dann folgt Sicherheit auf der Straße, Drogen, Radfahren… Dann werden Arbeitsgruppen gebildet und die Papierbahnen zurechtgeschnitten. Mit den dicken Filzstiften schreiben die SchülerInnen nun die Risikoformen auf gesellschaftlicher und politischer Ebene auf. Sie beginnen, die ihnen nahestehenden Risiken auf die höhere Ebene zu stellen und schreiben diese Begriffe auf ihre Meinungswand – mit roten Filzschreibern. Im nächsten Schritt wählte jede Arbeitsgruppe ihr Thema, mit denen sie sich in der nächsten Stunde beschäftigen wollen. Sie wählten: Öffentliche Sicherheit, Drogenpolitik, Verschuldung, Gesundheitspolitik, Bildungspolitik. Sie werden im Internet recherchieren und dann die Restrisiken herausstellen, die von den Erwachsenen in ihrem Thema eingehen. (Günter Haverkamp)

Restrisiko-Projekt – Workshop in Kerpen

22.11.2011 – Die Jugendlichen der Klasse 6a/d der Kerpener Realschule waren begeistert von der Möglichkeit, die Risiken zu nennen und zu bewerten, die die Erwachsenen eingehen. Sie nannten viele verschiedene Situationen, die gefährlich sind und teils hohe Risiken mit sich bringen. Sie beschäftigten sich aber vor allem mit dem Klimawandel und den Ursachen. Es war spannend, wie sie das Auto bewerteten. Sie fanden, dass es doch möglich sein müsste, sparsamer mit dem Auto umzugehen. Aber auch die Wälder zu schützen und neue anzupflanzen um etwas für die Klimazukunft zu tun. Zwei übernahmen die Aufgabe, bis zum nächsten Mal die Klimasünder und die Verteilung ihrer Beteiligung zu recherchieren. Wir hatten da mal drei genannt, das Auto, die Kraftwerke und die Kühe. Alle haben für das nächste Mal die Aufgabe, Nachrichten zu hören oder zu sehen und sich dabei Notizen zu machen: Restrisiken in der täglichen Politik. (Günter Haverkamp)

Restrisiko – im Gleichgewicht bleiben

29.11.2011 – Workshop in der 6a/d in der Realschule Kerpen. Gleich zu Beginn sagte ein Schüler den Kernsatz: Wichtig ist, seine Umwelt im Gleichgewicht zu halten. Darauf bauten wir dann auf. Die Schüler arbeiten zu zweit an den Bildern der Broschüre. Was ist auf den Bildern zu sehen, was sagen die Statements darunter aus, was ist der Hintergrund. Die Schüler konnten zwar einige Begriffe nicht zuordnen, waren aber gut informiert über die aktuelle Diskussion um Atomkraft und Endlager. (Günter Haverkamp)

Restrisiko oder: wie werden wir verführt?

6.12.2011 Die Jugendlichen stellten vor, was sie inzwischen gemacht haben: Symbole, wie in vielen tausend Generationen aufmerksam gemacht werden könnte auf ein Endlager und eine Geschichte. Eigentlich sind es zwei Geschichten, einmal eine negative, die Menschen zerstören die Erde und eine positive, die Menschen haben es begriffen und leben im Einklang mit der Welt. Nun ging es im Workshop um die Verführung. Wie ist es möglich, dass wir Menschen uns so leicht etwas andrehen lassen? Über die Grundbedürfnisse arbeiteten wir uns vor zu Möglichkeiten des Handelns. Denn waren wir uns einig darin, dass es durchaus angenehm war, dass der Strom unbegrenzt 50 Jahre lang aus der Steckdose kam, können wir nicht mehr damit rechnen, dass wir so unbekümmert weiter machen können. Die Jugendlichen nahmen die Aufgabe mit, zu Hause nach Stromfressern zu suchen und die Eltern zu fragen, bei wem sie den Strom beziehen und welchen Tarif sie haben. (Günter Haverkamp)

