FRIEDENSBAND hat seine ganze Aufmerksam den Kindern gewidmet, deren Leben in besonderer Weise von den Erwachsenen bedroht werden. Mädchen sind dabei in besonderer Weise betroffen.
Expert*innen in die Schule
Wir sprechen die besten Köpfe an, ihr Wissen den Kindern und Jugendlichen zur Verfügung zu stellen. In Online-Seminaren sollen sie das Gefühl bekommen, dass sie ernst genommen werden.

Die bisherigen Aktionen und Seminare

2024 Migration / Tunesien – Mirco Keilberth, taz, ZDF
Aus Tunis virtuell in der Klasse. Den Schüler*innen des Leo-Statz-Berufskollegs machte die Live-Schaltung mit Auslandskorrespondent Mirco Keilberth einen großen Eindruck. Wichtig war ihnen, dass ihre Fragen kompetent beantwortet werden.
Aktion für den Arzt Ibrahim Foufana

In der ZDF-Dokumentation von Mirco Keilberth lernten wir den Dr. Foufana kennen, der mit bescheidenen Mitteln das Elend der Flüchtlinge in Tunis lindert. Jugendliche können für Medikamente sammeln und erfahren direkt, dass ihre Hilfe angekommen ist. Mehr

2025 Rojava / Syrien – Dr. Robert Krieg, Autor
Workshop für eine Realschulklasse in Sachsen-Anhalt mit Filmausschnitten über die autonome Frauenbewegung in Syrien, die aktuell bedroht ist. Mehr

2025 Trump verstehen – Dr. Claus Hecking, SPIEGEL
Dr. Hecking, Spiegel-Auslandskorrespondent USA, half 4 Englischklassen, Trump zu verstehen. Die Jugendlichen waren fasziniert. Mehr

2025 Ferienbeschneidung / Jawahir Cumar
Jawahir Cumar und Günter Haverrkamp informierten darüber, dass in den Ferien Mädchen besonders gefährdet sind, beschnitten zu werden. Mehr
Aktion Rote Hand / Red Hand Day
2003 entwickelten wir die Aktion Rote Hand als Jugendaktion und führten den Redhandday mit Unterstützung von UNICEF, terre des hommes und Kindernothilfe ein.

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Entstehung der Aktion: Das Themenforum
Zum 10.11.2003 haben wir alle Organisationen, die sich mit dem Thema Kindersoldaten auseinandersetzen, zu einer Themenkonferenz eingeladen. Es kamen die Referent*innen von Unicef, terre des hommes, Kindernothilfe, eed
Entstehung: Erste Schritte


2004 organisierten wir, unterstützt von starken Kindernothilfe, terre des hommes und Unicef, den ersten Red Hand Day auf der Bildungsmesse didacta in Köln. Kurz vorher meldete sich Senait Mehari und kam spontan aus Berlin, um uns zu unterstützen.
2004 Red Hand Day und Aktionen
Mehr als 10.000 Kinder und Jugendliche beteiligten sich an der Aktion Rote Hand. Zwei Jahre zuvor hatten Organisationen in Kongo, Bangladesh und Kolumbien Protestaktionen mit der roten Hand als Symbol durchgeführt. Danach wurde das Symbol von den Organisationen beibehalten, der 12. Februar als Red Hand Day jedoch nicht mehr öffentlich als Tag gegen den Missbrauch von Kindern als Soldaten begangen. Mehrere Hundert Fotos von Kindern und Jugendlichen, aber auch von Erwachsenen zeigten eine rege Beteiligung. Intensive nachfragen machten den Wert für die Beteiligten deutlich, ihre Fotos auf unserer Webseite wiederzufinden. Damit hat eine Aktionsform ihre Bestatigung gefunden, die sicherlich noch ofter von uns eingesetzt wird. Die Lehrerinnen und Lehrer bestatigten, dass die Jugendlichen im Unterricht intensiver mitarbeiteten, weil sie wussten, dass am Ende eine Aktion stand.
Die zentrale Pressekonerenz auf der Bildungsmesse didacta am 12.2. kam bei de Medien gut an. Mehr als 30 Schülerinnen und Schüler einer Realschulklasse in Dormagen präsentierten ihre Arbeiten – bis hin zu einem selbstgetexteten unnd -gesungenen Lied. Diese Klasse hatten wir auch alsbeitrag in der sendung logo! (ZDF-Kindersendung) platzieren können Aus Berlin hatten wir Senait Mehari geholt, die als ehemalige Kindersoldatin über ihre Situation sprach. Sie hatte im Grand Prix des Vorjahres als taz-Kandidatin den dritten Platz in der Vorausscheidung errungen. In vielen Sendern war sich begehrte Interviewpartnerin.
Daraus entwickelte sich eine intensive Zusammenarbeit und fortan bezeichnete Senait Mehari als Botschafterin des Weißen Friedensbandes und trug es bei öffentlichen Auftritten. In den folgenden Monaten schrieb sie das Buch „Feuerherz“ in dem sie ihre Erlebnisse niederschrieb. Es wurde ein großer Erfolg und stand viele Wochen in den Bestsellerlisten auf den vorderen Plätzen und wurde 100,000 mal verkauft. Senait sorgte dafur, dass wir auf den letzten Seiten des Buches eine Seite zur Darstellung bekamen. in der Folge unterstützten mehrere Leserinnen und Leser des Buches unseren Verein.
Mit einer riesigen roten Hand protestierten die Schüler*innen eines Kölner Gymnasiums und sendeten dieses Bild zeitgleich in die Pressekonferenz auf der didacta in Köln



2005 Red Hand Day
organisierten wir den zweiten Red Hand Day in der Antoniterkirche Köln. Aus Kerpen kamen Schülerinnen und brachten ein riesiges Tuch mit ihren roten Händen – gerade rechtzeitig vor Beginn.
2005 Red Hand Day und Aktionen

2005
Gipfeltreffen: Julitta Münch und Roger Willemsen
Weitere Informationen
2005 gaben Julitta Münch, unsere Vorsitzende und Roger Willemsen, Unterstützer von CARE International, einen litearischen Abend im Malkasten Düsseldorf. Sie warben für die Arbeit unserer Organisationen. Es war ein Feuerwerk!

2005 Pressekonferenz mit Kindern
Das war für die Medien neu: Die Schulklasse machte auf die Journalist*innen größeren Eindruck als die Aussagen der Expert*innen.

2005 war uns wichtig, die Aktion Rote Hand im Salzmannbau zu organisieren, weil dies der Ausgangspunkt war, in dem die Aktion entwickelt wurde.

2005 Aktion Rote Hand zum Red Hand Day in der Realschule Kerpen. Die 700 Schüler*innen waren begeistert dabei, die rote Farbe auf die großen Leinwände aufzutragen.

2005 Willy Brandt Gymnasium Köln
Nach intensiven Workshops waren die Jugendlichen begeistert, mit ihren roten Händen zu protestieren.

2005 Große Aktion im Mädchengymnasium Neuss. Das war wirklich eine beeindruckende Performance

2005 Papsthügel / Marienfeld
Die Aktivgruppe Menschenrechte organisierte die größte Aktion Rote Hand des Jahres. Alle Kerpener Schulen beteiligten sich – 1.300 Jugendliche und machten da, wo der Papst gerade noch war, die Aktion. Minister Armin Laschet war begeistert.
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2006
Peter Maffay – „Begegnungen“
Mehr zu Peter Maffay und sein Album „Begegnungen“
Eintrag bei Wikipedia zum Album „Begegnungen – eine Allianz für Kinder“
Es ist sein ehrgeizigstes Projekt: Für „Begegnungen – Eine Allianz für Kinder“ gelang es Peter Maffay auf seinen Reisen Menschen zusammen zu führen und für eine große gemeinsame Sache zu gewinnen. Eines der 14 Projekte ist Aktion Weißes Friedensband. Unsere Schirmfrau Senait Mehari singt zusammen mit Peter Maffay – Patin für uns ist Sabine Christiansen.
Ganz persönlich. Es gab einen Moment, da zog Peter Maffay die Lederjacke aus und setzte sich mit uns in eine Ecke. Er beeindruckte uns sehr.


2006 – 60 Jahr-Feier NRW
Von Minister Armin Laschet waren wir eingeladen, zusammen mit den Jugendlichen, die er in Kerpen kennengelernt hatte und Senait Mehari das Fest in seinem Ministerium zu gestalten.
2006 Weitere Aktionen

2006 Weltkindertag am Rhein
FRIEDENSBAND ist zum ersten Mal mit der Aktion Rote Hand dabei. Es wurde ein großer Erfolg.

2006 Festival JUPP: von den beteiligten Jugendlichen wurde bei der Aktion Rote Hand der Wunsch geäußert, ihr Statement und ihren Namen ihrer Hand zuzufügen. Das nahmen wir sofort auf und veränderten die Aktion.

2007 – Kirchentag Köln
Auf dem Evang. Kirchentag in Köln probierten wir die neue Form der Aktion Rote Hand aus – auf A4-Blättern mit Botschaft der Jugendlichen. Ein voller Erfolg.
Evangelischer Kirchentag Köln
: Wir testeten die neue Form der Aktion Rote Hand und wurden überrascht. Die Jugendlichen stürmten unseren Stand.
2007 Weitere Aktionen

2007 – Westerwald – Freizeit
Mit ehemaligen Kindersoldaten konnten wir eine Woche im Westerwald Ferien gestalten. Das war inhaltlich sehr ambitioniert.
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Jugendfreizeit im Westerwald
Minderjährige Flüchtlinge, die ohne ihre Eltern nach Deutschland gekommen sind, haben es nicht leicht, sich zurecht zu finden. Sie haben Schlimmes erlebt und fühlen sich allein und schutzlos. Das Psychosoziale Zentrum in Düsseldorf unterstützt diese Jugendlichen. Durch die Förderung der Sabine Christiansen-Kinderstiftung und des Jazztrompeters Manfred Schoof konnten wir mit 12 von ihnen eine Fahrt in den Westerwald organisieren. Bei gemeinsamen Spielen, Tänzen und Gesprächen, beim Kochen, Wandern und Schwimmen lernten sich die Jugendlichen aus neun afrikanischen Ländern kennen und wuchsen zu einer Gruppe zusammen. „Jetzt habe ich Schwestern und Brüder“, sagte eine Teilnehmerin stolz.

2008 Berlin – Berlinale mit dem Film „Feuerherz“
Günter Haverkamp konnte mit Senait Mehari den Film vorstellen.
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Berlinale mit Senait Mehari und ihrem Film „Feuerherz“… roter Teppich, berühmte Regisseure und Schauspieler*innen und viele tragen das Friedensband.

2009 – Berlin: Empfang durch den Bundespräsidenten
Für das Bündnis Kindersoldaten konnten wir mit Wolfgang Niedecken einen prächtigen Empfang mit vielen Kindern im Schloss Bellevue durchführen
Empfang bei Bundespräsidenten
Für das Bündnis Kindersoldaten konnten wir mit Unterstützung von Wolfgang Niedecken einen Empfang bei Bundespräsident Horst Köhler gestalten. Seine Art mit den Kindern zu sprechen, impornierte uns sehr.
Große Aktion in Altenburg/Thüringen 2009

2009 Altenburg/Thüringen: in der größten Halle organisierten wir einen Aktionstag für alle 5. und 6. Klassen der Stadt.
Weitere Aktionen 2009

2009 Aktion Rote Hand in Hanau, gemeinsam mit dem Volksbund Deutsches Kriegsgräberfürsorge. Der Workshop mit den diesen Jugendlichen hat sehr viel Spaß gemacht.

2009 Nach intensiven Workshops wollten die Jugendlichen der Hulda-Pankok-Gesamtschule an die Öffentlichkeit mit ihren Forderungen. So lernten sie, eine Pressekonferenz zu organisieren. Besonders spannend für sie war, wie ein Pressefoto entsteht.

2012 – Berlin, Bundestag
Wir konnten die erste Aktion Rote Hand im Bundestag gestalten mit vielen Kindern und einer ungewöhnlichen Aktion.
Weiterlesen Bundestag-Aktion
Wir konnten für das Bümndnis Kindersoldaten den Aktionstag Kindersoldaten mit 30 Kindern, im Bundestag gestalten. Sie interviewten mit den Abgeordneten und färbten ihre Hände rot.

Die Kinde und Jugendlichen präsentierten stolz ihre „Beute“, die roten Hände der Abgeordneten.

Familienministerin Kristina Schröder war begeistert und ließ sich auch gern von den Kindern interviewen.
Weitere Aktionen 2012

2012 Weltkindertag am Rhein und FRIEDENSBAND ist wieder mit Crew dabei.

2012 organisierten wir mit 6 Leuten einen offenen Aktionstag Kindersoldaten im Gymnasium Sundern. Die 5.- und 6. Klässler erarbeiteten sich in 5 Workshops das Wissen für eine Pressekonferenz, die alle stark beeindruckte.

2012 konnten wir in der Förderschule Solingen fünf Workshops zu Kinderrechten durchführen. Am Ende stand die Aktion Rote Hand mit Josef Neumann, Landtagsabgeordneter der SPD. Er war von den Jugendlichen sehr beeindruckt.

2015 – Landtag NRW
Zwei Tage konnten Kinder mit Abgeordneten über Gewalt an Kindern in Kriegen diskutieren, sie interviewen und mit ihnen die Aktion Rote Hand machen.
2015 – Landtag NRW

2015 – Landtag NRW
2 Schulklassen konnten 2 Tage lang die Abgeordneten des Landtages NRW auf die Situation von Kindern in Kriegen ansprechen und mit ihnen die Aktion Rote Hand machen.
28.01.2015 Landtag NRW – 1. Tag
Erster Tag – „Die Klasse 9c der Realschule Kerpen war von FRIEDENSBAND in den Landtag nach Düsseldorf eingeladen worden, um mit den Landtagsabgeordneten die „Aktion Rote Hand“ gegen den Einsatz von Kindersoldaten durchzuführen.

Die 28 SchülerInnen hatten unterschiedliche Aufgaben: Einige mussten den Aktionstisch im Foyer des Landtages betreuen und dort den Politikern erklären, dass sie mit einem Aufruf und ihrem Handabdruck ihr „Nein“ gegen Kindersoldaten ausdrücken konnten.

Die Hände der Politiker mussten natürlich auch mit roter Fingerfarbe eingestrichen werden. Andere gingen mit Flyern durchs Foyer, sprachen die Politiker an und schickten sie zum Aktionstisch. Wieder andere hatten Videokameras und interviewten Politiker zum Thema „Kindersoldaten“ (Foto: Norbert Killewald)
So kamen die Schüler*innen mit Ministern, der Landtagspräsidentin und sogar mit Hannelore Kraft ins Gespräch.

Alle waren sich einig: Die Politiker waren ausnahmslos richtig nett und haben sich trotz eines anstrengenden Plenartages Zeit genommen.“ So beschrieb Bettina Henke, Lehrerin der Klasse 9c den Aktionstag. Auch ein vorbeikommender Polizeibeamter ließ es sich nicht nehmen, die Aktion zu unterstützen.
FRIEDENSBAND konnte mit vielen Abgeordneten Gespräche führen. Uns ging es parallel zur Aktion darum, dass die Abgeordneten in ihren Wahlkreisen die Aktion Rote Hand weiterempfehlen. Das einige das in die Tat umsetzen, glauben wir in jedem Fall – zu authentisch und überzeugend waren die Jugendlichen in ihren Aussagen.
Da mehrere Schulklassen im Landtag am Plenumstag teilnahmen, kamen wir auch mit einigen Lehrerinnen ins Gespräch. Auch hier entstanden Anknüpfungspunkte für die weitere Arbeit. Neben vielen Abgeordneten freute uns auch die Teilnahme von Norbert Killewald (Bild rechts), weil er im Vorstand des Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge sitzt und damit unsere Partnerorganisation vertrat.

Für die Jugendlichen war es besonders spannend, Landtagspräsidentin Carina Gödecke (Foto links) kennen zu lernen. Das war ganz sicher umgekehrt so, denn die Landtagspräsidentin ist bereits am 12. März in dieser Klasse in Kerpen zu Besuch.
Dann geht es um das Pilotprojekt „Politik in Aktion“, das wir mit ihr zusammen anstoßen wollen.
Sonntag, 11. Januar 2015
Kindersoldaten: Aktion Rote Hand im Landtag NRW
Am 28. und 29. Januar 2015 organisiert FRIEDENSBAND im Landtag die Aktion Rote Hand. SchülerInnen von zwei Klassen können die Abgeordneten über die Situation von Kindersoldaten informieren. Mit unseren FLIP-Kameras, die wir schon im Bundestag bei der Aktion Rote Hand eingesetzt hatten, können sie Interviews machen. Und natürlich wir letztendlich von jedem der PolitikerInnen die Rote Hand erbeten – auf das eigene Aktionsblatt ebenso wie auf das Transparent, das wir dann anschließend vor dem Landtag präsentieren wollen.
Die Aktion findet an den beiden Tagen zwischen 11 Uhr und 15 Uhr statt. Für den 28. Januar steht die Klasse schon fest: Realschule Kerpen. Für den 29. Januar suchen wir noch eine Klasse. Melden bitte unter aktion@friedensband.de.
Hintergrund
Im Herbst 2013 hatte FRIEDENSBAND in einer Düsseldorfer Realschule eine Workshop-Reihe zum Thema Kindersoldaten und Gewalt durchgeführt und zum Abschluss Landtagsabgeordnete eingeladen. Frau Warden und Herr Herrmann waren so begeistert, dass sie die Jugendlichen in den Landtag einluden – zum internationalen Tag gegen den Missbrauch von Kindern in Kriegen am 12.2.2014. Dort entstand die Idee, zum nächsten Gedenktag 2015 eine große Aktion im Landtag durchzuführen.
Da im Februar kein Plenum im Landtag stattfindet, hat uns die Landtagspräsidentin die beiden Tage 28. und 29.01.2015 zugestanden.
Freitag, 23. Januar 2015
Landtagsaktion – Vorbereitung Kerpen
Die Spannung nach dem Film „Ich habe getötet“ war zum Greifen spürbar. Die Jugendlichen in der Klasse 9c der Realschule Kerpen bereiteten sich mit dem Film auf ihren Auftritt im Landtag Nordrhein-Westfalen vor. Nächste Woche wollen sie dort die Abgeordneten ansprechen und davon überzeugen, dass sie mehr für die Kinder in Kriegen machen müssen. Sie waren sehr bestürzt zu erfahren, dass auch aus Nordrhein-Westfalen Kinder „freiwillig“ in den Krieg nach Syrien oder dem Irak gehen. Es ist der Auftakt für eine Kampagne von FRIEDENSBAND.
29.01.2015 Landtag NRW – 2. Tag
Landtagsaktion Kindersoldaten 2. Tag
Am 2. Tag konnte die Schulklasse des Berufskolleg Leo Statz in Düsseldorf die Jugendlichen ansprechen.

FRIEDENSBAND hatte von der Gesamtschule Bad Oeynhausen 880 rote Hände zugeschickt bekommen. Die wurden nun ebenfalls mit vielen roten Händen aus Workshops in Düsseldorf an Oliver Keymis weitergegeben.

Ihre Lehrerin Jehan Abushihab ist gleichzeitig Jugendreferentin von Amnesty International Düsseldorf und übergab ihre in den letzten Monaten gesammelten roten Hände an den Landtagsvizepräsidenten Oliver Keymis.

Der Landtag war ein guter Gastgeber. Die vielen Gespräche mit den Abgeordneten werden dazu führen, das wir mit ihnen zusammen in ihren Wahlkreisen die Aktion Rote Hand stärken werden und in den Rathäusern Empfänge für die Jugendlichen mit ihrem Anliegen organisieren.

Es waren eine Menge roter Hände, die da im Landtag gesammelt wurden und die Jugendlichen präsentierten sie stolz den Medien.
2015 Gesundheitsministerium NRW

2015 konnten wir mit einer Hauptschulklasse ein Veranstaltung zu Kinder in Kriegen mit dem Gesundheitsminister NRW und der Aktion Rote Hand durchführen.
Montag, 9. Februar 2015
Minister Schneider: Kinder werden um ihre Kindheit betrogen!
Die Veranstaltung von FRIEDENSBAND im Ministerium für Arbeit, Integration und Soziales in Düsseldorf war ein voller Erfolg. Minister Guntram Schneider machte gleich zu Beginn mit beeindruckenden Worten deutlich, wo er steht: Kein Kind darf in den Kriegen der Erwachsenen kämpfen. Er schlug den Bogen von der Willkür der Nazis, die ebenso die Kinder in den Tod getrieben haben wie heute der sogenannte Islamische Staat.
Günter Haverkamp setzte diesen Gedanken fort und schlug den Bogen zu Deutschland: „Wenn die Bundeswehr zusammen mit der BRAVO Kinder zu Schnupperferien mit Surfen und Kriegsspielen einlädt, ist das eines demokratischen Staates nicht würdig!“ Das erhielt deutliche Zustimmung von den TeilnehmerInnen im Saal. Das waren – und Minister Schneider machte keinen Hehl aus seiner Freude – fast nur Jugendliche.

Einmal waren es die von FRIEDENSBAND eingeladenen Jugendlichen der Kurt-Tucholsky-Hauptschule in Köln, wo wir ja letzte Woche die Vorbereitungsworkshops durchgeführt hatten.
Diskussion mit Minister Schneider
Besonders schön war aber auch, dass Gerd Faruß von terre des hommes mit dem Kinderrechteteam der Janusz-Korczak-Gesamtschule Neuss da war.
Er ging in der Diskussionrunde auf den Punkt Bundeswehr in Schulen noch einmal ein und betonte, dass dies auch aus Sicht von terre des hommes ein unhaltbarer Zustand sei.
Günter Haverkamp macht dies mit einem Bericht über seinen Besuch in einer Hauptschule noch einmal deutlich, die einen Besuch von zwei Jugendoffiziere hatte: „Ich fragte die Mädchen, ob die beiden schön waren – große Bestätigung. Ich fragte die Jungs ob das richtige Männer waren – große Bestätigung. Klar schickt die Bundeswehr prächtige Kerle und das in Uniform.“ Es war überdeutlich, dass die Bundeswehr gepunktet hat. Die Nachfrage ergab, dass sie die Informationen der beiden Jugendoffiziere nicht überprüft haben! Diese Naivität macht sich die Bundeswehr zunutze. Aber nicht nur sie, sondern auch der IS! Und das, so Haverkamp, sei eines demokratischen Staates nicht würdig.
Erschüttert hat die Zuschauer*innen der kurze Ausschnitt des Films „Ich habe getötet“. Dieser Film hatte die SchülerInnen aus Köln ebenfalls sehr beeindruckt und dazu beigetragen, dass die Jugendlichen Plakate gemalt hatten, die sie dem Publikum präsentierten.
Die Schülerinnen und Schüler aus Neuss und Köln hatten noch viele Fragen an den Minister, der darauf gern einging. und am Ende stand natürlich die Aktion Rote Hand, die zunächst der Minister unter der Fernsehkamera von RTL1 machte und dann die Jugendlichen.

Dann ging es zur Aktion Rote Hand, die Minister Schneider mit sichtlichem Vergnügen aber großem Ernst mitmachte. Den Jugendlichen aus Köln und Neuss gefiel die Veranstaltung sehr. Sie hatten sich sichtlich wohl gefühlt und waren vom Minister beeindruckt.
Alle fanden, dass es eine gelungene Veranstaltung war und viele Kontakte geknüpft werden konnten.
Dienstag, 3. Februar 2015
Workshop Vorbereitung für die Veranstaltung im Sozialministerium
Zwei 9. Klassen der Kurt-Tucholsky-Hauptschule in Köln sahen zunächst den Film „Ich habe getötet“ und waren tief beeindruckt von den Schilderungen der ehemaligen Kindersoldaten. Die 50 SchülerInnen arbeiteten intensiv mit, wussten bereits viel und waren sehr wissbegierig, Einzelheiten zu erfahren. Die Protestplakate, die sie anschließend malten, drückte die Betroffenheit aus, die sie wegen der Schicksale der Kindersoldaten empfanden. Die anschließende Aktion Rote Hand war für sie dann eine zweite gute Möglichkeit, mit dem Erfahrenen fertig zu werden. Montag werden diese SchülerInnen im Sozialministerium die Aktion Rote Hand durchführen.

Montag, 2. März 2015
Workshop in Gymnasium Mönchengladbach
Sehr kurzfristig haben wir diesen Workshop für die zwei Schulklassen des Franz-Meyers-Gymnasium in Mönchengladbach, die an unserer Veranstaltung im Sozialministerium am 9.2. nicht teilnehmen konnten. Es war einfach für diese beiden wie für andere nicht genug Platz da. So konnten wir drei Stunden lang in der Aula die beiden 7. Klassen mit der Situation der Kindersoldaten vertraut waren. Die Jugendlichen war schockiert und stellten sehr viele Fragen. Sie waren sehr engagiert, was wir auch daran merkten, dass sie noch um 15 Uhr, nach einem langen Schultag mit verkürzten Pausen so aktiv waren. Zum Schluss wollten sie noch wissen, wie sie sich engagieren können. Zwei kommunale Politiker gaben den politischen Rahmen und gaben Anlass, über die Möglichkeiten nachzudenken, mehr für die Kindersoldaten zu tun. Wieder ein spannender Workshop und ein dankbares Publikum. Am Ende war natürlich die Aktion Rote Hand die Attraktion
2015 Weltkindertag

2015 Weltkindertag am Rhein und wir waren mit unserer Crew wieder dabei.
2018 Weltkindertag

2018 Weltkindertag am Rhein. Die Aktion Rote Hand und die Malaktion machte den Kindern und unserer Crew sichtlich Spaß.
2019 Aktionen

2019 Viele Schulen waren unserem Aufruf zur Aktion Rote Hand gefolgt. Die feierliche Übergabe bei dem Düsseldorfer OB Thomas Geisel gefiel den Jugendlichen gar nicht. Er sagte, dass er die roten Hände in den Papierkorb werfen würde.

2019 Die zweite Gruppe von Schulklassen verzichtete auf die Übergabe im Rathaus. Ein Anruf reichte und Stefan Engstfeld und Josefine Paul nahmen sich Zeit für einen Empfang im Landtag. Die Jugendlichen waren schwer beeindruckt.

2019 Aktion Rote Hand auf dem Schadowplatz Düsseldorf. Organisiert vom Gesundheitsamt.
2019 Schadowplatz
Kinderrechtefest auf dem Schadowplatz
Am 15. Juni 2019 dreht sich am Haus der Universität und auf dem Schadowplatz alles um Kinderrechte. Unter dem Motto „Give Kids a Voice – Kinderfest für Kinderrechte“ organisieren das Haus der Universität Düsseldorf und SOS-Kinderdörfer weltweit mit Unterstützung von Engagement Global, dem Schulamt der Stadt Düsseldorf und dem Kinderrechtebündnis der Stadt Düsseldorf ein Kinderfest anlässlich des 30. Jubiläums der UN-Kinderrechte.
Mit dabei natürlich auch FRIEDENSBAND mit der Aktion Rote Hand – stark unterstützt durch Engagement Global. Das hat mächtig Spaß gemacht. Wir konnten viele Gespräche führen mit Lehrer*innen und Menschen, die an den Kinderrechten interessiert sind – auch in anderen Teilen der Welt.
Und dann haben wir noch 35 Euro Spenden bekommen. Danke!

