Die Aktionen sind teilweise in anderen Schulen wiederholt worden. Hervorgehoben haben wir nur die besonderen Aktionen.
Wir sind seit vielen Jahren aktiv. Unser Hauptaugenmerk liegt darauf, Jugendlichen ein Eingreifen zu ermöglichen. Wie nötig das ist, erleben wir gerade hautnah. Die Erwachsenen – und dabei besonders zu nennen die Männer

Sie haben Fragen?
Günter Haverkamp steht in der Online-Sprechstunde per Zoom zur Verfügung und beantwortet Ihre Fragen zu den Seminaren und Aktionen.
am 26.02.2026 von 10:00 bis 11:00 Uhr
Das ist ein ungünstiger Zeitpunkt? Einfach schreiben haverkamp@friedensband.de
Geplant und in Entwicklung

2026 Prof. Knie ist Mobilitätsforscher und wird mit Jugendlichen über die Zukunft diskutieren und was jetzt schon möglich ist. Mehr

2026 Prof. Reese forscht z.Zt. in Neuseeland und ist bereit mit Schulklassen über Verhaltensänderung im Umweltbereich zu sprechen. Mehr

Neue Lernstrukturen
für Kinder und Jugendliche
Die bisherigen Aktionen und Seminare

2024 Migration / Tunesien – Mirco Keilberth, taz, ZDF
Aus Tunis virtuell in der Klasse. Den Schüler*innen des Leo-Statz-Berufskollegs machte die Live-Schaltung mit Auslandskorrespondent Mirco Keilberth einen großen Eindruck. Wichtig war ihnen, dass ihre Fragen kompetent beantwortet werden.

2025 Rojava / Syrien – Dr. Robert Krieg, Autor
Workshop für eine Realschulklasse in Sachsen-Anhalt mit Filmausschnitten über die autonome Frauenbewegung in Syrien, die aktuell bedroht ist. Mehr

2025 Trump verstehen – Dr. Claus Hecking, SPIEGEL
Dr. Hecking, Spiegel-Auslandskorrespondent USA, half 4 Englischklassen, Trump zu verstehen. Die Jugendlichen waren fasziniert. Mehr

2025 Ferienbeschneidung / Jawahir Cumar
Jawahir Cumar und Günter Haverrkamp informierten darüber, dass in den Ferien Mädchen besonders gefährdet sind, beschnitten zu werden. Mehr
Aktion FAIRES WAHLCAFÉ

2005 verbanden wir mit der Aktion FAIRES WAHLCAFÉ den Gedanken des Fairen Handels mit der Bundestagswahl. Essener Schüler*innen machten eine Demo für das Wählen und luden in ihr Wahlcafé ein.
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Gemeinsam mit gepa, Plan International, EED und UNICEF forderten wir die Schülerinnen
und Schüler auf, in ihrer Schule neben den Wahllokalen ein Faires Wahlcafé einzurichten:
Erwachsene, die zur Wahl gingen, wurden mit einer Tasse fair gehandelten Kaffee belohnt.
In Essen demonstrierten Schülerinnen und Schüler für das Wählen. Sie hatten zuvor eigene
Flyer in die Briefkästen ihres Bezirks gesteckt. Für die Bundestagswahl boten wir diese
Aktion bundesweit an – diesmal unterstützt von gepa, TransFair, El Puente, DGB
Bildungswerk, Plan International und Weltladendachverband.

2014 Europawahl – deutsch-französisches Schulprojekt mit Wettbewerb zum Thema europäische Zusammenarbeit. Wahl der Preisträger auf dem Rheinturm, Vorstellung anschließend im Landtag NRW

2013 Bundestagswahl – Reges Treiben in den Wahlcafés. In Essen ist das schon Tradition. Bürger*innen verabreden sich zum Kaffee und gehen dann wählen. Die Jugendlichen nutzen es, um ihre Wünsche loszuwerden.
Gesetze in die Schule

2014 Projekt „Gesetze in die Schule“ – Kerpener Schüler*innen entwickeln eigene Vorstellungen zum Integrationsstärkungsgesetz des Landes NRW und tragen sie den Abgeordneten im Landtag vor.
Der Erwachsenenbericht
Die Bundesregierung, Shell und Andere interessieren sich seit jeher für das Verhalten der Jugendlichen. Sie nehmen junge Menschen unter die Lupe, um daraus Schlüsse für Gesellschaft, Wirtschaft, Medien und Politik ziehen zu können.
Das große Ungleichgewicht in unserer Gesellschaft wird aber nicht von Jugendlichen verursacht, sondern von Erwachsenen. Wer also untersucht die Erwachsenen, die für die Kriege, Klimakatastrophen, für Armut und Gewalt verantwortlich sind? Sie untersuchen sich selbst! Niemand wird das für eine vernünftige Vorgehensweise halten.
Wenn Jugendliche zu Recht beklagen, dass die Erwachsenen ihnen eine Welt hinterlassen, in der sie selbst ganz sicher nicht leben wollen, dann scheint es notwendig zu sein, dass sie ihr Recht auf Partizipation einlösen können.
Inhalt:
Im Erwachsenenbericht wird die Situation umgekehrt. Die Jugendlichen untersuchen das Verhalten und Handeln der Erwachsenen und bewerten es. Dabei könnte sich ein für beide Seiten fruchtbarer Prozess entwickeln.
Die Jugendlichen können Einfluss auf Politik und Gesellschaft nehmen und umgekehrt wird die Arbeit am Erwachsenenbericht den Jugendlichen ganz sicher neue Denkweisen für ihr eigenes Leben eröffnen.
Zielgruppe:
Im Pilotprojekt möchten wir eine Schuleklasse aus Sek I oder Sek II finden, die das Pilotprojekt durchführt. Wir sprechen dabei die Lehrer*innen und Schulleiter*innen an.
Mehtode:
Die Jugendlichen bekommen die Aufgabe, sich eigenständig eine Vorgehensweise zu erarbeiten, mit eigenen Fragen und Formen, mit denen sie die Erwachsenen untersuchen wollen. Wir unterstützen das mit Expert*innen zu den Themen, die sich die Jugendlichen gewählt haben. Es entsteht so ein Erwachsenenbericht, mit wir auf Landes- oder Bundesebene für ein großes Projekt werben wollen. Die Jugendlichen werden Gelegenheit haben, kommunalen Politiker*innen ihre Ergebnisse zu präsentieren und entsprechende Kinderrechte einzufordern. Aufgrund der vielen vorangegangenen Projekte sind wir in der Lage, diesen Prozess anzuleiten.
Der Erwachsenenbericht hatte keine Chance
Wir haben mit einem umfangreichen Konzept 2008, 2012 und 2018 versucht, Unterstützung für den Erwachsenenbericht zu finden. Weder die finanzielle, noch die ideelle Förderung für die Idee konnten wir finden. Schade.
Solidaritätsaktionen

2026 Dramatischer Beginn des Jahres: 6 Bulldozer fahren in das Flüchtlingslager in Tunis ein und zerstören die Zelte der Geflüchteten. Auch die Medizinstation von Dr. Foumata ist zerstört. Er braucht Hilfe. Mehr
Politik in Aktion

2010 – 2011
Ist Atomkraft vernünftig?
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2010 Atomkraft: Mit einer Gymnasialklasse vermittelten wir in 8 Workshops das Wissen. Die Botschaften der Jugendlichen gingen in Überraschungseiern an die Bundeskanzlerin .