Restrisiko – Klasse 9a Realschule Bergheim

11-12-10 Die Jugendlichen hatten sich zu Hause nach den Tarifen erkundigt. Da war allerdings bei der Mehrheit der SchülerInnen eine Sonderstellung zu bemerken: die Eltern arbeiten bei RWE und haben daher Sondertarife. Aber einzelne hatten doch mit den Eltern über das Problem gesprochen. Alle hatten sich aber mit dem Stromsparen beschäftigt. Einzelne hatten sogar das zu Hause das Abschalten von Stand-by-Geräten besprochen und wollen es auch selbst beherzigen. Dann begann die Arbeit am Risikobericht. Jede Arbeitsgruppe erarbeitete für ihren Bereich einen Teilbericht und wird dies in der nächsten Schulstunde fortsetzen. (Günter Haverkamp)

Restrisiko – Die KLasse 9b Realschule Bergheim

10.12.2011 – Die SchülerInnen haben sich zwar auch mit den Tarifen der Eltern beschäftigt, aber auch hier sind die meisten Eltern bei RWE und haben somit Sondertarife. Einzelne sind aber bei Naturstrom und Yellow Strom. Die Jugendlichen begannen in ihren Arbeitsgruppen mit dem Risikobericht zu den Themen Drogenpolitik, Innere Sicherheit, Gesundheit und Bildung. (Günter Haverkamp)

Restrisiko – die 9c Realschule Bergheim

10.12.2011 – Die Jugendlichen sind stolz darauf, dass sie mit ihren Plakaten eine Ausstellung im Foyer der Schule gestaltet haben. Darin haben sie auf die Endlichkeit von Öl, auf die Fehler der Energiepolitik, der Bildungs- und Drogenpolitik aufmerksam gemacht und den Problemen für zukünftige Generationen. Im Workshop haben sie über die Hintergründe diskutiert und über Möglichkeiten, die jeweilige Situaiton zu verändern. Schließlich haben sie mit viel Energie begonnen, den Risikobericht zu schreiben. (Günter Haverkamp)

Restrisiko – die 6er entwerfen Aktionen

13.12.2011 – Die 6. Klasse der Realschule Kerpen hatte letzten Mittwoch einen Termin im Odysseum. Sie hatten dort nach einem Schatz gesucht – und ihn gefunden. Die Formel für eine gute Zukunft, so lautet dieser Schatz, liegt in deinem eigenen Verhalten. Sie waren so voller Elan, dass wir die Stimmung aufnehmen mussten. Sie waren sich einig, sie mussten etwas machen, auf sie kommt es an. Und so machten sie sich Gedanken darüber, wie sie selbst und wie andere aktiv werden können für eine energiesparsame Zukunft. Es waren ganz praktische Ideen und sie wollen selbst auch wirklich anfangen. Sehr kreativ wurden sie aber, als es darum ging, die Gesellschaft anzustoßen. So ein Energiespartag, an dem alle durch Informationen und Aktionen auf die Notwendigkeit des Energiesparens aufmerksam gemacht werden, ist schon eine gute Idee. Und auch die Wettbewerbe könnten einmal umgesetzt werden. Das wird dann das nächste Mal Thema sein. (Günter Haverkamp)

Restrisiko – Workshop in der 9a in Bergheim

16.12.2011 – Im Abschlussworkshop wurde in den einzelnen Arbeitsgruppen Bilanz gezogen. Die Jugendlichen waren mit großer Ernsthaftigkeit dabei. Die zwei Arbeitsgruppen Atomausstieg und Drogenpolitik hatten die anderen stark beeindruckt. Beide hatten sehr sorgfältig recherchiert und die Risiken aufgelistet. Alle sagten, sie hätten in dem Projekt viel gelernt, vor allem aber eins: Überall auf Risiken zu achten und sie neu zu bewerten. (Günter Haverkamp)

Schluss

Die Arbeitsgruppe Innere Sicherheit hatte sich so intensiv mit dem Thema beschäftigt, dass sie kaum aufhören konnten zu diskutieren und Lösungsansätze zu finden. War es noch zu Beginn eine reine Polizeiangelegenheit, sie persönlich vor betrunkenen Kerlen und Anmache zu schützen, wurde später doch der Anspruch an die Gesellschaft stärker, die Augen aufzumachen und für sie da zu sein. Auch die Gruppe Verschuldung hatte sich in tiefe Diskussionen verstrickt und die Gruppe Drogenpolitik, die ebenfalls nicht in plumpen „Drogen-freigeben“-Slogans steckenblieb. Der Wunsch nach weiteren Projekten ähnlicher Art war deutlich spürbar. (Günter Haverkamp)

Jugendliche dürfen in der Regel nicht wählen, weil das Wahlalter bis auf wenige Ausnahmen ab 18 Jahre

Die Seit 2005 bitten wir Schulen, in denen ein Wahllokal eingerichtet wird, Faires Wahlcafés einzurichten. Damit wird Kindern und Jugendlichen die Tür zum Wählen ein wenig geöffnet. Bei Servieren von fair gehandeltem Kaffe und selbstgemachten Kuchen, finden die Jugendlichen ihre Möglichkeiten, Denkanstöße zu geben.

