Zukunft gestalten

FRIEDENSBAND hat seine ganze Aufmerksam den Kindern gewidmet, deren Leben in besonderer Weise von den Erwachsenen bedroht werden. Mädchen sind dabei in besonderer Weise betroffen.

Kindersoldat:innen
Kinder brauchen Frieden

2003 luden wir die Referent:innen von UNICEF, terre des hommes Kindernothilfe u.a. ein und boten an, eine Jugendaktion zu entwickeln. Es entstand die Aktion Rote Hand und der Red Hand Day in der heutigen Form.

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Entstehung der Aktion: Das Themenforum

Zum 10.11.2003 haben wir alle Organisationen, die sich mit dem Thema Kindersoldaten auseinandersetzen, zu einer Themenkonferenz eingeladen. Es kamen die Referent*innen von Unicef, terre des hommes, Kindernothilfe, eed

Entstehung: Erste Schritte

Das Plakat zur Aktion

Wir haben absichtlich kein Logo eingesetzt und viel Platz für eure Aktionshinweise gelassen. Bestellen

Der Pin zur Aktion

Der Stick ist ca. 2 cm groß. Bestellen

Design: Eva Zimmermann


2004 organisierten wir, unterstützt von starken Kindernothilfe, terre des hommes und Unicef, den ersten Red Hand Day auf der Bildungsmesse didacta in Köln. Kurz vorher meldete sich Senait Mehari und kam spontan aus Berlin, um uns zu unterstützen.

2004 Red Hand Day und Aktionen

Mehr als 10.000 Kinder und Jugendliche beteiligten sich an der Aktion Rote Hand. Zwei Jahre zuvor hatten Organisationen in Kongo, Bangladesh und Kolumbien Protestaktionen mit der roten Hand als Symbol durchgeführt. Danach wurde das Symbol von den Organisationen beibehalten, der 12. Februar als Red Hand Day jedoch nicht mehr öffentlich als Tag gegen den Missbrauch von Kindern als Soldaten begangen. Mehrere Hundert Fotos von Kindern und Jugendlichen, aber auch von Erwachsenen zeigten eine rege Beteiligung. Intensive nachfragen machten den Wert für die Beteiligten deutlich, ihre Fotos auf unserer Webseite wiederzufinden. Damit hat eine Aktionsform ihre Bestatigung gefunden, die sicherlich noch ofter von uns eingesetzt wird. Die Lehrerinnen und Lehrer bestatigten, dass die Jugendlichen im Unterricht intensiver mitarbeiteten, weil sie wussten, dass am Ende eine Aktion stand.

Die zentrale Pressekonerenz auf der Bildungsmesse didacta am 12.2. kam bei de Medien gut an. Mehr als 30 Schülerinnen und Schüler einer Realschulklasse in Dormagen präsentierten ihre Arbeiten – bis hin zu einem selbstgetexteten unnd -gesungenen Lied. Diese Klasse hatten wir auch alsbeitrag in der sendung logo! (ZDF-Kindersendung) platzieren können Aus Berlin hatten wir Senait Mehari geholt, die als ehemalige Kindersoldatin über ihre Situation sprach. Sie hatte im Grand Prix des Vorjahres als taz-Kandidatin den dritten Platz in der Vorausscheidung errungen. In vielen Sendern war sich begehrte Interviewpartnerin.

Daraus entwickelte sich eine intensive Zusammenarbeit und fortan bezeichnete Senait Mehari als Botschafterin des Weißen Friedensbandes und trug es bei öffentlichen Auftritten. In den folgenden Monaten schrieb sie das Buch „Feuerherz“ in dem sie ihre Erlebnisse niederschrieb. Es wurde ein großer Erfolg und stand viele Wochen in den Bestsellerlisten auf den vorderen Plätzen und wurde 100,000 mal verkauft. Senait sorgte dafur, dass wir auf den letzten Seiten des Buches eine Seite zur Darstellung bekamen. in der Folge unterstützten mehrere Leserinnen und Leser des Buches unseren Verein.

Mit einer riesigen roten Hand protestierten die Schüler*innen eines Kölner Gymnasiums und sendeten dieses Bild zeitgleich in die Pressekonferenz auf der didacta in Köln


2005 Red Hand Day
organisierten wir den zweiten Red Hand Day in der Antoniterkirche Köln. Aus Kerpen kamen Schülerinnen und brachten ein riesiges Tuch mit ihren roten Händen – gerade rechtzeitig vor Beginn.

2005 Red Hand Day und Aktionen
Weitere Informationen

2005 gaben Julitta Münch, unsere Vorsitzende und Roger Willemsen, Unterstützer von CARE International, einen litearischen Abend im Malkasten Düsseldorf. Sie warben für die Arbeit unserer Organisationen. Es war ein Feuerwerk!

2005 Pressekonferenz mit Kindern
Das war für die Medien neu: Die Schulklasse machte auf die Journalist*innen größeren Eindruck als die Aussagen der Expert*innen.

2005 war uns wichtig, die Aktion Rote Hand im Salzmannbau zu organisieren, weil dies der Ausgangspunkt war, in dem die Aktion entwickelt wurde.

2005 Aktion Rote Hand zum Red Hand Day in der Realschule Kerpen. Die 700 Schüler*innen waren begeistert dabei, die rote Farbe auf die großen Leinwände aufzutragen.

2005 Willy Brandt Gymnasium Köln
Nach intensiven Workshops waren die Jugendlichen begeistert, mit ihren roten Händen zu protestieren.

2005 Große Aktion im Mädchengymnasium Neuss. Das war wirklich eine beeindruckende Performance


2005 Papsthügel / Marienfeld
Die Aktivgruppe Menschenrechte organisierte die größte Aktion Rote Hand des Jahres. Alle Kerpener Schulen beteiligten sich – 1.300 Jugendliche und machten da, wo der Papst gerade noch war, die Aktion. Minister Armin Laschet war begeistert.

Weiterlesen Papsthügel


Mehr zu Peter Maffay und sein Album „Begegnungen“

Eintrag bei Wikipedia zum Album „Begegnungen – eine Allianz für Kinder“

Es ist sein ehrgeizigstes Projekt: Für „Begegnungen – Eine Allianz für Kinder“ gelang es Peter Maffay auf seinen Reisen Menschen zusammen zu führen und für eine große gemeinsame Sache zu gewinnen. Eines der 14 Projekte ist Aktion Weißes Friedensband. Unsere Schirmfrau Senait Mehari singt zusammen mit Peter Maffay – Patin für uns ist Sabine Christiansen.

Ganz persönlich. Es gab einen Moment, da zog Peter Maffay die Lederjacke aus und setzte sich mit uns in eine Ecke. Er beeindruckte uns sehr.

2006 – 60 Jahr-Feier NRW
Von Minister Armin Laschet waren wir eingeladen, zusammen mit den Jugendlichen, die er in Kerpen kennengelernt hatte und Senait Mehari das Fest in seinem Ministerium zu gestalten.

2006 Weitere Aktionen

2006 Weltkindertag am Rhein
FRIEDENSBAND ist zum ersten Mal mit der Aktion Rote Hand dabei. Es wurde ein großer Erfolg.

2006 Festival JUPP: von den beteiligten Jugendlichen wurde bei der Aktion Rote Hand der Wunsch geäußert, ihr Statement und ihren Namen ihrer Hand zuzufügen. Das nahmen wir sofort auf und veränderten die Aktion.



Evangelischer Kirchentag Köln

: Wir testeten die neue Form der Aktion Rote Hand und wurden überrascht. Die Jugendlichen stürmten unseren Stand.

2007 Weitere Aktionen
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Jugendfreizeit im Westerwald

Minderjährige Flüchtlinge, die ohne ihre Eltern nach Deutschland gekommen sind, haben es nicht leicht, sich zurecht zu finden. Sie haben Schlimmes erlebt und fühlen sich allein und schutzlos. Das Psychosoziale Zentrum in Düsseldorf unterstützt diese Jugendlichen. Durch die Förderung der Sabine Christiansen-Kinderstiftung und des Jazztrompeters Manfred Schoof konnten wir mit 12 von ihnen eine Fahrt in den Westerwald organisieren. Bei gemeinsamen Spielen, Tänzen und Gesprächen, beim Kochen, Wandern und Schwimmen lernten sich die Jugendlichen aus neun afrikanischen Ländern kennen und wuchsen zu einer Gruppe zusammen. „Jetzt habe ich Schwestern und Brüder“, sagte eine Teilnehmerin stolz.

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Berlinale mit Senait Mehari und ihrem Film „Feuerherz“… roter Teppich, berühmte Regisseure und Schauspieler*innen und viele tragen das Friedensband.


Empfang bei Bundespräsidenten

Für das Bündnis Kindersoldaten konnten wir mit Unterstützung von Wolfgang Niedecken einen Empfang bei Bundespräsident Horst Köhler gestalten. Seine Art mit den Kindern zu sprechen, impornierte uns sehr.

Große Aktion in Altenburg/Thüringen 2009

2009 Altenburg/Thüringen: in der größten Halle organisierten wir einen Aktionstag für alle 5. und 6. Klassen der Stadt.

Weitere Aktionen 2009

2009 Aktion Rote Hand in Hanau, gemeinsam mit dem Volksbund Deutsches Kriegsgräberfürsorge. Der Workshop mit den diesen Jugendlichen hat sehr viel Spaß gemacht.