2011 Mit dem Projekt RESTRISIKO reagierten wir auf die unfassbare Naivität der Politik, die Atomkraft ohne Berücksichtigung des Restrisikos in Gang gesetzt zu haben.
Kinder sind keine Soldaten

Aktion Rote Hand
Entstehung der Aktion: Das Themenforum
Zum 10.11.2003 haben wir alle Organisationen, die sich mit dem Thema Kindersoldaten auseinandersetzen, zu einer Themenkonferenz eingeladen. Es kamen die Referent*innen von Unicef, terre des hommes, Kindernothilfe, eed
Entstehung: Erste Schritte
2004 Red Hand Day und Aktionen

2004 organisierten wir, unterstützt von starken Kindernothilfe, terre des hommes und Unicef, den ersten Red Hand Day auf der Bildungsmesse didacta in Köln. Kurz vorher meldete sich Senait Mehari und kam spontan aus Berlin, um uns zu unterstützen.
Mehr als 10.000 Kinder und Jugendliche beteiligten sich an der Aktion Rote Hand. Zwei Jahre zuvor hatten Organisationen in Kongo, Bangladesh und Kolumbien Protestaktionen mit der roten Hand als Symbol durchgeführt. Danach wurde das Symbol von den Organisationen beibehalten, der 12. Februar als Red Hand Day jedoch nicht mehr öffentlich als Tag gegen den Missbrauch von Kindern als Soldaten begangen. Mehrere Hundert Fotos von Kindern und Jugendlichen, aber auch von Erwachsenen zeigten eine rege Beteiligung. Intensive nachfragen machten den Wert für die Beteiligten deutlich, ihre Fotos auf unserer Webseite wiederzufinden. Damit hat eine Aktionsform ihre Bestatigung gefunden, die sicherlich noch ofter von uns eingesetzt wird. Die Lehrerinnen und Lehrer bestatigten, dass die Jugendlichen im Unterricht intensiver mitarbeiteten, weil sie wussten, dass am Ende eine Aktion stand.
Die zentrale Pressekonerenz auf der Bildungsmesse didacta am 12.2. kam bei de Medien gut an. Mehr als 30 Schülerinnen und Schüler einer Realschulklasse in Dormagen präsentierten ihre Arbeiten – bis hin zu einem selbstgetexteten unnd -gesungenen Lied. Diese Klasse hatten wir auch alsbeitrag in der sendung logo! (ZDF-Kindersendung) platzieren können Aus Berlin hatten wir Senait Mehari geholt, die als ehemalige Kindersoldatin über ihre Situation sprach. Sie hatte im Grand Prix des Vorjahres als taz-Kandidatin den dritten Platz in der Vorausscheidung errungen. In vielen Sendern war sich begehrte Interviewpartnerin.
Daraus entwickelte sich eine intensive Zusammenarbeit und fortan bezeichnete Senait Mehari als Botschafterin des Weißen Friedensbandes und trug es bei öffentlichen Auftritten. In den folgenden Monaten schrieb sie das Buch „Feuerherz“ in dem sie ihre Erlebnisse niederschrieb. Es wurde ein großer Erfolg und stand viele Wochen in den Bestsellerlisten auf den vorderen Plätzen und wurde 100,000 mal verkauft. Senait sorgte dafur, dass wir auf den letzten Seiten des Buches eine Seite zur Darstellung bekamen. in der Folge unterstützten mehrere Leserinnen und Leser des Buches unseren Verein.
Mit einer riesigen roten Hand protestierten die Schüler*innen eines Kölner Gymnasiums und sendeten dieses Bild zeitgleich in die Pressekonferenz auf der didacta in Köln


2005 Red Hand Day und Aktionen

2005 Red Hand Day
organisierten wir den zweiten Red Hand Day in der Antoniterkirche Köln. Aus Kerpen kamen Schülerinnen und brachten ein riesiges Tuch mit ihren roten Händen – gerade rechtzeitig vor Beginn.

2005 Pressekonferenz mit Kindern
Das war für die Medien neu: Die Schulklasse machte auf die Journalist*innen größeren Eindruck als die Aussagen der Expert*innen.

2005 war uns wichtig, die Aktion Rote Hand im Salzmannbau zu organisieren, weil dies der Ausgangspunkt war, in dem die Aktion entwickelt wurde.

2005 Willy Brandt Gymnasium Köln
Nach intensiven Workshops waren die Jugendlichen begeistert, mit ihren roten Händen zu protestieren.

2005 Papsthügel / Marienfeld
Die Aktivgruppe Menschenrechte organisierte die größte Aktion Rote Hand des Jahres. Alle Kerpener Schulen beteiligten sich – 1.300 Jugendliche und machten da, wo der Papst gerade noch war, die Aktion. Minister Armin Laschet war begeistert.
Weiterlesen Papsthügel
Aktionen mit Schulen

2012 organisierten wir mit 6 Leuten einen offenen Aktionstag Kindersoldaten im Gymnasium Sundern. Die 5.- und 6. Klässler erarbeiteten sich in 5 Workshops das Wissen für eine Pressekonferenz, die alle stark beeindruckte.

2012 konnten wir in der Förderschule Solingen fünf Workshops zu Kinderrechten durchführen. Am Ende stand die Aktion Rote Hand mit Josef Neumann, Landtagsabgeordneter der SPD. Er war von den Jugendlichen sehr beeindruckt.

2009 Nach intensiven Workshops wollten die Jugendlichen der Hulda-Pankok-Gesamtschule an die Öffentlichkeit mit ihren Forderungen. So lernten sie, eine Pressekonferenz zu organisieren. Besonders spannend für sie war, wie ein Pressefoto entsteht.

2009 Altenburg/Thüringen: in der größten Halle organisierten wir einen Aktionstag für alle 5. und 6. Klassen der Stadt.

2005 Aktion Rote Hand zum Red Hand Day in der Realschule Kerpen. Die 700 Schüler*innen waren begeistert dabei, die rote Farbe auf die großen Leinwände aufzutragen.

2005 Große Aktion im Mädchengymnasium Neuss. Das war wirklich eine beeindruckende Performance

Aktionen im
Landtag und in Landesministerien NRW
Feier 60 Jahre NRW

2006 – 60 Jahr-Feier NRW
Von Minister Armin Lasched waren wir eingeladen, zusammen mit den Jugendlichen, die er in Kerpen kennengelernt hatt und Senait Mehari das Fest in seinem Ministerium zu gestalten.
Gesundheitsministerium NRW

2015 konnten wir mit einer Hauptschulklasse ein Veranstaltung zu Kinder in Kriegen mit dem Gesundheitsminister NRW und der Aktion Rote Hand durchführen.
Landtag NRW

2015 – Landtag NRW
2 Schulklassen konnten 2 Tage lang die Abgeordneten des Landtages NRW auf die Situation von Kindern in Kriegen ansprechen und mit ihnen die Aktion Rote Hand machen.

2020 Aktion Rote Hand im Landtag NRW. Die Sorgen von Innenminister Reul wurden durch persönlichem Einsatz ausgeräumt.

2012 – Berlin
Aktion Rote Hand im Bundestag
Weiterlesen Bundestag-Aktion
Wir konnten für das Bümndnis Kindersoldaten den Aktionstag Kindersoldaten mit 30 Kindern, im Bundestag gestalten. Sie interviewten mit den Abgeordneten und färbten ihre Hände rot.

Die Kinde und Jugendlichen präsentierten stolz ihre „Beute“, die roten Hände der Abgeordneten.

Familienministerin Kristina Schröder war begeistert und ließ sich auch gern von den Kindern interviewen.

2007 Evang. Kirchentag Köln: Wir testeten die neue Form der Aktion Rote Hand und wurden überrascht. Die Jugendlichen stürmten unseren Stand.

Weltkindertage am Rhein
Die wichtigesten Aktionen zum Weltkindertag

2006 Weltkindertag am Rhein und FRIEDENSBAND zum ersten Mal mit der Aktion Rote Hand dabei. Es wurde ein großer Erfolg.

2012 Weltkindertag am Rhein und FRIEDENSBAND ist wieder mit Crew dabei.

2015 Weltkindertag am Rhein und wir waren mit unserer Crew wieder dabei.

2018 Weltkindertag am Rhein. Die Aktion Rote Hand und die Malaktion machte den Kindern und unserer Crew sichtlich Spaß.

2009
Empfang beim Bundespräsidenten
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Für das Bündnis Kindersoldaten konnten wir mit Unterstützung von Wolfgang Niedecken einen Empfang bei Bundespräsident Horst Köhler gestalten. Seine Art mit den Kindern zu sprechen, impornierte uns sehr.
… und noch viele Einzelaktionen

2019 Viele Schulen waren unserem Aufruf zur Aktion Rote Hand gefolgt. Die feierliche Übergabe bei dem Düsseldorfer OB Thomas Geisel gefiel den Jugendlichen gar nicht. Er sagte, dass er die roten Hände in den Papierkorb werfen würde.

2006 Festival JUPP: von den beteiligten Jugendlichen wurde bei der Aktion Rote Hand der Wunsch geäußert, ihr Statement und ihren Namen ihrer Hand zuzufügen. Das nahmen wir sofort auf und veränderten die Aktion.

2009 Aktion Rote Hand in Hanau, gemeinsam mit dem Volksbund Deutsches Kriegsgräberfürsorge. Der Workshop mit den diesen Jugendlichen hat sehr viel Spaß gemacht.

2019 Die zweite Gruppe von Schulklassen verzichtete auf die Übergabe im Rathaus. Ein Anruf reichte und Stefan Engstfeld und Josefine Paul nahmen sich Zeit für einen Empfang im Landtag. Die Jugendlichen waren schwer beeindruckt.

2022 Corona: Aktion Rote Hand Landtag NRW virtuell. 70 Schüler*innen und 13 Abgeordnete nahmen teil und sorgten für eine lebendige Diskussion.