2020 – Landtag NRW
Aktion Rote Hand gerade noch knapp vor Corona. Die Sorgen von Innenminister Reul wurden durch persönlichem Einsatz ausgeräumt.
2021 Corona zwingt uns zu neuen Formen
Kindersoldaten
Online-Aktion Rote Hand
Mit dem Landtag NRW und vielen Abgeordneten aus Rheinland-Pfalz haben 65 Jugendliche aus mehreren Klassen und viele Organisationen aus Deutschland mit den Abgeordneten überlegt, wie den Kindersoldat*innen geholfen werden kann.
Finanziert durch Engagement Global NRW
2022 Aktionskonferenz online

2022 Corona: Aktion Rote Hand Landtag NRW virtuell. 70 Schüler*innen und 13 Abgeordnete nahmen teil und sorgten für eine lebendige Diskussion.
2023 Aktionskonferenz online

2023 Aktionskonferenz zum Red Hand Day konnten wir mit dem Außenministerium gestalten. Zwar war Ministerin Annalena.Baerbock verhindert, aber Staatssekretär Christian Lindner war dabei
2024 Landtag NRW – Mona Neubaur, stellv. Ministerpräsidentin

2024 Übergabe der Botschaften des Leo-Statz-Berufskollegs an Mona Neubaur, Wirtschaftsministerin und stellvertretende Ministerpräsidentin
Aktionstag im Leo-Statz-Berufskolleg
Aktionstag im Leo-Statz-Berufskolleg
05/2024
Trotz extrem kurzfristiger Planung konnten wir einen Aktionstag zum Thema Kindersoldaten im Leo Statz Berufskolleg Düsseldorf organisieren.Wir begannen mit Schulbeginn um 8.00 Uhr.
Nach einer kurzen inhaltlichen Vorstellung begannen wir mit dem Thema Soldaten bei der Bundeswehr, erklärten die Kinderrechte, dass es durchaus problematisch ist, dass Unter-18-Jährige bereits einbezogen werden, wenn auch nicht im aktiven Dienst. Die hohe Abbrecherquote bei diesen Jugendlichen macht deutlich, dass hier eine Überforderung vorliegt.
Wir behandelten mit den Jugendlichen alle Formen von Gewalt, sahen ein Videointerview von mir mit Omid Nouripour, der über seine Kindheit als Kindersoldat im iranisch-irakischen Krieg berichtete, sahen den Film “Ich habe getötet” und waren im Anschluss mit dem Korrespondenten Mirco Keilberth verbunden, der aus Tunis zugeschaltet war. Finanziert von der Stadt Düsseldorf.
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Es begann damit, dass der amerikansiche Präsident George W. Bush sagte: „Das Spiel ist aus“. Damit war uns allen klar, dass der Golfkrieg unmittelbar bevorsteht. SPIEGEL, 07.02.2003

Es war untypisch,, was wir als Journalist*innen machten, wir fragten die Menschen auf der Straße, welches Friedenssymbol sie tragen werden. Sie fanden das eine zu kirchlich und das andere zu links. Wir beschlossen, ein neues anzubieten.
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Mit Kolleg*innen aus den Medien überlegten wir, wie wir reagieren können. Bei vorangegangenen Konflikten hatten wir uns mit Korrespondent*innen Handlungsoptionen zu Sprache, Bilder und Quellen in Kriegszeiten erarbeitet.
Dieses Mal wollten wir herausfinden, welche Ausdrucksmöglichkeiten die Menschen angesichts des drohenden Krieges nutzen. In einer Meinungsumfrage erfuhren wir, dass den Menschen ein Friedenssymbol fehlt. Das Peace-Zeichen war vielen zu links, die Taube zu kirchlich.

Wir kauften alle Satinbestände in Düsseldorf leer und begannen zu produzieren. Mit dem neuen Friedenssymbol führten wir viele Gespräche, vor allem mit Jugendlichen, deren Wünsche wir mitnahmen.
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Nach vielen Versuchen kamen wir auf die erste Idee, eine weiße Schleife zu wählen, zurück. Weiß ist die Farbe des Friedens und die Schleife war als Aidsschleife allen bekannt. Wir wussten aber nicht, ob wir dieses Symbol übernehmen durften. So nahmen wir Kontakt zur Aidskampagne in London auf und erfuhren, dass die rote Schleife der gelben Schleife entlehnt ist, mit der weltweit an gefallene Söhne und Kameraden erinnert wird. Entsprechend groß war die Begeisterung bei der Aidskampagne, dass die Schleife sich nun dem Frieden zuwendet.
Am nächsten Tag kauften wir alle verfügbaren Satinbänder auf, 1 cm breit, fertigten Friedensbänder und wagten den Versuch auf der Straße. Wir waren von der Resonanz überwältigt. Nun machten wir ein Foto, sandten es per Mail in fünf Sprachen an 180 Friedensorganisationen weltweit und rieten, das weiße Friedensband selbst herzustellen. Danach wollten wir wieder unserer journalistischen Arbeit nachgehen.

Wir wollten das neue Friedenssymbol mit einem Menschenrechtsexperten testen. Heiko Kauffmann kam nach Düsseldorf, um uns auf der Straße zu begleiten. Er war sofort überzeugt! Die Reaktionen der Angesprochenen waren gewaltig.
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„Die Bevölkerung wird aufgerufen…“
Zu unserem ersten Straßenseite hatten wir Heiko Kauffmann, Preisträger des Aachener Friedenspreises eingeladen, mit dem wir engen Kontakt hatten. Wir wollten sein kritisches Urteil, bevor wir an die breite Öffentlichkeit gingen. Er war begeistert und sprach viel mit den Passant*innen, die das neue Friedenssymbol gern annahmen und ganz offensichtlich mit Stolz trugen.
Ein Tag später rief Heiko Kauffmann die Bevölkerung dazu auf, anlässlich des nahenden Krieges weiße Friedensbänder zu tragen.

Und dann ging alles schnell: wir sandten eine Mail mit der Anleitung, Friedensbänder selbst herzustellen, an 180 Friedensorganisationen weltweit und wollten unsere journalistische Arbeit fortsetzen. Die Grünen gaben eine eCard heraus… und dann kamen die Bestellungen.
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Statt dessen kamen Bestellungen und zwar viele! Bald wuchs uns die Fertigung von Friedensbändern über den Kopf. Unsere Rettung war die griechische Änderungsschneiderei an der Ecke. Die ganze Familie arbeitete nun begeistert an der Herstellung von Friedensbändern, die wir in alle Teile Deutschlands verschickten.
Die Bundesgeschäftsstelle der Grünen in Berlin hängte ein vier Meter großes weißes Friedensband an die Häuserfront und verschickte kleine Flyer mit der Aufforderung, das weiße Band zu tragen. Bei der Irakdebatte im Bundestag trugen viele Abgeordnete das weiße Friedensband.
Hunderte Schulen stellten die weißen Bänder selbst her und verteilten sie an die Bevölkerung. Lehrer*innen berichteten, dass das Friedenssymbol den Kindern und Jugendlichen Halt gab und Identifikation.
Viele Kirchengemeinden organisierten mit dem weißen Band Friedensgottesdienste – in Duisburg-Marxloh zum Beispiel die evangelische, katholische und die muslimische Gemeinde gemeinsam. Bei einem Besuch in Erfurt hörten wir, dass besonders viele evangelische Gemeinden in Thüringen und Sachsen das Friedenssymbol nutzten.

Mit einem Miniflyer standen wir eine Woche später in Berlin bei der großen Demo. Uns kamen bereits da Menschen mit weißen Friedensbändern entgegen, die sie selbst gebastelt hatten.

Im Mai begannen die Vorbereitungen für die Arbeit mit Jugendlichen. Es folgten zahlreiche Treffen, an denen Expert*innen aus allen Bereichen teilnahmen.
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Ursprünglich hatten wir gehofft, unsere Arbeit ohne die Grundung eines Vereins finanzieren zu können. Das erwies sich als unmöglich und so gründeten wir am 23.1.2004 den Verein Aktion Weißes Friedensband e.V. Am … war mit der Bestatigung der Gemeinnützigkeit der Gründungsvorgang abgeschlossen. In den Vorstand wurden Günter Haverkamp als erster Vorsitzender, Julitta Münch als zweite Vorsitzende und Falko Stampa gewählt.
Hier die erste Einladung
Runder Tisch NRW gegen FGM_C
2007 bis 2025 – Runder Tisch NRW gegen FGM_C
Nach ersten Versuchen auf kommunaler Ebene gründeten wir 2007 den Runden Tisch NRW mit Unterstützung des Fachministeriums

Runder Tisch NRW
2007 konnten wir mit den Erfahrungen der Runden Tische in Köln und Kerpen die Landesregierung von der Wichtigkeit eines Runden Tisches auf Landesebene überzeugen. Der Weg war frei für den Runden Tisch NRW.
In vierteljährlichen Treffen beraten Vertreter*innen der Community, Ministerien und Behörden, Organisationen und Verbänden, welche Schritte notwendig sind, um weitere Beschneidungen zu verhindern und den betroffenen Frauen zu helfen. Sie sensibilisieren sich, entwickeln Projekte und politische Initiativen. Bildungsportal KUTAIRI

2020 Corona sorgt dafür, dass der Runde Tisch online laufen ist. Gut dass wir das seit 2018 trainiert hatten, um denen, die weiter weg wohnen, die Teilnahme zu ermöglichen.

2019 Der Runde Tisch NRW tagt zum 50. Mal und feiert dieses Jubiläum im Schloss Garath in Düsseldorf mit Ministerin Ina Scharrenbach.

2011 Im bundesweiten Netzwerk Integra gegen FGMC arbeiten wir seit 2006 intensiv mit. Wir gestalten die Webseite und arbeiten dem Sprecher*innen-Rat zu.

2009 Landtag NRW: Wir konnten einen Aktionstag mit drei Workshops, einem Plenum und einer Ausstellung mit den Abgeordneten organisieren.

2007 Gründung des Runden Tisches NRW. Dieses Bild ist zwar von 2023, symbolisiert aber den Kern des Erfolgs der Treffen: Die Zusammenarbeit mit Jawahir Cumar.

2006 Zweite Fachtagung FGM_C in Bonn. Gemeinsam mit Jawahir Cumar stellten wir das Konzept der Runden Tische vor. Es wurde mit von allen begrüßt.

2004 konnten wir die erste bundesweite Fachtagung gemeinsam mit Jawahir Cumar im Spiegelsaal in Bonn organisieren. Es war der Beginn einer Vernetzung der Organisationen im Bereich FGM_C..
2004 Fachtagung Bonn

Voneinander lernen. Es waren ereignisreiche Stunden mit vielen Möglichkeiten, Kontakte zu knüpfen und Vernetzung zu stärken.



Benefiz-Konzert in der Jazzschmiede Düsseldorf

2013 Benefiz-Konzert mit Ilse Storb, der einzigen Jazzprofessorin Deutschlands mit ihrem Bassisten. Ein toller Abend. Danke für die Unterstützung.
Telefonberatung KUTAIRI

Telefonberatung KUTAIRI
Von 2011 – 2013 konnten wir eine Telefonberatung in 6 Sprachen anbieten – finanziert durch das Land NRW.
Mehr zur Telefonberatung KUTAIRI
Ab Januar 2011 beriet KUTAIRI, (kiswahili: Beschneidung) zweimal in der Woche betroffene Frauen und ihre Angehörigen. In sechs Sprachen (kiswahili, somali, arabisch, französisch, englisch und deutsch) vermittelten die Beraterinnen kompetente Ärzt*innen und Rechtsanwält*innen oder berieten in sozialen Fragen.

2011 Landespressekonferenz mit Ministerin Barbara Steffens, die unsere Idee einer Telefonberatung tatkräftig unterstützte.
Broschüre „Nicht mit mir!“

Broschüre „Nicht mit mir!“
Ein tolles Projekt: 2010 konnten wir mit finanzieller Unterstützung eine einzigartige Broschüre erstellen: Eindrucksvolle Bilder erzählen Inhalte, nur wenige Worte in sechs Sprachen unterstützen nur. Die Broschüre als eBook
Broschüre und Plakate

Plakat: Mädchenbeschneidung ist verboten!
Wir haben ein Plakat erstellen dürfen, dass eine eindeutige Aussage hat: „Weibliche Genitalbeschneidung wird in Deutschland mit bis zu 15 Jahren Haft bestraft“.
Diese Aussage wird in Englisch, Französisch, Arabisch, Somali und Kishuaheli wiederholt.
Design: Eva Zimmermann
Bildungsportal KUTAIRI
2016 initiierten wir das Bildungsportal KUTAIRI, um die bundesweite Vernetzung zu fördern. Die Landesregierung NRW förderte das Bildungsportal bis 2021.

Das Bildungsportal KUTAIRI
2016 forderte der Landtag NRW die Landesregierung auf, die Informationebene im Bereich FGM_C zu verbessern. Wir boten der Landesregierung ein Konzept für das Bildungsportal KUTAIRI an und erhielten den Zuschlag
12/2022
Nach mehr als einjähriger Arbeit ist das neue Bildungsportal fertig. Wir hoffen, damit den Ansprüchen als einziges bundesweites Bildungsportal zum Thema FGM_C gerecht zu werden. Leider ist diese wichtige Arbeit nicht mehr vom Ministerium finanziert worden, so dass wir das mit unseren Bordmitteln machen mussten. Herzlichen Dank an unsere Spender*innen!
Runder Tisch Deutschland gegen FGM_C
2024 initiierten wir den bundesweiten Runden Tisch, wobei uns die Erfahrungen mit den 19 Jahren in NRW halfen.

Runder Tisch Deutschland
02.2024 -Runder Tisch Deutschland gegen FGM_C gegründet
Seit mehreren Jahren organisieren wir parallel zum Runden Tisch NRW eine Online-Ausgabe. Das hatte bereits vor Corona begonnen, weil uns Interessierte aus ganz NRW angesprochen hatten, denen es nicht möglich war, zur Präsenzveranstaltung ins Ministerium nach Düsseldorf zu kommen. Wir haben entsprechend mit dem gleichen Thema, meist eine Woche später, ein Themenforum veranstaltet, in dem die Ergebnisse des Runden Tisches einflossen. Das war schnell sehr beliebt und es nahmen Interessierte aus allen Teilen Deutschlands und darüber hinaus (Belgien, Österreich, Schweiz) teil. So entstand langsam ein Vernetzungstreffen, bei dem die Erfahrungen zusammenflossen und sich wieder ganz andere Inhalte entwickelten.
Bei unserem letzten Themenforum im November 2023 gaben wir bekannt, dass es das letzte Treffen war, es sei denn, wir würden einen Beschluss für eine Fortführung, vielleicht unter einem anderen Namen, fassen. Dies wurde allgemein begrüßt und die Frage gestellt, ob wir daraus nicht einen Runden Tisch Deutschland entwickeln könnten. Nun hatten wir in den letzten 5 Jahren dreimal Konzepte für einen bundesweiten Runden Tisch erstellt, so dass wir die möglichen Abläufe bereits vorliegen hatten. Nach einer Umfrage wurden Thema und Datum festgelegt und der 14.02.2024 wurde der Start für den Runden Tisch Deutschland. Es war ein guter Start. Das Interesse war groß. 117 meldeten sich an und mehr als 80 nahmen tatsächlich teil.
Wir haben beschlossen, uns vierteljährlich zu treffen. Eine Finanzierung wird nun angestrebt. Wir bedanken uns bei den Spender*innen, die FRIEDENSBAND immer wieder die Möglichkeit geben, neue Projekte mutig anzupacken, auch wenn die Finanzierung noch nicht gesichert ist.
Weitere aktuelle Informationen über den Runden Tisch Deutschland gegen FGM_C finden Sie hier: Bildungsportal KUTAIRI
Der Runde Tisch Deutschland gegen FGM_C bietet den betroffenen Frauen, allen Fachkräften und Interessierten, die sich auf den verschiedenen Ebenen von Gesellschaft und Politik für die von weiblicher Genitalbeschneidung (Genitalverstümmelung) betroffenen oder bedrohten Mädchen und Frauen einsetzen, ein Forum zu Austausch und zielgerichteter Lobbyarbeit. Weiterlesen Bildungsportal KUTAIRI
Sexuelle Gewalt
Aktion „Mauer des Sprechens“
Aus den zahlreichen Schulaktionen entwickelte sich mit den Jugendlichen diese nachhaltige Dialogaktion, die Generationen zusammenbringt und ein tiefes Verständnis für die Not in unserer Gesellschaft schafft.

Schulaktionen

2019 Schulfest Hulda Pankok Gesamtschule Düsseldorf. Die MAUER DES SPRECHENS interessierte die Jugendlichen sehr. Lehrer Gulaziz Kizilay legt auch Hand an.

2013 Am Ende einer 9teiligen Workshopreihe entstand eine große MAUER DES SPRECHENS und ein Spot gegen sexuelle Gewalt. Der Spot

2014 Große Aktion MAUER DES SPRECHENS am Leo-Statz-Berufskolleg Düsseldorf. Die intensiven Gespräche haben uns sehr beeindruckt.

2009 TV-tivi dreht mit dem Logo-Team in Kerpen die MAUER DES SPRECHENS. Das gab weiteren Auftrieb für die Aktoiopmn
Aktion im Landtag NRW

2011 Fünf Schulklassen durften fünf Tage lang im Landtag NRW die Abgeordneten zum Thema sexuelle Gewalt ansprechen, interviewen und sie zur MAUER DES SPRECHENS bitten.
Soldatenfriedhof Ysselsteyn

2009 Ysselsteyn/Niederlande: auf dem deutschen Soldatenfriedhof mit 36.000 Kreuzen organisierten wir ein Wochenende zu sexueller Gewalt als Kriegswaffe.
2009 Evang. Kirchentag Bremen

2009 Evang. Kirchentag Bremen: Jugendliche aus Kerpen unterstützten unseren Stand mit der MAUER DES SPRECHENS, die wir gemeinsam entwickelt hatten.
Weitere Aktionen

2006 – Kerpen – Zwei Wochen gegen sexuelle Gewalt
Zehn Tage lang bekamen 700 Jugendliche der Realschule Kerpen intensive Informationen zum Thema Sexuelle Gewalt. Danach zelebrierten 120 in einer Veranstaltung das gemeinsame NEIN.
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Als Aktion Weißes Friedensband planten wir für 2006 die ersten Aktionen zum Thema
Kinderprostitution. Bei der Themenbesprechung zum 10. Schuljahr wählten die Schüler der Religionsklasse 10 das Thema Kinderprostitution. Im Dezember beschlossen sie, ebenfalls eine Aktivgruppe zu bilden und nannten sich Amigos unidos: Freunde arbeiten zusammen. Seit mehreren Monaten bereits hatten sie sich mit dem Thema Kinderprostitution beschäftigt. Ende Januar 2006 war es dann soweit: In der Schule fand eine große Aktion statt.

2006 Rap gegen sexuelle Gewalt – die DVD mit dem erschütternden Text verschenkte sich gut. Die Band trat damit am Aktionstag auf. Text
Zwei Wochen zuvor hatte die Aktivgruppe Amigos unidos, unterstützt von der Aktivgruppe Menschenrechte, Plakate gemalt mit den Kinderrechtsartikeln, die durch Kinderprostitution verletzt werden. Jeden Tag empfing die Schülerinnen und Schüler der Realschule ein anderer Artikel zum Tagesbeginn. Die Aktivgruppen verteilten Zettel mit Geschichten von betroffenen Kindern und Jugendlichen. Dafür kamen jeweils Schüler früher zur Schuler. Am 30. Januar fand auf dem Schulhof die NEIN-Aktion statt: Alle 700 Schülerinnen und Schüler schrieben auf Papier-Backsteine ihr eigenes NEIN und klebten es auf große Papierbahnen. Die ergaben am nächsten Tag bei der Kundgebung in der Mensa das Bühnenbild: ein großes, 12 Meter langes NEIN. UNICEF war als zukünftige Partnerorganisation dabei und wird die Aktionsform unterstützen.

2007 + 2008 – Düsseldorf: Flughafen-Aktionen
Jugendliche konnten die Passagiere mit selbstgemachten Flyern bitten, die Augen
Weitere Informationen

2007 Flughafen Düsseldorf: 30 Jugendliche konnten Passagiere ansprechen und um Mithilfe bitten, sexuelle Gewalt an Gleichaltrigen zu verhindern.

2008 Flughafen Düsseldorf: Die Verwaltung bittet um Wiederholung der Aktion, weil sie von Passagieren so positive Rückmeldung bekommen hatten.
2009 Auf Einladung von innocence of Danger nahmen wir an einem Treffen von Expertinnen und Experten zur flächendeckenden Sensibilisierung von Fachkräften unterschiedlicher Professionen zur Prävention und Intervention bei sexualisierter Gewalt an Mädchen und Jungen unter Einbeziehung der Neuen Medien in Deutschland in Kooperation mit dem DGfPI e.V. i.G. teil. Das beruhte auf unserer aktiven Beteiligung am 3. Weltkongress zur kommerziellen sexuellen Ausbeutung von Kindern und Jugendlichen 2008 in Rio de Janeiro (Simona Blumkowski) und den Aktionen dieses Jahres gegen sexuelle Gewalt.

2010 Das Ergebnis der Aktion Angst-Orte-suchen wurde im Rathaus Kerpen vorgestellt. Die Bürgermeisterin, Polizei und Jugendamt waren ebenso begeistert wie die Medien.

2021 Kinderschuhe mit erschütternden Botschaften in einem Baum – bei der Aktion SCHUTZBAUM machten Kinder auf ihre Not in der Corona-Zeit aufmerksam.

2007 – Kerpen
Flashmob gegen sexuelle Gewalt
Informationen
Mit ihrem Flashmob gegen sexuelle Gerwalt an Frauen überraschten die Kerpener Jugendlichen die Menschen in Geschäften, Banken und Gaststätten.

2007 – Kerpen
Reisebüro-Aktionen gegen Kinderprostitution
Informationen

2010
Angst-Orte suchen
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2010 Aktion-Orte-Aktion: Kerpener Jugendliche fahnden nach Orten, an denen sie einmulmiges Gefühl bekommen und trugen sie mit Lösungsvorschlägen auf eine Stadtkarte auf. Das waren spannende Gespräche.

2007
Aktion GRENZEN einhalten
Weitere Informationen
Workshops mit ECPAT und Kindernothilfe für Jugendliche
Workshopangebot von Simona Blumkowski und
Catharina Schymczyk im Internet

2013
Spots gegen sexuelle Gewalt
Weitere Informationen
Am Ende einer 10teiligen Workshopreihe entstand auf Wunsch der Mädchen einer Klasse ein Spot gegen sexuelle Gewalt.

Wir begannen mit dem Thema Kindersoldaten. Der Film „Ich habe getötet“ stand im Vordergrund. In diesem Film kommen drei junge Männer und drei Frauen zu Wort. Sie erzählen, wie der Krieg ihr Leben zerstört hat. Erschütternd vor allem die Schilderungen der Mädchen.
Bereits im zweiten Workshop kam das Thema sexuelle Gewalt hoch, weil die drei Mädchen im Film über die Folgen ihrer Vergewaltigungen berichteten. Das erschütterte die Jugendlichen besonders stark.
Im dritten Workshop kam es dann zum Bruch: Die Mädchen der Klasse wollten ohne die Jungs weitermachen, weil die sich des Themas nicht gewachsen fühlten.
Es folgten fünf Workshops in denen die Mädchen immer tiefer in die Auseinandersetzung mit ihrer Situation gingen und den Spot organisierten.
Ein Workshop fand auf der Straße statt: Die Mädchen interviewten die Frauen und Mädchen, welche Strategien sie entwickelt haben, gegen Übergriffe von Männern. Sie fassten aber auch ihren Mut und fragen die Männer, was sie tun, keine Gewalt gegen Frauen auszuüben.
Es kamen völlig veränderte Mädchen in den nächsten Workshop. Sie hatten viel gelernt und begriffen, dass sie sich wehren müssen. Es war ein Erlebnis, als wie immer am Ende des Workshops die Jungs in die Klasse zurückkamen, die während dieser getrennten Workshops in anderen Räumen unterrichtet wurden. Sie hatten plötzlich nichts mehr zu sagen, bekamen für ihre dummen Sprüche harte Antworten und fragten mich allen Ernstes, was ich denn mit den Mädchen gemacht hätte. Nach diesem Workshop wollten die Mädchen nicht mehr mit mir weitermachen und sie wurden von zwei Mitarbeiterinnen weiterbetreut.
Düsseldorf, 07.05.2013. Die Mädchengruppe der BUS-Klasse suchte heute die passende Botschaft für ihren Werbespot zum Thema sexuelle Belästigung. Interessante Diskussionen rund um die Zielgruppe und den Slogan entstanden. Vor allem Jugendliche und Erwachsene soll der Werbespot ansprechen, denn von ihnen geht die größte Gefahr aus. Ganz klar ist, dass die Schülerinnen damit zeigen wollen, das sexuelle Belästigung respektlos und unnötig ist! Kommende Woche wird das Storyboard erstellt.

2008 und 2009
Solidarität mit Opfern sexueller Gewalt
Solidaritätsaktion für Favour
Favour (17), in Nigeria schweren Vergewaltigungen ausgesetzt, soll mit 18 abgeschoben werden. Die Jugendlichen sammelten und sorgten für Öffentlichkeit. Sie blieb.
Ein Mädchen erlebt in ihrer Heimat Elend, Verfolgung und Vergewaltigung. Nach dem Tod ihrer Eltern musste sie jahrelang auf der Straße leben und erlebte viel Gewalt. Favour wurde verhaftet und in ein Frauengefängnis gebracht. Während ihrer dreimonatigen Haft wurde die 15jährige Favour immer wieder vergewaltigt.
Ordensschwestern schafften es, Favour aus ihrem Heimatland Nigeria nach Deutschland zu holen. Sie war schwer traumatisiert. Es folgten Zwangsernährung und wochenlange Psychiatrieaufenthalte. Sie konnte sich wieder fangen, schöpfte Hoffnung und konnte zur Schule gehen. Ganz langsam begann sie wieder Vertrauen zu fassen.
Dann aber, einige Monate vor ihrem 18. Geburtstag kam die Ankündigung der Abschiebung, denn ihr Asylantrag wurde abgelehnt. Eine Rückkehr nach Nigeria hätte für Favour eine große Gefahr bedeutet. Sie hatte berechtigte Angst wieder ins Frauengefängnis gesteckt zu werden.
Dem Druck hielt sie nicht stand – sie erlebte einen totalen Zusammenbruch und musste wieder in die Psychiatrie. Die Vergangenheit hat sie wieder eingeholt. Sie war nicht mehr ansprechbar.
Die Leitung des Mädchenhauses in Hessen bat FRIEDENSBAND um finanzielle Hilfe, damit eine Rechtsanwältin den Fall aufnehmen und die Abschiebung verhindern kann.