2009 Nach intensiven Workshops wollten die Jugendlichen der Hulda-Pankok-Gesamtschule an die Öffentlichkeit mit ihren Forderungen. So lernten sie, eine Pressekonferenz zu organisieren. Besonders spannend für sie war, wie ein Pressefoto entsteht.


Weiterlesen Bundestag-Aktion

Wir konnten für das Bümndnis Kindersoldaten den Aktionstag Kindersoldaten mit 30 Kindern, im Bundestag gestalten. Sie interviewten mit den Abgeordneten und färbten ihre Hände rot.

Die Kinde und Jugendlichen präsentierten stolz ihre „Beute“, die roten Hände der Abgeordneten.

Familienministerin Kristina Schröder war begeistert und ließ sich auch gern von den Kindern interviewen.

Weitere Aktionen 2012

2012 Weltkindertag am Rhein und FRIEDENSBAND ist wieder mit Crew dabei.

2012 organisierten wir mit 6 Leuten einen offenen Aktionstag Kindersoldaten im Gymnasium Sundern. Die 5.- und 6. Klässler erarbeiteten sich in 5 Workshops das Wissen für eine Pressekonferenz, die alle stark beeindruckte.

2012 konnten wir in der Förderschule Solingen fünf Workshops zu Kinderrechten durchführen. Am Ende stand die Aktion Rote Hand mit Josef Neumann, Landtagsabgeordneter der SPD. Er war von den Jugendlichen sehr beeindruckt.


2015 – Landtag NRW

2015 – Landtag NRW
2 Schulklassen konnten 2 Tage lang die Abgeordneten des Landtages NRW auf die Situation von Kindern in Kriegen ansprechen und mit ihnen die Aktion Rote Hand machen.

28.01.2015 Landtag NRW – 1. Tag

Erster Tag – „Die Klasse 9c der Realschule Kerpen war von FRIEDENSBAND in den Landtag nach Düsseldorf eingeladen worden, um mit den Landtagsabgeordneten die „Aktion Rote Hand“ gegen den Einsatz von Kindersoldaten durchzuführen.

Die 28 SchülerInnen hatten unterschiedliche Aufgaben: Einige mussten den Aktionstisch im Foyer des Landtages betreuen und dort den Politikern erklären, dass sie mit einem Aufruf und ihrem Handabdruck ihr „Nein“ gegen Kindersoldaten ausdrücken konnten.

Die Hände der Politiker mussten natürlich auch mit roter Fingerfarbe eingestrichen werden. Andere gingen mit Flyern durchs Foyer, sprachen die Politiker an und schickten sie zum Aktionstisch. Wieder andere hatten Videokameras und interviewten Politiker zum Thema „Kindersoldaten“ (Foto: Norbert Killewald)

So kamen die Schüler*innen mit Ministern, der Landtagspräsidentin und sogar mit Hannelore Kraft ins Gespräch.

Alle waren sich einig: Die Politiker waren ausnahmslos richtig nett und haben sich trotz eines anstrengenden Plenartages Zeit genommen.“ So beschrieb Bettina Henke, Lehrerin der Klasse 9c den Aktionstag. Auch ein vorbeikommender Polizeibeamter ließ es sich nicht nehmen, die Aktion zu unterstützen.

FRIEDENSBAND konnte mit vielen Abgeordneten Gespräche führen. Uns ging es parallel zur Aktion darum, dass die Abgeordneten in ihren Wahlkreisen die Aktion Rote Hand weiterempfehlen. Das einige das in die Tat umsetzen, glauben wir in jedem Fall – zu authentisch und überzeugend waren die Jugendlichen in ihren Aussagen.

Da mehrere Schulklassen im Landtag am Plenumstag teilnahmen, kamen wir auch mit einigen Lehrerinnen ins Gespräch. Auch hier entstanden Anknüpfungspunkte für die weitere Arbeit. Neben vielen Abgeordneten freute uns auch die Teilnahme von Norbert Killewald (Bild rechts), weil er im Vorstand des Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge sitzt und damit unsere Partnerorganisation vertrat.

Für die Jugendlichen war es besonders spannend, Landtagspräsidentin Carina Gödecke (Foto links) kennen zu lernen. Das war ganz sicher umgekehrt so, denn die Landtagspräsidentin ist bereits am 12. März in dieser Klasse in Kerpen zu Besuch.

Dann geht es um das Pilotprojekt „Politik in Aktion“, das wir mit ihr zusammen anstoßen wollen.

Sonntag, 11. Januar 2015

Kindersoldaten: Aktion Rote Hand im Landtag NRW

Am 28. und 29. Januar 2015 organisiert FRIEDENSBAND im Landtag die Aktion Rote Hand. SchülerInnen von zwei Klassen können die Abgeordneten über die Situation von Kindersoldaten informieren. Mit unseren FLIP-Kameras, die wir schon im Bundestag bei der Aktion Rote Hand eingesetzt hatten, können sie Interviews machen. Und natürlich wir letztendlich von jedem der PolitikerInnen die Rote Hand erbeten – auf das eigene Aktionsblatt ebenso wie auf das Transparent, das wir dann anschließend vor dem Landtag präsentieren wollen.

Die Aktion findet an den beiden Tagen zwischen 11 Uhr und 15 Uhr statt. Für den 28. Januar steht die Klasse schon fest: Realschule Kerpen. Für den 29. Januar suchen wir noch eine Klasse. Melden bitte unter aktion@friedensband.de.

Hintergrund
Im Herbst 2013 hatte FRIEDENSBAND in einer Düsseldorfer Realschule eine Workshop-Reihe zum Thema Kindersoldaten und Gewalt durchgeführt und zum Abschluss Landtagsabgeordnete eingeladen. Frau Warden und Herr Herrmann waren so begeistert, dass sie die Jugendlichen in den Landtag einluden – zum internationalen Tag gegen den Missbrauch von Kindern in Kriegen am 12.2.2014. Dort entstand die Idee, zum nächsten Gedenktag 2015 eine große Aktion im Landtag durchzuführen.

Da im Februar kein Plenum im Landtag stattfindet, hat uns die Landtagspräsidentin die beiden Tage 28. und 29.01.2015 zugestanden.

Freitag, 23. Januar 2015

Landtagsaktion – Vorbereitung Kerpen

Die Spannung nach dem Film „Ich habe getötet“ war zum Greifen spürbar. Die Jugendlichen in der Klasse 9c der Realschule Kerpen bereiteten sich mit dem Film auf ihren Auftritt im Landtag Nordrhein-Westfalen vor. Nächste Woche wollen sie dort die Abgeordneten ansprechen und davon überzeugen, dass sie mehr für die Kinder in Kriegen machen müssen. Sie waren sehr bestürzt zu erfahren, dass auch aus Nordrhein-Westfalen Kinder „freiwillig“ in den Krieg nach Syrien oder dem Irak gehen. Es ist der Auftakt für eine Kampagne von FRIEDENSBAND.

29.01.2015 Landtag NRW – 2. Tag

Landtagsaktion Kindersoldaten 2. Tag
Am 2. Tag konnte die Schulklasse des Berufskolleg Leo Statz in Düsseldorf die Jugendlichen ansprechen.

FRIEDENSBAND hatte von der Gesamtschule Bad Oeynhausen 880 rote Hände zugeschickt bekommen. Die wurden nun ebenfalls mit vielen roten Händen aus Workshops in Düsseldorf an Oliver Keymis weitergegeben.

Ihre Lehrerin Jehan Abushihab ist gleichzeitig Jugendreferentin von Amnesty International Düsseldorf und übergab ihre in den letzten Monaten gesammelten roten Hände an den Landtagsvizepräsidenten Oliver Keymis.

Der Landtag war ein guter Gastgeber. Die vielen Gespräche mit den Abgeordneten werden dazu führen, das wir mit ihnen zusammen in ihren Wahlkreisen die Aktion Rote Hand stärken werden und in den Rathäusern Empfänge für die Jugendlichen mit ihrem Anliegen organisieren.

Es waren eine Menge roter Hände, die da im Landtag gesammelt wurden und die Jugendlichen präsentierten sie stolz den Medien.


2015 Gesundheitsministerium NRW

2015 konnten wir mit einer Hauptschulklasse ein Veranstaltung zu Kinder in Kriegen mit dem Gesundheitsminister NRW und der Aktion Rote Hand durchführen.

Montag, 9. Februar 2015
Minister Schneider: Kinder werden um ihre Kindheit betrogen!
Die Veranstaltung von FRIEDENSBAND im Ministerium für Arbeit, Integration und Soziales in Düsseldorf war ein voller Erfolg. Minister Guntram Schneider machte gleich zu Beginn mit beeindruckenden Worten deutlich, wo er steht: Kein Kind darf in den Kriegen der Erwachsenen kämpfen. Er schlug den Bogen von der Willkür der Nazis, die ebenso die Kinder in den Tod getrieben haben wie heute der sogenannte Islamische Staat.