2023 Aktionskonferenz zum Red Hand Day konnten wir mit dem Außenministerium gestalten. Zwar war Ministerin Annalena.Baerbock verhindert, aber Staatssekretär Christian Lindner war dabei

2024 Übergabe der Botschaften des Leo-Statz-Berufskollegs an Mona Neubaur, Wirtschaftsministerin und stellvertretende Ministerpräsidentin

Der öffentliche Raum
Aktionen im öffentlichen Raum

2019 Aktion Rote Hand auf dem Schadowplatz Düsseldorf. Organisiert vom Gesundheitsamt.
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Kinderrechtefest auf dem Schadowplatz
Am 15. Juni 2019 dreht sich am Haus der Universität und auf dem Schadowplatz alles um Kinderrechte. Unter dem Motto „Give Kids a Voice – Kinderfest für Kinderrechte“ organisieren das Haus der Universität Düsseldorf und SOS-Kinderdörfer weltweit mit Unterstützung von Engagement Global, dem Schulamt der Stadt Düsseldorf und dem Kinderrechtebündnis der Stadt Düsseldorf ein Kinderfest anlässlich des 30. Jubiläums der UN-Kinderrechte.
Mit dabei natürlich auch FRIEDENSBAND mit der Aktion Rote Hand – stark unterstützt durch Engagement Global. Das hat mächtig Spaß gemacht. Wir konnten viele Gespräche führen mit Lehrer*innen und Menschen, die an den Kinderrechten interessiert sind – auch in anderen Teilen der Welt.
Und dann haben wir noch 35 Euro Spenden bekommen. Danke!

2006
Peter Maffay – „Begegnungen“
Mehr zu Peter Maffay und sein Album „Begegnungen“
Eintrag bei Wikipedia zum Album „Begegnungen – eine Allianz für Kinder“
Es ist sein ehrgeizigstes Projekt: Für „Begegnungen – Eine Allianz für Kinder“ gelang es Peter Maffay auf seinen Reisen Menschen zusammen zu führen und für eine große gemeinsame Sache zu gewinnen. Eines der 14 Projekte ist Aktion Weißes Friedensband. Unsere Schirmfrau Senait Mehari singt zusammen mit Peter Maffay – Patin für uns ist Sabine Christiansen.
Ganz persönlich. Es gab einen Moment, da zog Peter Maffay die Lederjacke aus und setzte sich mit uns in eine Ecke. Er beeindruckte uns sehr.


2007
Freizeit mit Kindersoldaten im Westerwald
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Jugendfreizeit im Westerwald
Minderjährige Flüchtlinge, die ohne ihre Eltern nach Deutschland gekommen sind, haben es nicht leicht, sich zurecht zu finden. Sie haben Schlimmes erlebt und fühlen sich allein und schutzlos. Das Psychosoziale Zentrum in Düsseldorf unterstützt diese Jugendlichen. Durch die Förderung der Sabine Christiansen-Kinderstiftung und des Jazztrompeters Manfred Schoof konnten wir mit 12 von ihnen eine Fahrt in den Westerwald organisieren. Bei gemeinsamen Spielen, Tänzen und Gesprächen, beim Kochen, Wandern und Schwimmen lernten sich die Jugendlichen aus neun afrikanischen Ländern kennen und wuchsen zu einer Gruppe zusammen. „Jetzt habe ich Schwestern und Brüder“, sagte eine Teilnehmerin stolz.

2005
Gipfeltreffen: Julitta Münch und Roger Willemsen
Weitere Informationen
2005 gaben Julitta Münch, unsere Vorsitzende und Roger Willemsen, Unterstützer von CARE International, einen litearischen Abend im Malkasten Düsseldorf. Sie warben für die Arbeit unserer Organisationen. Es war ein Feuerwerk!

2008
Film „Feuerherz“
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Berlinale mit Senait Mehari und ihrem Film „Feuerherz“… roter Teppich, berühmte Regisseure und Schauspieler*innen und viele tragen das Friedensband.
Besondere Ereignisse
FGM_C – Weibliche Genitalbeschneidung

FGM_C
Mädchenbeschneidung

2007 – heute
Runder Tisch NRW gegen Beschneidung von Mädchen
Runder Tisch NRW
2007 konnten wir mit den Erfahrungen der Runden Tische in Köln und Kerpen die Landesregierung von der Wichtigkeit eines Runden Tisches auf Landesebene überzeugen. Der Weg war frei für den Runden Tisch NRW.
In vierteljährlichen Treffen beraten Vertreter*innen der Community, Ministerien und Behörden, Organisationen und Verbänden, welche Schritte notwendig sind, um weitere Beschneidungen zu verhindern und den betroffenen Frauen zu helfen. Sie sensibilisieren sich, entwickeln Projekte und politische Initiativen. Bildungsportal KUTAIRI

2020 Corona sorgt dafür, dass der Runde Tisch online laufen ist. Gut dass wir das seit 2018 trainiert hatten, um denen, die weiter weg wohnen, die Teilnahme zu ermöglichen.

2019 Der Runde Tisch NRW tagt zum 50. Mal und feiert dieses Jubiläum im Schloss Garath in Düsseldorf mit Ministerin Ina Scharrenbach.

2011 Im bundesweiten Netzwerk Integra gegen FGMC arbeiten wir seit 2006 intensiv mit. Wir gestalten die Webseite und arbeiten dem Sprecher*innen-Rat zu.

2009 Landtag NRW: Wir konnten einen Aktionstag mit drei Workshops, einem Plenum und einer Ausstellung mit den Abgeordneten organisieren.

2007 Gründung des Runden Tisches NRW. Dieses Bild ist zwar von 2023, symbolisiert aber den Kern des Erfolgs der Treffen: Die Zusammenarbeit mit Jawahir Cumar.

2006 Zweite Fachtagung FGM_C in Bonn. Gemeinsam mit Jawahir Cumar stellten wir das Konzept der Runden Tische vor. Es wurde mit von allen begrüßt.

2004 konnten wir die erste bundesweite Fachtagung gemeinsam mit Jawahir Cumar im Spiegelsaal in Bonn organisieren. Es war der Beginn einer Vernetzung der Organisationen im Bereich FGM_C..
2004 Fachtagung Bonn

Voneinander lernen. Es waren ereignisreiche Stunden mit vielen Möglichkeiten, Kontakte zu knüpfen und Vernetzung zu stärken.



Benefiz-Konzert in der Jazzschmiede Düsseldorf

2013 Benefiz-Konzert mit Ilse Storb, der einzigen Jazzprofessorin Deutschlands mit ihrem Bassisten. Ein toller Abend. Danke für die Unterstützung.

2024 – heute
Runder Tisch Deutschland gegen FGM_C
Runder Tisch Deutschland
Der Runde Tisch Deutschland gegen FGM_C bietet den betroffenen Frauen, allen Fachkräften und Interessierten, die sich auf den verschiedenen Ebenen von Gesellschaft und Politik für die von weiblicher Genitalbeschneidung (Genitalverstümmelung) betroffenen oder bedrohten Mädchen und Frauen einsetzen, ein Forum zu Austausch und zielgerichteter Lobbyarbeit. Weiterlesen Bildungsportal KUTAIRI

2010
Die Broschüre
Die Broschüre „Nicht mit mir!“
2010 konnten wir mit finanzieller Unterstützung eine einzigartige Broschüre erstellen: Eindrucksvolle Bilder erzählen Inhalte, nur wenige Worte in sechs Sprachen unterstützen nur. Die Broschüre

2016 – heute
Bildungsportal KUTAIRI
Das Bildungsportal KUTAIRI
2016 forderte der Landtag NRW die Landesregierung auf, die Informationebene im Bereich FGM_C zu verbessern. Wir boten der Landesregierung ein Konzept für das Bildungsportal KUTAIRI an und erhielten den Zuschlag

2011 – 2013
Telefonberatung KUTAIRI
Mehr zur Telefonberatung KUTAIRI
Ab Januar 2011 beriet KUTAIRI, (kiswahili: Beschneidung) zweimal in der Woche betroffene Frauen und ihre Angehörigen. In sechs Sprachen (kiswahili, somali, arabisch, französisch, englisch und deutsch) vermittelten die Beraterinnen kompetente Ärzt*innen und Rechtsanwält*innen oder berieten in sozialen Fragen.

2011 Landespressekonferenz mit Ministerin Barbara Steffens, die unsere Idee einer Telefonberatung tatkräftig unterstützte.
Sexuelle Gewalt ist ein schweres Verbrechen

MAUER DES SPRECHENS
gegen das Schweigen
Schulaktionen

2019 Schulfest Hulda Pankok Gesamtschule Düsseldorf. Die MAUER DES SPRECHENS interessierte die Jugendlichen sehr. Lehrer Gulaziz Kizilay legt auch Hand an.