Eine der Ideen der Jugendlichen: Steine bemalen und verkaufen. Zusammen mit den eindringlichen Beschreibungen von Favours Schicksal brachte das viel Geld ein.
Solidaritätsaktion für Karen

2013 Karen (17) hat in Uganda schwerste Kämpfe und Verletzungen erleben müssen, bevor sie gerettet und nach Deutschland kommen können. Nun droht ihr die Abschiebung. Jugendliche aus ganz Deutschland schlossen sich unserer Aktion an – sie kann bleiben.
GewaltMAL – der Gewalt ein Denkmal bauen
2012 entwickelten wir das Projekt GewaltMAL. Die Jugendlichen beschäftigten sich mit vier Gewaltformen, in denen die Kinder Erwachsenen ausgeliefert sind. Sie überlegten schließlich, wie Gewalt aussieht und welche Gestalt sie ihr geben würden. Wichtig war letztlich diese sinnliche Auseinandersetzung mit dem, was sie vielleicht selbst nicht ausdrücken können.
Das Plakat wurde von Eva Zimmermann entwickelt.

Sonntag, 15. März 2015
Thema Kindersoldaten im Jugendarrest
Bei diesem Workshop hatten wir nur sechs Jugendliche in der Gruppe. Dadurch war die Arbeit natürlich umso intensiver. Wie beim letzten Mal begannen wir mit Werbung und ihren Einflüssen auf unser Handeln. Dann wechselten wir mit einer Bundeswehrwerbung zum Thema Konflikte. Das vertieften wir mit einem Bericht über P’TBS – der posttraumatischen Belastungsstörung. Am Ende stand wieder der Film „Ich habe getötet“ und damit die beeindruckenden Bilder von jungen Menschen, die völlig traumatisiert über ihr Leben berichten.

LAND OHNE ANGST
Entstehung von LAND OHNE ANGST

2009 LAND OHNE ANGST wurde auf dem Rheinturm in 170 m Höhe, hoch über Düsseldorf, gegründet. Die Jugendlichen verfassten eine Resolution.

2009 Zu Weihnachten baten die Jugendlichen die Erwachsenen, den Kindern ein gewaltfreies Weihnachten zu schenken. Für viele wäre das das schönste Geschenk.

2010 Aktion-Orte-Aktion: Kerpener Jugendliche fahnden nach Orten, an denen sie einmulmiges Gefühl bekommen und trugen sie mit Lösungsvorschlägen auf eine Stadtkarte auf. Das waren spannende Gespräche.
Kinderarbeit
Konferenz mit arbeitenden Kindern

Konferenz Kinderarbeit
Jaqueline saß mit ihrem Kollegen auf dem Podium unserer bundesweiten Tagung zum Thema Kinderarbeit. Sie waren beide 13 Jahre alt und arbeiteten schon, seit sie 5 Jahre alt waren. Beide kämpften in der Kindergewerkschaft der arbeitenden Kinder für ihre Rechte. Wir lernten von ihnen: Kinderarbeit abschaffen, ohne die Lebensverhältnisse grundlegend zu verändern, ist Quatsch.

Unter dem Titel FAINESS FÜR KINDER riefen wir zu einer bundesweiten Tagung zum Thema Kinderarbeit ins Geschwister-Scholl-Gymnasium Düsseldorf

Ministerin Bärbel Höhn saß als Schirmfrau der Kampagne auf dem Podium und diskutierte intensiv mit.

Sie schaffte es genauso wenig wie andere, einen Fußball zu nähen. Dazu sind 800 Stiche notwendig und jeder Einzelne geht sehr schwer.

Spannend waren die Ausführungen von Jaqueline, die von ihrer Arbeit auf der Straße und vor allem von den Zielen ihrer Arbeitergewerkschaft erzählte.

Günter Haverkamp hatte als Eine-Welt-Promotor für Medien und Initiator von Aktion Weißes Friedensband die Idee zur Fachtagung. Alle trugen das weiße Band.
Der Bericht zur Fachtagung
Weltweit müssen etwa 250 Millionen Kinder arbeiten. Sie tun das nicht freiwillig! Oft verdienen ihre Eltern zu wenig und sie müssen helfen, ihre Familie zu ernähren. Das bedeutet, dass sie nicht zur Schule gehen können und keine berufliche Zukunft haben.
Mit dem Thema Kinderarbeit konnten wir erfolgreich den Fairen Handel verbinden.
Kinder sind in besonderem Maße vom finanziellen Wohlergehen der Erwachsenen abhängig. Wo diese zuwenig verdienen, sind Kinder gezwungen, ihre Eltern zu unterstützen. Im Fairen Handel ist dies nicht nötig. Die Eltern verdienen genug, dass die Kinder auch zur Schule gehen können.
Diese Überlegung machten wir zur Grundlage unserer Aktion. Ziel ist, den Jugendlichen bewusst zu machen, dass sie etwas für die Situation der Menschen im Süden tun können: Wenn Eltern fair entlohnt werden, schicken sie ihre Kinder nicht zur Arbeit. Kinder und Jugendliche erhielten die Aufgabe, von den Erwachsenen ein Versprechen zu holen: Im Monat mindestens zwei Produkte aus dem Fairen Handel zu kaufen. Die Aktion Fairness für Kinder! machte Jugendliche zu Botschaftern für ein Projekt gegen Kinderarbeit – sie fordern von Erwachsenen Faires Handeln ein.
Um die SchülerInnen anzusprechen bekannt zu machen, druckten wir einen Flyer, der auf der Vorderseite Plakatcharakter hatte und mit den Logos von der Grafikerin Eva Zimmermann gestaltet wurde. Auf der Rückseite erklärten wir die Hintergründe von Kinderarbeit und die Vorteile des Fairen Handels.
Wir machten im Flyer deutlich, dass die Partnerorganisationen Projekte zu Kinderarbeit unterstützen und erklärten die Aktion: Jugendliche sollten sich IHR Projekt aussuchen und dadurch zum Botschafter für DIESES Projekt werden. Sie sollten den Erwachsenen den Zusammenhang zwischen Kinderarbeit und Fairem Handel erklären: Kinder müssen nicht arbeiten, wenn ihre Eltern genug verdienen! Überzeugte Erwachsene sollten unterschreiben, dass sie in Zukunft monatlich zwei Produkte aus dem Fairen Handel kaufen.
Nach der Aktion konnten sich die Organisationen bei „ihren“ Botschaftern bedanken und ihnen Wege der Mitarbeit zeigen. Ehrenamtliches Engagement wurde gefördert.
Im Flyer schlugen wir weiterhin eine Suchaktion vor: Die Jugendlichen sollten in ihrer Umgebung suchen, wo fair gehandelter Kakao, Kaffee oder Honig verkauft wird. Die Liste der Supermärkte oder Weltläden sollten sie den Erwachsenen geben.
Wir sprachen alle Organisationen an, die zum Thema Kinderarbeit Projekte in den Ländern des Südens haben. Das Echo war groß – die Kampagne Fairness für Kinder unterstützten UNICEF, terre des hommes, Kindernothilfe, MISEREOR, Plan, Andheri-Hilfe, Welthungerhilfe und Solwodi.
Auch die Reaktion bei den Fairhandels-Organisationen war positiv. Sowohl gepa, Transfair und El Puente als auch dritte welt partner beteiligten sich an der Aktion. Unterstützt wurde die Aktion durch die LandesschülerInnenvertretung NRW.
Die Verteilung des Flyers erfolgte über die Partnerorganisationen, die mit ihren Logos auf der Vorderseite abgebildet waren. Sie verschickten die Flyer an ihre Gruppen und Partnerschulen. Dadurch wurde ein großer Kreis angesprochen. Wie von den Organisationen rückgemeldet wurde, ist die Aktion erfolgreich gelaufen.
Schirmfrau der Kampagne war Bärbel Höhn, Ministerin für Umwelt und Naturschutz, Landwirtschaft und Verbraucherschutz des Landes Nordrhein-Westfalen.
Kinderarbeit auf Tabakfeldern
Lobbyaktion NIKOTINKINDER
Wer raucht, muss sich bewusst sein, was den arbeitenden Kindern durch seine Sucht angetan wird.

Weiterlesen
Ende 2012 rief uns ein Mitglied unserer Kerpener Aktivgruppe an und fragte, ob wir nicht etwas dagegen tun wollen, dass Kinder auf Tabakfeldern für unsere Sucht arbeiten und dabei krank werden. Wir recherchierten und setzten uns Anfang 2013 mit der Aktivgruppe zusammen. Gemeinsam entwickelten wir die Aktion NIKOTINKINDER.

2013 Der Gesundheitsminister NRW startet eine Wanderausstellung durch sechs Großstädte – mit dabei NIKOTINKINDER und MAUER DES SPRECHENS.

2013 Wir haben einen Schauspieler gebeten, in einer Düsseldorfer Realschule den „König Tabak“ zu spielen. Er machte mächtig Eindruck, dass er gerade von den Jugendlichen, die rauchen, so reich sei, dass er sich tolle Autos leisten könne.

2013 Die Düsseldorfer Realschüler*innen bastelten Zigarettenschachteln und beschrifteten sie mit Statements.

2017 Stand mit dem Gesundheitsamt Düsseldorf. Wir konnten viele Gespräche führen und spannende Kontakte knüpfen.

2018 Workshop Hauptschule Düsseldorf. DieJugendlichen beschäftigten sich intensiv mit der Tabakwerbung und überlegten, wovon sie sich verführen lassen.

2018 Den Jugendlichen machte die Knüllaktion viel Spaß. Sie zerquetschten Zigarettenschachteln mit einem Spruch – ganz offensichtlich genüsslich.

2018 Die Hauptschule aus Düsseldorf konnte dem Gesundheitsminister von NRW zeigen, was sie gelernt haben und vom Minister wünschen. Bei dem liefen sie offene Türen ein.
Veranstaltung im Gesundheitsministerium
Unser Grundprinzip ist, Jugendlichen die Möglichkeit zu geben, Entscheidungsträger*innen zu schulen. Das konnten wir mit einer Hauptschulklasse im Gesundheitsministerium zusammen mit Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann in seinem Haus zeigen.
In mehreren Workshops hatten wir mit den Jugendlichen der Hauptschule Bernburger Straße die Situation der Kinder besprochen, die auf den Tabakplantagen für unsere Zigaretten schuften müssen und dabei nikotinvergiftet werden.
Sie waren entsetzt, hatten ein tolles Video gedreht.
Das Gedicht der Jugendlichen „Denk ich an Deutschland in der Nacht“ hat den Minister sehr beeindruckt.
Der Protest der Schüler*innen gegen Tabakwerbung und Kinderarbeit auf Tabakfeldern hat Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann sehr gefallen.

2019 Fachtagung mit dem Düsseldorfer Bündnis Generation Rauchfrei. Die Hauptschulklasse lockerte das Ganze auf und sorgten für eine besondere Atmosphäre.
Fachtagung im Düsseldorfer Rathaus
Bündnis “Generation rauchfrei”
Vor einem Jahr wurde in Düsseldorf das Bündnis „Generation Rauchfrei“ gegründet, in dem unter Leitung des Gesundheitsamtes Düsseldorf viele namhafte Organisationen und Institutionen gemeinsam für mehr Schutz von Jugendlichen vor dem Rauchen arbeiten. Gemeinsam veranstalteten wir den Fachtag “Generation rauchfrei” am 22. Mai 2019 von 14 bis 18 Uhr im Rathaus Düsseldorf.
Beteiligung der Jugendlichen
Uns war es wichtig, dass die Jugendlichen, um die es ja eigentlich geht, dabei sind. Und so hat FRIEDENSBAND vorher mehrmals die Klasse 7a in der Gemeinschaftshauptschule Bernburger Straße in Düsseldorf besucht und mit den Jugendlichen ihre Beteiligung am Fachtag vorbereitet.
Darüber hinaus haben wir mit Unterstützung des Jugendamtes die Düsseldorfer Schulen angeschriebe und zu eiem Kreativworkshop in den zwei Stunden vor dem Fachtag ins Rathaus eingeladen.
Da war wirklich eine starke Beteiligung der Jugendlichen aus drei Schulklassen zu spüren.
Düsseldorfs Gesundheitsdezernent Prof. Dr. Meyer-Falcke war von so viel Engagement gegen das Rauchen begeistert. Er ehrte die Jugendlichen auf dem Fachtag mit einer Urkunde und sagte: „Wir wünschen uns Jugendliche, die dem Rauchen eine kritische Einstellung gegenüber einnehmen und in ihrer Umgebung für diese Haltung werben.“
Zigaretten-Performance
Für den Kreativworkshop haben wir 80 Papphülsen vorbereitet, die wie echte Zigaretten wirken (88 cm Länge). Das Mundstück wurde von der Designerin Eva Zimmermann richtig klassische gestaltet. Die weiße Fläche blieb frei für die Beschriftung durch die Jugendlichen mit Begriffen und Slogans über das Auswirkungen des Rauchens, gegen Tabakwerbung oder gegen die Ausnutzung von Kindern auf Tabakfeldern. Wir bedanken uns für die finanzielle Unterstützung durch den Eine Welt Beirat der Landeshauptstadt Düsseldorf.
Der WDR (Lokalzeit) drehte und sendete abends eine kurze Sequenz. Die Kosten wurden vom Eine-Welt-Beirat Düsseldorf übernommen.
Das Düsseldorfer Bündnis Generation Rauchfrei
Das Düsseldorfer Bündnis Generation Rauchfrei hat sich im Zuge einer Veranstaltung zum WHO-Weltnichtrauchertag 2018 gegründet. Vorbild ist das niederländische „Generatie rookvrij“.

2017 beteiligen wir uns mit einem Stand an der ersten, vom Gesundheitsam Düsseldorf organisierten Veranstaltung mit einem Stand.

2019 sorgten wir für eine rege Beteiligung von Jugendlichen an der Fachveranstaltung im Düsseldorfer Rathaus.
Veranstaltung im Rathaus
Fachveranstaltung „Generation rauchfrei“ – Jugendliche mischen mit
05/2019
Bündnis “Generation rauchfrei”
Vor einem Jahr wurde in Düsseldorf das Bündnis „Generation Rauchfrei“ gegründet, in dem unter Leitung des Gesundheitsamtes Düsseldorf viele namhafte Organisationen und Institutionen gemeinsam für mehr Schutz von Jugendlichen vor dem Rauchen arbeiten. Gemeinsam veranstalteten wir den Fachtag “Generation rauchfrei” am 22. Mai 2019 von 14 bis 18 Uhr im Rathaus Düsseldorf.
Beteiligung der Jugendlichen
Uns war es wichtig, dass die Jugendlichen, um die es ja eigentlich geht, dabei sind. Und so hat FRIEDENSBAND vorher mehrmals die Klasse 7a in der Gemeinschaftshauptschule Bernburger Straße in Düsseldorf besucht und mit den Jugendlichen ihre Beteiligung am Fachtag vorbereitet.
Darüber hinaus haben wir mit Unterstützung des Jugendamtes die Düsseldorfer Schulen angeschriebe und zu eiem Kreativworkshop in den zwei Stunden vor dem Fachtag ins Rathaus eingeladen.
Da war wirklich eine starke Beteiligung der Jugendlichen aus drei Schulklassen zu spüren.
Düsseldorfs Gesundheitsdezernent Prof. Dr. Meyer-Falcke war von so viel Engagement gegen das Rauchen begeistert. Er ehrte die Jugendlichen auf dem Fachtag mit einer Urkunde und sagte: „Wir wünschen uns Jugendliche, die dem Rauchen eine kritische Einstellung gegenüber einnehmen und in ihrer Umgebung für diese Haltung werben.“
Zigaretten-Performance
Für den Kreativworkshop haben wir 80 Papphülsen vorbereitet, die wie echte Zigaretten wirken (88 cm Länge). Das Mundstück wurde von der Designerin Eva Zimmermann richtig klassische gestaltet. Die weiße Fläche blieb frei für die Beschriftung durch die Jugendlichen mit Begriffen und Slogans über das Auswirkungen des Rauchens, gegen Tabakwerbung oder gegen die Ausnutzung von Kindern auf Tabakfeldern. Wir bedanken uns für die finanzielle Unterstützung durch den Eine Welt Beirat der Landeshauptstadt Düsseldorf.
Der WDR (Lokalzeit) drehte und sendete abends eine kurze Sequenz. Die Kosten wurden vom Eine-Welt-Beirat Düsseldorf übernommen.
siehe Broschüre des Bündnisses „Generation Rauchfrei“.
Mitglieder:
Düsseldorfer Gesundheitskonferenz, Kassenärztliche Vereinigung Nordrhein, Apothekerkammer Nordrhein, AOK Düsseldorf, Aktion Weißes Friedensband e . V., Aufklärung gegen Tabak e. V. der Heinrich-Heine-Universität, Institut für Allgemeinmedizin an der Heinrich-Heine-Universität, Tumorzentrum der Heinrich-Heine-Universität, Florence-Nightingal-Krankenhaus, LVR-Kliniken, Pro Rauchfrei e. V., Beirat der lokalen Agenda 21 Düsseldorf, Düsseldorfer Bildungskonferenz, Düsseldorfer EG, Fortuna Düsseldorf, Deutsche Herzstiftung, Deutsche Tischtennis Rekordmeister Borussia Düsseldorf , Gesundheitsamt, Schulverwaltungsamt, Sportamt und Jugendamt Düsseldorf.

2021 Kerpen Fotowettewerb Rauchen. Spannend, was die Jugendlichen gesehen und sich dadurch bewusst damit auseinandergesetzt haben.
Das bundesweite Bündnistreffen „Kinder ohne Alkohol und Nikotin“

Wir sind Mitglied im bundesweiten Bündnistreffen „Kinder ohne Alkohol und Nikotin“
Kinder nähen unsere Fußbälle
Aktion FAIRE LIGA

Fußball: Aktion FAIRE LIGA
Weiterlesen
Montag, 12. Juli 2010
Aktion Faire Liga
Inzwischen haben sich vier Schulen an der Aktion “WM fair” beteiligt und es zeigt sich, dass die Aktion schon Wirkung zeigt. Die angeschriebenen Ligavereine wenden sich an Adidas und fordern Auskunft über die Arbeits- und Lebensbedingungen der Menschen, die die Bälle herstellen. Das sind laut Adidas Erwachsene – Kinderarbeit ist ja in Pakistan verboten.
Aber der Artikel im Spiegel vom 15.3.2010 sagt eindeutig, dass das nicht so genau genommen wird und vor allem, dass die Kinder weiterhin arbeiten müssen. Entsprechend wichtig ist es jetzt, dass möglichst viele Jugendlichen die Ligavereine anschreiben.Nach der Weltmeisterschaft wollen wir weiter machen unter dem Titel FAIRE LIGA.
Wir empfehlen den Film “BALLJUNGS – woher kommen unsere Fußbälle?” Dieser Film ist zwar schon mehr als 10 Jahre alt, stimmt aber leider immer noch. Zwei Jungs von etwa 12 Jahren müssen heimlich Fussbälle nähen und erzählen eindringlich, wie ihr Leben aussieht. Sehr ergreifend!
Artikel von Spiegel (spiegel-die-ballmacher.pdf) über die Adidas Gewinnerwartung 2010 (adidas-hofft-auf-wm.pdf) und auf die Antwort von Adidas mit den Informationen, was sie schon alles tun (2010_kinderarbeit.pdf)
Wir werden jetzt alle Schulen und Jugendlichen, die sich an der Aktion beteiligen, über die neuen Ergebnisse informieren.
Angeschrieben wurden bisher folgende Vereine:
Hannover, St. Pauli, HSV, Wolfsburg, Leverkusen, Köln, Schalke und Fortuna Düsseldorf.
Wir haben in einer Info alles zusammengestellt. aktion-faire-liga.pdf

2010 mit der Aktion FAIRE LIGA waren wir in die Grundschule Egestorf in der Lüneburger Heide eingeladen über Kinderrechte zu sprechen. Für die Kinder, die unsere Fußbälle herstellen müssen, wollten sie unbedingt etwas tun.
Egestorf: Briefe an die Fußballvereine

2006 WM-Fieber: Die Aktivgruppen in Kerpen verkauften fair-gehandelte Fußbälle und wurden mit weitem Abstand „Deutscher Meister“ mit 122 Bällen. Sie wurden dafür von TransFair ausgezeichnet.
Weiterlesen zu Kerpen 2006 WM-Fieber
Demo für fair gehandelte Fußbälle Kerpen, 28.02.2006




2010 Fußball fasziniert immer wieder und die Geschichten um die arbeitenden Kinder waren gerade wieder in den Medien. In der Gotenschule in Düsseldorf konnten die Kinder mit unserem Original-Werkzeug merken, wie schwer es ist einen Ball zu nähen.
Es gab bei den beiden 4. Klassen der Grundschule Egestorf viel Mitgefühl für die arbeitenden Kinder in Pakistan. Deswegen wollten die Schüler*innen unbedingt etwas praktisches tun.

Die Kinder schrieben Briefe an ihre Lieblingsverein in der ersten Bundesliga – das waren der HSV und St. Pauli: Hier als Beispiel der an den HSV


2010 Aktion für fairen Fußball in einer Düsseldorfer Grundschule – zusammen mit dem Deutschlandfunk, der die Aktion spannend fand. Die Kinder versuchten sich im Nähen eines Fußballs, kamen aber nicht weit, weil das sehr viel Kraft erfordert.

2010 Fortuna Düsseldorf – für die Grundschule holen wir den fair gehandelten Fußball der Topstars ab. Der Erstlegist hat wirklich Puma angeschrieben und gemahnt, die Kinderrechte zu beachten.

2010 Fußball-Nähen in der Realschule Bergheim. Einige sind doch sehr hartnäckig und kommen ziemlich weit. Die Hände taten dann aber hinterher weh.

2010 Die Bergheimer Jugendlichen waren mächtig stolz,, als sie den fair gehandelten Ball mit den Unterschriften der Stars von Bayer 04 Leverkusen in der Hand hielten. Der Klub hat Adidas mitgeteilt, dass sie keine Kinderarbeit dulden.

2012 Pressekonferenz in Kerpen. Eingeladen sind die Topmanager der Fußballindustrie, doch ihre Plätze bleiben leer. So werden sie von drei Jugendlichen vertreten, die die Manager „würdig“ vertraten, so jedenfalls die Meinung der Medien.

2014 Fußballnähen in einer Düsseldorfer Gesamtschule. Die Jugendlichen hätten nicht gedacht, dass das Nähen so schwer ist. 800 Stiche für einen Ball und dafür nur 50 Cent bekommen, das ist hart.
Fußballnähen in der Hulda-Pankok-Gesamtschule
Donnerstag, 13. Februar 2014
13.02.2014 Düsseldorf – In der 5. Klasse der Hulda-Pankok-Gesamtschule waren die Kinder sehr gespannt, als wir mit einem Metallkoffer den Raum betraten. Was mag da wohl drin sein? Spontan riet ein Junge richtig: ein Fußball. Aber kein vollständiger, sondern Stücke, die zusammengenäht werden mussten. Nach einer Einführung, in der die Kinder zeigten, wie viel sie bereits über Kinderarbeit in der Fußballindustrie wussten, wurde es spannend. Sieben Kinder versuchten sich nacheinander im Fußballnähen und meinten hinterher übereinstimmend, dass sie höchstens einen Ball am Tag geschafft hätten, wenn überhaupt. Denn es war viel anstrengender, die Nadel mit dem dicken Faden durch die harten Lederteile zu drücken, als sie gedacht hatten. Ein anschaulicher Unterricht.
Weltmeisterschaft 2006

2006 Fair Play in Mönchengladbach. Die Jugendlichen der Jugendeinrichtung „Die Villa“ hatten sich mit Kinderarbeit im Fußball beschäftigt und nun großen Spaß beim Kicker.

2006 Fußball-WM – die Kerpener Schüler*innen wollten richtig loslegen und verkauften faire Fußbälle. Sie waren so gut, dass sie mit 122 Bäller deutscher „Verkaufsmeister“ von Transfair wurden.

2006 Pressekonferenz: Die Jugendlichen lernten, wie man die Medien anlockt. Die Bürgermeisterinnen von Kerpen wussten nicht, dass sie vor der Presse einen Fußball nähen mussten. CDU und SPD – Stich um Stich. Das kam an.

2007 Die Kerpener Fußball-Verkaufsmeister durften beim Freundschaftspiel Schweiz-Deutschland in der Düsseldorfer Arena. Sie wurden sogar angesagt und waren richtig stolz auf die Ehre.
Kinder ernten unseren Kakao
Aktion FAIRE SCHOKOLADE

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Das Plakat zur Aktion „Faire Schokolade“
Das ist ein tolles Plakat, dass unsere Aktionen zu Kinderarbeit auf Kakaoplantagen begleitet hat. Ja, es ist ein Verbrechen, auch wenn es noch so süß schmeckt.
Design: Eva Zimmermann

2014 Die 5. Klasse der Düsseldorfer Gesamtschule hatten sich mit der Kinderarbeit auf Kakaoplantagen beschäftigt und waren begeistert, als wir mit REWE eine Verkaufsaktion starten konnten. Die Ideen der Jugendlichen begeiterten den Marktleiter und die Kund*innen.
Aktion mit der Hulda-Pankok-Gesamtschule
Dienstag, 21. Januar 2014
Workshop Schmutzige Schokolade
21.01.2014 Düsseldorf – Start der Workshops in der Hulda-Pankok-Gesamtschule Alper Saygili, der als REWE-Auszubildender die Aufgabe hat, eine Nachhaltigkeitsaktion durchzuführen. Gemeinsam mit der Praktikantin Anna Acar von FRIEDENSBAND werden sie über die unfairen Bedingungen der Kinder auf den Kakaoplantagen berichten. Der Lehrer, Gülaziz Kizilay, hatte mit den SchülerInnen schon viel über Kinderarbeit gesprochen. Nun erfuhren sie durch den Film „Schmutzige Schokolade“ von Miki Mistrati und Roberto Romano wie sehr die Schokoladen-Industrie von Kinderhandel und Kinderarbeit profitiert. (Bild aus dem Film)
Donnerstag, 23. Januar 2014
Schmutzige Schokolade Teil 2
23.01.2014 Düsseldorf – In diesem Workshop wurden die Eindrücke des Filmes „Schmutzige Schokolade“ aufgenommen und besprochen. Der Film hat viele Fragen und vor allem den Wunsch hinterlassen, etwas für diese ausgebeuteten Kinder zu tun. Deswegen wurden die ersten Überlegungen angestellt, was getan werden kann und beschlossen, die Aktion von Alper Saygili zu unterstützen.
Dienstag, 4. Februar 2014
Kinderarbeit in der Kakaoindustrie – Aktion mit REWE
04.02.2014 Düsseldorf – In der Hulda-Pankok-Gesamtschule Düsseldorf arbeitet die 5. Klasse intensiv an einer Verkaufsaktion bei REWE. Entstanden war die Idee dazu gleich von zwei Seiten: Der Auszubildende von REWE hatte den Auftrag erhalten, eine Nachhaltigkeitsaktion zu machen und FRIEDENSBAND hat ein von GlücksSpirale gefördertes Projekt zu fairer Schokolade. Daraus entsteht nun nächsten Dienstag eine richtig große Verkaufsaktion in der Filiale Himmelgeister Straße mit viel Unterstützung durch den Leiter der Filiale.
Donnerstag, 6. Februar 2014
06.02.2014 Düsseldorf – In der 5. Klasse der Hulda-Pankok-Gesamtschule waren die Kinder heute Feuer und Flamme. Am Dienstag hatten sich sich für die Fair-Handels-Aktion in der REWE-Filiale Bilk ein T-Shirt gewünscht – heute durften sie es entwickeln. Was ist wichtig, was soll auf das T-Shirt? Außerdem legten sie fest, wer an den Verkaufsstand und wer die Kunden draußen anspricht.