Günter Haverkamp setzte diesen Gedanken fort und schlug den Bogen zu Deutschland: „Wenn die Bundeswehr zusammen mit der BRAVO Kinder zu Schnupperferien mit Surfen und Kriegsspielen einlädt, ist das eines demokratischen Staates nicht würdig!“ Das erhielt deutliche Zustimmung von den TeilnehmerInnen im Saal. Das waren – und Minister Schneider machte keinen Hehl aus seiner Freude – fast nur Jugendliche.

Einmal waren es die von FRIEDENSBAND eingeladenen Jugendlichen der Kurt-Tucholsky-Hauptschule in Köln, wo wir ja letzte Woche die Vorbereitungsworkshops durchgeführt hatten.

Diskussion mit Minister Schneider

Besonders schön war aber auch, dass Gerd Faruß von terre des hommes mit dem Kinderrechteteam der Janusz-Korczak-Gesamtschule Neuss da war.

Er ging in der Diskussionrunde auf den Punkt Bundeswehr in Schulen noch einmal ein und betonte, dass dies auch aus Sicht von terre des hommes ein unhaltbarer Zustand sei.

Günter Haverkamp macht dies mit einem Bericht über seinen Besuch in einer Hauptschule noch einmal deutlich, die einen Besuch von zwei Jugendoffiziere hatte: „Ich fragte die Mädchen, ob die beiden schön waren – große Bestätigung. Ich fragte die Jungs ob das richtige Männer waren – große Bestätigung. Klar schickt die Bundeswehr prächtige Kerle und das in Uniform.“ Es war überdeutlich, dass die Bundeswehr gepunktet hat. Die Nachfrage ergab, dass sie die Informationen der beiden Jugendoffiziere nicht überprüft haben! Diese Naivität macht sich die Bundeswehr zunutze. Aber nicht nur sie, sondern auch der IS! Und das, so Haverkamp, sei eines demokratischen Staates nicht würdig.

Erschüttert hat die Zuschauer*innen der kurze Ausschnitt des Films „Ich habe getötet“. Dieser Film hatte die SchülerInnen aus Köln ebenfalls sehr beeindruckt und dazu beigetragen, dass die Jugendlichen Plakate gemalt hatten, die sie dem Publikum präsentierten.

Die Schülerinnen und Schüler aus Neuss und Köln hatten noch viele Fragen an den Minister, der darauf gern einging. und am Ende stand natürlich die Aktion Rote Hand, die zunächst der Minister unter der Fernsehkamera von RTL1 machte und dann die Jugendlichen.

Dann ging es zur Aktion Rote Hand, die Minister Schneider mit sichtlichem Vergnügen aber großem Ernst mitmachte. Den Jugendlichen aus Köln und Neuss gefiel die Veranstaltung sehr. Sie hatten sich sichtlich wohl gefühlt und waren vom Minister beeindruckt.

Alle fanden, dass es eine gelungene Veranstaltung war und viele Kontakte geknüpft werden konnten.

Dienstag, 3. Februar 2015

Workshop Vorbereitung für die Veranstaltung im Sozialministerium

Zwei 9. Klassen der Kurt-Tucholsky-Hauptschule in Köln sahen zunächst den Film „Ich habe getötet“ und waren tief beeindruckt von den Schilderungen der ehemaligen Kindersoldaten. Die 50 SchülerInnen arbeiteten intensiv mit, wussten bereits viel und waren sehr wissbegierig, Einzelheiten zu erfahren. Die Protestplakate, die sie anschließend malten, drückte die Betroffenheit aus, die sie wegen der Schicksale der Kindersoldaten empfanden. Die anschließende Aktion Rote Hand war für sie dann eine zweite gute Möglichkeit, mit dem Erfahrenen fertig zu werden. Montag werden diese SchülerInnen im Sozialministerium die Aktion Rote Hand durchführen.

Montag, 2. März 2015

Workshop in Gymnasium Mönchengladbach

Sehr kurzfristig haben wir diesen Workshop für die zwei Schulklassen des Franz-Meyers-Gymnasium in Mönchengladbach, die an unserer Veranstaltung im Sozialministerium am 9.2.  nicht teilnehmen konnten. Es war einfach für diese beiden wie für andere nicht genug Platz da. So konnten wir drei Stunden lang in der Aula die beiden 7. Klassen mit der Situation der Kindersoldaten vertraut waren. Die Jugendlichen war schockiert und stellten sehr viele Fragen. Sie waren sehr engagiert, was wir auch daran merkten, dass sie noch um 15 Uhr, nach einem langen Schultag mit verkürzten Pausen so aktiv waren. Zum Schluss wollten sie noch wissen, wie sie sich engagieren können. Zwei kommunale Politiker gaben den politischen Rahmen und gaben Anlass, über die  Möglichkeiten nachzudenken, mehr für die Kindersoldaten zu tun. Wieder ein spannender Workshop und ein dankbares Publikum. Am Ende war natürlich die Aktion Rote Hand die Attraktion

2015 Weltkindertag

2015 Weltkindertag am Rhein und wir waren mit unserer Crew wieder dabei.


2018 Weltkindertag

2018 Weltkindertag am Rhein. Die Aktion Rote Hand und die Malaktion machte den Kindern und unserer Crew sichtlich Spaß.


2019 Aktionen

2019 Viele Schulen waren unserem Aufruf zur Aktion Rote Hand gefolgt. Die feierliche Übergabe bei dem Düsseldorfer OB Thomas Geisel gefiel den Jugendlichen gar nicht. Er sagte, dass er die roten Hände in den Papierkorb werfen würde.

2019 Die zweite Gruppe von Schulklassen verzichtete auf die Übergabe im Rathaus. Ein Anruf reichte und Stefan Engstfeld und Josefine Paul nahmen sich Zeit für einen Empfang im Landtag. Die Jugendlichen waren schwer beeindruckt.

2019 Aktion Rote Hand auf dem Schadowplatz Düsseldorf. Organisiert vom Gesundheitsamt.

2019 Schadowplatz

Kinderrechtefest auf dem Schadowplatz

Am 15. Juni 2019 dreht sich am Haus der Universität und auf dem Schadowplatz alles um Kinderrechte. Unter dem Motto „Give Kids a Voice – Kinderfest für Kinderrechte“ organisieren das Haus der Universität Düsseldorf und SOS-Kinderdörfer weltweit mit Unterstützung von Engagement Global, dem Schulamt der Stadt Düsseldorf und dem Kinderrechtebündnis der Stadt Düsseldorf ein Kinderfest anlässlich des 30. Jubiläums der UN-Kinderrechte.

Mit dabei natürlich auch FRIEDENSBAND mit der Aktion Rote Hand – stark unterstützt durch Engagement Global. Das hat mächtig Spaß gemacht. Wir konnten viele Gespräche führen mit Lehrer*innen und Menschen, die an den Kinderrechten interessiert sind – auch in anderen Teilen der Welt.

Und dann haben wir noch 35 Euro Spenden bekommen. Danke!


2020 – Landtag NRW
Aktion Rote Hand gerade noch knapp vor Corona. Die Sorgen von Innenminister Reul wurden durch persönlichem Einsatz ausgeräumt.


2021 Corona zwingt uns zu neuen Formen

Kindersoldaten

Online-Aktion Rote Hand


Mit dem Landtag NRW und vielen Abgeordneten aus Rheinland-Pfalz haben 65 Jugendliche aus mehreren Klassen und viele Organisationen aus Deutschland mit den Abgeordneten überlegt, wie den Kindersoldat*innen geholfen werden kann.

Finanziert durch Engagement Global NRW

2022 Aktionskonferenz online

2022 Corona: Aktion Rote Hand Landtag NRW virtuell. 70 Schüler*innen und 13 Abgeordnete nahmen teil und sorgten für eine lebendige Diskussion.


2023 Aktionskonferenz online

2023 Aktionskonferenz zum Red Hand Day konnten wir mit dem Außenministerium gestalten. Zwar war Ministerin Annalena.Baerbock verhindert, aber Staatssekretär Christian Lindner war dabei


2024 Landtag NRW – Mona Neubaur, stellv. Ministerpräsidentin

2024 Übergabe der Botschaften des Leo-Statz-Berufskollegs an Mona Neubaur, Wirtschaftsministerin und stellvertretende Ministerpräsidentin

Aktionstag im Leo-Statz-Berufskolleg

Aktionstag im Leo-Statz-Berufskolleg

05/2024

Trotz extrem kurzfristiger Planung konnten wir einen Aktionstag zum Thema Kindersoldaten im Leo Statz Berufskolleg Düsseldorf organisieren.Wir begannen mit Schulbeginn um 8.00 Uhr.

Nach einer kurzen inhaltlichen Vorstellung begannen wir mit dem Thema Soldaten bei der Bundeswehr, erklärten die Kinderrechte, dass es durchaus problematisch ist, dass Unter-18-Jährige bereits einbezogen werden, wenn auch nicht im aktiven Dienst. Die hohe Abbrecherquote bei diesen Jugendlichen macht deutlich, dass hier eine Überforderung vorliegt.

Wir behandelten mit den Jugendlichen alle Formen von Gewalt, sahen ein Videointerview von mir mit Omid Nouripour, der über seine Kindheit als Kindersoldat im iranisch-irakischen Krieg berichtete, sahen den Film “Ich habe getötet” und waren im Anschluss mit dem Korrespondenten Mirco Keilberth verbunden, der aus Tunis zugeschaltet war. Finanziert von der Stadt Düsseldorf.