2013 Am Ende einer 9teiligen Workshopreihe entstand eine große MAUER DES SPRECHENS und ein Spot gegen sexuelle Gewalt. Der Spot

2014 Große Aktion MAUER DES SPRECHENS am Leo-Statz-Berufskolleg Düsseldorf. Die intensiven Gespräche haben uns sehr beeindruckt.

2009 TV-tivi dreht mit dem Logo-Team in Kerpen die MAUER DES SPRECHENS. Das gab weiteren Auftrieb für die Aktoiopmn
Aktion im Landtag NRW

2011 Fünf Schulklassen durften fünf Tage lang im Landtag NRW die Abgeordneten zum Thema sexuelle Gewalt ansprechen, interviewen und sie zur MAUER DES SPRECHENS bitten.
Soldatenfriedhof Ysselsteyn

2009 Ysselsteyn/Niederlande: auf dem deutschen Soldatenfriedhof mit 36.000 Kreuzen organisierten wir ein Wochenende zu sexueller Gewalt als Kriegswaffe.
2009 Evang. Kirchentag Bremen

2009 Evang. Kirchentag Bremen: Jugendliche aus Kerpen unterstützten unseren Stand mit der MAUER DES SPRECHENS, die wir gemeinsam entwickelt hatten.

2007 + 2008
Flughafen-Aktionen
Weitere Informationen

2007 Flughafen Düsseldorf: 30 Jugendliche konnten Passagiere ansprechen und um Mithilfe bitten, sexuelle Gewalt an Gleichaltrigen zu verhindern.

2008 Flughafen Düsseldorf: Die Verwaltung bittet um Wiederholung der Aktion, weil sie von Passagieren so positive Rückmeldung bekommen hatten.
2009 Auf Einladung von innocence of Danger nahmen wir an einem Treffen von Expertinnen und Experten zur flächendeckenden Sensibilisierung von Fachkräften unterschiedlicher Professionen zur Prävention und Intervention bei sexualisierter Gewalt an Mädchen und Jungen unter Einbeziehung der Neuen Medien in Deutschland in Kooperation mit dem DGfPI e.V. i.G. teil. Das beruhte auf unserer aktiven Beteiligung am 3. Weltkongress zur kommerziellen sexuellen Ausbeutung von Kindern und Jugendlichen 2008 in Rio de Janeiro (Simona Blumkowski) und den Aktionen dieses Jahres gegen sexuelle Gewalt.

2010 Das Ergebnis der Aktion Angst-Orte-suchen wurde im Rathaus Kerpen vorgestellt. Die Bürgermeisterin, Polizei und Jugendamt waren ebenso begeistert wie die Medien.

2021 Kinderschuhe mit erschütternden Botschaften in einem Baum – bei der Aktion SCHUTZBAUM machten Kinder auf ihre Not in der Corona-Zeit aufmerksam.

2007 – Kerpen
Flashmob gegen sexuelle Gewalt
Informationen
Mit ihrem Flashmob gegen sexuelle Gerwalt an Frauen überraschten die Kerpener Jugendlichen die Menschen in Geschäften, Banken und Gaststätten.

2006 – Kerpen
Zwei Wochen gegen sexuelle Gewalt
Weiterlesen
Als Aktion Weißes Friedensband planten wir für 2006 die ersten Aktionen zum Thema
Kinderprostitution. Bei der Themenbesprechung zum 10. Schuljahr wählten die Schüler der Religionsklasse 10 das Thema Kinderprostitution. Im Dezember beschlossen sie, ebenfalls eine Aktivgruppe zu bilden und nannten sich Amigos unidos: Freunde arbeiten zusammen. Seit mehreren Monaten bereits hatten sie sich mit dem Thema Kinderprostitution beschäftigt. Ende Januar 2006 war es dann soweit: In der Schule fand eine große Aktion statt.

2006 Rap gegen sexuelle Gewalt – die DVD mit dem erschütternden Text verschenkte sich gut. Die Band trat damit am Aktionstag auf. Text
Zwei Wochen zuvor hatte die Aktivgruppe Amigos unidos, unterstützt von der Aktivgruppe Menschenrechte, Plakate gemalt mit den Kinderrechtsartikeln, die durch Kinderprostitution verletzt werden. Jeden Tag empfing die Schülerinnen und Schüler der Realschule ein anderer Artikel zum Tagesbeginn. Die Aktivgruppen verteilten Zettel mit Geschichten von betroffenen Kindern und Jugendlichen. Dafür kamen jeweils Schüler früher zur Schuler. Am 30. Januar fand auf dem Schulhof die NEIN-Aktion statt: Alle 700 Schülerinnen und Schüler schrieben auf Papier-Backsteine ihr eigenes NEIN und klebten es auf große Papierbahnen. Die ergaben am nächsten Tag bei der Kundgebung in der Mensa das Bühnenbild: ein großes, 12 Meter langes NEIN. UNICEF war als zukünftige Partnerorganisation dabei und wird die Aktionsform unterstützen.

2007 – Kerpen
Reisebüro-Aktionen gegen Kinderprostitution
Informationen

2010
Angst-Orte suchen
Weiterlesen
2010 Aktion-Orte-Aktion: Kerpener Jugendliche fahnden nach Orten, an denen sie einmulmiges Gefühl bekommen und trugen sie mit Lösungsvorschlägen auf eine Stadtkarte auf. Das waren spannende Gespräche.

2007
Aktion GRENZEN einhalten
Weitere Informationen
Workshops mit ECPAT und Kindernothilfe für Jugendliche
Workshopangebot von Simona Blumkowski und
Catharina Schymczyk im Internet

2013
Spots gegen sexuelle Gewalt
Weitere Informationen
Am Ende einer 10teiligen Workshopreihe entstand auf Wunsch der Mädchen einer Klasse ein Spot gegen sexuelle Gewalt.

Wir begannen mit dem Thema Kindersoldaten. Der Film „Ich habe getötet“ stand im Vordergrund. In diesem Film kommen drei junge Männer und drei Frauen zu Wort. Sie erzählen, wie der Krieg ihr Leben zerstört hat. Erschütternd vor allem die Schilderungen der Mädchen.
Bereits im zweiten Workshop kam das Thema sexuelle Gewalt hoch, weil die drei Mädchen im Film über die Folgen ihrer Vergewaltigungen berichteten. Das erschütterte die Jugendlichen besonders stark.
Im dritten Workshop kam es dann zum Bruch: Die Mädchen der Klasse wollten ohne die Jungs weitermachen, weil die sich des Themas nicht gewachsen fühlten.
Es folgten fünf Workshops in denen die Mädchen immer tiefer in die Auseinandersetzung mit ihrer Situation gingen und den Spot organisierten.
Ein Workshop fand auf der Straße statt: Die Mädchen interviewten die Frauen und Mädchen, welche Strategien sie entwickelt haben, gegen Übergriffe von Männern. Sie fassten aber auch ihren Mut und fragen die Männer, was sie tun, keine Gewalt gegen Frauen auszuüben.
Es kamen völlig veränderte Mädchen in den nächsten Workshop. Sie hatten viel gelernt und begriffen, dass sie sich wehren müssen. Es war ein Erlebnis, als wie immer am Ende des Workshops die Jungs in die Klasse zurückkamen, die während dieser getrennten Workshops in anderen Räumen unterrichtet wurden. Sie hatten plötzlich nichts mehr zu sagen, bekamen für ihre dummen Sprüche harte Antworten und fragten mich allen Ernstes, was ich denn mit den Mädchen gemacht hätte. Nach diesem Workshop wollten die Mädchen nicht mehr mit mir weitermachen und sie wurden von zwei Mitarbeiterinnen weiterbetreut.
Düsseldorf, 07.05.2013. Die Mädchengruppe der BUS-Klasse suchte heute die passende Botschaft für ihren Werbespot zum Thema sexuelle Belästigung. Interessante Diskussionen rund um die Zielgruppe und den Slogan entstanden. Vor allem Jugendliche und Erwachsene soll der Werbespot ansprechen, denn von ihnen geht die größte Gefahr aus. Ganz klar ist, dass die Schülerinnen damit zeigen wollen, das sexuelle Belästigung respektlos und unnötig ist! Kommende Woche wird das Storyboard erstellt.