2013 Fotosession mit viel Schokolade. Wir hatten alles, was schön aussieht gekauft, drapiert, fotografiert. War süß und hat Spaß gemacht. Heraus kam eine Broschüre, die binnen kürzester Zeit vergriffen war.
Kinder nähen unsere Kleidung

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2012 Mit einer Klasse der Hulda-Pankok-Schule behandelten wir das Thema sexuelle Gewalt. Im Zusammenhang mit der Gewalt, den die Mädchen in der Textilindustrie erleiden, entstand ein T-Shirt.

2012 Mit einer Siebdruckaktion und den selbstentworfenen T-Shirt-Designs konnten die Kerpener Jugendlichen gegen ausbeuterische Arbeitsbedingungen protestieren.
Die Kerpener Aktion

Die Jugendlichen einigten sich auf den Aufdruck: BE FAIR – BUY FAIR
Projekt-Serie „Die FalleT“

Das Projekt „Die Falle“
Das Leben der Jugendlichen ist voller Fallen. Oft haben sie nicht gelernt, damit umzugehen. Sie sind oft auch die Grundlage für Gewalt und Konflikte. Wenn sie sich mit den Geschichten und Nöten von Menschen die weit entfernt von ihnen leben beschäftigen, lernen sie für ihre eigene Situation und Zukunft zu handeln. Denn es ist leicht für sie, sich für andere einzusetzen und zu wissen, was ihnen gut tut, bei eigenen Problemen fällt das schwer.
Armut – eine Falle?
Es gibt sie, die Falle Armut und viele Jugendliche in unseren Schulen kennen sie sehr persönlich. Meist wird viel wertvolle Energie dafür aufgewendet, sie zu verheimlichen, was die vielleicht notwendige Hilfe erschwert. Jugendliche beschäftigen sich mit der Armut weltweit – und bei uns. Wie können wir das vergleichen und was können wir daraus lernen? Die Jugendlichen recherchieren in ihrer Umgebung und erstellen einen Filmbeitrag, den sie der Politik und den Medien vorstellen. Mehr
Angst – eine Falle?
2010, 2013 und 2014 haben wir dieses Projekt mit unterschiedlichen Formen durchgeführt. Spannend dabei war, wie sehr sich die Jugendlichen nach anfänglichen Distanzierungsversuchen diesem Thema widmeten. Denn auch wenn sie so tun, als würde Angst für sie kein Begriff sein, sie sehnen sich danach, darüber sprechen zu können. Auch hier half ihnen natürlich der weite Weg von den Menschen in Flüchtlingsbooten und Hungergebieten, auf eigene Ängste zu kommen.
Zukunft – eine Falle?
In Nachrichtensendungen suchen Jugendliche nach möglichen Fallen. Wo ist die Zukunft von Menschen in Gefahr, wo sieht die Zukunft rosig aus? Die Angst vor einer falschen Entscheidung ist bei den Jugendlichen groß, andererseits wählen sie oft ohne viel nachzudenken einen riskanten Weg. Bei vielen Jugendlichen mit Migrationshintergrund finden wir das Gefühl der Ausweglosigkeit. Sie glauben, dass sie ohnehin keinen anerkannten Platz in der Gesellschaft finden können und fühlen sich minderwertig. Ein spannendes Projekt, an dessen Ende ein Filmbeitrag entsteht. Mehr
Klima – eine Falle?
Der vom Menschen verursachte Klimawandel ist in vollem Gange und verursacht bei Jugendlichen große Ängste. Auf der einen Seite sind sie meist zu uninformiert, um sich diese Ängste bewusst zu machen – auf der anderen Seite wissen sie so viel, dass die eigene Zukunft dunkel erscheint. Sie suchen im Projekt nach praktischen Möglichkeiten diesem Trend entgegen zu wirken. Durch das Projekt werden sie an zukunftsentscheidenden Fragen beteiligt und können ihre Stimme bei PolitikerInnen einbringen. Der entstehende Filmbeitrag ist sicherlich spannend. Mehr
Zuwanderung – eine Falle
Jugendliche sind in der Diskussion um Zuwanderung hin und hergerissen. Im Projekt sollen sie ihre Position finden und für sich dabei prüfen, wie sie in 20 Jahren leben wollen. Sicher ist, dass wir in einer immer älter werdenden Gesellschaft, Arbeitskräfte aus dem Ausland brauchen. Viele Menschen haben aber Angst vor Überfremdung und davor ausgenutzt zu werden. Die Meinungsumfrage wird sicher spannend und ebenso der entstehende Filmbeitrag, der öffentlich Wirkung erzeugen soll. Mehr
Projekte unter dem Motto: „DIE FALLE“
Armut – eine Falle? Franz-Meyer-Gymnasium
Der Bezug entstand durch einen Politiklehrer, der in der Wartezeit auf die Stelle am Franz-Meyers-Gymnasium bei FRIEDENSBAND ein Praktikum absolvierte und mit uns Bildungsaktionen entwickelte. So war ein Teil der Erarbeitung mit ihm gemeinsam überlegt.
Klima – eine Falle?

2016 Fallen-Projekt: „Klima“ mit drei Klassen geflüchteter Jugendliche. Spannend die Aussagen von den syrischen Flüchtlinge über den Klimawandel in ihrer Heimat.
Die geflüchteten Jugendlichen in drei Integrationsklassen (zwei Hauptschulen) erforschten die Klimaprobleme und die damit verbundenen Fluchtgründe. Diese hatten sie teilweise am eigenen Leibe erfahren. Die Beschäftigung damit machte vielen von ihnen die unmittelbaren Zusammenhänge klar. Gemeinsam mit den jungen Flüchtlingen gingen wir der Frage nach, wie sich Klimakatastrophen auswirken. Viele konnten aus ihrer Heimat berichten, dass den Kriegen Dürren und andere Katastrophen vorausgingen. Trotz der Sprachschwierigkeiten für alle ein wichtiger Lernprozess.
Über weite Strecken war die Kommunikation mit Deutsch nicht möglich, da die Flüchtlinge oft erst ein halbes Jahr in Deutschland waren. So war es ein großes Sprachengewirr und gleichzeitig eine globale Einigung auf das Wesentliche: Klimaprobleme sind in vielen Ländern die Auslöser für Kriege.
Dumont-Lindemann-Hauptschule Düsseldorf
Mit der Dumont-Lindemann-Hauptschule haben wir in den letzten Jahren schon viele Projekte durchgeführt. Wir haben die engagierten Lehrer:innen schätzen gelernt und hatten auch seitens der Schulleitung immer viel Unterstützung. Jetzt durften wir mit den Klassen SE 2 und 3 ein ambitioniertes Projekt durchführen. In den Vorgesprächen mit der Lehrerschaft und der Schulleitung war deutliche Skepsis zu spüren, ob es für die Jugendlichen, die noch in der Ankommensphase waren und nicht viel Deutsch sprachen, möglich ist, sich mit einem so komplexen Thema auseinanderzusetzen.
17.2.2016 – Für die geflüchteten Jugendlichen der Klasse SE 3 in der Dumont Lindemann Hauptschule war das ungewohnt. Sie beschäftigten sich mit den Umweltproblemen, die von Auto und Industrie ausgehen. Welchen Anteil hat das Auto? Das fiel den Jugendlichen schwer: Ausgerechnet das Auto, nach dem sie sich alle sehnen, ist mitschuldig an den Klimaproblemen weltweit. Es war eine spannende Diskussion, auch um die Gesundheitsprobleme. Das schockierte die Jugendlichen, dass Kinder oft Atemwegsprobleme haben und das vor allem alte Menschen früher sterben.
Welche Konsequenzen ziehen wir daraus?
24.2.2016 – Wie kann unsere Zukunft aussehen, wenn wir so weitermachen? Aber wie bei der deutschen Bevölkerung war auch das Bewusstsein bei den zugewanderten Jugendlichen nicht ausgeprägt, am eigenen Verhalten etwas zu ändern. Die Auseinandersetzung mit dem Klimakiller Auto wurde intensiv geführt. Die Kosten für ein Auto wurden unterschätzt und intensiv besprochen.
Wie sieht unsere Welt aus?
25.2.16 – Das fragten sich die Jugendlichen im ersten Workshop und schrieben auf die Meinungswand zum Wort WELT alle positiven und negativen Begriffe, die ihnen einfielen. Die negativen wie Krieg, Korruption, Gewalt, Armut und Hunger strichen sie energisch durch, als wollten sie sagen, dass sie das nie wieder erleben wollten. Die positiven Begriffe wie Schule, Sport, Kunst, Musik, Familie und Beruf dagegen ließen sie auf der anderen Seite der „WELT“ so stehen. Es gab Diskussionen um Themen wie Religion und Politik, die positiv und negativ gesehen werden können.
Wie gehen wir mit unserem Klima um
3.3.16 – Schon beim letzten Mal wurde deutlich, dass dieses Gruppe sehr musikalisch ist. Vier der Jugendlichen – je zwei Jungen und Mädchen – singen, mehrere spielen verschiedene Instrumente. Die fehlende Kommunikation werden wir also über die Musik einfließen lassen. Entstehen soll ein Rap über unser Klima. Dafür müssen sich die Jugendlichen genau damit beschäftigen. Christian Deckert war mit seinen Kameras dabei und nahm den Prozess auf.
Workshops
Klimaveränderung – von Sündern und Geschädigten
Klimageschichten und Voraussetzungen für eigenes Handeln
4.3.2016 – Mit dem Versuch, gemeinsam Geschichten über Klimaflüchtlinge zu entwickeln, scheiterten wir an den mangelnden Deutschkenntnissen der Jugendlichen. So nahmen wir den Faden über die mitgebrachten Symbolbilder auf. Die Jugendlichen legten die Symbole für Haus, Auto, Kind, Familie, Tiere, Schule, Arbeit in ihrer individuellen Reihenfolge aus und sprachen darüber. Erstmals war Filmemacher Christian Deckert dabei und begleitete den Workshop mit seiner Kamera.
Armut – eine Falle?
Armut löst weltweit Kriege und Flüchtlingsströme aus, aber auch bei uns führt Armut zu Konflikten. Es gibt große Ängste vor immer mehr Armutsflüchtlingen, aber auch um eine auseinanderdriftende Gesellschaft. Wie entsteht Armut, wer fördert oder bekämpft sie, welche Interessen spielen eine wichtige Rolle? Spannend wird es, wenn die Jugendlichen selbst recherchieren und ihre Umgebung befragen.
Am Schluss des Projektes stand ein Filmprojekt: Die Jugendlichen erstellten, unterstützt vom Filmemacher Christian Deckert, ein Video.

Die MeinungswändeBeide Klassen arbeiteten intensiv mit der Papierrolle. Dabei zeigte sich, dass die zusammengetragenen Vorstellungen und Fakten während des ganzen Projekte und auch noch am Ende bei der Präsentation präsent waren und die Arbeit beeinflussten.Die Jugendlichen waren mit großem Eifer dabei, die Ursachen und die Auswirkungen von Armut in den Mindmaps sichtbar zu machen. Szenische Bearbeitung des Themas

Sabrina Hosono brachte viele Methoden in das Projekt ein. Großen Spaß machte den Jugendlichen die szenische Darstellung von des Themas Armut.Gefilmt von Christian Deckert vor der Greenwall, entstanden verblüffend echte Situationen. Hier eine Szene, die eine Szene auf der Straße vortäuscht. Weitere Szenen sind im Film enthalten. Beide Klassen zeigten viel Kreativität bei den Rollenspielen. Die Expert:innen

Wir gaben mehreren Expert:innen im Projekt die Möglichkeit, den Jugendlichen Hintergründe von Armut in Mönchengladbach aus erster Hand zu geben.Karl Sasserath vom Arbeitslosenzentrum kannte natürlich die Armut vor Ort aus erster Hand. Das galt auch besonders für Monika Bartsch von der Mönchengladbacher Tafel. Die tägliche Not, so aus der Praxis erklärt, schockierte die Jugendlichen. Die Meinungsumfrage
Armut – eine Falle? Villa, Mönchengladbach

2015 Falle-Projekt: „Armut“ – mit zwei Schulklassen und hier mit der Jugendeinrichtung „Die Villa“ Mönchengladbach
Jugendeinrichtung „Die Villa“
Das Thema Armut ist für viele der Kinder in der Jugendeinrichtung ´“Die Villa“ nichts Fremdes. Der Stadtteil Odenkirchen gehört auf keinem Fall zu den bevorzugten in Mönchengladbach. Hier sind aber Menschen mit viel Herzblut aktiv, den Kindern aus vielen Nationalitäten eine freundliche Bleibe für ein paar Stunden zu bieten – mit warmen Getränken und Essen natürlich.
Seit vielen Jahren gehört FRIEDENSBAND zu den Stammgästen in diesem Haus und wir haben sehr viele Workshops und Aktionen mit den Kindern gemacht. Dieses Mal eben zum Thema Armut. Die Jüngsten – 1.-3.12.2015Die Jüngsten der Jugendeinrichtung „Die Villa“ wussten schon genau, was heute auf dem Plan stand. Und elf 10 bis 12jähringen hatten sich bereits untereinander schlau gemacht. So war die Fantasie bereits bei den Armen in aller Welt. Sie beschrieben Armut in der Türkei, in Marokko und den USA und überlegten, wo sie wohl herkommt, die Armut.Im zweiten Teil des ersten Workshops wurde es spannend. Wir legten eine Papierbahn aus und stellten den Traum in den Raum, sie, die Kinder aus Odenthal, hätten auf der Straße eine Brieftasche gefunden, eine mit richtig viel Geld drin. Nun sollten sie überlegen, was sie mit der Brieftasche tun würden. Das große Transparent füllte sich schnell mit den schönsten Dingen rund um eine prall gefüllte Geldbörse. Dann überlegten sie, was davon wirklich wichtig ist.Zum Schluss war der erste Teil des Filmes „Lost and found – die verlorene Brieftasche“ eine spannender Endpunkt. Die zweite Hälfte sahen die gespannten Kinder dann am zweiten Tag. Das war der Ausgangspunkt für Überlegungen, in Rollenspielen Armut darzustellen. Mit den drei Gruppen konnte dann während des Spiels immer wieder über Armut und welche Möglichkeiten es gibt, ihr zu entrinnen, gesprochen werden.Auch der dritte Tag stand im Zeichen der Darstellung von Szenen, die in der nächsten Woche von Filmemacher Christian Deckert aufgenommen werden sollten. Die Kleinen konnten es gar nicht fassen, dass ein echter Filmemacher mit ihnen drehen wollte. Die Älteren – 8.-10.12.2015Die älteren Kinder, eine Gruppe von zehn 12-14jährigen konnten sich schon intensiver mit der Tagespolitik beschäftigen. Spannend waren die Gespräche rund um die Kriege und Bürgerkriege und die Ursachen. Eindeutige Aussagen gegen jede Form von religiöser Gewalt kamen wie selbstverständlich von den Jugendlichen. Das ist in der Islamistenhochburg Mönchengladbach keine Selbstverständlichkeit. Da merkt man die Arbeit von Hayat Mia, dem Streetworker von Mönchengladbach-Odenkirchen und dem „Villa“-Team.Die Gespräche gingen sehr tief auch in den persönlichen Umgang der Kinder mit Gewalt und Überlegungen, wie Konflikte friedlich gelöst werden können. Auch sie sahen nun den Film „Lost and found – Die verlorene Brieftasche“. Der Film entsteht – 10.12.2015So hatten sich die Kinder in der Jugendeinrichtung das nicht vorgestellt. Da kam tatsächlich ein Filmemacher aus Düsseldorf, um mit ihnen einen Film aufzunehmen. Da klappte sehr gut und es zeigte sich ungeahnte Talente in den Kindern, die gar nicht mehr aufhören wollten mit ihren Szenen. Das wird sicher ein interessanter Film, den wir nun möglichst schnell den Politiker:innen zeigen wollten.
Video von Christian Deckert in der Jugendeinrichtung „Die Villa“ auf YouTube

Armut – eine Falle? Franz-Meyer-Gymnasium – Klasse 7a

2015 Falle-Projekt „Zuwanderung“ mit geflüchteten Jugendlichen in drei Schulen. Die gerade Angekommenen befragten auf der Straße die Passanten, was sie über Flüchtlinge denken.
Franz-Meyers-Gymnasium Mönchengladbach – Klasse 7a
Vom 23.10. bis zum 30.11.2015 konnten wir in der Klasse 7a drei 2-stündige Workshops durchführen
30.10.2015Thema der Stunde: Wie entsteht Armut? Was hält sie aufrecht? Was hat das für Folgen? Zunächst prüften wir, wie Kinder für sich selbst aktiv werden können und welche Chancen sie haben, Veränderung anzustoßen. Danach wählten die Arbeitsgruppen der vorherigen Stunde folgende Themen:Wohnungslosigkeit in Deutschlandemotionale Armut in Deutschland(Kinder)armut in AfrikaArmut in AsienArmut globalArmut in der TürkeiAnschließend starteten wir in eine Fishbowl Diskussion, in der wir uns fragten, wie Armut entsteht, wieso Menschen arm bleiben und was dies für Auswirkungen hat. Bei der Fishbowl-Methode (auch Innen-/Außenkreis-Methode) diskutiert eine kleine Gruppe von TeilnehmerInnen im Innenkreis (im „Goldfisch-Glas“) das Thema, während die übrigen Teilnehmer*innen in einem Außenkreis die Diskussion beobachten. Die TeilnehmerInnen im Außenkreis können, wenn sie sich in die Diskussion einbringen wollen, ein Mitglied des Innenkreises „abklopfen“. Dieses darf dann noch seinen Satz fertig sprechen und macht dann seinen Platz für den Teilnehmer aus dem Außenkreis frei. Wir beschäftigten uns innerhalb der Diskussion mit den verschiedenen Armutsformen, Armutsursachen wie Jobverlust, Schicksalsschläge, Sucht oder Traumata. Außerdem fragten wir uns, ob Menschen, die sich in Armut befinden, selbst die Verantwortlichkeit für ihre Situation tragen, und ihnen teilweise eine Schuldfähigkeit zugesprochen werden kann. Die SchülerInnen erkannten den Teufelskreis, welcher sich in Armutslagen, vor allem in Kombination mit Suchtproblematiken, bilden kann.
29.10.2015Das Thema der heutigen Stunde war „Armut in Deutschland -Armut weltweit“. Zwei Schüler erzählten über erlebte Situationen von ihrem Urlaub in Guatemala und Griechenland. Letzteres führte zu einer Diskussion über die aktuelle Griechenland-Finanzpolitik der EU. In Kleingruppen trugen die SchülerInnen anschließend ihr Wissen über Armutslagen in verschiedenen Regionen der Erde zusammen. Die Gruppen beschäftigen sich mit Deutschland, Türkei, Asien und Afrika. Eine Gruppe erarbeitete einen globalen Überblick.
23.10.2015Auf einer Meinungswand brachten die Jugendlichen zu Papier, was ihnen zum Thema Armut einfiel. Dabei konnten sie die Standorte so häufig wechseln, wie sie wollten und an allen Diskussionen teilnehmen. Durch eine stille Diskussion können sich schriftliche Diskussionen unter den Teilnehmenden entwickeln, die sich auf die (anonymen) Aussagen anderer Schüler-/innen beziehen und sie ihrerseits kommentieren. Die Verschriftlichung verleiht der Diskussion vor allem für jüngere SchülerInnen eine größere Ernsthaftigkeit und führt dazu, dass Kinder miteinander diskutieren, die sonst wenig miteinander zu tun haben (da ja niemand weiß, von wem der vorherige Beitrag stammt). Als zentrales Thema entstand daraus für die Jugendlichen „Wohnungslosigkeit“

Ein wichtiges Element in unseren Projekten ist die Meinungsumfrage. Die Jugendlichen sollen sich selbst einen Eindruck erarbeiten, wie die Menschen auf der Straße denken. Dabei begegnen ihnen, die inzwischen im Projekt durch viele Informationen sensibilisiert sind, oft ihre alten Sichtweisen, die sie längst abgelegt haben.Es verstärkte sich dadurch automatisch das erworbene Wissen und die Befragung förderte die Persönlichkeit und schafft Selbstsicherheit. Afrika-Korrespondent Mirco Keilberth informiert

Im Franz-Meyers-Gymnasium Mönchengladbach warteten 230 Schülerinnen und Schüler gespannt auf ein besonderes Ereignis. Gerade mal eine Woche nach den Anschlägen von Paris kommt der Afrika-Korrespondent Mirco Keilberth, um die Hintergründe von Armut und Flucht zu erklären. Er arbeitet für Spiegel, Deutschlandfunk und taz und berichtet vor allem über Tunesien und Libyen.In beiden Ländern wohnt Mirco Keilberth auch vorwiegend, wenn er nicht in seiner Heimatstadt Hamburg ist. Die Bilder, die er per Beamer vorführt, sind eindrucksvoll. Die Geschichten, die er erzählt sind packend. Die Jugendlichen sind fasziniert und verstehen viele Zusammenhänge. Begeistert auch der Schulleiter.

Zum Schluss fasst Günter Haverkamp zusammen: „Wir haben jetzt viel gelernt und wissen Vieles besser. Aber FRIEDENSBAND macht nichts, ohne dass am Ende eine Aktion steht!“ Die wird nun mit den beiden Klassen 7a und 7b vorbereitet und vielleicht als Gesamtaktion der Schule an die Politik gehen: Wir müssen aktiv werden gegen die Armut, damit weniger Menschen ihre Heimat verlassen müssen.
Abschluss mit Staatssekretär
Am 8.12.2015 war es so weit. Beide Klassen, die 7a und die 7b, zeigten im Pädagogischen Zentrum des Franz-Meyers-Gymnasiums, was sie in den letzten Wochen gelernt hatten. Dr. Günther Krings, Parlamentarischer Staatssekretär beim Bundesminister des Innern war sehr beeindruckt, auch von den konkreten Fragen der Jugendlichen. Aber zunächst war es der Film, den Christian Deckert während des gesamten Prozesses gedreht hatte. Sehr informativ gibt er Auskunft über viele Aspekte von Armut in Mönchengladbach und weltweit.
Video von Christian der Klassen 7a und 7b des Franz-Meyers-Gymnasium auf YouTube

Armut – eine Falle? Franhz-Meyer Gymnasium – Klasse 7b

2015 Falle-Projekt „Armut“ im Franz-Meyer-Gymnasium Mönchengladbach. Beteiligt waren die Klassen 7a und 7b
Franz-Meyers-Gymnasium Mönchengladbach – Klasse 7b
Vom 23.10. bis zum 25.11.2015 konnten wir in der Klasse 7b fünf 2-stündige Workshops durchführen.
25.11.2015 – Zu Beginn stand beim heutigen Workshop die Reflexion der Veranstaltung mit Mirco Keilberth über die Fluchtursachen von Jugendlichen. Da hatte die Jugendlichen sehr beeindruckt. Danach ging sie daran, die Umfrage vorzubereiten. Dazu hat sich die 7b einige Fragen ausgedacht. Diese Stunde war schon eine besondere, weil die Klasse 9c aus eigenem Wunsch daran teilnahm. Auch sie hatten ja an der Veranstaltung mit Mirco Keilberth teilgenommen und beteiligten sich nun intensiv an der Diskussion. Bei allen Fragen gab es heftigen Grund zu diskutieren. „Warum geben wir eher Geld für billige/schlechtere Qualität aus?“ – „Würden Sie faire Produkte kaufen und dafür mehr Geld zahlen?“ – „Sehen Sie einen Zusammenhang zwischen Armut und Flucht?“ – „Werden die Reichen immer reicher und die Armen immer ärnmer?“ Schließlich wurde der Ablauf der Interviews und unser Aufnahmegerät, die Flipkamera, besprochen. (Günter Haverkamp)
11.11.2015 – Die Klasse 7b hat einen Brief bekommen. Eine Mutter arbeitet bei C&A. Das war eine gute Einleitung. Der Inhalt des Briefes wurde intensiv besprochen. Natürlich wird der Brief beantwortet, aber dafür brauchen die Jugendlichen die weiteren Inhalte dieses Projektes. Also haben wir inhaltlich mit der Frage weitergearbeitet, was Armut mit den Kinderrechten zu tun hat. Die Kinderrechte, die von Armut berührt werden, wurden von den Jugendlichen zusammengetragen. Schließlich präsentierten die Arbeitsgruppen ihre Plakate um den Vortrag zu üben.
4.11.2015 – Der Einstieg war für die Jugendlichen verblüffend: „Wie riecht Armut?“ Langsam tasteten sich die SchülerInnen an die Vorstellung heran und waren dann ganz dabei. Ein Mädchen mit irakischem Hintergrund erzählte, dass sie es dort erlebt habe, ein anderes Mädchen in der Dominikanischen Republik und wieder andere in ihrem Umfeld. Wir stiegen tief ein in das Armutfühlen um dann darüber zu sprechen, wie man rauskommt. Zunächst fiel den Jugendlichen nur ein, was die Armen selbst machen können und das war nicht immer realistisch. Einfach Arbeit suchen ist ja gut gesagt. Dann überlegten sie, was andere tun können. Und schließlich wurde es spannend, als wir bei uns waren und unserem Kaufverhalten.
30.10.2015 – In festen Arbeitsgruppen behandeln die Jugendlichen in den kommenden Stunden selbstgewählte Themen: Flüchtlingssituation in Deutschland, Obdachlosigkeit in Deutschland, Armut in Indien, Kinderarbeit auf dem afrikanischen Kontinent, Waisenkinder, Armut in Mexiko. In einer Fishbowl Diskussion erarbeiteten wir Antworten und Ideen der SchülerInnen zu den Fragen: „Wie entsteht Armut?“ „Was hält sie aufrecht?“ Was hat das für Folgen?“ „Hat Armut nur mit Geld zu tun?“ „Sind arme Menschen ’selber Schuld‘?“ Die SchülerInnen diskutierten verschiedene Ideen zu Ursachen von Armut und stellten fest, dass es für Menschen immer schwieriger wird, sich aus Armutslebenslagen zu befreien, je länger diese andauern. Kinder hätten es schwer, wenn bereits die Eltern arm wären, da sie so weniger Chancen auf ausreichend Bildung und Förderung hätten.
23.10.2015 – Auf einer Meinungswand brachten die Jugendlichen zu Papier, was ihnen zum Thema Armut einfiel. Dabei konnten sie die Standorte so häufig wechseln, wie sie wollten und an allen Diskussionen teilnehmen. Durch eine stille Diskussion können sich schriftliche Diskussionen unter den Teilnehmenden entwickeln, die sich auf die (anonymen) Aussagen anderer Schüler-/innen beziehen und sie ihrerseits kommentieren. Die Verschriftlichung verleiht der Diskussion vor allem für jüngere SchülerInnen eine größere Ernsthaftigkeit und führt dazu, dass Kinder miteinander diskutieren, die sonst wenig miteinander zu tun haben (da ja niemand weiß, von wem der vorherige Beitrag stammt). Als zentrales Thema entstand daraus für die Jugendlichen „Flucht“. In einer Abschlussrunde fassten wir die gesammelten Meinungen zusammen und klärten offene oder kontroverse Fragen. (Sabrina Hosono)
Zukunft – eine Falle?