Wie funktioniert es?

Sie richteten in ihrer Schule am Wahlsonntag neben dem Wahllokal ein Café ein und belohnten Erwachsene, die zur Wahl gingen, mit einer Tasse fair gehandelten Kaffee und oft auch selbstgebackenem Kuchen.

Faires Wahlcafé – Arbeitsblätter 2017

Wir setzen die Arbeitsblätter und das Konzept der Wahlen von 2017 hier ein, damit Sie vielleicht Denkanstöße finden.

Konzept für Faire Landtags-Wahlen in NRW

Arbeitsblatt 1 – Politische Freiheit

Arbeitsblatt 2 – Wählen oder nicht

Arbeitsblatt 2a – Fake News Irrenhaus

Arbeitsblatt 3a – Wahlfreiheit Nikotinkinder

Arbeitsblatt 3b – Wahlfreiheit Steinbruch

Arbeitsblatt 3c – Wahlfreiheit Sklaverei

Arbeitsblatt 4 – Gefährliche Wahlen

Arbeitsblatt 4a – Pakistan

Arbeitsblatt 4b – Mali

Arbeitsblatt 4c – Somalia

Arbeitsblatt 4d – Iran

Arbeitsblatt 5a – Brexit 1

Arbeitsblatt 5b – Brexit 2

Arbeitsblatt 7 – Wahlverhalten in NRW

Arbeitsblatt 8 – Meinungsumfrage

Wo wird in diesem Jahr gewählt?

Im Vordergrund stehen die landesweiten Wahlen:

6. September 2026 Sachsen-Anhalt – Landtag für 5 Jahre

20. September 2026 Berlin – Abgeordnetenhaus, Bezirksverordnetenversammlungen für 5 Jahre

20. September 2026 Mecklenburg-Vorpommern – Landtag für 5 Jahre

25. April 2027 Nordrhein-Westfalen

Aber auch die regionalen Wahlen sind wichtig

13. September 2026 Niedersachsen Kreistage, Stadträte, Gemeinderäte, Samtgemeinderäte, Stadtbezirksräte, Ortsräte, Regionsversammlung (Hannover) 5 Jahre

Quelle: Wahlrecht.de


Wo Wählen gefährlich ist

Bei uns braucht niemand Angst haben, dass in seiner Wahlkabine eine Kamera festhält, was sie oder er wählt. Es gibt keine Schlägertrupps, die Wähler*innen davon abhalten, das Wahllokal zu betreten. Es gibt keine Hürden, die für Ärmere unüberwindlich sind. Wo ist das anders? (Nur 2 Prozent leben in Freiheit)


Nicht unter 50 Prozent

Im Grundgesetz ist verbrieft, das Frauen gemäß ihrem Anteil an der Macht beteiligt werden muss. Im Bundestag geht ihr Anteil immer mehr zurück. Es sollte keine Partei mehr eine Stimme bekommen, die nicht 50 Prozent Frauen aufstellt. Aktion 50 Prozent


Straßenumfrage: „Gehen Sie wählen?“

Die Jugendlichen wollen wissen, ob und warum die Erwachsenen wählen gehen. Sie sammeln die schönsten Ausreden und sind gespannt auf die verrücktesten Geschichten. Das ist ein ganz besonderer Lernprozess.


Wahlprüfsteine

Die Jugendlichen formulieren ihre Forderungen an die Politik. Was ist ihnen wichtig – lokal, regional, bundesweit, weltweit? Wer soll was verändern? Wie sehen sie ihre Situation und ab wann finden sie, sollten sie wählen dürfen?


Politiker*innen besuchen

Die Jugendlichen wenden sich an die Politiker*innen in ihrer Region, besuchen sie im Wahlkreisbüro und übergben ihnen ihre Wahlprüfsteine.