2008 und 2009
Solidarität mit Opfern sexueller Gewalt
Solidaritätsaktion für Favour
Favour (17), in Nigeria schweren Vergewaltigungen ausgesetzt, soll mit 18 abgeschoben werden. Die Jugendlichen sammelten und sorgten für Öffentlichkeit. Sie blieb.
Ein Mädchen erlebt in ihrer Heimat Elend, Verfolgung und Vergewaltigung. Nach dem Tod ihrer Eltern musste sie jahrelang auf der Straße leben und erlebte viel Gewalt. Favour wurde verhaftet und in ein Frauengefängnis gebracht. Während ihrer dreimonatigen Haft wurde die 15jährige Favour immer wieder vergewaltigt.
Ordensschwestern schafften es, Favour aus ihrem Heimatland Nigeria nach Deutschland zu holen. Sie war schwer traumatisiert. Es folgten Zwangsernährung und wochenlange Psychiatrieaufenthalte. Sie konnte sich wieder fangen, schöpfte Hoffnung und konnte zur Schule gehen. Ganz langsam begann sie wieder Vertrauen zu fassen.
Dann aber, einige Monate vor ihrem 18. Geburtstag kam die Ankündigung der Abschiebung, denn ihr Asylantrag wurde abgelehnt. Eine Rückkehr nach Nigeria hätte für Favour eine große Gefahr bedeutet. Sie hatte berechtigte Angst wieder ins Frauengefängnis gesteckt zu werden.
Dem Druck hielt sie nicht stand – sie erlebte einen totalen Zusammenbruch und musste wieder in die Psychiatrie. Die Vergangenheit hat sie wieder eingeholt. Sie war nicht mehr ansprechbar.
Die Leitung des Mädchenhauses in Hessen bat FRIEDENSBAND um finanzielle Hilfe, damit eine Rechtsanwältin den Fall aufnehmen und die Abschiebung verhindern kann.

Eine der Ideen der Jugendlichen: Steine bemalen und verkaufen. Zusammen mit den eindringlichen Beschreibungen von Favours Schicksal brachte das viel Geld ein.
Solidaritätsaktion für Karen

2013 Karen (17) hat in Uganda schwerste Kämpfe und Verletzungen erleben müssen, bevor sie gerettet und nach Deutschland kommen können. Nun droht ihr die Abschiebung. Jugendliche aus ganz Deutschland schlossen sich unserer Aktion an – sie kann bleiben.

LAND OHNE ANGST
Entstehung von LAND OHNE ANGST

2009 LAND OHNE ANGST wurde auf dem Rheinturm in 170 m Höhe, hoch über Düsseldorf, gegründet. Die Jugendlichen verfassten eine Resolution.

2009 Zu Weihnachten baten die Jugendlichen die Erwachsenen, den Kindern ein gewaltfreies Weihnachten zu schenken. Für viele wäre das das schönste Geschenk.

2010 Aktion-Orte-Aktion: Kerpener Jugendliche fahnden nach Orten, an denen sie einmulmiges Gefühl bekommen und trugen sie mit Lösungsvorschlägen auf eine Stadtkarte auf. Das waren spannende Gespräche.
Filme holen die Welt in die Klassenzimmer

Filmarbeit
Der Fernsehworkshop Entwicklungspolitik
Die Arbeitsgemeinschaft Fernsehworkshop Entwicklungspolitik ist ein Zusammenschluss von Organisationen aus der Entwicklungszusammenarbeit, der interkulturellen Bildungsarbeit und dem Film- und Fernsehbereich. Bereits seit 1972 werden regelmäßig aktuelle Film- und Fernsehproduktionen zu entwicklungspolitischen Themen vorgestellt und in Veranstaltungen sowie Seminaren die aktuellen Debatten um Medienpräsenz von Nord-Südthemen zur Diskussion gestellt. Die Geschäftsführung liegt beim Büro für Kultur- und Medienprojekte gGmbH, Hamburg. Der Geschäftsführende Ausschuss, der aus den Reihen der Träger gebildet wird, vertritt die Belange des Fernsehworkshops Entwicklungspolitik und bereitet die Veranstaltungen vor.
Seit 1972 bieten die biennal stattfindenden Filmtage Globale Perspektiven (bis 2017 Fernsehworkshop Entwicklungspolitik) einem Fachpublikum aus der nichtgewerblichen Film- und Bildungsarbeit die Möglichkeit, aktuelle Filmproduktionen über politische und soziale Themen in den Ländern des Globalen Südens zu sichten und zu diskutieren. Bis 2011 hat haben die Teilnehmenden in der Evangelischen Akademie Arnoldshain getagt, seit 2013 im „Haus am Dom“ und der Evangelischen Akademie in Frankfurt am Main.
Die Sichtungsveranstaltungen
Etwa 30 bis 40 Filme werden nach einer Vorauswahl dem Publikum und der Jury vorgeführt. Die Autorin oder der Autor stellt sich mit dem Film der Kritik oder dem Ablaus der anwesenden Kolleginnen und Kollegen bzw. Interessierten. Entsprechend spannend verlaufen die Diskussionen im Anschluss.
Nicht selten finden in den Pausen intensive Gespräche zwischen Bildungsfachleuten und Filmern statt, die zu neuen, entwicklungspolitischen Filmprojekten führen.

Eine-Welt-Filmpreis NRW
Veranstaltungen zum Eine-Welt-Filmpreis NRW
Die Geschichte des Eine-Welt-Filmpreises
Geschichte des Eine-Welt-Filmpreises NRW
1999 begann Günter Haverkamp seine Tätigkeit als Eine-Welt-Promotor für Medien des Landes Nordrhein-Westfalen. Zu seinen Aufgaben gehörte die Mitarbeit im Fernsehworkshop Entwicklungspolitik.
ein Konzept für einen Eine-Welt-Filmpreis NRW. Damit sollte die entwicklungspolitische Filmarbeit in Nordrhein-Westfalen gefördert werden.
Die Landesregierung zeigte sofort ein großes Interesse. So konnte seit 2001 der Filmpreis alle zwei Jahre im Zusammenwirken mit dem Fernsehworkshop Entwicklungspolitik vergeben werden.
| Beteiligte Minister*innen |
| Der Eine-Welt-Filmpreis NRW war deswegen so erfolgreich, weil wir gleich im Konzept die Beteiligung von Ministerinnen und Ministern einbezogen haben. Hier die beteiligten Politiker*innen. |
| 2001 – Bärbel Höhn, Ministerin für Umwelt und Naturschutz, Landwirtschaft und Verbraucherschutz2003 – Bärbel Höhn, Ministerin für Umwelt und Naturschutz, Landwirtschaft und Verbraucherschutz2005 – Armin Laschet, Minister für Generationen, Familie, Frauen und Integration2007 – Armin Laschet, Minister für Generationen, Familie, Frauen und Integration2009 – Armin Laschet, Minister für Generationen, Familie, Frauen und Integration2011 – Angelica Schwall-Düren, Ministerin für Bundesangelegenheiten, Europa und Medien2013 – Angelica Schwall-Düren, Ministerin für Bundesangelegenheiten, Europa und Medien2015 – Angelica Schwall-Düren, Ministerin für Bundesangelegenheiten, Europa und Medien2017 – Stephan Holthoff-Pförtner, Minister für Bundes- und Europaangelegenheiten sowie Internationales |
| Keynotes |
| Für die Veranstaltungen zum Eine-Welt-Filmpreis NRW konnten wir folgende Persönlichkeiten gewinnen, die interessante Vorträge hielten: |
| 2003 Prof. Dr. Dieter Wiedemann, Gesellschaft für Medienpädagogik und Kommunikationskultur,Hochschule für Film und Fernsehen Potsdam/Babelsberg: „Dokumentarische Formen für die Bildungsarbeit“2005 Arnd Henze, stellvertretender Auslandschef beim WDR „Globalisierung im Fernsehen“2007 Sonia Mikich, MONITOR, WDR: „Welches Ausland darf es sein? Auslandsberichterstattung unter der Lupe“2009 Wolfgang Landgraeber, Leiter der Programmgruppe Gesellschaft/Dokumentation, Westdeutscher Rundfunk: „Bitte keine Elendsbilder…“2011 Gerda Meuer, Direktorin der DW-Akademie: „Damit die Qualität stimmt – Training für Filmjournalisten weltweit.“2013 Christiane Grefe, DIE ZEIT: „Wem hilft die Hilfe – neue Filme zu einer alten Diskussion“2015 Prof. Dr. Sabine Rollberg, KHM – Kunsthochschule für Medien Köln: „Filme als Brücken“2017 Karsten Visarius, Leiter des Filmkulturellen Zentrums der EKD im Gemeinschaftswerk der Evangelischen Publizistik (GEP) |
2019 konnte der Eine-Welt-Filmpreis NRW nicht verliehen werden, weil die Finanzierung nicht mehr gesichert werden konnte.