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Es begann damit, dass der amerikansiche Präsident George W. Bush sagte: „Das Spiel ist aus“. Damit war uns allen klar, dass der Golfkrieg unmittelbar bevorsteht. SPIEGEL, 07.02.2003

Es war untypisch,, was wir als Journalist*innen machten, wir fragten die Menschen auf der Straße, welches Friedenssymbol sie tragen werden. Sie fanden das eine zu kirchlich und das andere zu links. Wir beschlossen, ein neues anzubieten.

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Mit Kolleg*innen aus den Medien überlegten wir, wie wir reagieren können. Bei vorangegangenen Konflikten hatten wir uns mit Korrespondent*innen Handlungsoptionen zu Sprache, Bilder und Quellen in Kriegszeiten erarbeitet.

Dieses Mal wollten wir herausfinden, welche Ausdrucksmöglichkeiten die Menschen angesichts des drohenden Krieges nutzen. In einer Meinungsumfrage erfuhren wir, dass den Menschen ein Friedenssymbol fehlt. Das Peace-Zeichen war vielen zu links, die Taube zu kirchlich.

Wir kauften alle Satinbestände in Düsseldorf leer und begannen zu produzieren. Mit dem neuen Friedenssymbol führten wir viele Gespräche, vor allem mit Jugendlichen, deren Wünsche wir mitnahmen.

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Nach vielen Versuchen kamen wir auf die erste Idee, eine weiße Schleife zu wählen, zurück. Weiß ist die Farbe des Friedens und die Schleife war als Aidsschleife allen bekannt. Wir wussten aber nicht, ob wir dieses Symbol übernehmen durften. So nahmen wir Kontakt zur Aidskampagne in London auf und erfuhren, dass die rote Schleife der gelben Schleife entlehnt ist, mit der weltweit an gefallene Söhne und Kameraden erinnert wird. Entsprechend groß war die Begeisterung bei der Aidskampagne, dass die Schleife sich nun dem Frieden zuwendet.

Am nächsten Tag kauften wir alle verfügbaren Satinbänder auf, 1 cm breit, fertigten Friedensbänder und wagten den Versuch auf der Straße. Wir waren von der Resonanz überwältigt. Nun machten wir ein Foto, sandten es per Mail in fünf Sprachen an 180 Friedensorganisationen weltweit und rieten, das weiße Friedensband selbst herzustellen. Danach wollten wir wieder unserer journalistischen Arbeit nachgehen.

Wir wollten das neue Friedenssymbol mit einem Menschenrechtsexperten testen. Heiko Kauffmann kam nach Düsseldorf, um uns auf der Straße zu begleiten. Er war sofort überzeugt! Die Reaktionen der Angesprochenen waren gewaltig.

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„Die Bevölkerung wird aufgerufen…“

Zu unserem ersten Straßenseite hatten wir Heiko Kauffmann, Preisträger des Aachener Friedenspreises eingeladen, mit dem wir engen Kontakt hatten. Wir wollten sein kritisches Urteil, bevor wir an die breite Öffentlichkeit gingen. Er war begeistert und sprach viel mit den Passant*innen, die das neue Friedenssymbol gern annahmen und ganz offensichtlich mit Stolz trugen.

Ein Tag später rief Heiko Kauffmann die Bevölkerung dazu auf, anlässlich des nahenden Krieges weiße Friedensbänder zu tragen.

Und dann ging alles schnell: wir sandten eine Mail mit der Anleitung, Friedensbänder selbst herzustellen, an 180 Friedensorganisationen weltweit und wollten unsere journalistische Arbeit fortsetzen. Die Grünen gaben eine eCard heraus… und dann kamen die Bestellungen.

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Statt dessen kamen Bestellungen und zwar viele! Bald wuchs uns die Fertigung von Friedensbändern über den Kopf. Unsere Rettung war die griechische Änderungsschneiderei an der Ecke. Die ganze Familie arbeitete nun begeistert an der Herstellung von Friedensbändern, die wir in alle Teile Deutschlands verschickten.

Die Bundesgeschäftsstelle der Grünen in Berlin hängte ein vier Meter großes weißes Friedensband an die Häuserfront und verschickte kleine Flyer mit der Aufforderung, das weiße Band zu tragen. Bei der Irakdebatte im Bundestag trugen viele Abgeordnete das weiße Friedensband.

Hunderte Schulen stellten die weißen Bänder selbst her und verteilten sie an die Bevölkerung. Lehrer*innen berichteten, dass das Friedenssymbol den Kindern und Jugendlichen Halt gab und Identifikation.

Viele Kirchengemeinden organisierten mit dem weißen Band Friedensgottesdienste – in Duisburg-Marxloh zum Beispiel die evangelische, katholische und die muslimische Gemeinde gemeinsam. Bei einem Besuch in Erfurt hörten wir, dass besonders viele evangelische Gemeinden in Thüringen und Sachsen das Friedenssymbol nutzten.

Mit einem Miniflyer standen wir eine Woche später in Berlin bei der großen Demo. Uns kamen bereits da Menschen mit weißen Friedensbändern entgegen, die sie selbst gebastelt hatten.

Im Mai begannen die Vorbereitungen für die Arbeit mit Jugendlichen. Es folgten zahlreiche Treffen, an denen Expert*innen aus allen Bereichen teilnahmen.

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Ursprünglich hatten wir gehofft, unsere Arbeit ohne die Grundung eines Vereins finanzieren zu können. Das erwies sich als unmöglich und so gründeten wir am 23.1.2004 den Verein Aktion Weißes Friedensband e.V. Am … war mit der Bestatigung der Gemeinnützigkeit der Gründungsvorgang abgeschlossen. In  den Vorstand wurden Günter Haverkamp als erster Vorsitzender, Julitta Münch als zweite Vorsitzende und Falko Stampa gewählt.

Hier die erste Einladung



Runder Tisch NRW gegen FGM_C

Runder Tisch NRW

2007 konnten wir mit den Erfahrungen der Runden Tische in Köln und Kerpen die Landesregierung von der Wichtigkeit eines Runden Tisches auf Landesebene überzeugen. Der Weg war frei für den Runden Tisch NRW.

In vierteljährlichen Treffen beraten Vertreter*innen der Community, Ministerien und Behörden, Organisationen und Verbänden, welche Schritte notwendig sind, um weitere Beschneidungen zu verhindern und den betroffenen Frauen zu helfen. Sie sensibilisieren sich, entwickeln Projekte und politische Initiativen. Bildungsportal KUTAIRI

2020 Corona sorgt dafür, dass der Runde Tisch online laufen ist. Gut dass wir das seit 2018 trainiert hatten, um denen, die weiter weg wohnen, die Teilnahme zu ermöglichen.

2019 Der Runde Tisch NRW tagt zum 50. Mal und feiert dieses Jubiläum im Schloss Garath in Düsseldorf mit Ministerin Ina Scharrenbach.

2011 Im bundesweiten Netzwerk Integra gegen FGMC arbeiten wir seit 2006 intensiv mit. Wir gestalten die Webseite und arbeiten dem Sprecher*innen-Rat zu.

2009 Landtag NRW: Wir konnten einen Aktionstag mit drei Workshops, einem Plenum und einer Ausstellung mit den Abgeordneten organisieren.

2007 Gründung des Runden Tisches NRW. Dieses Bild ist zwar von 2023, symbolisiert aber den Kern des Erfolgs der Treffen: Die Zusammenarbeit mit Jawahir Cumar.

2006 Zweite Fachtagung FGM_C in Bonn. Gemeinsam mit Jawahir Cumar stellten wir das Konzept der Runden Tische vor. Es wurde mit von allen begrüßt.

2006 Fachtagung Bonn

2004 konnten wir die erste bundesweite Fachtagung gemeinsam mit Jawahir Cumar im Spiegelsaal in Bonn organisieren. Es war der Beginn einer Vernetzung der Organisationen im Bereich FGM_C..

2004 Fachtagung Bonn

Voneinander lernen. Es waren ereignisreiche Stunden mit vielen Möglichkeiten, Kontakte zu knüpfen und Vernetzung zu stärken.

Benefiz-Konzert in der Jazzschmiede Düsseldorf

2013 Benefiz-Konzert mit Ilse Storb, der einzigen Jazzprofessorin Deutschlands mit ihrem Bassisten. Ein toller Abend. Danke für die Unterstützung.


Runder Tisch Deutschland

02.2024 -Runder Tisch Deutschland gegen FGM_C gegründet

Seit mehreren Jahren organisieren wir parallel zum Runden Tisch NRW eine Online-Ausgabe. Das hatte bereits vor Corona begonnen, weil uns Interessierte aus ganz NRW angesprochen hatten, denen es nicht möglich war, zur Präsenzveranstaltung ins Ministerium nach Düsseldorf zu kommen. Wir haben entsprechend mit dem gleichen Thema, meist eine Woche später, ein Themenforum veranstaltet, in dem die Ergebnisse des Runden Tisches einflossen. Das war schnell sehr beliebt und es nahmen Interessierte aus allen Teilen Deutschlands und darüber hinaus (Belgien, Österreich, Schweiz) teil. So entstand langsam ein Vernetzungstreffen, bei dem die Erfahrungen zusammenflossen und sich wieder ganz andere Inhalte entwickelten.