Projekt
„Faires Wahlcafé“

Jugendliche gestalten einen politischen Dialog und verführen Erwachsene zum Wählen

… mit fair gehandelten Kaffee und selbst gebackenem Kuchen…

… Tipps und Wünsche an die Wählenden inbegriffen.

Plakat im Online-Shop bestellen

Die bisherigen FAIREN WAHLCAFÉS


Projekt „Faires Wahlcafé“ 2017

Faires Wahlcafé 2017 – Leitfaden und Arbeitsblätter

Der Leitfaden

zum Projekt „Faires Wahlcafé“ 2017

als PDF

Konzept für Faire Landtags-Wahlen in NRW

Arbeitsblatt 1 – Politische Freiheit

Arbeitsblatt 2 – Wählen oder nicht

Arbeitsblatt 2a – Fake News Irrenhaus

Arbeitsblatt 3a – Wahlfreiheit Nikotinkinder

Arbeitsblatt 3b – Wahlfreiheit Steinbruch

Arbeitsblatt 3c – Wahlfreiheit Sklaverei

Arbeitsblatt 4 – Gefährliche Wahlen

Arbeitsblatt 4a – Pakistan

Arbeitsblatt 4b – Mali

Arbeitsblatt 4c – Somalia

Arbeitsblatt 4d – Iran

Arbeitsblatt 5a – Brexit 1

Arbeitsblatt 5b – Brexit 2

Arbeitsblatt 7 – Wahlverhalten in NRW

Arbeitsblatt 8 – Meinungsumfrage


Projekt „Café Europa“

Deutsch-französisches Schulprojekt mit Wettbewerb zum Thema europäische Zusammenarbeit.

Aktion FAIRES WAHLCAFÉ

2014 Europawahl – deutsch-französisches Schulprojekt mit Wettbewerb zum Thema europäische Zusammenarbeit.

09.09.2013 – Eva Zimmermann hat ein interessantes Plakat für das Projekt FAIRES WAHLCAFÉ gestaltet. Das Smiley auf etwas unruhigem Untergrund hat den Mund verklebt. Mit der Frage „Stimme verloren?“ wird etwas ironisch den Erwachsenen gezeigt, dass sie eine Stimme haben und nicht nutzen. Ähnlich könnte gesehen werden, wenn Menschen die Möglichkeit haben, laut zu werden gegen ein Unrecht, sie aber verzagt in der Ecke sitzen und nichts tun. Die Jugendlichen im Projekt FAIRES WAHLCAFÉ jeden wollen den Erwachsenen helfen, ihre Stimme wiederzufinden. Und alle, die ihre Stimme gefunden und abgegeben haben, erhalten im FAIREN WAHLCAFÉ eine Belohnung.

Das Wahlcafé zur Europawahl kann starten

Dienstag, 18. Februar 2014 Düsseldorf – Das deutsch-französische Schulprojekt CAFÉ EUROPA kann starten. Angelehnt an das erfolgreiche Projekt das FAIRE WAHLCAFÉ zur Bundestagswahl rufen wir die Schulen in NRW mit französischen Partnerschulen zum Mitmachen auf. Gefördert wird das Projekt durch die Ministerin für Bundesangelegenheiten, Europa und Medien des Landes Nordrhein-Westfalen. In den nächsten Tagen wird die Webseite www.vote14.eu online sein. Das Plakat hat Eva Zimmermann gestaltet.

Das Plakat zur Europawahl

Das Plakat zur Europawahl 2014

Es war etwas besonderes deutsch-französisches Projekt mit vielen wunderschönen Momenten.

Design: Eva Zimmermann

Sonntag, 25. Mai 2014 Wahlsonntag

Sonntag, 25. Mai 2014 Wahlsonntag. Diese Europawahl hat viele Jugendlichen nicht kalt gelassen. Sie haben sich im Ideenwettbewerb Gedanken gemacht über die nicht wählenden Erwachsenen, über ein unattraktives Europa und haben nach Lösungen gesucht. Spannend wird es sein, wenn in einer Expertenrunde im Landtag von Nprdrhein-Westfalen die Ideen der Kaarster und Kerpener RealschülerInnen geprüft werden. Können sie etwas bewergen? Danke an alle die mitgemacht haben.