2017 – 9. Eine-Welt-Filmpreis NRW: Der erste Preis ging an organisierten wir die letzte Verleihung des Eine-Welt-Filmpreises NRW. Minister Holthoff-Pförtner übergab die Preise.

2015 – 8. Eine-Welt-Filmpreis NRW: Der erste Preis ging an „Jakarta Disorder“ von Ascan Breuer und Victor Jaschke. Die Preisverleihung nahm Ministerin Dr. Angelica Schwall-Düren vor.

2013 – 7. Eine-Welt-Filmpreis NRW: Der erste Preis ging an „Raising Resistance“ von David Bernet und Bettina Borgfeld. Die Preisverleihung nahm Ministerin Dr. Angelica Schwall-Düren vor.

2011 – 6. Eine-Welt-Filmpreis NRW: Der erste Preis ging an „Dirty Paradise“ von Daniel Schweizer. Die Preisverleihung nahm Ministerin Dr. Angelica Schwall-Düren vor.

2009 – 5. Eine-Welt-Filmpreis NRW: Der erste Preis ging an „Memory Books“ von Christa Graf. Die Preisverleihung nahm Minister Armin Laschet vor.

2007 – 4. Eine-Welt-Filmpreis NRW: Den ersten Preis erhielt der Film „Eisenfresser“ von Shaheen Dill-Riaz. Die Preisverleihung nahm Minister Armin Laschet vor.

2005 – 3. Eine-Welt-Filmpreis NRW: Der erste Preis ging an „Memories of Rain“ von Gisela Albrecht und Angela Mai. Die Preisverleihung übernahm Minister Armin Laschet

2003 – 2. Eine-Welt-Filmpreis NRW: Der erste Preis ging an „Aufrecht gehen und durchhalten“ von René Schraner und Eva Hänger. Die Preisverleihung nahm Ministerin Bärbel Höhn vor.

2001 – 1. Eine-Welt-Filmpreis NRW: Der erste Preis ging an „Die Zivilisationsbringer“ von Uli Stelzner und Thomas Walther. Die Preisverleihung nahm Ministerin Bärbel Höhn vor.

1999 arbeitete Günter Haverkamp als Eine-Welt-Promotor für Medien und lernte damit den Fernsehworkshop Entwicklungspolitik, der damals schon seit 25 Jahren Filme sichtete und auszeichnete.
Fortführung der Verleihung mit dem Fernsehworkshop Entwicklungspoltik
2018 – Unter dem Titel „Filmtage Globale Perspektiven“ führten wir die Sichtung und Verleihung von Preisen fort. FRIEDENSBAND übernahm die Geschäftsstelle des Fernsehworkshop Entwicklungspolitik. Günter Haverkamp organisierte die Arbeit und die Webseite.

2022 Veranstaltung und Preisverleihung in Frankfurt.
Weiterlesen Webseite Filmtage Globale Perspektiven

Filmprojekt Nah-Ost
Film in Aktion: Nah-Ost-Projekt
Montag, 22. September 2014
Start im Leo-Statz-Berufskolleg

Im kaufmännischen Leo-Statz-Berufskolleg hatten wir uns schon im letzten Jahr am Aktionstag gegen Rassismus beteiligt. Jetzt hatten wir bei Jehan Abushihab im Fach Politik das Thema Nahost gestartet. Zunächst sahen die SchülerInnen den Film „Kinder der Steine, Kinder der Mauer“ von Robert Krieg. In diesem Film wird die Situation der Menschen in Palästina gezeigt und ihre Träume, die sie nicht verwirklichen können.

Mit dabei: Dr. Robert Krieg, der uns mit seinem
Film „Kinder der Steine – Kinder der Mauer“ sehr beeindruckt hat.
Er war nicht nur bereit seinen Film zu zeigen und zu erläutern, er begleitete uns auch als Experte und drehte schließlich den Projektfilm
Montag, 29. September 2014
Spannende Diskussion im Leo Statz Berufskolle
Die Eingangssituation wirkte so, als sei die Haltung der Schüle*iInnen klar: Die Israelis sind schuld und die Palästinenser sind die Opfer. Auch nach diesen zwei Schulstunden werden die meisten Jugendlichen bei dieser Position geblieben sein und wir haben auch nicht versucht, sie davon abzubringen. Aber es waren schon spannende Momente, als wir das Wort „Israel“ auf der Meinungswand mit „Deutschland“ „USA“ und andere Länder ersetzt hatten. Da wurde deutlich, dass sich Völker, die sich unter Druck gesetzt fühlen, aggressiv verhalten. Und auch im persönlichen Bereich konnten solche Verhaltensmuster gefunden werden.

Der Workshop wurde gemeinsam mit Itay Ron durchgeführt, der in Israel geboren und in Tel Aviv und Düsseldorf Internationale Beziehungen und Nahost studiert hat. Durch ihn wurde die Diskussion natürlich packender und führte an die tatsächlichen Probleme heran. In der Mitte: Jehan Abushihab , die tragende Kraft in dieser Workshopreihe.
Montag, 13. Oktober 2014
Workshop Nahost

Beim ersten Workshop hatten die Jugendlichen den Film „Kinder der Steine – Kinder der Mauer“ nicht ganz zu Ende gesehen. Nun wurde die letzte halbe Stunde nachgeholt, diesmal aber unter Beisein des Autors Robert Krieg. Der konnte anschließend die vielen Fragen zum Film, über die dargestellten Menschen und ihre Situation beantworten. Es ging aber auch schon um die ersten Überlegungen zum eigenen Film, den die Jugendlichen zusammen mit dem Filmemacher Robert Krieg drehen wollen.
Montag, 27. Oktober 2014
Film in Aktion – der Nahost-Konflikt
Vierter Workshop im Leo-Statz-Berufskolleg. Zunächst fragten wir nach, wie weit die SchülerInnen die aktuellen Auseinandersetzungen in Nahost verfolgen. Mit dabei war wieder Itay Ron als israelischer Experte. Nur zwei SchülerInnen hatten etwas gehört. Wir fragten dann nach den Feindbildern und untersuchten sie mit drei Arbeitsblättern. Schon beim Arbeitsblatt „Angst“ wurde deutlich, dass beide Konfliktparteien ihre Gründe für die eigene Aggression aus den Bedrohungen der anderen Seite herleiten. Beim Arbeitsblatt „Kräfte“ ging es um die Parteien, Ideologien, Länder und Interessen, die den Konflikt anheizen oder fördern. Im dritten Arbeitsblatt „Konfliktbearbeitung“ fragten wir danach, wer etwas tun könnte zur Beendigung des Konfliktes. Darin war auch gefragt, was wir selbst tun könnten, um nicht immer nur auf die da oben zu schauen.
Montag, 17. November 2014
Fragen für die Meinungsumfrage
Workshop im kaufmännischen Berufskolleg Düsseldorf. Das war gar kein leichter Akt. Was wollen wir fragen, wie wollen wir fragen und welche Antworten wollen wir eigentlich? An vielen Stellen musste doch noch einmal diskutiert werden. Aber vielen wurde dadurch klar: Wenn es schon so schwer ist, Fragen zu einem Konflikt zu stellen, wie schwer muss es dann sein, ihn zu lösen? Welche Bilder können in einer Meinungsumfrage verwendet werden und was wollen wir damit ausdrücken. Es wurde deutlich, dass die Jugendlichen viel aufklären wollen. Dafür müssen wir uns eine Form suchen. Uns hat an diesem Tag aber noch etwas bewegt: Itay Ron wird für einige Zeit nach Israel zurückkehren. Es war also sein letzter Workshop. Wir hatten in ihm einen Begleiter, für den es sicherlich nicht immer leicht war, die israelische Haltung zu vertreten. Durch ihn haben die Workshops an Glaubwürdigkeit gewonnen und die Jugendlichen haben sicherlich viel gelernt. Auf dem Foto von links nach rechts: Itay Ron, Jehan Abushihab, Lehrerin und Jugendreferentin von amnesty international und Günter Haverkamp, FRIEDENSBAND.
Montag, 24. November 2014
Meinungsumfrage startet
Erstes Interview in der Oberstufe des Berufskollegs.
Workshop im Berufskolleg Leo Statz Düsseldorf. Mit viel Energie brachte die Klasse HHU5 heute den Fragenkatalog zu Ende. An Jugendliche und Erwachsene geht die Frage, ob sie sich für den Nahost-Konflikt interessieren. Bei den Jugendlichen überwiegt die Neugierde danach, was sie tun würden, auf wlecher Seite sie stehen und ob sie eher den Konflikt suchen würden, eher zum Nachgeben neigen oder lieber Verhandeln würden. Aber auch die Kinder wollen die SchülerInnen fragen. Da geht es natürlich eher um ganz persönliche Konfliktfragen im Kleinen. In der verbleibenden halben Stunde machen die Jugendlichen ihre ersten Erfahrungen. Eingesetzt wurden wieder die Flip-Kameras von FRIEDENSBAND, mit denen HD-Filme möglich sind. Robert Krieg hat parallel begonnen in der Klasse zu filmen und die einzelne Schüler bei Interviews zu begleiten. Die Erfahrungen und die gesammelten Bilder werden beim nächsten Mal besprochen.
Montag, 1. Dezember 2014
Meinungsumfrage Teil 2
Robert Krieg hat die ersten, mit unseren FLIP-Kameras aufgenommenen Umfrageergebnisse zu einem Film zusammengeschnitten. Bei der Präsentation fiel den Jugendlichen in der Klasse HHU5 des Leo-Statz-Berufskollegs Düsseldorf selbst auf, wo etwas besser gemacht werden kann. Es bestand aber auch wieder Diskussionsbedarf, weil eine neutrale Befragung nicht ganz einfach ist. Danach zogen sie wieder los um Interviews zu machen. Einige Gruppen gingen in der Schule in die Klassen, andere befragten Passanten auf der Straße.
Montag, 8. Dezember 2014
Die Aktion vorbereiten
Robert Krieg hat die bisherigen Interviews zusammengeschnitten und präsentierte sie der Klasse. Da ist schon einiges zusammengekommen. Dann ging es gemäß dem Titel des Projektes in der Klasse HHU5 der Kaufmännischen Berufschule an die Aktionsvorbereitungen. Da die Jugendlichen gerade eine Briefaktion mit amnesty machen, ist in Erwägung gezogen worden, an die Politik Briefe zu schreiben. Schnell waren aber auch Stichworte wie Demo und Flashmob im Raum und da blieben die Jugendlichen dann auch hängen: Sie wollen mit dem Peacezeichen einen Flashmob machen. Wo: Vor dem Landtag und am Burgplatz. Alles muss jetzt erst einmal mit Landtag und Polizei geregelt werden.
Montag, 15. Dezember 2014
Vorbereitung der Aktion