2014 Projekt „Zukunft – eine Falle?“. Die Kinder des Jugendclubs VILLA in Mönchengladbach präsentierten ihre Ideen und Forderungen der Bezirksbürgermeisterin.
Projekt Die Falle „Zukunft“
In spannenden Workshops erarbeiten wir mit geflüchteten Jugendlichen neue Zugänge, um die Sprachlosigkeit zu überwinden und Orientierung anzubieten.
Für die Jugendlichen ergibt sich aus der Auseinandersetzung mit den Fallen in ihrer Zukunft die Chance, sie bewusst wahrnehmen zu können. Eine Beteiligung an der Ausgestaltung des Projektes soll den Aufmerksamkeitswert und die Akzeptanz erhöhen und entsprechende Kompetenzen fördern.
Das gilt ganz besonders für geflüchtete Kinder. In der Dumont-Lindemann-Hauptschule und in der Gemeinschaftshauptschule Bernburger Straße in Düsseldorf führen wir das Projekt mit insgesamt drei Klassen durch.
Wir haben in der Vorbereitung sicherlich die doppelte Zeit gebraucht für jeden Workshop, weil die Herausforderung, mit geflüchteten Jugendlichen zu haben, groß ist. Es ist einerseits der Umgang mit den Kulturen, die immer wieder berührt werden und dann natürlich ist es die Frage, wie können wir es Jugendlichen erklären, die des Deutschen nicht oder noch nicht mächtig sind.
Wir haben den Vorteil, dass wir schon seit vielen Jahren mit sehr einfachen Mitteln arbeiten. Die Meinungswand ist ein wichtiges Element in unseren Workshops. Sie erlaubt großflächig zu schreiben oder, wenn das nicht gelingt, zu malen.
| Dumont-Lindemann-Hauptschule Düsseldorf |
| Die Klasse SE 1 besteht aus Jugendlichen, die überwiegend bereits länger als 6 Monate in Deutschland sind. Die Deutschkenntnis waren noch nicht ausgeprägt, aber die Jugendlichen halfen sich untereinander |
| Wer ist für unsere Zukunft verantwortlich?22.1.16 – Wir organisierten einen Termin im Rathaus Düsseldorf. Die Jugendlichen der SE-Klasse 1 der Dumont-Lindemann-Hauptschule interessiert, wie Politik gemacht wird in ihrer neuen Heimatstadt. Dazu hat sich Bürgermeister Günter Karen-Jungen viel Zeit genommen. Zwischendurch kommt auch Oberbürgermeister Thomas Geisel dazu und interessiert sich für die Meinung der Jugendlichen. Die sind natürlich tief beeindruckt, nehmen aber vor allem auch mit, dass hier Politik nicht gefährlich und sehr bürgernah abläuft. Eine guter Einstieg in das Thema Zukunft.Flucht in die Zukunft19.2.16 – Die SE 1 beschäftigte sich intensiv mit der Frage, wie die Zukunft der Welt aussieht. Sie haben es geschafft, einen Ort zu erreichen, an dem sie sicher sind, keinen Hunger haben und zur Schule gehen können. Besorgt machte sie, dass nicht nur durch Kriege Menschen fliehen müssen. Auch die vom Menschen verursachten Klimaprobleme zwischen Menschen zunehmend, ihr Land zu verlassen. Was man dagegen tun kann, war ein wichtiges Thema in dieser Stunde. |

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Das Projekt wurde zu 70 Prozent durch das Landesjugendamt Rheinland gefördert. 30 Prozent wurde durch Spenden aufgebracht

2016 Fallen-Projekt: „Zukunft“ mit drei Klassen geflüchteter Jugendliche. Sie forschten danach, was sie zurück lassen mussten und was vor ihnen liegt.

2016 Aktivgruppe „Zukunft“ hatte sich spontan aus dem Fallen-Projekt gegründet und wollten sich um Flüchtlinge kümmern, die neu angekommen sind.
Aktionsgruppe „Zukunft“
Die jungen Flüchtlinge der SE-Klasse hatten im Projekt den Wunsch geäußert, denen zu helfen, die jetzt ganz neu angekommen waren. Es gab tolle Begegnungen und Hilfe auf gleicher Augenhöhe.
Eure Zukunft ist unsere Zukunft!
Im Projekt „Zuwanderung – willkommen?“ hatte sich die SE-KLasse der Dumont-Lindemann-Schule in Düsseldorf intensiv mit dem Thema Flucht und Vertreibung beschäftigt. Die meisten von ihnen waren vor Kriegen und Konflikten in Syrien und dem Irak geflohen. Sie waren also Expert:innen. Unser Angebot am Ende des Projektes, zugewanderten Gleichaltrigen zu helfen, die noch in einer Flüchtlingsunterkunft leben, fanden die Jugendlichen spannend.
Leider kam dieses Angebot in mehrerer Hinsicht zu früh, so dass sich die zunächst mit viel Enthusiasmus getroffene Zustimmung abflachte und zum Schluss ins Leere lief. Immerhin hatten die Jugendlichen nach vielen Hürden doch noch den Besuch in der Flüchtlingsunterkunft durchführen können und ein paar Versuche gelangen dann doch noch.
23.10.2015 – Die Aktivgruppe trifft sich zum ersten Mal. Es war eine spannende Situation für Günter Haverkamp. Was wollen die Zuwandererkinder aus Ländern wie Syrien, Irak, Armenien, Spanien und Mazedonien in Angriff nehmen? Aus verschiedenen Vorschlägen schälte sich die Überlegung heraus, sich für Flüchtlingskinder einzusetzen. Da kommt natürlich sofort die Frage, ob Jugendliche, die gerade erst ein halbes Jahr in Deutschland sind, sich für andere einsetzen können, die gerade ankommen? Sie alle haben erlebt, wie es ist, in eine fremdes Land zu kommen, teilweise nach ungeheuren Strapazen einer Flucht. Alle stimmten dafür, nächste Woche die Flüchtlingsunterkunft Moskauer Straße zu besuchen, die gerade fertig geworden ist.
30.10.2015 – Leider musste Günter Haverkamp der Aktivgruppe erklären, dass ein Besuch bei der Flüchtlingsunterkunft Moskauer Straße nicht klappt, weil sie noch nicht bezogen ist. Alle verstanden, dass die Menschen erst einmal Ruhe brauchen, um anzukommen. Daher machten wir eine erste Trainingsstunde „Konflikte lösen“. Welche Konflikte kennen die Jugendliche der Aktivgruppe? Es wurde schnell praktisch. Das „Ausländer raus!“ haben mehrere bereits erlebt. Wie geht man damit um? Die Mädchen kannten eher den Weg des Sich-weg-duckens. Damit beschäftigten wir uns intensiv. Wie könnte das anders aussehen? Daran wollen wir in der nächsten Stunde weiterarbeiten.
06.11.2015 – Und wieder klappte es nicht, die Flüchtlingsunterkunft Moskauer Straße zu besuchen, weil die Menschen erst in den letzten zwei Tagen eingezogen sind. Aber dafür hat sich die Leiterin der Flüchtlingsunterkunft Zeit genommen und ist heute zum Treffen mit der Aktivgruppe gekommen. Jetzt erfuhren die Jugendlichen Einzelheiten über die Menschen, wie viele Jugendliche dabei sind und welche Nationalitäten dabei sind. Gemeinsam machten wir uns noch einmal intensiver Gedanken darüber, was die Aktivgruppe in der Moskauer Straße machen kann und welche weiteren Formen gäbe, es aktiv für Flüchtlinge zu werden.
26.02.2016 – Mit der SE 1 die Flüchtlingsunterkunft Moskauer Straße zu besuchen, war spannend. Der Besuch war mit den Betreuerinnen der Flüchtlinge in der Unterkunft gut vorbereitet. Es war für die Jugendlichen der Klasse, die selbst in verschiedenen Unterkünften lebten, ein Seitenwechsel, plötzlich als Besucher:innen zu kommen und Hilfe anzubieten. Über den Satz “Eure Zukunft ist unsere Zukunft” haben die Jugendlichen viel nachgedacht und begriffen, dass sie Hilfe brauchen und mithelfen können, weil vielleicht noch mehr Flüchtlinge nach Deutschland kommen. Da sind die jungen Flüchtlinge als Expertinnen hoch willkommen. Mädchen nehmen Mädchen mit zum Treff, Jungs, die schon in Sport- oder Jugendclubs sind, versuchen andere Jugendliche unterzubringen. Und das gemeinsame Fußballspielen wird hoffentlich auch gelingen – oder gibt es da Hürden?
04.03.2016 – Ein langsamer, spannender Prozess. Anderen helfen ist in den Herkunftsländern der Jugendlichen in der hier gelebten Form nicht so bekannt. Es entsteht eine Freude daran, etwas für andere zu tun. Von Seiten des Grünflächenamtes haben wir grünes Licht bekommen und können auf dem Rasen vor der Flüchtlingsunterkunft Moskauer Straße Fußball spielen. Acht Jungs sind dabei und bringen auch noch andere mit. Möglich ist das Fußballspielen auch auf dafür vorgesehene Plätze. Der Mädchentreff wird wohl auch Zulauf bekommen. Tischtennis kann auf dem Programm stehen. Abschließend kann gesagt werden: Ja, da waren doch Hürden. Die eigene ungeklärte Situation und die Fluchterlebnisse waren noch nicht genug bearbeitet, so dass eine längerfristige Energie für Andere noch nicht möglich war. Aber einzelne kleine Ansätze waren doch vorhanden und machten die Jugendlichen stolz.
Fair wählen
Das Faire Wahlcafé

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Wir hatten uns so intensiv mit dem Fairen Handel beschäftigt, dass wir zur Bundestagswahl 2005 Politik und faires Handeln zusammenbringen wollten. Das ist im Konzept Faires Wahlcafé.

Aktion Faires Wahlcafé
Jugendliche gestalten einen politischen Dialog und verführen Erwachsene zum Wählen
… mit fair gehandelten Kaffee und selbst gebackenem Kuchen…
… Tipps und Wünsche an die Wählenden inbegriffen.

Projekt „Faires Wahlcafé“ 2017
Faires Wahlcafé 2017 – Leitfaden und Arbeitsblätter

Konzept für Faire Landtags-Wahlen in NRW
Arbeitsblatt 1 – Politische Freiheit
Arbeitsblatt 2 – Wählen oder nicht
Arbeitsblatt 2a – Fake News Irrenhaus
Arbeitsblatt 3a – Wahlfreiheit Nikotinkinder
Arbeitsblatt 3b – Wahlfreiheit Steinbruch
Arbeitsblatt 3c – Wahlfreiheit Sklaverei
Arbeitsblatt 4 – Gefährliche Wahlen

Projekt „Faires Wahlcafé“ 2013
Bundestagswahl
Faires Wahlcafé 2013
Reges Treiben in den Wahlcafés. In Essen ist das schon Tradition. Bürger*innen verabreden sich zum Kaffee und gehen dann wählen. Die Jugendlichen nutzen es, um ihre Wünsche loszuwerden.
Freitag, 30. August 2013 – Dass Schulen sich dafür interessieren, das Faire Wahlcafé zu machen, kennen wir aus den Projekten, die wir seit 2005 durchführen. Diesmal haben wir aber erstmals Kirchengemeinden angesprochen – mit Erfolg. Wir finden es spannend, dass Jugendliche beim Gottesdienst am 22. September zum Wählen aufrufen und in ihre Wahlcafé einladen!
28.5.2013 – Heute erhielten wir vom Landesjugendamt den Bescheid, dass unser Antrag „Faires Wahlcafé“ genehmigt wurde. Ab sofort können sich Einrichtungen und Jugendliche bei uns melden, wenn sie diese spannende Aktion durchführen wollen. Seit 2005 haben wir bei mehreren Bundes- und Landtagswahlen den Jugendlichen die Möglichkeit geboten, die Erwachsenen zum Wählen zu bringen. Das haben sie dann auch fleißig getan – wir hoffen mit gutem Erfolg. Zur Bundestagswahl bieten wir zahlreiche Informationen und Tipps, wie das Thema Wählen genutzt werden kann, politisch interessiert zu werden. Das richtet sich zunächst einmal an die Jugendlichen, die sich mit den Wahlen dieses Jahres beschäftigen, in denen das Wählen gefährlich war oder ist. Sie finden heraus, warum die Erwachsenen wählen müssen wenn es um ihre Zukunft, die der Nochnichtwähler, geht. Mit Flyern, Plakaten und Demonstratioenn und schließlich dem Wahlcafé locken sie in ihrem Wahlbezirk die Erwachsenen zur Urne, was sie mit einer Tasse fairem Kaffee belohnen.
Düsseldorf – Anne-Frank-Realschule
Essen – Gesamtschule Essen-Borbeck
22.9.2013 Essen – Lange, bevor wir die Gesamtschule Essen-Borbeck sehen
wir schon die Plakate „Stimme verloren? Jugendliche helfen suchen“ mit dem Hinweis auf das Wahlcafé. Vor dem Schultor debattieren WählerInnen, ob sie erst einen Kaffee trinken oder erst wählen gehen. Eine heitere Stimmung liegt in der Antwort „Erst die Pflicht, dann die Kür!“
Diese Stimmung finden wir auch im Schülercafé. Das ist das Herz des Wahlcafés und dort ist reger Betrieb. In der Miniküche arbeiten Jugendliche intensiv daran, die vielen Wünsche der in langer Schlange stehenden WählerInnen zu erfüllen. „Welcher Kuchen darf es denn sein?“ – „Möchten Sie gern eine Waffel? Mit Sahne oder mit Puderzucker?“ Die Auswahl ist beachtlich. Und natürlich ein Kaffee dazu. Wer möchte bekommt auch Tee.
Lehrer Reiner Gerrads machte gerade noch Werbung für das Wahlcafé auf der Straße und sitzt jetzt entspannt bei einem Kaffee und stellt fest: „In diesem Stadtteil haben wir eine sinkende Wahlbeteiligung und da ist es echt wichtig, dass wir ein Zeichen setzen, dass die Leute mitkriegen, dass es nicht egal ist, ob man wählen geht oder nicht.“ Das jetzt die Jugendlichen die Vorbilder sind für die Erwachsenen, weil sie zum Wählen auffordern und diese positive Stimmung erzeugten, sei besonders wichtig.
Das findet auch Sven: „Ich finde, dass das Wahlcafé eine gute Idee ist. Die Wähler denken: ‚Ach ich gehe mal wählen und trinke mir noch einen Kaffee dabei! Da macht das Wählen doch gleich viel mehr Spaß.‘“ Und das würde ihnen auch von den Leuten genauso gesagt. Sina pflichtet bei: „Die haben sich echt gefreut, dass sie hier mehr Zeit verbringen konnten. Das war nicht dieses Übliche „mal eben Kreuzchen machen“ und sofort weg!“
Es sind richtige Familien- und Nachbarschaftsrunden, die da auf dem Schulhof entstehen. Aber bei Reiner Gerrads kommt auch der Politikschullehrer durch: „Also ich unterstütze die Aktion aus mehreren Gründen: Einmal weil ich glaube, dass die Schüler hier sehen, dass sie demokratisch tätig werden, dass sie etwas verändern können, dass sie etwas bewirken können, dass sie mit einer Botschaft nach draußen treten können und Leute ansprechen können, dass finde ich ganz toll. Sie haben das Gefühl, sich für Demokratie einzusetzen.“Und noch ein Aspekt ist ihm wichtig: „Aber auch für unsere Schule ist das eine ganz wichtige Außenwirkung – sich hier am Wahltag zu präsentieren und dass bei uns die Demokratie lebendig gelebt wird.“ Deswegen: Bei der Europawahl im Mai nächsten Jahres ist er mit seiner Schule wieder dabei!
Alle haben sich darüber gefreut, dass es fair gehandelten Kaffee – gespendet von GEPA gab.
21.9.2013 Düsseldorf – In der Anne-Frank-Realschule in Düsseldorf hat die Klasse 9 die Initiative für das Wahlcafé übernommen. „Manche Erwachsene, die nicht wählen gehen… also ich will mal sagen, die sind faul. Die sagen ‚Warum soll ich wählen gehen!‘ Denen will ich sagen: ‚Ja warum nicht. Es ist Sonntag, du kannst doch nichts verlieren! Geh doch hin!‘ Das war‘s eigentlich.“ Eindeutiger als Julian kann man es eigentlich nicht auf den Punkt bringen. Er hat aber auch festgestellt, dass manche Erwachsene Schwierigkeiten haben, den richtigen Raum zu finden. Da solle mehr für getan werden, dass die Wahllokale besser ausgeschildert sind.
Harold findet „Wenn jemand, der für die Umwelt stimmen würde, zu Hause herumsitzt und keine Lust hat aufzustehen – das finde ich einfach blöd. Es sind doch nur ein paar Minuten bis zum nächsten Wahllokal und dann nur zwei, drei Minuten, um den Wahlzettel abzugeben. Dann kann man immer noch tun, was man will.“
Beide haben übrigens auch eine eigene Meinung, die ihnen, wenn sie jetzt schon wählen dürften, eine Entscheidung für eine Partei erleichtern würde: Julian findet, es müsste gerechter zugehen und ist daher für die Reichensteuer und Harold meint, man sollte viel mehr für unsere Umwelt tun!
Die Lehrerin Andrea Meissner ist von dem Engagement ihrer SchülerInnen begeistert. Immerhin schlagen die sich den Sonntag um die Ohren, um die Erwachsenen zum Wählen zu locken. Und sie hat viele positive Rückmeldungen von den WählerInnen bekommen. Das sei eine gute Idee und bringe sicherlich so manchen Erwachsenen zur Wahlurne.
Leverkusen – Lise-Meitner-Gymnasium
September 2013 Leverkusen – Im Lise-Meitner-Gymnasium in Leverkusen beteiligte sich die Klasse 7 am Projekt FAIRES WAHLCAFÉ. Die 12jährigen beschäftigten sich fächerübergreifend mit Aspekten des Wählens und machten eine Meinungsumfrage in der Stadt.
Viel Aufsehen konnten die Schülerinnen und Schüler mit ihrem im wahrsten Sinne handgefertigten Flyer erreichen. Der wurde ganz sicher gelesen und hat viele Erwachsenen angesprochen. Außerdem hatten die Jugendlichen sehr viel Spaß bei der Erstellung.
Ein besonderes Ergebnis brachten Lea, Celina und Albburona von ihrer Meinungsumfrage mit. In den Luminaden, dem großen Einkaufszentrum Leverkusens, fragten sie einen Herrn ob er wählen geht. Er entpuppte sich als Bundestagspräsident Norbert Lammert, immerhin nach dem Bundespräsidenten der zweithöchste Staatsvertreter Deutschlands. In amüsant-feiner Weiser erklärte er den Schülerinnen seine Arbeit. Als Erinnerung gab es eine Autogrammkarte von Norbert Lammert. Die Journalisten hatten ihre Freude an der Szene und so landeten die drei im Artikel der Rheinischen Post (12.9.13).
Das Wahlcafé konnten die SchülerInnen leider nicht organisieren, weil dies aus schultechnischen Gründen nicht möglich war.

Projekt „Café Europa“
Deutsch-französisches Schulprojekt mit Wettbewerb zum Thema europäische Zusammenarbeit.
Sonntag, 25. Mai 2014 Wahlsonntag
Sonntag, 25. Mai 2014 Wahlsonntag. Diese Europawahl hat viele Jugendlichen nicht kalt gelassen. Sie haben sich im Ideenwettbewerb Gedanken gemacht über die nicht wählenden Erwachsenen, über ein unattraktives Europa und haben nach Lösungen gesucht. Spannend wird es sein, wenn in einer Expertenrunde im Landtag von Nprdrhein-Westfalen die Ideen der Kaarster und Kerpener RealschülerInnen geprüft werden. Können sie etwas bewergen? Danke an alle die mitgemacht haben.
In Essen hat die Gesamtschule Borbeck wieder zum Wahlcafé eingeladen. Wieder, weil diese Schule seit 2005 die Wahlprojekte mitgemacht hat. Vor der Schule trafen sich die Menschen der Umgebung – gingen erst wählen, dann Kuchen essen – mit einer Tasse fair gehandelten Kaffee. Die Schüler waren begeistert, der Politiklehrer mindestens ebenso. Das schafft bei den Jugendlichen ein anderes Politikverständnis. Die werden mal wählen gehen.
Insgesamt positiv sehen auch wir dieses Projekt. Mit dem Ideenwettbewerb konnten wir eventuell ein Zukunftsprojekt anstoßen: Politik in der Schule. Das könnte spannend werden. Vor der Wahl hatte es ein Treffen der SchülerInnen mit den Landtagsabgeordneten gegeben. Das wird nun fortgesetzt und am 3.7. werden wir sehen, ob aus der Idee der Jugendlichen wiederum ein Pilotprojekt werden könnte. Spannend ist es in jedem Fall und zur nächsten Wahl werden wir wieder zum Wahlcafé aufrufen.
Das Plakat zur Europawahl

Das Plakat zur Europawahl 2014
Es war etwas besonderes deutsch-französisches Projekt mit vielen wunderschönen Momenten.
Design: Eva Zimmermann
Das Wahlcafé zur Europawahl kann starten
Dienstag, 18. Februar 2014 Düsseldorf – Das deutsch-französische Schulprojekt CAFÉ EUROPA kann starten. Angelehnt an das erfolgreiche Projekt das FAIRE WAHLCAFÉ zur Bundestagswahl rufen wir die Schulen in NRW mit französischen Partnerschulen zum Mitmachen auf. Gefördert wird das Projekt durch die Ministerin für Bundesangelegenheiten, Europa und Medien des Landes Nordrhein-Westfalen. In den nächsten Tagen wird die Webseite www.vote14.eu online sein. Das Plakat hat Eva Zimmermann gestaltet.
Aktion FAIRES WAHLCAFÉ

Projekt „Faires Wahlcafé
Landtagswahl NRW
Bundestagswahl
2014 Europawahl – deutsch-französisches Schulprojekt mit Wettbewerb zum Thema europäische Zusammenarbeit.
09.09.2013 – Eva Zimmermann hat ein interessantes Plakat für das Projekt FAIRES WAHLCAFÉ gestaltet. Das Smiley auf etwas unruhigem Untergrund hat den Mund verklebt. Mit der Frage „Stimme verloren?“ wird etwas ironisch den Erwachsenen gezeigt, dass sie eine Stimme haben und nicht nutzen. Ähnlich könnte gesehen werden, wenn Menschen die Möglichkeit haben, laut zu werden gegen ein Unrecht, sie aber verzagt in der Ecke sitzen und nichts tun. Die Jugendlichen im Projekt FAIRES WAHLCAFÉ jeden wollen den Erwachsenen helfen, ihre Stimme wiederzufinden. Und alle, die ihre Stimme gefunden und abgegeben haben, erhalten im FAIREN WAHLCAFÉ eine Belohnung.
Essen – Gesamtschule Essen-Borbeck
Gemeinsam mit gepa, Plan International, EED und UNICEF forderten wir die Schülerinnen
und Schüler auf, in ihrer Schule neben den Wahllokalen ein Faires Wahlcafé einzurichten:
Erwachsene, die zur Wahl gingen, wurden mit einer Tasse fair gehandelten Kaffee belohnt.

Essen-Borbeck. Die Gesamtschule macht das Faire Wahlcafé seit 2005 regelmäßig zu jeder Wahl. Die Wähler*innen haben sich darauf eingerichtet.
In Essen hatten Schülerinnen und Schüler eigene Flyer in die Briefkästen ihres Bezirks gesteckt. Für die Bundestagswahl boten wir diese Aktion bundesweit an – diesmal unterstützt von gepa, TransFair, El Puente, DGB
Bildungswerk, Plan International und Weltladendachverband.
Wahlcafé 2013 – Arbeitsblätter
Arbeitsblatt 1 – Begleitung zu einem YouTube-Video
Arbeitsblatt 2 – Wählen oder nicht? Zwei Meinungen
Arbeitsblatt 2a – Wählen im Iran
Arbeitsblatt 3 – Politische Freiheit
Arbeitsblatt 4 – Wahlfreiheit im Steinbruch
Arbeitsblatt 5 – Wahlfreiheit Sklaverei
Landtagswahl NRW – Gesamtschule Essen-Borbeck
Zur Landtagswahl NRW 2005 organisierten die SchülerInnen der Gesamtschule Borbeck, Klasse 9c, das Faire Wahlcafé an ihrer Schule. Mit ihrem Politiklehrer Reiner Gerrards hatten sie schon Wochen vorher im Unterricht mit dem Thema Wahl begonnen. Sie überlegten, mit welchen Mitteln sie die Erwachsenen zum Wählen locken können. Ihr Lehrer war begeistert. Noch nie hatten sich seine SchülerInnen so für eine Bundestagswahl interessiert.
Intensiv beschäftigten sie sich mit dem eigenen Flyer, der die Erwachsenen aufrütteln sollte. Die verteilten sie im ganzen Wahlbezirk.

Etwas ganz besonderes hatten sich die Jugendlichen Essen einfallen lassen: Mit einer Demonstration in ihrem Wahlbezirk zogen sie die Aufmerksamkeit aller Erwachsenen auf sich. Mit dem gesungenen Slogan „Wir wollen euch wählen sehen, wir wollen euch wählen sehen!“ zeigten sie den verblüfften Passanten ihre Transparente.
Neben dem Wahllokal an ihrer Schule hatten sie ein richtiges Wahlcafé errichtet. Unter großen Schirmen setzten sich die erstaunten WählerInnen in die bequemen Stühle und ließen sich belohnen. Es gab natürlich fair gehandelten Kaffee, aber auch selbstgebackten Kuchen.