Bei unserem letzten Themenforum im November 2023 gaben wir bekannt, dass es das letzte Treffen war, es sei denn, wir würden einen Beschluss für eine Fortführung, vielleicht unter einem anderen Namen, fassen. Dies wurde allgemein begrüßt und die Frage gestellt, ob wir daraus nicht einen Runden Tisch Deutschland entwickeln könnten. Nun hatten wir in den letzten 5 Jahren dreimal Konzepte für einen bundesweiten Runden Tisch erstellt, so dass wir die möglichen Abläufe bereits vorliegen hatten. Nach einer Umfrage wurden Thema und Datum festgelegt und der 14.02.2024 wurde der Start für den Runden Tisch Deutschland. Es war ein guter Start. Das Interesse war groß. 117 meldeten sich an und mehr als 80 nahmen tatsächlich teil.

Wir haben beschlossen, uns vierteljährlich zu treffen. Eine Finanzierung wird nun angestrebt. Wir bedanken uns bei den Spender*innen, die FRIEDENSBAND immer wieder die Möglichkeit geben, neue Projekte mutig anzupacken, auch wenn die Finanzierung noch nicht gesichert ist.

Weitere aktuelle Informationen über den Runden Tisch Deutschland gegen FGM_C  finden Sie hier: Bildungsportal KUTAIRI

Der Runde Tisch Deutschland gegen FGM_C bietet den betroffenen Frauen, allen Fachkräften und Interessierten, die sich auf den verschiedenen Ebenen von Gesellschaft und Politik für die von weiblicher Genitalbeschneidung (Genitalverstümmelung) betroffenen oder bedrohten Mädchen und Frauen einsetzen, ein Forum zu Austausch und zielgerichteter Lobbyarbeit. Weiterlesen Bildungsportal KUTAIRI


Broschüre und Plakate

Plakat: Mädchenbeschneidung ist verboten!

Wir haben ein Plakat erstellen dürfen, dass eine eindeutige Aussage hat: „Weibliche Genitalbeschneidung wird in Deutschland mit bis zu 15 Jahren Haft bestraft“.

Diese Aussage wird in Englisch, Französisch, Arabisch, Somali und Kishuaheli wiederholt.

Design: Eva Zimmermann

Bestellen


Das Bildungsportal KUTAIRI

2016 forderte der Landtag NRW die Landesregierung auf, die Informationebene im Bereich FGM_C zu verbessern. Wir boten der Landesregierung ein Konzept für das Bildungsportal KUTAIRI an und erhielten den Zuschlag

12/2022

Nach mehr als einjähriger Arbeit ist das neue Bildungsportal fertig. Wir hoffen, damit den Ansprüchen als einziges bundesweites Bildungsportal zum Thema FGM_C gerecht zu werden. Leider ist diese wichtige Arbeit nicht mehr vom Ministerium finanziert worden, so dass wir das mit unseren Bordmitteln machen mussten. Herzlichen Dank an unsere Spender*innen!


Mehr zur Telefonberatung KUTAIRI

Ab Januar 2011 beriet KUTAIRI, (kiswahili: Beschneidung) zweimal in der Woche betroffene Frauen und ihre Angehörigen. In sechs Sprachen (kiswahili, somali, arabisch, französisch, englisch und deutsch) vermittelten die Beraterinnen kompetente Ärzt*innen und Rechtsanwält*innen oder berieten in sozialen Fragen.

2011 Landespressekonferenz mit Ministerin Barbara Steffens, die unsere Idee einer Telefonberatung tatkräftig unterstützte.


Schulaktionen

2019 Schulfest Hulda Pankok Gesamtschule Düsseldorf. Die MAUER DES SPRECHENS interessierte die Jugendlichen sehr. Lehrer Gulaziz Kizilay legt auch Hand an.

2013 Am Ende einer 9teiligen Workshopreihe entstand eine große MAUER DES SPRECHENS und ein Spot gegen sexuelle Gewalt. Der Spot

2014 Große Aktion MAUER DES SPRECHENS am Leo-Statz-Berufskolleg Düsseldorf. Die intensiven Gespräche haben uns sehr beeindruckt.

2009 TV-tivi dreht mit dem Logo-Team in Kerpen die MAUER DES SPRECHENS. Das gab weiteren Auftrieb für die Aktoiopmn

Aktion im Landtag NRW

2011 Fünf Schulklassen durften fünf Tage lang im Landtag NRW die Abgeordneten zum Thema sexuelle Gewalt ansprechen, interviewen und sie zur MAUER DES SPRECHENS bitten.

Soldatenfriedhof Ysselsteyn

2009 Ysselsteyn/Niederlande: auf dem deutschen Soldatenfriedhof mit 36.000 Kreuzen organisierten wir ein Wochenende zu sexueller Gewalt als Kriegswaffe.

2009 Evang. Kirchentag Bremen

2009 Evang. Kirchentag Bremen: Jugendliche aus Kerpen unterstützten unseren Stand mit der MAUER DES SPRECHENS, die wir gemeinsam entwickelt hatten.


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Als Aktion Weißes Friedensband planten wir für 2006 die ersten Aktionen zum Thema
Kinderprostitution. Bei der Themenbesprechung zum 10. Schuljahr wählten die Schüler der Religionsklasse 10 das Thema Kinderprostitution. Im Dezember beschlossen sie, ebenfalls eine Aktivgruppe zu bilden und nannten sich Amigos unidos: Freunde arbeiten zusammen. Seit mehreren Monaten bereits hatten sie sich mit dem Thema Kinderprostitution beschäftigt. Ende Januar 2006 war es dann soweit: In der Schule fand eine große Aktion statt.

2006 Rap gegen sexuelle Gewalt – die DVD mit dem erschütternden Text verschenkte sich gut. Die Band trat damit am Aktionstag auf. Text

Zwei Wochen zuvor hatte die Aktivgruppe Amigos unidos, unterstützt von der Aktivgruppe Menschenrechte, Plakate gemalt mit den Kinderrechtsartikeln, die durch Kinderprostitution verletzt werden. Jeden Tag empfing die Schülerinnen und Schüler der Realschule ein anderer Artikel zum Tagesbeginn. Die Aktivgruppen verteilten Zettel mit Geschichten von betroffenen Kindern und Jugendlichen. Dafür kamen jeweils Schüler früher zur Schuler. Am 30. Januar fand auf dem Schulhof die NEIN-Aktion statt: Alle 700 Schülerinnen und Schüler schrieben auf Papier-Backsteine ihr eigenes NEIN und klebten es auf große Papierbahnen. Die ergaben am nächsten Tag bei der Kundgebung in der Mensa das Bühnenbild: ein großes, 12 Meter langes NEIN. UNICEF war als zukünftige Partnerorganisation dabei und wird die Aktionsform unterstützen.


Weitere Informationen

2007 Flughafen Düsseldorf: 30 Jugendliche konnten Passagiere ansprechen und um Mithilfe bitten, sexuelle Gewalt an Gleichaltrigen zu verhindern.

2008 Flughafen Düsseldorf: Die Verwaltung bittet um Wiederholung der Aktion, weil sie von Passagieren so positive Rückmeldung bekommen hatten.

2009 Auf Einladung von innocence of Danger nahmen wir an einem Treffen von Expertinnen und Experten zur flächendeckenden Sensibilisierung von Fachkräften unterschiedlicher Professionen zur Prävention und Intervention bei sexualisierter Gewalt an Mädchen und Jungen unter Einbeziehung der Neuen Medien in Deutschland in Kooperation mit dem DGfPI e.V. i.G. teil. Das beruhte auf unserer aktiven Beteiligung am 3. Weltkongress zur kommerziellen sexuellen Ausbeutung von Kindern und Jugendlichen 2008 in Rio de Janeiro (Simona Blumkowski) und den Aktionen dieses Jahres gegen sexuelle Gewalt.

2010 Das Ergebnis der Aktion Angst-Orte-suchen wurde im Rathaus Kerpen vorgestellt. Die Bürgermeisterin, Polizei und Jugendamt waren ebenso begeistert wie die Medien.

2021 Kinderschuhe mit erschütternden Botschaften in einem Baum – bei der Aktion SCHUTZBAUM machten Kinder auf ihre Not in der Corona-Zeit aufmerksam.


Informationen

Mit ihrem Flashmob gegen sexuelle Gerwalt an Frauen überraschten die Kerpener Jugendlichen die Menschen in Geschäften, Banken und Gaststätten.


Informationen


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2010 Aktion-Orte-Aktion: Kerpener Jugendliche fahnden nach Orten, an denen sie einmulmiges Gefühl bekommen und trugen sie mit Lösungsvorschlägen auf eine Stadtkarte auf. Das waren spannende Gespräche.


Weitere Informationen

Workshops mit ECPAT und Kindernothilfe für Jugendliche

Workshopangebot von Simona Blumkowski und
Catharina Schymczyk im Internet


Weitere Informationen

Am Ende einer 10teiligen Workshopreihe entstand auf Wunsch der Mädchen einer Klasse ein Spot gegen sexuelle Gewalt.