In der Klasse HHU5 des Leo-Statz-Berufskollegs wurde heute gesprayt und gemalt. Es entstand das Peacezeichen auf Leinwand für die Aktion am Freitag in der Düsseldorfer Altstadt. Wir sind begeistert, wie die Jugendlichen im Projekt mitmachen. Zwischendurch würde natürlich auch über die letzten Entwicklungen in Nahost diskutiert.
Freitag, 19. Dezember 2014
Die Friedensaktion
Es hat so sehr geregnet und es war stürmisch. In der Innenstadt scheuchten die Lieferwagen ständig die Jugendlichen zur Seite. Aber die SchülerInnen des Leo-Statz-Berufskollegs ließen sich davon nicht beeindrucken. Sie wollten ihre Friedensaktion für Palästina und Israel durchführen.

Die Idee der Jugendlichen verfing: Sie hatten ein großes Peacezeichen mit den Flaggen von Palästina und Israel auf ein Betttuch gesprüht und standen nun im Regen davor. Das ist ein Flashmob, wie ihn in der Türkei berühmt geworden ist.
Wortlos sahen sie konzentriert auf das Peacezeichen. Es wirkte. Natürlich gab es an einem Freitag Vormittag um 11 Uhr bei diesem Wetter kaum jemanden, der stehen blieb. Aber einzelne taten es doch und es wurde sofort ein Bündnis mit ihnen gestartet.

Anschließend bestiegen die Jugendlichen das Parkhaus am Karlsplatz und hissten ihr Peacezeichen hoch über der Stadt. Das war ein gutes Gefühl und alle hatten den Eindruck, dass die Aktion wichtig war und angenommen wurde.
Völlig durchnässt, aber zufrieden gingen die Jugendlichen in die Weihnachtsferien, denn das war ihre letzte Schulstunde.

Filmarbeit mit Jugendlichen
Schulaktionen

2011 zusammen mit Filmemacher Shaheen Dill-Riaz konnten die Schüler*innen dessen gerade ausgezeichneten Film „Eisenfresser“ und die Hintergründe kennenlernen. Sie malten Filmplakate.

2005 Film „Barrio Pablo Escobar“: Mit Jugendlichen in Aachen und Ratingen gingen wir ins illegale Viertel in Medellin, begegnet dem schwer behinderten Lehrer, der mit dürftigem Material Schule machte und dem Bürgermeister, der Demokratie versucht.
Arbeitende Kinder verpassen ihre Zukunft

Kinderarbeit
Konferenz Kinderarbeit
2004 Mit einer bundesweiten Tagung zum Thema Kinderarbeit startete FRIEDENSBAND seine Arbeit. Auf dem Podium zwei arbeitende Kinder aus Lateinamerika, die aktiv in der Kindergewerkschaft engagieren. Sie rückten unser Bild zurecht.

Kinder ernten unseren Tabak
Das Düsseldorfer Bündnis Generation Rauchfrei
Das Düsseldorfer Bündnis Generation Rauchfrei hat sich im Zuge einer Veranstaltung zum WHO-Weltnichtrauchertag 2018 gegründet. Vorbild ist das niederländische „Generatie rookvrij“.
Mitglieder:
Düsseldorfer Gesundheitskonferenz, Kassenärztliche Vereinigung Nordrhein, Apothekerkammer Nordrhein, AOK Düsseldorf, Aktion Weißes Friedensband e . V., Aufklärung gegen Tabak e. V. der Heinrich-Heine-Universität, Institut für Allgemeinmedizin an der Heinrich-Heine-Universität, Tumorzentrum der Heinrich-Heine-Universität, Florence-Nightingal-Krankenhaus, LVR-Kliniken, Pro Rauchfrei e. V., Beirat der lokalen Agenda 21 Düsseldorf, Düsseldorfer Bildungskonferenz, Düsseldorfer EG, Fortuna Düsseldorf, Deutsche Herzstiftung, Deutsche Tischtennis Rekordmeister Borussia Düsseldorf , Gesundheitsamt, Schulverwaltungsamt, Sportamt und Jugendamt Düsseldorf.
Aktion NIKOTINKINDER

2013 Der Gesundheitsminister NRW startet eine Wanderausstellung durch sechs Großstädte – mit dabei NIKOTINKINDER und MAUER DES SPRECHENS.

2013 Wir haben einen Schauspieler gebeten, in einer Düsseldorfer Realschule den „König Tabak“ zu spielen. Er machte mächtig Eindruck, dass er gerade von den Jugendlichen, die rauchen, so reich sei, dass er sich tolle Autos leisten könne.

2013 Die Düsseldorfer Realschüler*innen bastelten Zigarettenschachteln und beschrifteten sie mit Statements.

2017 Stand mit dem Gesundheitsamt Düsseldorf. Wir konnten viele Gespräche führen und spannende Kontakte knüpfen.

2018 Workshop Hauptschule Düsseldorf. DieJugendlichen beschäftigten sich intensiv mit der Tabakwerbung und überlegten, wovon sie sich verführen lassen.

2018 Den Jugendlichen machte die Knüllaktion viel Spaß. Sie zerquetschten Zigarettenschachteln mit einem Spruch – ganz offensichtlich genüsslich.

2018 Die Hauptschule aus Düsseldorf konnte dem Gesundheitsminister von NRW zeigen, was sie gelernt haben und vom Minister wünschen. Bei dem liefen sie offene Türen ein.
Veranstaltung im Gesundheitsministerium
Unser Grundprinzip ist, Jugendlichen die Möglichkeit zu geben, Entscheidungsträger*innen zu schulen. Das konnten wir mit einer Hauptschulklasse im Gesundheitsministerium zusammen mit Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann in seinem Haus zeigen.
In mehreren Workshops hatten wir mit den Jugendlichen der Hauptschule Bernburger Straße die Situation der Kinder besprochen, die auf den Tabakplantagen für unsere Zigaretten schuften müssen und dabei nikotinvergiftet werden.
Sie waren entsetzt, hatten ein tolles Video gedreht.
Das Gedicht der Jugendlichen „Denk ich an Deutschland in der Nacht“ hat den Minister sehr beeindruckt.
Der Protest der Schüler*innen gegen Tabakwerbung und Kinderarbeit auf Tabakfeldern hat Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann sehr gefallen.