Plakat zum Fairen Wahlcafé
Mit diesem Plakat warben wir für das Wahlcafé – allerdings waren dann mehr Logos von Organisationen darunter: Plan International, EED und UNICEF unterstützten das Projekt intensiv.
2008 – Der Erwachsenenbericht
Jugendliche untersuchen die Handlungen der Erwachsenen, prüfen die Risiken ihrer Entscheidungen und beurteilen sie.

Der Erwachsenenbericht
Die Bundesregierung, Shell und Andere interessieren sich seit jeher für das Verhalten der Jugendlichen. Sie nehmen junge Menschen unter die Lupe, um daraus Schlüsse für Gesellschaft, Wirtschaft, Medien und Politik ziehen zu können.
Das große Ungleichgewicht in unserer Gesellschaft wird aber nicht von Jugendlichen verursacht, sondern von Erwachsenen. Wer also untersucht die Erwachsenen, die für die Kriege, Klimakatastrophen, für Armut und Gewalt verantwortlich sind? Sie untersuchen sich selbst! Niemand wird das für eine vernünftige Vorgehensweise halten.
Wenn Jugendliche zu Recht beklagen, dass die Erwachsenen ihnen eine Welt hinterlassen, in der sie selbst ganz sicher nicht leben wollen, dann scheint es notwendig zu sein, dass sie ihr Recht auf Partizipation einlösen können.
Inhalt:
Im Erwachsenenbericht wird die Situation umgekehrt. Die Jugendlichen untersuchen das Verhalten und Handeln der Erwachsenen und bewerten es. Dabei könnte sich ein für beide Seiten fruchtbarer Prozess entwickeln.
Die Jugendlichen können Einfluss auf Politik und Gesellschaft nehmen und umgekehrt wird die Arbeit am Erwachsenenbericht den Jugendlichen ganz sicher neue Denkweisen für ihr eigenes Leben eröffnen.
Zielgruppe:
Im Pilotprojekt möchten wir eine Schuleklasse aus Sek I oder Sek II finden, die das Pilotprojekt durchführt. Wir sprechen dabei die Lehrer*innen und Schulleiter*innen an.
Mehtode:
Die Jugendlichen bekommen die Aufgabe, sich eigenständig eine Vorgehensweise zu erarbeiten, mit eigenen Fragen und Formen, mit denen sie die Erwachsenen untersuchen wollen. Wir unterstützen das mit Expert*innen zu den Themen, die sich die Jugendlichen gewählt haben. Es entsteht so ein Erwachsenenbericht, mit wir auf Landes- oder Bundesebene für ein großes Projekt werben wollen. Die Jugendlichen werden Gelegenheit haben, kommunalen Politiker*innen ihre Ergebnisse zu präsentieren und entsprechende Kinderrechte einzufordern. Aufgrund der vielen vorangegangenen Projekte sind wir in der Lage, diesen Prozess anzuleiten.
Der Erwachsenenbericht hatte keine Chance
Wir haben mit einem umfangreichen Konzept 2008, 2012 und 2018 versucht, Unterstützung für den Erwachsenenbericht zu finden. Weder die finanzielle, noch die ideelle Förderung für die Idee konnten wir finden. Schade.
Kinderbeteiligung
Gesetze in die Schule

Gesetze in die Schule

2014 Projekt „Gesetze in die Schule“ – Kerpener Schüler*innen entwickeln eigene Vorstellungen zum Integrationsstärkungsgesetz des Landes NRW und tragen sie den Abgeordneten im Landtag vor.
März 22014: Eine Idee entsteht
Donnerstag, 12. März 2015
In einem Workshop beschrieben wir die aktuelle Situation: Wie entsteht ein Gesetz, wer bestimmt, was drin steht, wer steht außen vor? Die Reaktion der Jugendlichen war spannend:
Aktivgruppe PEACEMAKERS setzt sich für mehr Partizipation in der Politik ein
Die Jugendlichen sind sich einig: Politik ist langweilig, wenn man nur davon in Büchern liest. Ansprechend wird es erst dann, wenn man aktiv daran beteiligt ist. Aus Erfahrung sprechen die Neuntklässler, da sie bereits seit der fünften Klasse, ihr politisches und soziales Engagement immer wieder neu unter Beweis stellen. Jetzt wollen sie nicht nur die Menschen auf bestimmte Missstände aufmerksam machen, sondern aktiv an politischen Prozessen beteiligt sein. Landtagabgeordnete und kommunale Politiker in NRW sollen ihre Stimme berücksichtigen, wenn es um Entscheidungen geht, die sowohl das Gemeinwohl, als auch das eigene Wohl betreffen. Aus diesem Grund beschäftigen sich die Kerpener Schüler in nächster Zeit mit Gesetzesvorhaben, die auch ihr gemeinschaftliches Miteinander betreffen. Die Aktivgruppe PEACEMAKERS hat beim Besuch der Landtagspräsidentin in ihrer Realschule in Kerpen einen bleibenden Eindruck hinterlassen. Mit ihrer Idee, Politik greifbarer und realer zu gestalten, konnten sie Frau Gödecke überzeugen, die Schirmherrschaft für ihr Projekt zu übernehmen.
FRIEDENSBAND wird gemeinsam mit der Aktivgruppe das Pilotprojekt ausgestalten, damit zukünftig weitere Projekte an anderen Schulen durchgeführt werden können.
„Wir müssen jetzt die Details regeln. Fraglich ist, wie wir die Landtagsabgeordneten für das Projekt gewinnen können. Die haben ja viel zu tun“, sagte Gödecke. Zweckmäßig wäre es deshalb, erstmal die Landtagsabgeordneten aus dem Kreis am Projekt zu beteiligen. Sie sollen jetzt im Landtag mit den Schülern zusammentreffen und die Modalitäten regeln. Klar ist auch, dass sich nicht alle, der oft äußert komplizierten und abstrakten Gesetzesvorhaben für das Internet-Portal eignen. Sie sollen nach Möglichkeit etwas mit der Lebenswelt der Schüler und Schülerinnen zu tun haben.
Die Aktivgruppe PEACEMAKERS freut sich auf die EInladung ins Kerpener Rathaus sowie in den Landtag in Düsseldorf, um ihre Ideen nochmals vor Politikern vorzustellen.
Juli 2014: Ein erstes Gespräch im Landtag
Mittwoch, 2. Juli 2014
Kerpen – Realschule Klasse 8c – Die Jugendlichen sind Feuer und Flamme. Morgen wollen sie den Landespolitikern ihre Ideen für mehr Partizipation vorstellen. Sie, die Jugendlichen wollen intensiver an politischen Prozessen beteiligt werden. Sie wollen mitsprechen können in aktuellen politischen Prozessen und ernst genommen werden. Wie sonst werden sie in Zukunft wählen gehen? Gern würden sie in einem Pilotprojekt das Interesse der Jugendlichen beweisen.
Um die verschiedenen politischen Ebenen deutlich zu machen, haben wir die Ligen von der Kreis- bis zur Bundesliga mit unterschiedlich großen Bällen dargestellt. Das kam an.
Donnerstag, 3. Juli 2014
Politik in Aktion – ein neues Pilotprojekt entsteht
Düsseldorf – Landtag NRW – Im zweiten Gespräch im Rahmen des Ideenwettbewerbs zum Schulprojekt Café Europa konnten die SchülerInnen der Realschulklasse 8c ihre Ideen vorstellen. Das Schulministerium war mit Norbert Reichel und Hildegard Banneyer hochrangig vertreten. Die drei Landtagsabgeordneten Holger Ellerbrock (FDP), Stefan Engstfeld und Matthi Bolte (beide Grüne) vertraten die Politik. Und das könnte die Geburt eines neuen Projektes gewesen sein: Die Jugendlichen wollten, dass ihr Politikunterricht dadurch interessanter wird, dass tatsächliche aktuelle Gesetzesvorhaben ihnen zugänglich gemacht wird. Sie würden dann ihre Meinung dazu den PolitikerInnen mitteilen. Eine Webseite mit Foren könnte das möglich machen. Nun wird es Gespräche geben und ein Konzept entstehen.
April 2015: Landtag NRW

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Die Jugendlichen hatten ein klaren Plan

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Vorbemerkung
Wir finden, dass alle wichtigen Gesetze in die Schule müssen. Dass das geht, haben wir bewiesen. Ein höchstkompliziertes Gesetzesvorhaben des Landtages NRW wanderte in drei Schulklassen. Er Erkenntnisse der Jugendlichen waren für die Abgeordneten spannend.
02.09.2014 Kerpener Schüler*innen an Landtagspräsidentin
Dienstag, 2. September 2014
Politik in Aktion – Brief der Peacemakers an die Landtagaspräsidentin
Nach dem Gespräch mit den Abgeordneten im Landtag NRW war der nächste Weg, die Landtagspräsidentin anzusprechen und zu überzeugen. In einem Brief schrieben die PEACEMAKERS u.a. an Carina Gödecke:
„Zunächst konnten wir am 7.5.2014 unsere Idee in einer Präsentation auf dem Rheinturm und anschließend im Landtag vorstellen. Da damals die Zeit nicht reichte, luden die Abgeordneten Holger Ellerbrock und Stefan Engstfeld uns zu einem weiteren Gespräch in den Landtag ein.
Um die Vorschläge auf ihre Durchführbarkeit bewerten zu können, waren vom Ministerium für Schule und Weiterbildung Dr. Norbert Reichel und Hildegard Banneyer dabei. Die Idee wurde begrüßt und wir möchten mit FRIEDENSBAND und Landtagsabgeordneten aller Parteien ein Pilotprojekt starten.
Wir glauben, dass wir mit diesem Projekt den Unterricht interessanter gestalten können und dass auch alle anderen jungen Menschen über eine solche „Beteiligung“ einen Zugang zur Politik finden könnten.
Wir möchten Sie bitten, das Projekt zu unterstützen und würden uns über ein Gespräch freuen.“
23.04.2015 Das Projekt kann starten
Donnerstag, 23. April 2015
Projekt „Politik in Aktion – Gesetze in die Schule“ kann starten
Heute haben wir den Zuwendungsbescheid des Landesjugendamtes Rheinland bekommen: Wir können mit drei Schulen oder Einrichtungen das Projekt starten. Darin werden sich Jugendliche einmischen in ein aktuelles Gesetzesvorhaben des Landtages Nordrhein-Westfalen. Sie werden zu Lobbyisten. Sie erhalten die notwendigen Informationen und bilden sich eine Meinung, die sie den Abgeordneten mitteilen können. In diesem Projekt steht der Gesetzentwurf zur Umsetzung der UN-Behindertenrechtekonvention im Mittelpunkt. Das Thema Inklusion ist spannend und betrifft viele Jugendlichen. In einer Meinungsumfrage befragen die Jugendlichen die Menschen in ihrer Umgebung.
28.04.2015 Kerpen Treffen der regionalen Abgeordneten im Landtag
Dienstag, 28. April 2015
Politik in Aktion: Vorbereitung auf den Landtag
Und wieder sind die SchülerInnen auf dem Weg in den Landtag. Nachdem die Klasse 9 der Realschule Kerpen schon im letzten Jahr zweimal mit ihrer Idee bei den Landtagsabgeordneten in Düsseldorf waren, können sie ihr Projekt diesmal den Abgeordneten aus Kerpen vorstellen. Das wurde heute noch einmal geprobt. Sie haben aber auch Bitten und Fragen an die Politiker. Gleichzeitig haben wir die weitere Vorgehensweise besprochen. Was muss passieren, bis sie eine konkrete Meinung zum Gesetzesentwurf vorbringen können.
24.02.2015 Kerpen Politikunterricht als Vorbereitung
Dienstag, 24. Februar 2015
Politik in Aktion – Start eines Pilotprojektes
Was die Jugendlichen in diesen 90 Minuten lernten, war atemberaubend. Zunächst waren wir gespannt, wie viel sie noch von dem Projekt wussten, dass sie selbst mit angestoßen hatten. Und obwohl mehr als ein halbes Jahr vergangen war, waren ihre Erinnerungen noch frisch. Dann ging es an die Arbeit, denn die SchülerInnen mussten in kürzester Zeit politische Prozesse kennen lernen. Sie erfassten die Grundzüge der Gewaltenteilung, erkannten die verschiedenen politischen Ebenen und wer dort die Entscheidungsprozesse beeinflusst. Grundlage war die Suche nach der Entscheidungsfindung auf unterster Ebene, in der Familie. Da konnten alle mitreden. Die Übertragung auf die Landesebene gelang mühelos. Zum Schluss sahen sie noch einen kurzen Spot aus dem Landtag: Die Wahl von Carina Gödecke zur Landtagspräsidentin. Sie wird übernächste Woche die Klasse besuchen.
01.05.2025 Kerpen Empfang der Landtagspräsidentin
Freitag, 1. Mai 2015
Politik in Aktion: Empfang der Landtagspräsidentin

Es war ein richtig kleines Demokratiefest: Die Aktivgruppe PEACEMAKERS ist ja nun schon einiges gewohnt: Zweimal im Landtag mit ihrer Idee einer neuen Politik-Plattform, Besuch der Landtagspräsidentin Carina Gödecke in ihrer Klasse, die Übernahme der Schirmherrschaft durch sie und jetzt die Einladung in den Landtag.
Es war eine sehr konzentrierte Atmosphäre und die Jugendlichen waren in im Vortrag ihrer Ideen einfach unschlagbar. Gekonnt trugen sie den Abgeordneten ihre Visionen und ihre Wünsche vor und überzeugten! Selten habe ich erlebt, dass sich alle anwesenden Politiker – gleich von welcher Partei – so intensiv auf ein Projekt einließen. Da wurde sofort der Kalender gezückt und kurzfristig anberaumte Termine eingetragen. Ja, die Klasse wird intensiv von den Parlamentariern begleitet und das Projekt gelingt, da sind wir uns jetzt sicher! Bild links: Rita Klöpper, Carina Gödecke und Ralph Bombis. Nicht auf dem Bild sind die Abgeordneten Rolf Beu und Daniel Schwerd.
Beschlossen wurde, dass ein Papier erstellt wird, in dem das Projekt für die Fraktionen erklärt wird. Am 23.6. kommen Herr Bombis und Frau Klöpper um 8.30 Uhr in die Schule und erfahren von den Jugendlichen, was sich mitzuteilen haben. Die SchülerInnen wünschen später im Gesetzgebungsverfahren, spätestens nach Abschluss, eine Rückmeldung, ob Ideen berücksichtigt wurden. Für den 19.5.15 wird Herr Killewald gebeten, das Inklusionsstärkungsgesetz vorzustellen. Da keine für Jugendliche verständliche Broschüren und Videos vorliegen, wird dazu etwas in Bewegung gebracht und mit den Kerpener SchülerInnen als Experten in eigener Sache besprochen. Mit enthalten sein sollen Handlungsmöglichkeiten für Jugendliche, damit sie sich an politischen Prozessen beteiligen können.
19.05.2015 Kerpen Besuch der Experten
Politik in Aktion: Zentrum Selbstbestimmt Leben in der Klasse 9c
Zwei Stunden nach Herrn Killewald setzte Horst Ladenberger vom Zentrum Selbstbestimmt Leben die Expertenanhörung der Jugendlichen fort. Er erzählte zunächst vom Badeunfall, der ihn in den Rollstuhl zwang und den Weg bis zum aktiven Lobbyisten für die Sache der Behinderten. Auch er bemühte sich, die Hintergründe des Inklusionsstärkungsgesetzes zu erklären, zeigte aber auch die Probleme damit auf. Es sei nicht wirklich mit Geld unterpolstert, müsse den Geltungsbereich der Eigenbetriebe einbeziehen und in einer leichten Sprache geschrieben sein. Letzteres ist etwas, was die Jugendlichen für sich selbst fordern könnten: Die Dokumente und Gesetze müssen so geschrieben werden, dass auch sie sie verstehen können.
Politik in Aktion: Behindertenbeauftragter Norbert Killewald in der Klasse 9c
Früh morgens in der Klasse 9c der Realschule Kerpen: Der Behindertenbeauftragte der Landesregierung NRW klärt die Jugendlichen über den Werdegang des Inklusionsstärkungsgesetzes auf. Der an sich äußerst trockene Stoff wurde von ihm mit viel Humor und anschaulichen Informationen vorgetragen. Spannend war vor allem, wie lang an dem Gesetz bereits gearbeitet wird. Deutlich wurden auch die parteipolitischen und gesellschaftlichen Interessen. Jetzt wird als nächster Schritt die 1. Lesung interessant, die vielleicht schon im August stattfinden könnte.
23.06.2015 Kerpen Gesetze in die Schule: Besuch der Abgeordneten
Dienstag, 23. Juni 2015
Politik in Aktion: Der krönende Abschluss

Erstmals haben sich in Deutschland Schüler*innen mit einem laufenden Gesetzesvorhaben des Landtages beschäftigt, um sich in das reale politische Geschehen einzumischen.
Die Klasse 9c der Realschule Kerpen war äußerst diszipliniert und hat einen großen Eindruck hinterlassen.
„Wir haben uns in den letzten Jahren für Kinder eingesetzt, die auf Tabakplantagen schuften oder die Fußbälle nähen müssen. Jetzt haben wir uns gedacht, dass wir uns mal für uns selbst einsetzen wollen“, sagt selbstbewusst die 15jährige Oumaima und spricht für alle Mitschüler der Klasse 9c der Realschule Kerpen. Sie kennen an ihrer Schule einige Mitschüler, die in irgendeiner Weise mit einer Behinderung leben. Da war es doch spannend sich einzumischen, wenn NRW-Sozialminister Guntram Schneider ein Gesetz in den Landtag mit dem Ziel einbringt „die volle und gleichberechtigte Teilhabe der Menschen mit Behinderungen und die Beseitigung von Barrieren, die sie daran hindern“ zu erreichen.

Die Landespolitiker des Kreises Rhein-Erft (v.l.): Brigitte Dmoch-Schweren, SPD, Schulleiterin Sabine Salmen, Rita Klöpper, CDU, Günter Haverkamp, FRIEDENSBAND, Yvonne Gebauer, FDP, zeigten sich hocherfreut, mit welchem Engagement hier junge Menschen praktische Politik betreiben. Rechts: Lehrerin Bettina Henke
Haben die Politiker im Landtag schon darüber nachgedacht, wie es jungen Behinderten bei der Freizeitgestaltung geht? Da ist ein Schüler in der 5. Klasse, der deutlich gemacht hat, dass es für ihn unmöglich ist, ohne Dolmetscher auf einer Geburtstagsparty die für ihn so wichtigen Gespräche zu verfolgen. Abgehängt! Da berichten die Jugendlichen von einem behinderten Jungen, der so gern in eine Disco gehen würde. Wie aber soll er ohne Inklusionshelfer Kontakte aufnehmen? Abgehängt. Den anwesenden Abgeordneten wurde die Dringlichkeit dieser Wünsche schnell klar. Es war schön zu beobachten, dass alle drei Abgeordneten sich eifrig Notizen machten. Das würden sie in die wenige Stunden später stattfindenden Fraktionssitzungen einbringen.
„Das Inklusionsstärkungsgesetz soll behinderten Menschen“, so zitiert Aslihan, „die Chance geben, ihr Leben selbstbewusst und selbständig führen zu können“. Da haben aber speziell Menschen mit geistigen Behinderungen bei wichtigen Behördenangelegenheiten große Schwierigkeiten, wie Merveille zu berichten wusste. Die Unverständlichkeit der verwendeten Sprache wäre ja auch für Jugendliche und für Migranten ein großes Problem. Das „Beamtendeutsch“ sei, so gab Brigitte Dmoch-Schweren den Jugendlichen recht, schon sehr schwer zu verstehen. Das rühre aber daher, dass es juristisch abgesichert sein müsste. Aber trotzdem könne da bestimmt mehr getan werden.
Rita Klöpper verwies darauf, dass die Klasse 9c bei ihrem letzten Besuch bei der Landtagspräsidentin Carina Gödecke, die übrigens die Schirmherrschaft für das innovative Projekt übernommen hat, um Mithilfe gebeten wurde. Der Versuch, Publikationen von den Schülern gegenlesen zu lassen auf ihre Verständlichkeit geht tatsächlich in die richtige Richtung.
Yvonne Gebauer, Landtagsabgeordnete der FDP und schulpolitische Sprecherin ihrer Fraktion, kam stellvertretend für Ralph Bombis, der leider verhindert war.
Alle Schüler konnten Beobachtungen beisteuern, wie die Situation von Menschen mit körperlichen Einschränkungen in Bus und Bahn ist. „Es ist schlimm zu sehen, wie ein Rollstuhlfahrer nicht in den Bus kommt, weil die möglichen Hilfen nicht oder unzureichend genutzt werden oder bauliche Maßnahmen das erschweren“, meint Oumaima. Das neue Gesetz müsse die Städte und Kreise verpflichten, Aufzüge und Rolltreppen besser zu warten, den Bau von Rampen und Blindenampeln unverzüglich umzusetzen und mehr Sitzmöglichkeiten für körperlich eingeschränkte Personen in Bussen und Bahnen zu ermöglichen. Zwar verwiesen die Abgeordneten hier auf die Zuständigkeit der Städte und Kreise, notierten sich aber doch, dass hier vielleicht auf mehr Eindeutigkeit geachtet werden muss.
Die Schüler haben den Abgeordneten einiges mit auf den Weg gegeben. Vor allem, dass es nicht reicht, es bei „Kann“-Bestimmungen zu belassen. Es reiche ihnen nicht, wenn gesagt würde, dass es schwer sei, Gebärdendolmetscher oder Inklusionsbegleiter zu finden. Hier müssen Rechtsansprüche entstehen, weil sonst der notwendige Druck fehle, die teuren Maßnahmen umzusetzen.
Bei den Jugendlichen hat das Hineinversetzen in Menschen mit Behinderung eine völlig neue Denkweise bewirkt. Die Politiker sind erstaunt, dass Jugendliche einer Realschule diese Reife und Zielgenauigkeit entwickeln, sich mit einem hochkomplexen Bereich unserer Gesellschaft zu beschäftigen und ihre ureigenen Kritikpunkte zu finden, die hoffentlich dem Gesetzesvorhaben gut tun. Und der Politikunterricht von Bettina Henke hat gezeigt, dass Landespolitik zum Greifen nahe in den Unterricht gebracht werden kann und den Jugendlichen ein unverkrampfter Umgang mit den Politikern möglich ist.
2010 – 2011 – Atomkraft – ja / nein / ja / nein?
Mit Jugendlichen untersuchten wir das merkwürdige Handeln der Erwachsenen. Ist Atomkraft vernünftig?

2023 Energie sparen
Kinder suchen Energiesünder – die Energiespar-Aktion
01/2023
Wir haben 10 Energiemessgeräte gekauft, die wir Schulklassen zur Verfügung stellen. Damit wollen wir erreichen, dass die Jugendlichen zu Hause nach Stromfressern suchen können. Damit helfen sie den Eltern, weniger Strom zu zahlen und sie werden selbst sensible gegenüber Umwelt und Klima. Ganz nebenbei werden damit auch Mathe-Kenntnisse gefördert.
Aktion „Stromfresser suchen“
Alter: 3. bis 4. Klasse
Voraussetzung: In Schulen erhalten Jugendliche einschlägige Informationsfilme und Bildungseinheiten, die von vielen Organisationen angeboten werden.
Hintergrund: Wir suchen händeringend nach Einsparpotential und die steigenden Stromkosten werden im Herbst und Winter dieses Jahres, spätestens aber Anfang nächsten Jahres für viele Familien Nachforderungen ihrer Stromanbieter bringen werden, die sie verzweifeln lassen werden.
“Stromfresser suchen”
Mit einem Klassensatz Strommessgeräte und entsprechenden Informationen der Verbraucherzentrale gehen die Kinder und Jugendliche auf die Suche nach Stromfressern. Ziel ist, dass Kinder und Jugendliche die Messgeräte mit nach Hause nehmen und dort ganz praktisch mithelfen können, die Stromrechnung zu verringern.
Die Strommessgeräte können auf den Tarif eingestellt werden, der bei den Kindern zu Hause im Gebrauch ist. Viele Familien haben keine Ahnung, welchen Tarif sie haben. Durch die Aktion werden sie animiert, nachzusehen.
Spannend ist dann nicht nur der Test aller Geräte und die Feststellung, welchen Anteil sie an der Stromrechnung haben. Im Anschluss werden die Kinder in der Klasse von Energieexpert*innen beraten und können das Wissen über günstigere Tarife oder Anbieter mit nach Hause nehmen.
Unsere Erfahrung aus der von uns 2008 gestarteten Aktion „Stromfresser suchen“: Je jünger die Schüler*innen waren, mit desto mehr Eifer und Freude gingen sie im Projekt vor und das war ansteckend: Eltern waren zu vielen Umstellungen und Neukäufen bereit.
Material: Messgeräte
Verbraucherzentralen geben nur einzelne Messgeräte an Interessent*innen. In den uns bekannten Projekten werden nur einzelne Messgeräte in der Klasse an Demo-Geräten eingesetzt. Wir schlagen vor, dass Verbraucherzentralen und Stadtbüchereien die Klassensätze mit 15 Messgeräten verleihen. Die Schüler*innen nehmen die Geräte eine Woche mit nach Hause, notieren in einer App die entsprechenden Geräte und geben so auch einen großen Wissenspool für die Politik, wo die größten Potentiale in den Haushalten liegen. In der zweiten Woche nimmt die andere Hälfte der Schüler*innen die Geräte mit.
Ein Tipp
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2010 Atomkraft: Mit einer Gymnasialklasse vermittelten wir in 8 Workshops das Wissen. Die Botschaften der Jugendlichen gingen in Überraschungseiern an die Bundeskanzlerin .