Wir begannen mit dem Thema Kindersoldaten. Der Film „Ich habe getötet“ stand im Vordergrund. In diesem Film kommen drei junge Männer und drei Frauen zu Wort. Sie erzählen, wie der Krieg ihr Leben zerstört hat. Erschütternd vor allem die Schilderungen der Mädchen.

Bereits im zweiten Workshop kam das Thema sexuelle Gewalt hoch, weil die drei Mädchen im Film über die Folgen ihrer Vergewaltigungen berichteten. Das erschütterte die Jugendlichen besonders stark.

Im dritten Workshop kam es dann zum Bruch: Die Mädchen der Klasse wollten ohne die Jungs weitermachen, weil die sich des Themas nicht gewachsen fühlten.

Es folgten fünf Workshops in denen die Mädchen immer tiefer in die Auseinandersetzung mit ihrer Situation gingen und den Spot organisierten.

Ein Workshop fand auf der Straße statt: Die Mädchen interviewten die Frauen und Mädchen, welche Strategien sie entwickelt haben, gegen Übergriffe von Männern. Sie fassten aber auch ihren Mut und fragen die Männer, was sie tun, keine Gewalt gegen Frauen auszuüben.

Es kamen völlig veränderte Mädchen in den nächsten Workshop. Sie hatten viel gelernt und begriffen, dass sie sich wehren müssen. Es war ein Erlebnis, als wie immer am Ende des Workshops die Jungs in die Klasse zurückkamen, die während dieser getrennten Workshops in anderen Räumen unterrichtet wurden. Sie hatten plötzlich nichts mehr zu sagen, bekamen für ihre dummen Sprüche harte Antworten und fragten mich allen Ernstes, was ich denn mit den Mädchen gemacht hätte. Nach diesem Workshop wollten die Mädchen nicht mehr mit mir weitermachen und sie wurden von zwei Mitarbeiterinnen weiterbetreut.

Düsseldorf, 07.05.2013. Die Mädchengruppe der BUS-Klasse suchte heute die passende Botschaft für ihren Werbespot zum Thema sexuelle Belästigung. Interessante Diskussionen rund um die Zielgruppe und den Slogan entstanden. Vor allem Jugendliche und Erwachsene soll der Werbespot ansprechen, denn von ihnen geht die größte Gefahr aus. Ganz klar ist, dass die Schülerinnen damit zeigen wollen, das sexuelle Belästigung respektlos und unnötig ist! Kommende Woche wird das Storyboard erstellt.

Der Spot


Solidaritätsaktion für Favour

Favour (17), in Nigeria schweren Vergewaltigungen ausgesetzt, soll mit 18 abgeschoben werden. Die Jugendlichen sammelten und sorgten für Öffentlichkeit. Sie blieb.

Ein Mädchen erlebt in ihrer Heimat Elend, Verfolgung und Vergewaltigung. Nach dem Tod ihrer Eltern musste sie jahrelang auf der Straße leben und erlebte viel Gewalt. Favour wurde verhaftet und in ein Frauengefängnis gebracht. Während ihrer dreimonatigen Haft wurde die 15jährige Favour immer wieder vergewaltigt.

Ordensschwestern schafften es, Favour aus ihrem Heimatland Nigeria nach Deutschland zu holen. Sie war schwer traumatisiert. Es folgten Zwangsernährung und wochenlange Psychiatrieaufenthalte. Sie konnte sich wieder fangen, schöpfte Hoffnung und konnte zur Schule gehen. Ganz langsam begann sie wieder Vertrauen zu fassen.

Dann aber, einige Monate vor ihrem 18. Geburtstag kam die Ankündigung der Abschiebung, denn ihr Asylantrag wurde abgelehnt. Eine Rückkehr nach Nigeria hätte für Favour eine große Gefahr bedeutet. Sie hatte berechtigte Angst wieder ins Frauengefängnis gesteckt zu werden. 

Dem Druck hielt sie nicht stand – sie erlebte einen totalen Zusammenbruch und musste wieder in die Psychiatrie. Die Vergangenheit hat sie wieder eingeholt. Sie war nicht mehr ansprechbar.

Die Leitung des Mädchenhauses in Hessen bat FRIEDENSBAND um finanzielle Hilfe, damit eine Rechtsanwältin den Fall aufnehmen und die Abschiebung verhindern kann.

Eine der Ideen der Jugendlichen: Steine bemalen und verkaufen. Zusammen mit den eindringlichen Beschreibungen von Favours Schicksal brachte das viel Geld ein.

Solidaritätsaktion für Karen

2013 Karen (17) hat in Uganda schwerste Kämpfe und Verletzungen erleben müssen, bevor sie gerettet und nach Deutschland kommen können. Nun droht ihr die Abschiebung. Jugendliche aus ganz Deutschland schlossen sich unserer Aktion an – sie kann bleiben.

GewaltMAL – der Gewalt ein Denkmal bauen

2012 entwickelten wir das Projekt GewaltMAL. Die Jugendlichen beschäftigten sich mit vier Gewaltformen, in denen die Kinder Erwachsenen ausgeliefert sind. Sie überlegten schließlich, wie Gewalt aussieht und welche Gestalt sie ihr geben würden. Wichtig war letztlich diese sinnliche Auseinandersetzung mit dem, was sie vielleicht selbst nicht ausdrücken können.

Das Plakat wurde von Eva Zimmermann entwickelt.

Sonntag, 15. März 2015

Thema Kindersoldaten im Jugendarrest

Bei diesem Workshop hatten wir nur sechs Jugendliche in der Gruppe. Dadurch war die Arbeit natürlich umso intensiver. Wie beim letzten Mal begannen wir mit Werbung und ihren Einflüssen auf unser Handeln. Dann wechselten wir mit einer Bundeswehrwerbung zum Thema Konflikte. Das vertieften wir mit einem Bericht über P’TBS – der posttraumatischen Belastungsstörung. Am Ende stand wieder der Film „Ich habe getötet“ und damit die beeindruckenden Bilder von jungen Menschen, die völlig traumatisiert über ihr Leben berichten.

LAND OHNE ANGST

Entstehung von LAND OHNE ANGST

2009 LAND OHNE ANGST wurde auf dem Rheinturm in 170 m Höhe, hoch über Düsseldorf, gegründet. Die Jugendlichen verfassten eine Resolution.

2009 Zu Weihnachten baten die Jugendlichen die Erwachsenen, den Kindern ein gewaltfreies Weihnachten zu schenken. Für viele wäre das das schönste Geschenk.

2010 Aktion-Orte-Aktion: Kerpener Jugendliche fahnden nach Orten, an denen sie einmulmiges Gefühl bekommen und trugen sie mit Lösungsvorschlägen auf eine Stadtkarte auf. Das waren spannende Gespräche.


Die Zukunft wird zerstört

Nach wie vor profitieren wir dadurch, das Kinder in anderen Ländern ausgenutzt werden. Viele können sich keine Zukunft aufbauen und fliehen.


Die Zukunft gehört den Kindern

Die Erwachsenen glauben immer noch, dass sie Kinder nicht gleichberechtigt beteiligen können. Wir sind anderer Meinung und wollen, dass Kinder ihre Zukunft mitgestalten können,


Die Welt in die Klasse holen

Nutzen Sie die einzigartige Chance, mit Kurzfilmen Ihren Unterricht zu bereichern. Mit wenigen Minuten können Sie eine Welt erklären.


Niemand flieht ohne Grund

Kein Mensch ist illegal und hinter jedem Flüchtling steht ein Schicksal. Wir brauchen mehr Menschlichkeit.


Plakate sind wichtig

Wir bieten einige Plakate aus unserer langjährigen Arbeit an, die viel visualisieren.


Jugend im Arrest

Niemand sitzt ohne Grund

Wir haben sehr gern Workshops hinter Gittern durchgeführt und spannende Begegnungen erlebt.

Bezug zum Strafvollzug

Günter Haverkamp hatte in den Jahren 1975 – 1980 zunächst in der JVA Werl, dann in der JVA Willich-Anrath junge Strafgefangene ehrenamtlich betreut.

Jugendarrestanstalt Düsseldorf

GewaltMal im Jugendarrest

Freitag, 21. September 2012
Mit dem heutigen Besuch im Jugendarrest Düsseldorf beginnt unsere Arbeit mit den dortigen Jugendlichen. Das wird spannend. Es gibt ein Interview mit dem Leiter, dass ganz viele Informationen gibt und dann gibt es eine Menge Podcasts von Arrestanten, die über sich und ihren Aufenthalt erzählen.

Dienstag, 11. September 2012
Mit dem heutigen Besuch im Jugendarrest Düsseldorf beginnt unsere Arbeit mit den dortigen Jugendlichen. Das wird spannend.

Aktion Rote Hand JAA Düsseldorf 2015

Sonntag, 15. März 2015

Thema Kindersoldaten im Jugendarrest

Bei diesem Workshop hatten wir nur sechs Jugendliche in der Gruppe. Dadurch war die Arbeit natürlich umso intensiver. Wie beim letzten Mal begannen wir mit Werbung und ihren Einflüssen auf unser Handeln. Dann wechselten wir mit einer Bundeswehrwerbung zum Thema Konflikte. Das vertieften wir mit einem Bericht über P’TBS – der posttraumatischen Belastungsstörung. Am Ende stand wieder der Film „Ich habe getötet“ und damit die beeindruckenden Bilder von jungen Menschen, die völlig traumatisiert über ihr Leben berichten.