In Essen hat die Gesamtschule Borbeck wieder zum Wahlcafé eingeladen. Wieder, weil diese Schule seit 2005 die Wahlprojekte mitgemacht hat. Vor der Schule trafen sich die Menschen der Umgebung – gingen erst wählen, dann Kuchen essen – mit einer Tasse fair gehandelten Kaffee. Die Schüler waren begeistert, der Politiklehrer mindestens ebenso. Das schafft bei den Jugendlichen ein anderes Politikverständnis. Die werden mal wählen gehen.

Insgesamt positiv sehen auch wir dieses Projekt. Mit dem Ideenwettbewerb konnten wir eventuell ein Zukunftsprojekt anstoßen: Politik in der Schule. Das könnte spannend werden. Vor der Wahl hatte es ein Treffen der SchülerInnen mit den Landtagsabgeordneten gegeben. Das wird nun fortgesetzt und am 3.7. werden wir sehen, ob aus der Idee der Jugendlichen wiederum ein Pilotprojekt werden könnte. Spannend ist es in jedem Fall und zur nächsten Wahl werden wir wieder zum Wahlcafé aufrufen.


Projekt „Faires Wahlcafé“ 2013

Bundestagswahl

Faires Wahlcafé 2013

Reges Treiben in den Wahlcafés. In Essen ist das schon Tradition. Bürger*innen verabreden sich zum Kaffee und gehen dann wählen. Die Jugendlichen nutzen es, um ihre Wünsche loszuwerden.

Freitag, 30. August 2013 – Dass Schulen sich dafür interessieren, das Faire Wahlcafé zu machen, kennen wir aus den Projekten, die wir seit 2005 durchführen. Diesmal haben wir aber erstmals Kirchengemeinden angesprochen – mit Erfolg. Wir finden es spannend, dass Jugendliche beim Gottesdienst am 22. September zum Wählen aufrufen und in ihre Wahlcafé einladen!

28.5.2013 – Heute erhielten wir vom Landesjugendamt den Bescheid, dass unser Antrag „Faires Wahlcafé“ genehmigt wurde. Ab sofort können sich Einrichtungen und Jugendliche bei uns melden, wenn sie diese spannende Aktion  durchführen wollen. Seit 2005 haben wir bei mehreren Bundes- und Landtagswahlen den Jugendlichen die Möglichkeit geboten, die Erwachsenen zum Wählen zu bringen. Das haben sie dann auch fleißig getan – wir hoffen mit gutem Erfolg. Zur Bundestagswahl bieten wir zahlreiche Informationen und Tipps, wie das Thema Wählen genutzt werden kann, politisch interessiert zu werden. Das richtet sich zunächst einmal an die Jugendlichen, die sich mit den Wahlen dieses Jahres beschäftigen, in denen das Wählen gefährlich war oder ist. Sie finden heraus, warum die Erwachsenen wählen müssen wenn es um ihre Zukunft, die der Nochnichtwähler, geht. Mit Flyern, Plakaten und Demonstratioenn und schließlich dem Wahlcafé locken sie in ihrem Wahlbezirk die Erwachsenen zur Urne, was sie mit einer Tasse fairem Kaffee belohnen.

Düsseldorf – Anne-Frank-Realschule

21.9.2013 Düsseldorf – In der Anne-Frank-Realschule in Düsseldorf hat die Klasse 9 die Initiative für das Wahlcafé übernommen. „Manche Erwachsene, die nicht wählen gehen… also ich will mal sagen, die sind faul. Die sagen ‚Warum soll ich wählen gehen!‘ Denen will ich sagen: ‚Ja warum nicht. Es ist Sonntag, du kannst doch nichts verlieren! Geh doch hin!‘ Das war‘s eigentlich.“ Eindeutiger als Julian kann man es eigentlich nicht auf den Punkt bringen. Er hat aber auch festgestellt, dass manche Erwachsene Schwierigkeiten haben, den richtigen Raum zu finden. Da solle mehr für getan werden, dass die Wahllokale besser ausgeschildert sind. 

Harold findet „Wenn jemand, der für die Umwelt stimmen würde, zu Hause herumsitzt und keine Lust hat aufzustehen – das finde ich einfach blöd. Es sind doch nur ein paar Minuten bis zum nächsten Wahllokal und dann nur zwei, drei Minuten, um den Wahlzettel abzugeben. Dann kann man immer noch tun, was man will.“

Beide haben übrigens auch eine eigene Meinung, die ihnen, wenn sie jetzt schon wählen dürften, eine Entscheidung für eine Partei erleichtern würde: Julian findet, es müsste gerechter zugehen und ist daher für die Reichensteuer und Harold meint, man sollte viel mehr für unsere Umwelt tun!