2011 Mit dem Projekt RESTRISIKO reagierten wir auf die unfassbare Naivität der Politik, die Atomkraft ohne Berücksichtigung des Restrisikos in Gang gesetzt zu haben.
Restrisiko
Wir gaben den Schüler*innen in fünf Realschulklassen die knapp formulierte Anweisung, jeweils fünf Arbeitsgruppen zu bilden. Jede Arbeitsgruppe suchte sich ein bundespolitisches Thema und erstellte eine Ist-Analyse. Daraus sollten sie eine steile These formulieren, die sie im nächsten Schritt überprüfen sollten. Am Ende waren spannende Portfolios mit einer sehr souveränen Abschlussmeinung mit Lösungsansätzen entstanden, die Lehrer:innen und auch die Landeszentrale für politische Bildung NRW erstaunten, die das Projekt zur Hälfte finanziert hatte.
Restrisiko – Beginn des Pilotprojektes
8.11.2011 Zunächst konnten die Jugendlichen nicht viel mit dem Wort anfangen. Aber die Überleitung gelang durch die in den ersten 10 Minuten besprochene Situation der Kinder in Pakistan. Was ist das Risiko, wenn Kinder arbeiten müssen, wie ist ihre Zukunft? Dann war der Weg frei für die eigene Zukunft und die Risiken, die auf sie in Zukunft zukommen könnten durch falsche Weichenstellungen von Politik und Gesellschaft. Das Thema Atomausstieg hatten sie jedenfalls gut in Erinnerung, auch wie sich die Politik plötzlich änderte. Nächste Woche geht es weiter. (Günter Haverkamp)
Restrisiko – Start in Bergheim
11.11.2011 Ein guter Tag, um von Risiken zu sprechen. In der Albert-Einstein-Realschule Bergheim ist es erst die Klasse 9b, die sich in den nächsten Wochen mit dem Thema Restrisiko beschäftigt. In der ersten Runde geht es um Risiken. Da sich die Klasse zuvor mit den Gefahren im Internet beschäftigt hat, kommt dieser Begriff als erstes. Dann folgt Sicherheit auf der Straße, Drogen, Radfahren… Dann werden Arbeitsgruppen gebildet und die Papierbahnen zurechtgeschnitten. Mit den dicken Filzstiften schreiben die SchülerInnen nun die Risikoformen auf gesellschaftlicher und politischer Ebene auf. Sie beginnen, die ihnen nahestehenden Risiken auf die höhere Ebene zu stellen und schreiben diese Begriffe auf ihre Meinungswand – mit roten Filzschreibern. Im nächsten Schritt wählte jede Arbeitsgruppe ihr Thema, mit denen sie sich in der nächsten Stunde beschäftigen wollen. Sie wählten: Öffentliche Sicherheit, Drogenpolitik, Verschuldung, Gesundheitspolitik, Bildungspolitik. Sie werden im Internet recherchieren und dann die Restrisiken herausstellen, die von den Erwachsenen in ihrem Thema eingehen. (Günter Haverkamp)
Restrisiko-Projekt – Workshop in Kerpen
22.11.2011 – Die Jugendlichen der Klasse 6a/d der Kerpener Realschule waren begeistert von der Möglichkeit, die Risiken zu nennen und zu bewerten, die die Erwachsenen eingehen. Sie nannten viele verschiedene Situationen, die gefährlich sind und teils hohe Risiken mit sich bringen. Sie beschäftigten sich aber vor allem mit dem Klimawandel und den Ursachen. Es war spannend, wie sie das Auto bewerteten. Sie fanden, dass es doch möglich sein müsste, sparsamer mit dem Auto umzugehen. Aber auch die Wälder zu schützen und neue anzupflanzen um etwas für die Klimazukunft zu tun. Zwei übernahmen die Aufgabe, bis zum nächsten Mal die Klimasünder und die Verteilung ihrer Beteiligung zu recherchieren. Wir hatten da mal drei genannt, das Auto, die Kraftwerke und die Kühe. Alle haben für das nächste Mal die Aufgabe, Nachrichten zu hören oder zu sehen und sich dabei Notizen zu machen: Restrisiken in der täglichen Politik. (Günter Haverkamp)
Restrisiko – im Gleichgewicht bleiben
29.11.2011 – Workshop in der 6a/d in der Realschule Kerpen. Gleich zu Beginn sagte ein Schüler den Kernsatz: Wichtig ist, seine Umwelt im Gleichgewicht zu halten. Darauf bauten wir dann auf. Die Schüler arbeiten zu zweit an den Bildern der Broschüre. Was ist auf den Bildern zu sehen, was sagen die Statements darunter aus, was ist der Hintergrund. Die Schüler konnten zwar einige Begriffe nicht zuordnen, waren aber gut informiert über die aktuelle Diskussion um Atomkraft und Endlager. (Günter Haverkamp)
Restrisiko oder: wie werden wir verführt?
6.12.2011 Die Jugendlichen stellten vor, was sie inzwischen gemacht haben: Symbole, wie in vielen tausend Generationen aufmerksam gemacht werden könnte auf ein Endlager und eine Geschichte. Eigentlich sind es zwei Geschichten, einmal eine negative, die Menschen zerstören die Erde und eine positive, die Menschen haben es begriffen und leben im Einklang mit der Welt. Nun ging es im Workshop um die Verführung. Wie ist es möglich, dass wir Menschen uns so leicht etwas andrehen lassen? Über die Grundbedürfnisse arbeiteten wir uns vor zu Möglichkeiten des Handelns. Denn waren wir uns einig darin, dass es durchaus angenehm war, dass der Strom unbegrenzt 50 Jahre lang aus der Steckdose kam, können wir nicht mehr damit rechnen, dass wir so unbekümmert weiter machen können. Die Jugendlichen nahmen die Aufgabe mit, zu Hause nach Stromfressern zu suchen und die Eltern zu fragen, bei wem sie den Strom beziehen und welchen Tarif sie haben. (Günter Haverkamp)
Restrisiko – Klasse 9a Realschule Bergheim
11-12-10 Die Jugendlichen hatten sich zu Hause nach den Tarifen erkundigt. Da war allerdings bei der Mehrheit der SchülerInnen eine Sonderstellung zu bemerken: die Eltern arbeiten bei RWE und haben daher Sondertarife. Aber einzelne hatten doch mit den Eltern über das Problem gesprochen. Alle hatten sich aber mit dem Stromsparen beschäftigt. Einzelne hatten sogar das zu Hause das Abschalten von Stand-by-Geräten besprochen und wollen es auch selbst beherzigen. Dann begann die Arbeit am Risikobericht. Jede Arbeitsgruppe erarbeitete für ihren Bereich einen Teilbericht und wird dies in der nächsten Schulstunde fortsetzen. (Günter Haverkamp)
Restrisiko – Die KLasse 9b Realschule Bergheim
10.12.2011 – Die SchülerInnen haben sich zwar auch mit den Tarifen der Eltern beschäftigt, aber auch hier sind die meisten Eltern bei RWE und haben somit Sondertarife. Einzelne sind aber bei Naturstrom und Yellow Strom. Die Jugendlichen begannen in ihren Arbeitsgruppen mit dem Risikobericht zu den Themen Drogenpolitik, Innere Sicherheit, Gesundheit und Bildung. (Günter Haverkamp)
Restrisiko – die 9c Realschule Bergheim
10.12.2011 – Die Jugendlichen sind stolz darauf, dass sie mit ihren Plakaten eine Ausstellung im Foyer der Schule gestaltet haben. Darin haben sie auf die Endlichkeit von Öl, auf die Fehler der Energiepolitik, der Bildungs- und Drogenpolitik aufmerksam gemacht und den Problemen für zukünftige Generationen. Im Workshop haben sie über die Hintergründe diskutiert und über Möglichkeiten, die jeweilige Situaiton zu verändern. Schließlich haben sie mit viel Energie begonnen, den Risikobericht zu schreiben. (Günter Haverkamp)
Restrisiko – die 6er entwerfen Aktionen
13.12.2011 – Die 6. Klasse der Realschule Kerpen hatte letzten Mittwoch einen Termin im Odysseum. Sie hatten dort nach einem Schatz gesucht – und ihn gefunden. Die Formel für eine gute Zukunft, so lautet dieser Schatz, liegt in deinem eigenen Verhalten. Sie waren so voller Elan, dass wir die Stimmung aufnehmen mussten. Sie waren sich einig, sie mussten etwas machen, auf sie kommt es an. Und so machten sie sich Gedanken darüber, wie sie selbst und wie andere aktiv werden können für eine energiesparsame Zukunft. Es waren ganz praktische Ideen und sie wollen selbst auch wirklich anfangen. Sehr kreativ wurden sie aber, als es darum ging, die Gesellschaft anzustoßen. So ein Energiespartag, an dem alle durch Informationen und Aktionen auf die Notwendigkeit des Energiesparens aufmerksam gemacht werden, ist schon eine gute Idee. Und auch die Wettbewerbe könnten einmal umgesetzt werden. Das wird dann das nächste Mal Thema sein. (Günter Haverkamp)
Restrisiko – Workshop in der 9a in Bergheim
16.12.2011 – Im Abschlussworkshop wurde in den einzelnen Arbeitsgruppen Bilanz gezogen. Die Jugendlichen waren mit großer Ernsthaftigkeit dabei. Die zwei Arbeitsgruppen Atomausstieg und Drogenpolitik hatten die anderen stark beeindruckt. Beide hatten sehr sorgfältig recherchiert und die Risiken aufgelistet. Alle sagten, sie hätten in dem Projekt viel gelernt, vor allem aber eins: Überall auf Risiken zu achten und sie neu zu bewerten. (Günter Haverkamp)
Schluss
Die Arbeitsgruppe Innere Sicherheit hatte sich so intensiv mit dem Thema beschäftigt, dass sie kaum aufhören konnten zu diskutieren und Lösungsansätze zu finden. War es noch zu Beginn eine reine Polizeiangelegenheit, sie persönlich vor betrunkenen Kerlen und Anmache zu schützen, wurde später doch der Anspruch an die Gesellschaft stärker, die Augen aufzumachen und für sie da zu sein. Auch die Gruppe Verschuldung hatte sich in tiefe Diskussionen verstrickt und die Gruppe Drogenpolitik, die ebenfalls nicht in plumpen „Drogen-freigeben“-Slogans steckenblieb. Der Wunsch nach weiteren Projekten ähnlicher Art war deutlich spürbar. (Günter Haverkamp)
Filme in die Schule
Die Welt in die Klasse holen
Nutzen Sie die einzigartige Chance, mit Kurzfilmen Ihren Unterricht zu bereichern. Mit wenigen Minuten können Sie eine Welt erklären.

Eine-Welt-Filmpreis NRW
Von 2001 bis 2017 durften wir den Eine-Welt-Filmpreis NRW organisieren. Wir haben dies in diesem EBook festgehalten.

Der Fernsehworkshop Entwicklungspolitik
Die Arbeitsgemeinschaft Fernsehworkshop Entwicklungspolitik ist ein Zusammenschluss von Organisationen aus der Entwicklungszusammenarbeit, der interkulturellen Bildungsarbeit und dem Film- und Fernsehbereich. Bereits seit 1972 werden regelmäßig aktuelle Film- und Fernsehproduktionen zu entwicklungspolitischen Themen vorgestellt und in Veranstaltungen sowie Seminaren die aktuellen Debatten um Medienpräsenz von Nord-Südthemen zur Diskussion gestellt. Die Geschäftsführung liegt beim Büro für Kultur- und Medienprojekte gGmbH, Hamburg. Der Geschäftsführende Ausschuss, der aus den Reihen der Träger gebildet wird, vertritt die Belange des Fernsehworkshops Entwicklungspolitik und bereitet die Veranstaltungen vor.
Seit 1972 bieten die biennal stattfindenden Filmtage Globale Perspektiven (bis 2017 Fernsehworkshop Entwicklungspolitik) einem Fachpublikum aus der nichtgewerblichen Film- und Bildungsarbeit die Möglichkeit, aktuelle Filmproduktionen über politische und soziale Themen in den Ländern des Globalen Südens zu sichten und zu diskutieren. Bis 2011 hat haben die Teilnehmenden in der Evangelischen Akademie Arnoldshain getagt, seit 2013 im „Haus am Dom“ und der Evangelischen Akademie in Frankfurt am Main.
Die Sichtungsveranstaltungen
Etwa 30 bis 40 Filme werden nach einer Vorauswahl dem Publikum und der Jury vorgeführt. Die Autorin oder der Autor stellt sich mit dem Film der Kritik oder dem Ablaus der anwesenden Kolleginnen und Kollegen bzw. Interessierten. Entsprechend spannend verlaufen die Diskussionen im Anschluss.
Nicht selten finden in den Pausen intensive Gespräche zwischen Bildungsfachleuten und Filmern statt, die zu neuen, entwicklungspolitischen Filmprojekten führen.
Fortführung der Verleihung mit dem Fernsehworkshop Entwicklungspoltik
2018 – Unter dem Titel „Filmtage Globale Perspektiven“ führten wir die Sichtung und Verleihung von Preisen fort. FRIEDENSBAND übernahm die Geschäftsstelle des Fernsehworkshop Entwicklungspolitik. Günter Haverkamp organisierte die Arbeit und die Webseite.

2022 Veranstaltung und Preisverleihung in Frankfurt.
Weiterlesen Webseite Filmtage Globale Perspektiven
Filmprojekt Nah-Ost
Der Film „Kinder der Steine, Kinder der Mauer“ von Robert Krieg inspirierte uns zu einem spannenden Friedensprojekt. Hier ist das EBook dazu

Sprachprojekt „WIR SIND HIER“
Kinder und Jugendliche sammelten Sprichwörter aus ihren Ländern und trugen sie in beiden Sprachen vor. Ein Film entstand

Besondere Aktionen

2012 Mit dem Integrationsprojekt „Kerpen boxt fair“ haben es die Jugendlichen in Kerpen bis ins Rathaus geschafft. In einer großen Sitzung hörten sich die Politiker*innen die Erkenntnisse derJugendlichen an.

2015 Weltkindertag: Das längste Willkommensplakat entsteht – mehr als 20 Meter malen Kinder ihre guten Wünschen auf das Transparent.

2016 Der Kongress der geflüchteten Jugendlichen. Es war, da waren sich auch Politik und Medien einig, eine herausragende Leistung der gerade Angekommenen. Der Film
Der Kongress
Kongress der geflüchteten Jugendlichen
05/2016
Geflüchtete Jugendliche erforschen in einem Kongress ihre Zukunft
In unzähligen Kongressen und Tagungen zerbrechen sich Expert*innen den Kopf über diese Jugendlichen. Aber sie, die Jugendlichen, sind die eigentlichen Expert:innen, weil sie Erfahrungen gemacht haben und mitbringen, die wir nicht haben. Sie haben in der Heimat und unterwegs schreckliche Situationen erleben müssen, haben alles verloren und wurden in eine völlig fremde Umgebung gestoßen.
Das FRIEDENSBAND-Team bestand aus Günter Haverkamp und Thalia Tissen (Idee und Moderation) und Jasmin Malonde, Klara Stein, Tanja Stöffken.
Am 03. Mai 2016 fand von 08.00 bis 13.00 Uhr der Kongress geflüchteter Jugendlichen in der Aula der Gemeinschaftshauptschule Dumont-Lindemann-Schule in Düsseldorf statt. Beteiligt waren die zwei Klassen SE 1 und SE 3 (SE= Seiteneinsteiger) in denen jeweils etwa 15 Jugendliche aus verschiedenen Ländern (Syrien, Afghanistan, Armenien, Irak, Mazedonien, Polen u.a.) auf den Regelunterricht vorbereitet werden.
Zusammen mit den zugewanderten Jugendlichen der Klassen SE1 und SE3 hatten wir zuvor Themen im Projekt „Zukunft – eine Falle“ erarbeitet, die den Jugendlichen und unserer Gesellschaft auf den Nägeln brennen.
Dieser Kongress sollte die Jugendlichen anstoßen, nach dem Spruch „Leben und leben lassen“ ihre aktuelle Situation und ihre Zukunft zu erfassen. Im Mittelpunkt steht wie bei fast allen Projekten von FRIEDENSBAND die Meinungswand: Aus einer 50-Meter-Papierrolle (61 cm breit) wird ein mehrere Meter großes Stück geschnitten und zusammen mit dicken Filzschreibern auf den Boden gelegt. Das hat Aufforderungscharakter, dem sich die Jugendlichen kaum entziehen können.
Das Video
Der Kongress wurde begleitet vom Filmemacher Christian Deckert. Für seine behutsame, sich nie einmischende Filmarbeit, aber auch für seine Tipps inhaltlicher Art herzlichen Dank! Sein Video gibt die Atmosphäre sehr gut wieder: Das Video zum Kongress, gedreht von Christian Dechert
Schritt 1: Was ist Freiheit?
Wir wollten die Jugendlichen dort abholen, wo sie gerade den größten Vorteil ihrer jetzigen Situation sehen: In Freiheit und Sicherheit leben zu können
Im Stuhlkreis sitzen die 30 Jugendlichen. In der Mitte liegt die Meinungswand mit einem Piktogramm in der Mitte: Ein Mann auf einem Gipfel breitet in großer Geste seine Arme aus. Ein starkes Freiheitsgefühl liegt in diesem Bild.
Den Jugendlichen sagen wir dazu: „Freiheit endet dort, wo sie einem anderen diese wegnimmt. Was passiert, wenn ich meine Arme weit ausbreite wie der Mann auf dem Piktogramm?“ Prompt ahmt ein Mädchen das nach, zum Entsetzen ihrer Nachbarn, die plötzlich ihre Arme vor dem Gesicht haben. Jeder versteht dieses Bild. Andere machen das nach. Sie spüren, das falsch verstandene Freiheit die Unfreiheit des Nachbarns sein kann.
Nun stürzen sich die Jugendlichen auf die Meinungswand und schreiben ihre Assoziationen zu FREIHEIT auf. „Keine Angst haben müssen“ – „Respekt“ – „Glück“ – „Sein Leben leben“ – „Schule“ – „Eigene Meinung“ – „Reisen“. Die einzelnen Stichworte werden intensiv besprochen.
Bei der Nachbesprechung ist den Jugendlichen besonders das Wort „Respekt“ und „Sein Leben leben“
Schritt 2: Was ist Gastfreundsachaft?
In ihren Herkunftsländern ist die Gastfreunschaft eine besondere Verpflichtung. Deswegen knüpfen wir die Überlegungen über ihre Zukunft an diese Tradition.
In einem Sketch testen die Jugendlichen zwei Situationen aus: Einmal sind es die Gastgeber, denen die Gäste das Leben schwer machen und ein anderes Mal die Gäste, die von den Gastgebern schlecht behandelt werden.
Alle schauen gebannt zu, was da auf der Bühne der Aula stattfindet und darüber wird hinterher auch sehr intensiv diskutiert.
Schritt 3: Welche Vorurteile haben wir?
Wir alle haben Vorurteile. Dabei sind einige, über die man lachen kann, andere, über die man sich ärgern kann. Könnt ihr über uns, die Deutschen lachen? Welche Vorurteile kennt ihr, vielleicht auch euch selbst gegenüber?
Auf der Meinungswand kommt einiges zusammen: „Mädchen sind intelligent – Jungs sind dumm“ schreibt ein Mädchen. Prompt steht ein Junge auf und dreht den Satz mit Pfeilen um – heftige Reaktionen bei den Mädchen! – „Alle Männer sind alle gleich“ – „Aggressive Männer“ kommt von den Mädchen. Aber auch: „Flüchtlinge wollen nur unser Geld“ – „Deutsche sind pünktlich“ – „Polen klauen“. Es machte den Jugendlichen großen Spaß, die Rollen zu verdrehen, sich selbst zu verunglimpfen und darüber zu lachen.
Schritt 4: Der weiße Ritter
Frage an die Jugendlichen, ob sie in ihrer Kultur auch eine Figur kennen, die für das Gute steht. So wie der tapfere weiße Ritter, der die Frauen schützt und den Armen hilft und Unrecht bekämpft. Alle kannten eine solche Gestalt aus ihrer Kindheit.
Die Vorstellung, im Zweifelsfall an dieses Ideal anzuknüpfen, wenn sie in der neuen Welt nicht genau wissen, was gut ist und was nicht, gefiel den Jugendlichen.
Schritt 5: Fußstapfen
Zur Auflockerung malten die Jugendlichen zwischendurch Fußstapfen aus, die den Weg symbolisieren sollten, den sie in ihrer Herkunftsgesellschaft bereits zurückgelegt haben, den des Weges zu uns und den natürlich, den sie noch in unserer Gesellschaft vor sich haben.
Das wurde ein spannender Prozess, der mehr Zeit in Anspruch nahm, als gedacht. Die Jugendlichen waren sehr mit ihren Fußstapfen und dem Weg, den ihre Füße genommen haben beschäftigt.
1. Arbeitsgruppe „Frauenrechte“
Eine reine Mädchengruppe sollte sich mit den Rechten beschäftigen, die sich in Deutschland erhoffen
Diese Arbeitsgruppe bestand aus neun Mädchen. Sie sollten die Gelegenheit haben, sich ungestört mit ihren Vorstellungen einer Rolle als Frau in unserer Gesellschaft zu beschäftigen. Welche Rechte und Möglichkeiten haben Frauen in ihrem Heimatland – welche hier? Welche werden auch hier von ihrer familiären Umgebung eingeschränkt? Was können und wollen sie fordern?
2. Arbeitsgruppe „Meine Schwester – deine Schwester“
Eine reine Jungengruppe sollte sich mit ihrem Frauenbild beschäftigen. Dazu hatten wir ein eher anzügliches Coverfoto von einer Bon Prix-Zeitschrift gezeigt.
In dieser Arbeitsgruppe setzten sich die Jungens mit ihren Frauenbildern auseinander. Der Titel deutete darauf hin und so haben wir es auch eingeleitet: „Du möchtest, dass deine Schwestern Respekt entgegen gebracht wird.“ Und mit dem Verweis auf das Coverfoto: „Nimm an, das ist meine Schwester. Würdest du ihr auch mit Respekt entgegentreten?“ Das war für die Jugendlichen nicht leicht und es gab viele Diskussionen darum.
Wie stehen die Jugendlichen zur Gewalt? Sind sie bereit sich für die Rechte der Frauen einzusetzen – für deutsche und für Frauen ihrer Kultur? Gab es in ihrer Kindheit einen Helden, der gut war, Frauen schützte und sich für das Gute einsetzte? Können sie ihm nacheifern, auch in Deutschland mit seinen Freiheiten?
3. Arbeitsgruppe „Gastgeber“
Jugendliche versetzen sich mit die Rolle des Gastgebers auseinander. Was sind seine beinahe heiligen Pflichten in ihrer Heimat, die dem Gast die Tür öffnet und ihn willkommen hießt.
Ja, diese Pflichten wurden sofort auch benannt, zeitgleich brachten die Jugendlichen aber kulturübergreifend das Bild von Gäste zu Papier, die einfach nicht gehen wollen und die man nicht los wird, ohne das Gesicht zu verlieren.
4. Arbeitsgruppe „Gast“
In der anderen Arbeitsgruppe setzten sich die Jugendlichen mit der Rolle der Gäste auseinander. Wie soll sich ein Gast seinem Gastgeber gegenüber verhalten.
Respekt war ein wichtiger Begriff in dieser Runde. Einhellig wurde die Regel genannt, die Wünsche des Gastgebers zu respektieren und die Gastfreundschaft nicht auszunutzen.
Fazit der Arbeitsgruppen
Anschließend tauschten die Arbeitsgruppen ihre Erfahrungen aus. Die Mädchen waren viel selbstbewusster geworden, die Jungen hatten einige nachdenkliche Formulierungen.
Die Arbeitsgruppen „Frauenrechte“ und „Meine Schwester – deine Schwester“ tauschten ihre Vorstellungen aus und waren sich über die kulturellen Unterschiedlichkeiten einig: Es gilt, die Frauenrechte in der neuen Heimat zu übernehmen. Die Mädchen waren von der Herangehensweise begeistert und brachten ihre Wünsche deutlich und selbstbewusst vor. Aber es schien auch den Jungs deutlich geworden sein, dass sie die Mädchen respektieren müssen. Oft wurde gesagt, dass es in ihrer Heimat anders ist, dass sie es aber gut finden, dass es hier den gegenseitigen Respekt gibt.
Auch die beiden Arbeitsgruppen „Gastgeber“ und „Gast“ haben die Regeln, die einer guten Gastfreundschaft auf beiden Seiten zu beachten sind, notiert und sich Gedanken darüber gemacht. Sie sahen viele Parallelen zu dem Leben hier in Deutschland. Es gibt den Gastgeber und sie sind die Gäste. Bis, und das schien ein Wunsch vieler zu sein, sie selbst hier Gastgeber sind und Gäste annehmen können.
Plenum und Resolution
Leider war uns die Zeit davongelaufen und so konnten wir das Plenum und damit die Resolution nicht mehr entwickeln, bevor die Journalist:innen und Politiker:innen dazukamen. Die aber waren dann Zeuge eines Prozesses, den sie fast nicht glauben konnten.
Von den vier Arbeitsgruppen wurden die wichtigsten Kernsätze und Regeln, die die Jugendlichen erarbeitet hatten, auf dem Resolutionstransparent zusammengetragen.
- Frauen dürfen Politik machen
- Frauen dürfen jeden Beruf ausüben
- Frauen haben das Recht auf Bildung
- Gäste müssen sich respektvoll verhalten
- Gäste müssen freundlich sein
- Gäste müssen dankbar sein
- Gastgeber sollten nett sein
- Die Kommunikation zwischen Gastgeber und Gast muss stimmen
- Wir respektieren uns gegenseitig
- Wir unterstützen die Frauen
- Männer und Frauen sind höflich zueinander
- Gastgeber soll auf Wünsche eingehen
Es war eine fast feierliche Stimmung bei den Jugendlichen, als sie nach und nach ihre Resolution entstehen sahen, die sich an sie selbst ebenso wie an die Gesellschaft in Deutschland richtete.
Die JournalistInnen von Rheinischen Post und Neuer Rhein Zeitung schrieben intensiv mit und befragten anschließend die Jugendlichen, Lehrer:innen und Mitarbeiter:innen von FRIEDENSBAND.
Mitten unter den Jugendlichen saß auch die grüne Landtagsabgeordnete Karin Schmitt-Promny. Im Schlusswort wandte sie sich an die Jugendlichen und bedankte sich für das Bild, das sie mitnehmen wolle. Die Ernsthaftigkeit, mit der sich die Jugendlichen den gesellschaftlichen Themen und ihrer eigenen Zukunft widmeten, habe einen großen Eindruck auf sie gemacht und sie sprach sich dafür aus, solche Projekte mit geflüchteten Jugendlichen weiterzuführen.
Jugend im Arrest
Niemand sitzt ohne Grund
Wir haben sehr gern Workshops hinter Gittern durchgeführt und spannende Begegnungen erlebt.