Aidskampagne 2005

Ganz Kerpen auf den Beinen. Ist es möglich, 10.000 Unterschriften innerhalb von 2 Stunden für die Aidskampagne zu sammeln? Die Kinder wollten es wissen.Wir haben zu dieser herausragenden Aktion ein eBook erstellt. Lesen



Flutkatastrophe 2004

Kleines Geld für große Not

Entsetzen am 2. Weihnachtstag. Wir konnten alle wichtigen Organisationen privat erreichen und Vorschläge für eine Schulaktion machen, die sofort nach den Ferien startete.

Flugkatastrophe Weiterlesen

Unmittelbar nach Bekannt werden der Flutkatastrophe haben wir terre des hommes eine gemeinsame Aktion angeboten. Wir entwickelten ein Logo, den Slogan und die Texte und richteten eine Webseite ein mit Anregungen und Ergebnissen.

Etwa 100 Schulen nahmen an der Aktion teil und überwiesen 40.000 €. Die Jugendlichen hatten tolle Ideen, um bei den Erwachsenen Geld zu sammeln: Kuchenverkauf, selbstgemalte Bilder versteigern, eine Sonderausgabe der Schülerzeitung verkaufen … 


2005 – 2014

Aktivgruppen

Das Konzept

Gemeinsam mit einem Psychologen entwickelten wir das Aktivgruppen-Modell. Aktivgruppen sollten innerhalb der Schule einen sozialen Raum schaffen, in dem das Mitarbeiter ungeschriebenen Regeln unterworfen wird. Die Arbeit in einem Solidarverband schafft automatisch ein soziales Denken und hat Einfluss auf die Handlung des Einzelnen.

Durch Solidaritätsgefühl konnten auch Konflikte zwischen den Schülern gelöst werden. So war eine Mobbingsituation zwischen zwei Schülerinnen durch das Zugehörigkeitsgefühl zur Gruppe zu lösen. Soziale Bindungen auch untereinander sind gestärkt worden. Die Atmosphäre in Gruppe und Schule wurde verbessert. Schülerinnen und Schüler, die aus der Rolle fielen, wurden eingefangen.

Aktivgruppe Menschenrechte

In den Aktivbriefen ruft Aktion Weißes Friedensband dazu auf, Aktivgruppen zu bilden. Das sind oft ganze Klassen, die sich einen Namen geben. Oder es geht von aktiven Jugendlichen aus, die in ihrer Freizeit Solidaritätsarbeit leisten wollen. Abgesprochen mit und unterstützt von den großen Menschenrechtsorganisationen soll den Jugendlichen damit die Möglichkeit gegeben werden, aktiv zu bleiben. Den Lehrern bieten wir unsere Unterstützung an – in Form von ausgereiften Aktionsvorschlägen, Material und Referenten für den Unterricht und mit Seminaren. Darin trainieren die Jugendlichen Ideen entwickeln, Kampagnen entwerfen und durchführen, Teamarbeit zu lerenen, Partner suchen und Medien einbinden.

Kerpener Aktivgruppen

2005 beschrieben wir bei unserem ersten Besuch in der Realschule Kerpen die Situation von Aids-Kranken in Südafrika, denen die Medikamente verweigert wurden.

2006 wurde die Aktivgruppe MENSCHENRECHTE in der Paulskirche von UNICEF ausgezeichnet und von Bundesministerin Heidemarie Wieczorek-Zeul begrüßt.

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Die Aktivgruppen haben an mehreren Wettbewerben teilgenommen. Zwei Aktivgruppen wurden JuniorBotschafter von UNICEF. Beim WDR Kinderrechtepreis reichte es zwar nicht für den ersten Platz, aber in der Broschüre des WDR zur Preisverleihung werden die Aktivgruppen zur Nachahmung empfohlen. Bei dem Wettbewerb „Be Fair – Be Friends“ wird die Aktivgruppe Fair Friends sicherlich einen der vorderen Plätze belegen.

Die Jugendlichen erhalten jedoch auch den offiziellen NRW-Ehrenamtlichen-Nachweis für ihre Arbeit. Dies unterstützt sie bei der Suche nach einem Ausbildungsplatz.

2006 Übungsstunde: Gemeinschaft üben

Was brauchen wir, um unsere Vorstellungen einer anderen Gesellschaft durchzusetzen. Die Jugendlichen versuchten, das Auto der Lehrerin zu bewegen und merkten, es geht nur, wenn viele mitmachen.



Spenden

2008 Droemer Knaur-Verlag spendet 2.000 Euro aus dem Verkauf von „Feuerherz“ von Senait Mehari. Es waren sehr herzliche Gespräche vorausgegangen.

2012 – heute: Eine Düsseldorfer Ärztin überweist seit vielen Jahren jeden Monat 30 Euro für unsere Runde Tische FGM_C. Aktuell sind das also mehr als 5.000 Euro! Das tut gut.

2022 Ernst & Young – Maren Broer arbeitete bei EY und engagierte sich bei uns. Sie beteiligt uns an einem internen Ehrenamtswettbewerb, wirbt unglaublich und holt den 1. Preis: Eine Spende von 15.000 Euro.


Förderungen

Zwei große Projekte konnten wir mit der Stiftung Umwelt und Entwicklung finanzieren

Acht Projekte in der Größenordnung von durchschnittlich 8.000 Euro, konnten wir mit Hilfe des Landesjugendamtes Rheinland durchführen

Etwa 20 Projekte von ca. 4.000 bis 5.000 Euro konnten wir mit Engagement Global finanzieren.

Zwei kleinere Projekte, vor allem aber jetzt der Runde Tisch Deutschland, wird von der GlücksSpirale finanziert

Über den Eine-Welt-Beirat konnten viele kleine Projekte teilfinanziert werden.

Die Ministerien

Der Runde Tisch NRW gegen Beschneidung von Mädchen wurde vom jeweiligen Fachministerium finanziert und die Treffen konnten fast immer im Ministerium selbst stattfinden.



Unterstützt unsere Arbeit mit einer Spende. Sie kommt den Angeboten und damit den Kindern zugute!

Sie haben Fragen oder Anregungen? Schreiben Sie an haverkamp@einmischen.jetzt


Schulaktionen

2019 Schulfest Hulda Pankok Gesamtschule Düsseldorf. Die MAUER DES SPRECHENS interessierte die Jugendlichen sehr. Lehrer Gulaziz Kizilay legt auch Hand an.

2013 Am Ende einer 9teiligen Workshopreihe entstand eine große MAUER DES SPRECHENS und ein Spot gegen sexuelle Gewalt. Der Spot

2014 Große Aktion MAUER DES SPRECHENS am Leo-Statz-Berufskolleg Düsseldorf. Die intensiven Gespräche haben uns sehr beeindruckt.

2009 TV-tivi dreht mit dem Logo-Team in Kerpen die MAUER DES SPRECHENS. Das gab weiteren Auftrieb für die Aktoiopmn

Aktion im Landtag NRW

2011 Fünf Schulklassen durften fünf Tage lang im Landtag NRW die Abgeordneten zum Thema sexuelle Gewalt ansprechen, interviewen und sie zur MAUER DES SPRECHENS bitten.

Soldatenfriedhof Ysselsteyn

2009 Ysselsteyn/Niederlande: auf dem deutschen Soldatenfriedhof mit 36.000 Kreuzen organisierten wir ein Wochenende zu sexueller Gewalt als Kriegswaffe.

2009 Evang. Kirchentag Bremen

2009 Evang. Kirchentag Bremen: Jugendliche aus Kerpen unterstützten unseren Stand mit der MAUER DES SPRECHENS, die wir gemeinsam entwickelt hatten.



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Als Aktion Weißes Friedensband planten wir für 2006 die ersten Aktionen zum Thema
Kinderprostitution. Bei der Themenbesprechung zum 10. Schuljahr wählten die Schüler der Religionsklasse 10 das Thema Kinderprostitution. Im Dezember beschlossen sie, ebenfalls eine Aktivgruppe zu bilden und nannten sich Amigos unidos: Freunde arbeiten zusammen. Seit mehreren Monaten bereits hatten sie sich mit dem Thema Kinderprostitution beschäftigt. Ende Januar 2006 war es dann soweit: In der Schule fand eine große Aktion statt.

2006 Rap gegen sexuelle Gewalt – die DVD mit dem erschütternden Text verschenkte sich gut. Die Band trat damit am Aktionstag auf. Text

Zwei Wochen zuvor hatte die Aktivgruppe Amigos unidos, unterstützt von der Aktivgruppe Menschenrechte, Plakate gemalt mit den Kinderrechtsartikeln, die durch Kinderprostitution verletzt werden. Jeden Tag empfing die Schülerinnen und Schüler der Realschule ein anderer Artikel zum Tagesbeginn. Die Aktivgruppen verteilten Zettel mit Geschichten von betroffenen Kindern und Jugendlichen. Dafür kamen jeweils Schüler früher zur Schuler. Am 30. Januar fand auf dem Schulhof die NEIN-Aktion statt: Alle 700 Schülerinnen und Schüler schrieben auf Papier-Backsteine ihr eigenes NEIN und klebten es auf große Papierbahnen. Die ergaben am nächsten Tag bei der Kundgebung in der Mensa das Bühnenbild: ein großes, 12 Meter langes NEIN. UNICEF war als zukünftige Partnerorganisation dabei und wird die Aktionsform unterstützen.