Die Lehrerin Andrea Meissner ist von dem Engagement ihrer SchülerInnen begeistert. Immerhin schlagen die sich den Sonntag um die Ohren, um die Erwachsenen zum Wählen zu locken. Und sie hat viele positive Rückmeldungen von den WählerInnen bekommen. Das sei eine gute Idee und bringe sicherlich so manchen Erwachsenen zur Wahlurne.

Essen – Gesamtschule Essen-Borbeck

22.9.2013 Essen – Lange, bevor wir die Gesamtschule Essen-Borbeck sehen

wir schon die Plakate „Stimme verloren? Jugendliche helfen suchen“ mit dem Hinweis auf das Wahlcafé. Vor dem Schultor debattieren WählerInnen, ob sie erst einen Kaffee trinken oder erst wählen gehen. Eine heitere Stimmung liegt in der Antwort „Erst die Pflicht, dann die Kür!“

Diese Stimmung finden wir auch im Schülercafé. Das ist das Herz des Wahlcafés und dort ist reger Betrieb. In der Miniküche arbeiten Jugendliche intensiv daran, die vielen Wünsche der in langer Schlange stehenden WählerInnen zu erfüllen. „Welcher Kuchen darf es denn sein?“ – „Möchten Sie gern eine Waffel? Mit Sahne oder mit Puderzucker?“ Die Auswahl ist beachtlich. Und natürlich ein Kaffee dazu. Wer möchte bekommt auch Tee.

Lehrer Reiner Gerrads machte gerade noch Werbung für das Wahlcafé auf der Straße und sitzt jetzt entspannt bei einem Kaffee und stellt fest: „In diesem Stadtteil haben wir eine sinkende Wahlbeteiligung und da ist es echt wichtig, dass wir ein Zeichen setzen, dass die Leute mitkriegen, dass es nicht egal ist, ob man wählen geht oder nicht.“ Das jetzt die Jugendlichen die Vorbilder sind für die Erwachsenen, weil sie zum Wählen auffordern und diese positive Stimmung erzeugten, sei besonders wichtig. 

Das findet auch Sven: „Ich finde, dass das Wahlcafé eine gute Idee ist. Die Wähler denken: ‚Ach ich gehe mal wählen und trinke mir noch einen Kaffee dabei! Da macht das Wählen doch gleich viel mehr Spaß.‘“ Und das würde ihnen auch von den Leuten genauso gesagt. Sina pflichtet bei: „Die haben sich echt gefreut, dass sie hier mehr Zeit verbringen konnten. Das war nicht dieses Übliche „mal eben Kreuzchen machen“ und sofort weg!“

Es sind richtige Familien- und Nachbarschaftsrunden, die da auf dem Schulhof entstehen. Aber bei Reiner Gerrads kommt auch der Politikschullehrer durch: „Also ich unterstütze die Aktion aus mehreren Gründen: Einmal weil ich glaube, dass die Schüler hier sehen, dass sie demokratisch tätig werden, dass sie etwas verändern können, dass sie etwas bewirken können, dass sie mit einer Botschaft nach draußen treten können und Leute ansprechen können, dass finde ich ganz toll. Sie haben das Gefühl, sich für Demokratie einzusetzen.“Und noch ein Aspekt ist ihm wichtig: „Aber auch für unsere Schule ist das eine ganz wichtige Außenwirkung – sich hier am Wahltag zu präsentieren und dass bei uns die Demokratie lebendig gelebt wird.“ Deswegen: Bei der Europawahl im Mai nächsten Jahres ist er mit seiner Schule wieder dabei!

Alle haben sich darüber gefreut, dass es fair gehandelten Kaffee – gespendet von GEPA gab.

Leverkusen – Lise-Meitner-Gymnasium

September 2013 Leverkusen – Im Lise-Meitner-Gymnasium in Leverkusen beteiligte sich die Klasse 7 am Projekt FAIRES WAHLCAFÉ. Die 12jährigen beschäftigten sich fächerübergreifend mit Aspekten des Wählens und machten eine Meinungsumfrage in der Stadt.

Viel Aufsehen konnten die Schülerinnen und Schüler mit ihrem im wahrsten Sinne handgefertigten Flyer erreichen. Der wurde ganz sicher gelesen und hat viele Erwachsenen angesprochen. Außerdem hatten die Jugendlichen sehr viel Spaß bei der Erstellung.