Bezug zum Strafvollzug
Günter Haverkamp hatte in den Jahren 1975 – 1980 zunächst in der JVA Werl, dann in der JVA Willich-Anrath junge Strafgefangene ehrenamtlich betreut.
Jugendarrestanstalt Essen 2013 – 2015
2013 erhielten wir die Anfrage der JAA Essen, ob wir Workshops für den Wochenendvollzug
Amtlich hieß unsere Tätigkeit: „Durchführung von Workshops im Rahmen von freizeitpädagogischen Maßnahmen in der Jugendarrestanstalt Essen“
Dafür sind wir jeden zweiten Sonntag vormittags für 150 Minuten nach Essen-Kettwig gefahren und haben Workshops durchgeführt.
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Workshop im Jugendarrest Essen.Wir haben das Bildungsprogramm leicht verändert. Nach wie vor beginnen wir mit den Themen Werbung und Verführung. Was bezweckt Werbung und worauf fallen wir hinein. Im nächsten Schritt zeigen wir aber einen Werbefilm der Bundeswehr, in dem eine Schnupperwoche für Minderjährige angepriesen wird. Hier spinnen die Jugendlichen den Faden selbst weiter und entwickeln eine Geschichte zu einem der Teilnehmer im Werbefilm. Bleibt das, was so nach schöner heiler Welt aussieht bestehen? Dann kommt das Thema PTBS, posttraumatische Belastungsstörung. Wir besprechen die Kehrseite von Abenteuer, Kameradschaft und Grenzen erfahren. Die Anzahl der traumatisierten Soldaten ist sprunghaft gestiegen. Was bedeutet das? Die Gespräche werden da schon intensiver. Dann kommt das Thema Kindersoldaten und der Film „Ich habe getötet“. Die Situation ist schwer zu ertragen und führt zu einer Veränderung der Gespräche.
Planung 2013
Sonntag, 06. Oktober 2013
FRIEDENSBAND beginnt eine Serie von Workshops für die 14-16jährigen. Sie sitzen für ein oder mehrere Wochenenden im sogenannten Warnschußarrest. Freitag nachmittag kommen sie, liefern alle Geräte (Handy, MP3-Player etc) ab und verleben einige Tage ohne Ablenkung, meist allein in ihrer Einzelzelle. Heute haben wir in den zwei Gruppen (einmal 6 und einmal 5 Jugendliche) die Verführung durch Werbung (Apple-iPhlone-4s), die Arbeitsbedingungen bei Foxconn und die Finanzierung Träumen im Mittelpunkt gestellt. Spannend war der Vergleich der unhaltbaren Lebensbedingungen der ArbeiterInnen in China mit problematischen Lebenssituationen hier.
Sonntag, 21. Oktober 2012
Erster Workshop im Jugendarrest Essen
Nein, der erste Workshop im Jugendarrest Essen verlief alles andere als glatt. Vorbereitet auf das Thema Rassismus, musste ich feststellen, dass diese Jugendlichen mit DEM Rassismus keine Probleme hatten. Sie sind aufgewachsen in den Arbeitervierteln von Duisburg, Gelsenkirchen und Essen und ihre Freunde kommen aus allen Teilen der Welt. So wechselte ich zum Thema Kindersoldaten und da wurde es spannend. Da müssen wir jedenfalls noch viel verändern, wenn wir diese Jugendlichen wirklich erreichen wollen. Im November werden wir das zeigen dürfen. (Günter)
Sonntag, 24. November 2013
FRIEDENSBAND war heute zum fünften Mal im Jugendarrest in Essen und veranstaltete den dafür konzipierten Workshop. Dieser wird im zweiwöchigen Rhythmus dort angeboten. Im ursprünglichen Ablauf standen „Smartphones“ im Mittelpunkt. Die Situation der ArbeiterInnen in China und die Werbung, mit der sie verführt werden, ist für die Jugendlichen spannend. Jetzt wurde der Workshop noch um den Film „Balljungs“ erweitert. Darin wird das das Leben von pakistanischen Kindern dokumentiert, die in Sialkot Fußbälle herstellen müssen. Die beiden Themen „Smartphones“ und „Fußball“ sind dabei sehr gute Anknüpfungspunkte an die Welt der Jugendlichen, da meist zumindest eines von beiden eine große Rolle dort spielt. Dementsprechend gut kommt der Workshop bei ihnen an. Regelmäßig ist zu hören, dass dies alles sehr interessant war und man sonst zu wenig davon mitbekommt. Denn nicht wenige betrachteten vorher ein Smartphone rein als neutrales Produkt und nicht als einen Gegenstand mit Geschichte und wirtschaftlich-politischen Hintergrund. Durch die in den Filmen und den Arbeitsmaterialien vermittelten Informationen sowie der anschließenden Besprechung erfuhren die Jugendlichen viel über Arbeitsbedingungen in anderen Ländern und zeigten sich auch sehr häufig schockiert darüber (Da gehe ich doch lieber zur Schule). Interessant wurde es auch hier wieder wenn die Jugendlichen Vergleiche zwischen ihrem und deren Leben zogen.
Sonntag, 8. Dezember 2013
FRIEDENSBAND bot heute das sechste mal in der JAA Essen den Workshop über Verschuldung an.
Die Jugendlichen Straftäter sitzen hier von Freitag Abend bis Montag Morgens ein. Hier erleben sie was die Konsequenzen sind die auf sie zukommen wenn sie ihr verhalten nicht überdenken. FRIEDENSBAND bietet jeden Sonntag für die Jugendlichen einen dafür konzipierten Workshop zum Thema moralischer und finanzieller Verschuldung an. Hier erfahren sie unter welchen ausbeuterischen Bedingungen Smartphones und Fußbälle hergestellt werden und warum sie auch durch den Kauf dieser Produkte diese unterstützen. Die anfangs zumeist demotivierten Jugendlichen zeigen rasch nach Beginn aber ein reges Interesse an den Thema und beschäftigen sich 2 ½ – 3 Stunden lang über verschiedene Methoden damit.
Planung 2014
Sonntag, 26. Oktober 2014
Workshops im Jugendarrest
FRIEDENSBAND bietet seit dem 28 September 2014 wieder regelmäßig Workshops in der JAA Essen an. Im Zweiwochentakt erhalten die dortigen Jugendlichen und jungen Erwachsenen die Möglichkeit sich mit Kinderarbeit sowie unfairen Produktionsbedingungen auseinanderzusetzten.
Anhand der Beispiele von Smartphones und Fußbällen erfahren die Jugendlichen z.B. das unsere Fußbälle teilweise von pakistanischen Kindern hergestellt werden und welche Probleme Kinderarbeit nach sich zieht. Ebenso wird auch der pakistanische Staat und sein politisches System betrachtet um zu erfahren warum es keinen effektiven staatlichen Schutz vor Kinderarbeit in Pakistan gibt. Der Workshop lässt aber noch genug Raum für Diskussionen und kritische Fragen. Auch weiterhin wird der Workshop von FRIEDENSBAND von den Teilnehmern positiv aufgenommen.
Sonntag, 30. März 2014
„ist die Welt halt“ – „Ich interessiere mich nicht für Politik“ – „Wenn ich ein Handy kaufe, kaufe ich nur ein Handy“. Mit solchen oder ähnlichen Meinungen gehen viele Teilnehmer sonntags in den Workshop der JAA Essen. Dieser wird alle zwei Wochen von FRIEDENSBAND angeboten und bietet den straffällig gewordenen Jugendlichen (und jungen Erwachsenen) eine Einführung in entwicklungspolitische Problemstellungen. Sie erfahren zum Beispiel das Dreiviertel aller Fußbälle in einer pakistanischen Stadt hergestellt werden und an diesem Prozess auch massiv auf Kinderarbeit zurückgegriffen wird. Weiter geht es um Programme zur Bekämpfung von Kinderarbeit und kommerzielle Alternativen (z.B. Fair-Trade). Zu guter Letzt dieses Programmpunktes setzten sie sich auch mit den politischen Strukturen Pakistans auseinander, dass die meisten Jahrzehnte seiner Existenz eine repressive Militärdiktatur war. Der Workshop wird regelmäßig gut aufgenommen und fand zum 13. Mal statt.
Sonntag, 2. März 2014
FRIEDENSBAND bot heute das 11. Mal in der JAA Essen den Workshop über Verschuldung an. Jugendliche sitzen hier von freitags bis sonntags ein, nachdem um ihre Jugendstrafe abzusitzen. Im Hintergrund geht es darum, wo und unter welchen Umständen Fußbälle und Smartphons produziert werden. Sie beschäftigen sich damit, welche Tricks in der Werbung angewendet werden, um sie zum Kaufen zu verführen. So lernen sie hier, dass z.B. ein Fußball nicht nur ein Produkt im Geschäft ist, sondern immer auch eine Geschichte damit verbunden ist. So werden viele Fußbälle von Kindern hergestellt. Sportkonzerne geben das Geld lieber für teure Werbung aus, als Faire Löhne zahlen. Da ca. ¾ aller Fußbälle in Pakistan produziert werden, lernen sie auch die Geschichte des Landes kennen. Anhand von Auszügen aus dem Buch „Brennpunkt Pakistan“ von Christian Wagner können sie selbständig herausarbeiten das Pakistan viele Jahrzehnte eine Militärdiktatur war und mit Korruption zu kämpfen hatte. Der Workshop wird regelmäßig von allen Teilnehmern positiv aufgenommen
Sonntag, 19. Januar 2014
Eingesperrt von Freitags bis Montags. Straffällig gewordene Jugendliche sitzen hier im Essener Jugendarrest das Wochenende ein und erleben hautnah wie es sich anfühlen könnte in einem echten Gefängnis zu sitzen. FRIEDENSBAND bietet jeden Sonntag diesen Jugendlichen einen Workshop zum Thema Verschuldung an. Sie lernen wo und unter welchen Umständen Fußbälle und Smartphones produziert werden. Sie beschäftigen sich damit, welche Tricks in der Werbung angewendet werden, um sie zum Kaufen zu verführen. Der Workshop wird regelmäßig von allen Teilnehmern positiv aufgenommen und führte auch zu selbstkritischen Vergleichen mit ihrem eigenen Lebenslauf. Nicht selten nutzen die Jugendlichen die Diskussion um die Produktionsbedingungen, um ihre Gefühle einmal frei äußern zu können.
Planung 2015
Sonntag, 15. Februar 2015
Jugendarrest Essen – Veränderung unseres Bildungsprogramms
Workshop im Jugendarrest Essen.Wir haben das Bildungsprogramm leicht verändert. Nach wie vor beginnen wir mit den Themen Werbung und Verführung. Was bezweckt Werbung und worauf fallen wir hinein. Im nächsten Schritt zeigen wir aber einen Werbefilm der Bundeswehr, in dem eine Schnupperwoche für Minderjährige angepriesen wird. Hier spinnen die Jugendlichen den Faden selbst weiter und entwickeln eine Geschichte zu einem der Teilnehmer im Werbefilm. Bleibt das, was so nach schöner heiler Welt aussieht bestehen? Dann kommt das Thema PTBS, posttraumatische Belastungsstörung. Wir besprechen die Kehrseite von Abenteuer, Kameradschaft und Grenzen erfahren. Die Anzahl der traumatisierten Soldaten ist sprunghaft gestiegen. Was bedeutet das? Die Gespräche werden da schon intensiver. Dann kommt das Thema Kindersoldaten und der Film „Ich habe getötet“. Die Situation ist schwer zu ertragen und führt zu einer Veränderung der Gespräche.
Sonntag, 15. März 2015
Thema Kindersoldaten im Jugendarrest
Bei diesem Workshop hatten wir nur sechs Jugendliche in der Gruppe. Dadurch war die Arbeit natürlich umso intensiver. Wie beim letzten Mal begannen wir mit Werbung und ihren Einflüssen auf unser Handeln. Dann wechselten wir mit einer Bundeswehrwerbung zum Thema Konflikte. Das vertieften wir mit einem Bericht über P’TBS – der posttraumatischen Belastungsstörung. Am Ende stand wieder der Film „Ich habe getötet“ und damit die beeindruckenden Bilder von jungen Menschen, die völlig traumatisiert über ihr Leben berichten.
Jugendarrestanstalt Düsseldorf
GewaltMal im Jugendarrest
Freitag, 21. September 2012
Mit dem heutigen Besuch im Jugendarrest Düsseldorf beginnt unsere Arbeit mit den dortigen Jugendlichen. Das wird spannend. Es gibt ein Interview mit dem Leiter, dass ganz viele Informationen gibt und dann gibt es eine Menge Podcasts von Arrestanten, die über sich und ihren Aufenthalt erzählen.
Dienstag, 11. September 2012
Mit dem heutigen Besuch im Jugendarrest Düsseldorf beginnt unsere Arbeit mit den dortigen Jugendlichen. Das wird spannend.
Aktion Rote Hand JAA Düsseldorf 2015
Sonntag, 15. März 2015
Thema Kindersoldaten im Jugendarrest
Bei diesem Workshop hatten wir nur sechs Jugendliche in der Gruppe. Dadurch war die Arbeit natürlich umso intensiver. Wie beim letzten Mal begannen wir mit Werbung und ihren Einflüssen auf unser Handeln. Dann wechselten wir mit einer Bundeswehrwerbung zum Thema Konflikte. Das vertieften wir mit einem Bericht über P’TBS – der posttraumatischen Belastungsstörung. Am Ende stand wieder der Film „Ich habe getötet“ und damit die beeindruckenden Bilder von jungen Menschen, die völlig traumatisiert über ihr Leben berichten.
Solidarität üben

Solidarität mit Susanne Osthoff
Als Journalisten beobachteten wir die Berichterstattung um Susanne Osthoff mit Sorge. Es gibt kein Land auf der Welt, wo eine Entführte jemals während ihrer Gefangenschaft in Frage gestellt wurde. Sehr früh sorgte eine negativ gestimmte Presse dafür, dass keine Solidarität mit der Entführten aufkam.

2005 Susanne Osthoff wurde entführt und niemand solidarisierte sich mit ihr. Unzählige Jugendliche setzten sich in unserer bundesweiten Aktion für sie ein. Starker Partner die Leipziger Nikolaikirche.
Als mehrere Wochen nach der Entführung von Susanne Osthoff immer noch keine öffentliche Anteilnahme für die Entführte spürbar wurde, organisierte Aktion Weißes Friedensband zusammen mit Action Medeor eine bundesweite Aktion. Wir wurden unterstützt von CARE International und B.I.C.C.. Mit einem gemeinsamen Aufruf, einem Aktivbrief und einer Unterschriftenliste wandten wir sich vor allem an die Jugendlichen. Es gab eine große Welle der Solidarität von Schülerinnen und Schülern, aber auch von Firmen, Behörden, Medien für die Entführte.
Die Schüler der Realschule reagierten prompt und sehr kurzfristig: Im außerschulischen Bereich in ihrer Umgebung und in den Pausen sammelten sie innerhalb von einer Woche mehr als 1.400 Unterschriften.

Die Aktion vor dem Kölner Dom war sehr wichtig für die Jugendlichen.
Solidarität mit dem entführten Rudolf Blechschmidt

2007 Rudolf Blechschmidt wurde entführt und seine Familie nahm sofort Kontakt mit uns auf. Gern halfen wir mit unserem Wissen und Kontakten, sodass wieder eine gute Soldaritätsaktion entstand. Wir koordinierten auch nach seiner Freilassung die Medienarbeit.
Solidarität mit den entführten Leipziger Ingenieuren

2006 Solidarität mit den beiden entführten Leipziger Ingenieuren. Wir konnten mit den Erfahrungen eine bundesweite Solidaritätsaktion auf die Beine stellen – gestützt vor allem von Jugendlichen. Starke Partner die Leipziger Nikolaikirche und die Düsseldorfer Johanneskirche.
Aidskampagne – Solidarität mit Südafrika

Aidskampagne 2005
Ganz Kerpen auf den Beinen. Ist es möglich, 10.000 Unterschriften innerhalb von 2 Stunden für die Aidskampagne zu sammeln? Die Kinder wollten es wissen.Wir haben zu dieser herausragenden Aktion ein eBook erstellt. Lesen
Fairer Handel: Die Rheinische Affaire

Fairer Handel hilft
Die Rheinische Affaire
Weiterlesen
2000 konnte die fair gehandelte Kaffeemarke „Die Rheinische Affaire“ starten. In fast allen Städten entlang des Rheins wird der Kaffee als Städtekaffee getrunken. Wir konnten in den ersten Jahren die Webseite organisieren.
Flutkatastrophe: Kleines Geld für große Not
Flutkatastrophe 2004
Kleines Geld für große Not

Flugkatastrophe Weiterlesen
Unmittelbar nach Bekannt werden der Flutkatastrophe haben wir terre des hommes eine gemeinsame Aktion angeboten. Wir entwickelten ein Logo, den Slogan und die Texte und richteten eine Webseite ein mit Anregungen und Ergebnissen.
Etwa 100 Schulen nahmen an der Aktion teil und überwiesen 40.000 €. Die Jugendlichen hatten tolle Ideen, um bei den Erwachsenen Geld zu sammeln: Kuchenverkauf, selbstgemalte Bilder versteigern, eine Sonderausgabe der Schülerzeitung verkaufen …
Aktivgruppen
2005 – 2014
Aktivgruppen

Kerpener Aktivgruppen

2005 beschrieben wir bei unserem ersten Besuch in der Realschule Kerpen die Situation von Aids-Kranken in Südafrika, denen die Medikamente verweigert wurden.

2006 wurde die Aktivgruppe MENSCHENRECHTE in der Paulskirche von UNICEF ausgezeichnet und von Bundesministerin Heidemarie Wieczorek-Zeul begrüßt.
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Die Aktivgruppen haben an mehreren Wettbewerben teilgenommen. Zwei Aktivgruppen wurden JuniorBotschafter von UNICEF. Beim WDR Kinderrechtepreis reichte es zwar nicht für den ersten Platz, aber in der Broschüre des WDR zur Preisverleihung werden die Aktivgruppen zur Nachahmung empfohlen. Bei dem Wettbewerb „Be Fair – Be Friends“ wird die Aktivgruppe Fair Friends sicherlich einen der vorderen Plätze belegen.
Die Jugendlichen erhalten jedoch auch den offiziellen NRW-Ehrenamtlichen-Nachweis für ihre Arbeit. Dies unterstützt sie bei der Suche nach einem Ausbildungsplatz.

2006 Übungsstunde: Gemeinschaft üben
Was brauchen wir, um unsere Vorstellungen einer anderen Gesellschaft durchzusetzen. Die Jugendlichen versuchten, das Auto der Lehrerin zu bewegen und merkten, es geht nur, wenn viele mitmachen.
Das Konzept
Gemeinsam mit einem Psychologen entwickelten wir das Aktivgruppen-Modell. Aktivgruppen sollten innerhalb der Schule einen sozialen Raum schaffen, in dem das Mitarbeiter ungeschriebenen Regeln unterworfen wird. Die Arbeit in einem Solidarverband schafft automatisch ein soziales Denken und hat Einfluss auf die Handlung des Einzelnen.
Durch Solidaritätsgefühl konnten auch Konflikte zwischen den Schülern gelöst werden. So war eine Mobbingsituation zwischen zwei Schülerinnen durch das Zugehörigkeitsgefühl zur Gruppe zu lösen. Soziale Bindungen auch untereinander sind gestärkt worden. Die Atmosphäre in Gruppe und Schule wurde verbessert. Schülerinnen und Schüler, die aus der Rolle fielen, wurden eingefangen.
Aktivgruppe Menschenrechte
In den Aktivbriefen ruft Aktion Weißes Friedensband dazu auf, Aktivgruppen zu bilden. Das sind oft ganze Klassen, die sich einen Namen geben. Oder es geht von aktiven Jugendlichen aus, die in ihrer Freizeit Solidaritätsarbeit leisten wollen. Abgesprochen mit und unterstützt von den großen Menschenrechtsorganisationen soll den Jugendlichen damit die Möglichkeit gegeben werden, aktiv zu bleiben. Den Lehrern bieten wir unsere Unterstützung an – in Form von ausgereiften Aktionsvorschlägen, Material und Referenten für den Unterricht und mit Seminaren. Darin trainieren die Jugendlichen Ideen entwickeln, Kampagnen entwerfen und durchführen, Teamarbeit zu lerenen, Partner suchen und Medien einbinden.
Spenden, Förderungen und Partner

Spenden

2008 Droemer Knaur-Verlag spendet 2.000 Euro aus dem Verkauf von „Feuerherz“ von Senait Mehari. Es waren sehr herzliche Gespräche vorausgegangen.

2012 – heute: Eine Düsseldorfer Ärztin überweist seit vielen Jahren jeden Monat 30 Euro für unsere Runde Tische FGM_C. Aktuell sind das also mehr als 5.000 Euro! Das tut gut.

2022 Ernst & Young – Maren Broer arbeitete bei EY und engagierte sich bei uns. Sie beteiligt uns an einem internen Ehrenamtswettbewerb, wirbt unglaublich und holt den 1. Preis: Eine Spende von 15.000 Euro.
Förderungen

Zwei große Projekte konnten wir mit der Stiftung Umwelt und Entwicklung finanzieren

Acht Projekte in der Größenordnung von durchschnittlich 8.000 Euro, konnten wir mit Hilfe des Landesjugendamtes Rheinland durchführen

Etwa 20 Projekte von ca. 4.000 bis 5.000 Euro konnten wir mit Engagement Global finanzieren.

Zwei kleinere Projekte, vor allem aber jetzt der Runde Tisch Deutschland, wird von der GlücksSpirale finanziert

Über den Eine-Welt-Beirat konnten viele kleine Projekte teilfinanziert werden.
Die Ministerien
Der Runde Tisch NRW gegen Beschneidung von Mädchen wurde vom jeweiligen Fachministerium finanziert und die Treffen konnten fast immer im Ministerium selbst stattfinden.
2002 Ein heikler Termin: Der deutsche Außenminister am Tag vor 9/11 auf Wahltour in der Tonhalle Düsseldorf, die mit 16 Notausgängen schwer zu bewachen ist. Günter Haverkamp entwickelte ein deseskalierendes Konzept und koordinierte die Veranstaltung.

2004 Lehrkräften erhielten täglich einen Bericht der Tagesschau, aufbereitet für den Unterricht mit Quellen aus verschiedenen Ländern und mit Aktionsmöglichkeiten.

Medikamente für Dr. Ibrahim Foufana

Spendensammlung „Kleines Geld für große Not“
Seit Februar 2025 unterstützen wir Dr. Foufana regelmäßig mit kleinen Beträgen, damit er Medikamente kaufen kann.
Online-Spenden

Zeitschrift und Flüchtlingsrat
Die Zeitschrift ID ASYL

1986 gründete Günter Haverkamp die Zeitschrift ID ASYL, die monatlich bis 1991 Informationen zum Thema Asyl und Ausländerfeindlichkeit veröffentlichte.
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1980 traf ich auf dem Neusser Markt auf einen Stand des Komitees gegen Ausländerfeindlichkeit. Eine Woche später war ich bei der nächsten Sitzung und lernte viel über Asyl und Ausländerfeindlichkeit.
ID ASYL 1/86 Obwohl sie vom Layout eine Zumutung war, ist sie mit Begeisterung aufgenommen worden, weil es einfach nichts gab. 50 Seiten Informationen. Das hieß damals, viermal je 3 Stunden in der Stadtbücherei Zeitungen lesen.

ID ASYL 2/86 Kein bisschen besser vom Layout, aber langsam kam Routine in die Arbeit. Wurde auch Zeit, weil ich ja hauptberuflich die Spedition aufrechterhalten musste. Das war manchmal knapp.

ID ASYL 3/86 Immerhin bekam diese Ausgabe schon ein Cover. Struktur ist ebenfalls langsam zu erkennen. Inzwischen wurden von vielen Seiten Artikel eingesandt. Das sparte Zeit und machte das Angebot vielfältiger.

ID ASYL 4/86 Die Ausgabe wurde von der immer heftigeren Diskussion geprägt. Der Innenminister reizte mich, eine Zeichnung zu wagen.

ID ASYL 5/86 – Das Deckbatt ist verloren gegangen. Das Heft konnte drei Monate nicht herauskommen, weil Urlaub und die Speditionsgeschäfte dazwischen kamen. Die Diskussion in Deutschland wird härter!

1986 Ein Konica A3-Kopierer arbeitet tapfer Monat für Monat die Zeitungsauflage ab – oft genug mit einer Pause, weil bei rd. 5000 Seiten das Gerät heißlief. Konica half und wir durften zwei Auflagen auf den Riesengeräten in der Hauptverwaltung drucken!

1988 Als die Auflage derZeitung stieg, kam das Angebot eines Mitarbeiters, ob wir die A.B.Dick-Druckmaschine der Japanischen Industrie- und Handelskammen haben wollten, genau richtig. Sie wurde uns geschenkt!

Mit der Druckerei TIAMAT verbindet uns zahlreiche Druckaktionen. Waren es zu Beginn bis 1988 großzügige Drucke von Flyern, begann danach ein wechselseitiges Arbeitsverhältnis. Wir lernten von TIAMAT drucken – sie halfen uns bei allen Problemen – wir durften ab und zu mal etwas drucken, was uns finanziell half.

1990 kam dann das Superangebot. Wir bekamen eine komplette Druckerei von der Deutschen Post geschenkt… mit dem Drucker, der in den letzten 30 Jahren für die Post gedruckt hatte.


1988 gründete sich der Verein PROJEKT ID ASYL e.V. mit dem wir Dokumentationen wie das Themenheft FRAUEN – FLUCHT erstellen und die Arbeit des gleichnamigen bundesweiten Kongresses fortführen konnten.
Materialheft FRAUEN – FLUCHT, pdf, 75 Seiten

1994 wurde ich von Klaus Bednarz beauftragt, die antifaschistische Nachrichtenagentur WIR zu gründen. Wir haben 2 Jahre lang alternative Nachrichten für verschiedene Medien erstellt.
Weitere Informationen
taz: Keine linke dpa
Der Flüchtlingsrat NRW

1991 waren wir ein halbes Jahr mit der Organisation des Protestlagers der 800 Roma am Landtag NRW beschäftigt.

1990 besetzten 600 Roma den Kölner Dom und starteten den Bettelmarsch. Wir unterstützten die Pressearbeit und die Unterbringung der inzwischen 1200 Menschen in Düsseldorf.
Material
Plakate sind wichtig
Wir bieten einige Plakate aus unserer langjährigen Arbeit an, die viel visualisieren.

Die Plakate
Auf die Plakate, die von Eva Zimmermann gestaltet wurden, sind wir besonders stolz.

Plakat zur Aktion „GewaltMAL“
Jugendliche beschäftigten sich in Schulen, Jugendeinrichtungen und im Jugendarrest mit verschiedenen Varianten von Gewalt und bauten der Gewalt ein Denkmal.
Design: Eva Zimmermann

Plakat zum Projek „Die Falle“
Dieses Plakat begleitete die vielen Projekte, die wir unter dem Titel „Die Falle“ durchführten.
Design: Eva Zimmermann

Plakat zum Projekt „Mobil gegen Rassismus“
Das Plakat zur Aktion „wurde von Eva Zimmermann kreiert. „Mobil gegen Rassismus.
Design: Eva Zimmermann

Plakat zum Projekt „Aktion NEIN – Grenzen einhalten“
Die unendlich vielen Aktionen und Projekte wurden von diesem Plakat begleitet. Es hat viele berührt.
Design: Eva Zimmermann

Plakat zur Aktion „Faires Wahlcafè“
Wir haben viele Wahlen mit dem Projekt „Faires Wahlcafé“ begleitet. Es hat den Jugendlichen Einblick in politische Abläufe gebracht und die Möglichkeit, Wähler*innen ihre Positionen mitzugeben.
Design: Eva Zimmermann