Weitere Informationen

2007 Flughafen Düsseldorf: 30 Jugendliche konnten Passagiere ansprechen und um Mithilfe bitten, sexuelle Gewalt an Gleichaltrigen zu verhindern.

2008 Flughafen Düsseldorf: Die Verwaltung bittet um Wiederholung der Aktion, weil sie von Passagieren so positive Rückmeldung bekommen hatten.

2009 Auf Einladung von innocence of Danger nahmen wir an einem Treffen von Expertinnen und Experten zur flächendeckenden Sensibilisierung von Fachkräften unterschiedlicher Professionen zur Prävention und Intervention bei sexualisierter Gewalt an Mädchen und Jungen unter Einbeziehung der Neuen Medien in Deutschland in Kooperation mit dem DGfPI e.V. i.G. teil. Das beruhte auf unserer aktiven Beteiligung am 3. Weltkongress zur kommerziellen sexuellen Ausbeutung von Kindern und Jugendlichen 2008 in Rio de Janeiro (Simona Blumkowski) und den Aktionen dieses Jahres gegen sexuelle Gewalt.

2010 Das Ergebnis der Aktion Angst-Orte-suchen wurde im Rathaus Kerpen vorgestellt. Die Bürgermeisterin, Polizei und Jugendamt waren ebenso begeistert wie die Medien.

2021 Kinderschuhe mit erschütternden Botschaften in einem Baum – bei der Aktion SCHUTZBAUM machten Kinder auf ihre Not in der Corona-Zeit aufmerksam.


Informationen

Mit ihrem Flashmob gegen sexuelle Gerwalt an Frauen überraschten die Kerpener Jugendlichen die Menschen in Geschäften, Banken und Gaststätten.


Informationen


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2010 Aktion-Orte-Aktion: Kerpener Jugendliche fahnden nach Orten, an denen sie einmulmiges Gefühl bekommen und trugen sie mit Lösungsvorschlägen auf eine Stadtkarte auf. Das waren spannende Gespräche.


Weitere Informationen

Workshops mit ECPAT und Kindernothilfe für Jugendliche

Workshopangebot von Simona Blumkowski und
Catharina Schymczyk im Internet


Weitere Informationen

Am Ende einer 10teiligen Workshopreihe entstand auf Wunsch der Mädchen einer Klasse ein Spot gegen sexuelle Gewalt.

Wir begannen mit dem Thema Kindersoldaten. Der Film „Ich habe getötet“ stand im Vordergrund. In diesem Film kommen drei junge Männer und drei Frauen zu Wort. Sie erzählen, wie der Krieg ihr Leben zerstört hat. Erschütternd vor allem die Schilderungen der Mädchen.

Bereits im zweiten Workshop kam das Thema sexuelle Gewalt hoch, weil die drei Mädchen im Film über die Folgen ihrer Vergewaltigungen berichteten. Das erschütterte die Jugendlichen besonders stark.

Im dritten Workshop kam es dann zum Bruch: Die Mädchen der Klasse wollten ohne die Jungs weitermachen, weil die sich des Themas nicht gewachsen fühlten.

Es folgten fünf Workshops in denen die Mädchen immer tiefer in die Auseinandersetzung mit ihrer Situation gingen und den Spot organisierten.

Ein Workshop fand auf der Straße statt: Die Mädchen interviewten die Frauen und Mädchen, welche Strategien sie entwickelt haben, gegen Übergriffe von Männern. Sie fassten aber auch ihren Mut und fragen die Männer, was sie tun, keine Gewalt gegen Frauen auszuüben.

Es kamen völlig veränderte Mädchen in den nächsten Workshop. Sie hatten viel gelernt und begriffen, dass sie sich wehren müssen. Es war ein Erlebnis, als wie immer am Ende des Workshops die Jungs in die Klasse zurückkamen, die während dieser getrennten Workshops in anderen Räumen unterrichtet wurden. Sie hatten plötzlich nichts mehr zu sagen, bekamen für ihre dummen Sprüche harte Antworten und fragten mich allen Ernstes, was ich denn mit den Mädchen gemacht hätte. Nach diesem Workshop wollten die Mädchen nicht mehr mit mir weitermachen und sie wurden von zwei Mitarbeiterinnen weiterbetreut.

Düsseldorf, 07.05.2013. Die Mädchengruppe der BUS-Klasse suchte heute die passende Botschaft für ihren Werbespot zum Thema sexuelle Belästigung. Interessante Diskussionen rund um die Zielgruppe und den Slogan entstanden. Vor allem Jugendliche und Erwachsene soll der Werbespot ansprechen, denn von ihnen geht die größte Gefahr aus. Ganz klar ist, dass die Schülerinnen damit zeigen wollen, das sexuelle Belästigung respektlos und unnötig ist! Kommende Woche wird das Storyboard erstellt.

Der Spot


Solidaritätsaktion für Favour

Favour (17), in Nigeria schweren Vergewaltigungen ausgesetzt, soll mit 18 abgeschoben werden. Die Jugendlichen sammelten und sorgten für Öffentlichkeit. Sie blieb.

Ein Mädchen erlebt in ihrer Heimat Elend, Verfolgung und Vergewaltigung. Nach dem Tod ihrer Eltern musste sie jahrelang auf der Straße leben und erlebte viel Gewalt. Favour wurde verhaftet und in ein Frauengefängnis gebracht. Während ihrer dreimonatigen Haft wurde die 15jährige Favour immer wieder vergewaltigt.

Ordensschwestern schafften es, Favour aus ihrem Heimatland Nigeria nach Deutschland zu holen. Sie war schwer traumatisiert. Es folgten Zwangsernährung und wochenlange Psychiatrieaufenthalte. Sie konnte sich wieder fangen, schöpfte Hoffnung und konnte zur Schule gehen. Ganz langsam begann sie wieder Vertrauen zu fassen.

Dann aber, einige Monate vor ihrem 18. Geburtstag kam die Ankündigung der Abschiebung, denn ihr Asylantrag wurde abgelehnt. Eine Rückkehr nach Nigeria hätte für Favour eine große Gefahr bedeutet. Sie hatte berechtigte Angst wieder ins Frauengefängnis gesteckt zu werden. 

Dem Druck hielt sie nicht stand – sie erlebte einen totalen Zusammenbruch und musste wieder in die Psychiatrie. Die Vergangenheit hat sie wieder eingeholt. Sie war nicht mehr ansprechbar.

Die Leitung des Mädchenhauses in Hessen bat FRIEDENSBAND um finanzielle Hilfe, damit eine Rechtsanwältin den Fall aufnehmen und die Abschiebung verhindern kann.

Eine der Ideen der Jugendlichen: Steine bemalen und verkaufen. Zusammen mit den eindringlichen Beschreibungen von Favours Schicksal brachte das viel Geld ein.

Solidaritätsaktion für Karen

2013 Karen (17) hat in Uganda schwerste Kämpfe und Verletzungen erleben müssen, bevor sie gerettet und nach Deutschland kommen können. Nun droht ihr die Abschiebung. Jugendliche aus ganz Deutschland schlossen sich unserer Aktion an – sie kann bleiben.

GewaltMAL – der Gewalt ein Denkmal bauen

2012 entwickelten wir das Projekt GewaltMAL. Die Jugendlichen beschäftigten sich mit vier Gewaltformen, in denen die Kinder Erwachsenen ausgeliefert sind. Sie überlegten schließlich, wie Gewalt aussieht und welche Gestalt sie ihr geben würden. Wichtig war letztlich diese sinnliche Auseinandersetzung mit dem, was sie vielleicht selbst nicht ausdrücken können.

Das Plakat wurde von Eva Zimmermann entwickelt.

Sonntag, 15. März 2015

Thema Kindersoldaten im Jugendarrest

Bei diesem Workshop hatten wir nur sechs Jugendliche in der Gruppe. Dadurch war die Arbeit natürlich umso intensiver. Wie beim letzten Mal begannen wir mit Werbung und ihren Einflüssen auf unser Handeln. Dann wechselten wir mit einer Bundeswehrwerbung zum Thema Konflikte. Das vertieften wir mit einem Bericht über P’TBS – der posttraumatischen Belastungsstörung. Am Ende stand wieder der Film „Ich habe getötet“ und damit die beeindruckenden Bilder von jungen Menschen, die völlig traumatisiert über ihr Leben berichten.


LAND OHNE ANGST

Entstehung von LAND OHNE ANGST

2009 LAND OHNE ANGST wurde auf dem Rheinturm in 170 m Höhe, hoch über Düsseldorf, gegründet. Die Jugendlichen verfassten eine Resolution.

2009 Zu Weihnachten baten die Jugendlichen die Erwachsenen, den Kindern ein gewaltfreies Weihnachten zu schenken. Für viele wäre das das schönste Geschenk.

2010 Aktion-Orte-Aktion: Kerpener Jugendliche fahnden nach Orten, an denen sie einmulmiges Gefühl bekommen und trugen sie mit Lösungsvorschlägen auf eine Stadtkarte auf. Das waren spannende Gespräche.

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