Ein besonderes Ergebnis brachten Lea, Celina und Albburona von ihrer Meinungsumfrage mit. In den Luminaden, dem großen Einkaufszentrum Leverkusens, fragten sie einen Herrn ob er wählen geht. Er entpuppte sich als Bundestagspräsident Norbert Lammert, immerhin nach dem Bundespräsidenten der zweithöchste Staatsvertreter Deutschlands. In amüsant-feiner Weiser erklärte er den Schülerinnen seine Arbeit. Als Erinnerung gab es eine Autogrammkarte von Norbert Lammert. Die Journalisten hatten ihre Freude an der Szene und so landeten die drei im Artikel der Rheinischen Post (12.9.13).

Das Wahlcafé konnten die SchülerInnen leider nicht organisieren, weil dies aus schultechnischen Gründen nicht möglich war.


Projekt „Faires Wahlcafé

Landtagswahl NRW
Bundestagswahl

Landtagswahl NRW – Gesamtschule Essen-Borbeck

Zur Landtagswahl NRW 2005 organisierten die SchülerInnen der Gesamtschule Borbeck, Klasse 9c, das Faire Wahlcafé an ihrer Schule. Mit ihrem Politiklehrer Reiner Gerrards hatten sie schon Wochen vorher im Unterricht mit dem Thema Wahl begonnen. Sie überlegten, mit welchen Mitteln sie die Erwachsenen zum Wählen locken können. Ihr Lehrer war begeistert. Noch nie hatten sich seine SchülerInnen so für eine Bundestagswahl interessiert.

Intensiv beschäftigten sie sich mit dem eigenen Flyer, der die Erwachsenen aufrütteln sollte. Die verteilten sie im ganzen Wahlbezirk.

Etwas ganz besonderes hatten sich die Jugendlichen Essen einfallen lassen: Mit einer Demonstration in ihrem Wahlbezirk zogen sie die Aufmerksamkeit aller Erwachsenen auf sich. Mit dem gesungenen Slogan „Wir wollen euch wählen sehen, wir wollen euch wählen sehen!“ zeigten sie den verblüfften Passanten ihre Transparente.

Neben dem Wahllokal an ihrer Schule hatten sie ein richtiges Wahlcafé errichtet. Unter großen Schirmen setzten sich die erstaunten WählerInnen in die bequemen Stühle und ließen sich belohnen. Es gab natürlich fair gehandelten Kaffee, aber auch selbstgebackten Kuchen.

Plakat zum Fairen Wahlcafé

Mit diesem Plakat warben wir für das Wahlcafé – allerdings waren dann mehr Logos von Organisationen darunter: Plan International, EED und UNICEF unterstützten das Projekt intensiv.

Wahlcafé 2013 – Arbeitsblätter

Arbeitsblatt 1 – Begleitung zu einem YouTube-Video

Arbeitsblatt 2 – Wählen oder nicht? Zwei Meinungen

Arbeitsblatt 2a – Wählen im Iran

Arbeitsblatt 3 – Politische Freiheit

Arbeitsblatt 4 – Wahlfreiheit im Steinbruch

Arbeitsblatt 5 – Wahlfreiheit Sklaverei

Arbeitsblatt 6 – Mail

Arbeitsblatt 7 – Wahlverhalten in Deutschland

Arbeitsblatt 8 – Meinungsumfrage

Essen – Gesamtschule Essen-Borbeck

Gemeinsam mit gepa, Plan International, EED und UNICEF forderten wir die Schülerinnen
und Schüler auf, in ihrer Schule neben den Wahllokalen ein Faires Wahlcafé einzurichten:
Erwachsene, die zur Wahl gingen, wurden mit einer Tasse fair gehandelten Kaffee belohnt.

Essen-Borbeck. Die Gesamtschule macht das Faire Wahlcafé seit 2005 regelmäßig zu jeder Wahl. Die Wähler*innen haben sich darauf eingerichtet.


In Essen hatten Schülerinnen und Schüler eigene Flyer in die Briefkästen ihres Bezirks gesteckt. Für die Bundestagswahl boten wir diese Aktion bundesweit an – diesmal unterstützt von gepa, TransFair, El Puente, DGB
Bildungswerk, Plan International und Weltladendachverband.


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