2019 Fachtagung mit dem Düsseldorfer Bündnis Generation Rauchfrei. Die Hauptschulklasse lockerte das Ganze auf und sorgten für eine besondere Atmosphäre.
Fachtagung im Düsseldorfer Rathaus
Bündnis “Generation rauchfrei”
Vor einem Jahr wurde in Düsseldorf das Bündnis „Generation Rauchfrei“ gegründet, in dem unter Leitung des Gesundheitsamtes Düsseldorf viele namhafte Organisationen und Institutionen gemeinsam für mehr Schutz von Jugendlichen vor dem Rauchen arbeiten. Gemeinsam veranstalteten wir den Fachtag “Generation rauchfrei” am 22. Mai 2019 von 14 bis 18 Uhr im Rathaus Düsseldorf.
Beteiligung der Jugendlichen
Uns war es wichtig, dass die Jugendlichen, um die es ja eigentlich geht, dabei sind. Und so hat FRIEDENSBAND vorher mehrmals die Klasse 7a in der Gemeinschaftshauptschule Bernburger Straße in Düsseldorf besucht und mit den Jugendlichen ihre Beteiligung am Fachtag vorbereitet.
Darüber hinaus haben wir mit Unterstützung des Jugendamtes die Düsseldorfer Schulen angeschriebe und zu eiem Kreativworkshop in den zwei Stunden vor dem Fachtag ins Rathaus eingeladen.
Da war wirklich eine starke Beteiligung der Jugendlichen aus drei Schulklassen zu spüren.
Düsseldorfs Gesundheitsdezernent Prof. Dr. Meyer-Falcke war von so viel Engagement gegen das Rauchen begeistert. Er ehrte die Jugendlichen auf dem Fachtag mit einer Urkunde und sagte: „Wir wünschen uns Jugendliche, die dem Rauchen eine kritische Einstellung gegenüber einnehmen und in ihrer Umgebung für diese Haltung werben.“
Zigaretten-Performance
Für den Kreativworkshop haben wir 80 Papphülsen vorbereitet, die wie echte Zigaretten wirken (88 cm Länge). Das Mundstück wurde von der Designerin Eva Zimmermann richtig klassische gestaltet. Die weiße Fläche blieb frei für die Beschriftung durch die Jugendlichen mit Begriffen und Slogans über das Auswirkungen des Rauchens, gegen Tabakwerbung oder gegen die Ausnutzung von Kindern auf Tabakfeldern. Wir bedanken uns für die finanzielle Unterstützung durch den Eine Welt Beirat der Landeshauptstadt Düsseldorf.
Der WDR (Lokalzeit) drehte und sendete abends eine kurze Sequenz. Die Kosten wurden vom Eine-Welt-Beirat Düsseldorf übernommen.

2021 Kerpen Fotowettewerb Rauchen. Spannend, was die Jugendlichen gesehen und sich dadurch bewusst damit auseinandergesetzt haben.

Kinder nähen unsere Fußbälle
Fußball: Aktion FAIRE LIGA
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Montag, 12. Juli 2010
Aktion Faire Liga
Inzwischen haben sich vier Schulen an der Aktion “WM fair” beteiligt und es zeigt sich, dass die Aktion schon Wirkung zeigt. Die angeschriebenen Ligavereine wenden sich an Adidas und fordern Auskunft über die Arbeits- und Lebensbedingungen der Menschen, die die Bälle herstellen. Das sind laut Adidas Erwachsene – Kinderarbeit ist ja in Pakistan verboten.
Aber der Artikel im Spiegel vom 15.3.2010 sagt eindeutig, dass das nicht so genau genommen wird und vor allem, dass die Kinder weiterhin arbeiten müssen. Entsprechend wichtig ist es jetzt, dass möglichst viele Jugendlichen die Ligavereine anschreiben.Nach der Weltmeisterschaft wollen wir weiter machen unter dem Titel FAIRE LIGA.
Wir empfehlen den Film “BALLJUNGS – woher kommen unsere Fußbälle?” Dieser Film ist zwar schon mehr als 10 Jahre alt, stimmt aber leider immer noch. Zwei Jungs von etwa 12 Jahren müssen heimlich Fussbälle nähen und erzählen eindringlich, wie ihr Leben aussieht. Sehr ergreifend!
Artikel von Spiegel (spiegel-die-ballmacher.pdf) über die Adidas Gewinnerwartung 2010 (adidas-hofft-auf-wm.pdf) und auf die Antwort von Adidas mit den Informationen, was sie schon alles tun (2010_kinderarbeit.pdf)
Wir werden jetzt alle Schulen und Jugendlichen, die sich an der Aktion beteiligen, über die neuen Ergebnisse informieren.
Angeschrieben wurden bisher folgende Vereine:
Hannover, St. Pauli, HSV, Wolfsburg, Leverkusen, Köln, Schalke und Fortuna Düsseldorf.
Wir haben in einer Info alles zusammengestellt. aktion-faire-liga.pdf

2010 mit der Aktion FAIRE LIGA waren wir in die Grundschule Egestorf in der Lüneburger Heide eingeladen über Kinderrechte zu sprechen. Für die Kinder, die unsere Fußbälle herstellen müssen, wollten sie unbedingt etwas tun.
Egestorf: Briefe an die Fußballvereine

2006 WM-Fieber: Die Aktivgruppen in Kerpen verkauften fair-gehandelte Fußbälle und wurden mit weitem Abstand „Deutscher Meister“ mit 122 Bällen. Sie wurden dafür von TransFair ausgezeichnet.
Weiterlesen zu Kerpen 2006 WM-Fieber
Demo für fair gehandelte Fußbälle Kerpen, 28.02.2006




2010 Fußball fasziniert immer wieder und die Geschichten um die arbeitenden Kinder waren gerade wieder in den Medien. In der Gotenschule in Düsseldorf konnten die Kinder mit unserem Original-Werkzeug merken, wie schwer es ist einen Ball zu nähen.
Es gab bei den beiden 4. Klassen der Grundschule Egestorf viel Mitgefühl für die arbeitenden Kinder in Pakistan. Deswegen wollten die Schüler*innen unbedingt etwas praktisches tun.

Die Kinder schrieben Briefe an ihre Lieblingsverein in der ersten Bundesliga – das waren der HSV und St. Pauli: Hier als Beispiel der an den HSV


2010 Aktion für fairen Fußball in einer Düsseldorfer Grundschule – zusammen mit dem Deutschlandfunk, der die Aktion spannend fand. Die Kinder versuchten sich im Nähen eines Fußballs, kamen aber nicht weit, weil das sehr viel Kraft erfordert.

2010 Fortuna Düsseldorf – für die Grundschule holen wir den fair gehandelten Fußball der Topstars ab. Der Erstlegist hat wirklich Puma angeschrieben und gemahnt, die Kinderrechte zu beachten.

2010 Fußball-Nähen in der Realschule Bergheim. Einige sind doch sehr hartnäckig und kommen ziemlich weit. Die Hände taten dann aber hinterher weh.

2010 Die Bergheimer Jugendlichen waren mächtig stolz,, als sie den fair gehandelten Ball mit den Unterschriften der Stars von Bayer 04 Leverkusen in der Hand hielten. Der Klub hat Adidas mitgeteilt, dass sie keine Kinderarbeit dulden.

2012 Pressekonferenz in Kerpen. Eingeladen sind die Topmanager der Fußballindustrie, doch ihre Plätze bleiben leer. So werden sie von drei Jugendlichen vertreten, die die Manager „würdig“ vertraten, so jedenfalls die Meinung der Medien.

2014 Fußballnähen in einer Düsseldorfer Gesamtschule. Die Jugendlichen hätten nicht gedacht, dass das Nähen so schwer ist. 800 Stiche für einen Ball und dafür nur 50 Cent bekommen, das ist hart.
Weltmeisterschaft 2006

2006 Fair Play in Mönchengladbach. Die Jugendlichen der Jugendeinrichtung „Die Villa“ hatten sich mit Kinderarbeit im Fußball beschäftigt und nun großen Spaß beim Kicker.

2006 Fußball-WM – die Kerpener Schüler*innen wollten richtig loslegen und verkauften faire Fußbälle. Sie waren so gut, dass sie mit 122 Bäller deutscher „Verkaufsmeister“ von Transfair wurden.

2006 Pressekonferenz: Die Jugendlichen lernten, wie man die Medien anlockt. Die Bürgermeisterinnen von Kerpen wussten nicht, dass sie vor der Presse einen Fußball nähen mussten. CDU und SPD – Stich um Stich. Das kam an.

2007 Die Kerpener Fußball-Verkaufsmeister durften beim Freundschaftspiel Schweiz-Deutschland in der Düsseldorfer Arena. Sie wurden sogar angesagt und waren richtig stolz auf die Ehre.

Kinder ernten unseren Kakao
Kinderarbeit auf Kakaoplantagen

2014 Die 5. Klasse der Düsseldorfer Gesamtschule hatten sich mit der Kinderarbeit auf Kakaoplantagen beschäftigt und waren begeistert, als wir mit REWE eine Verkaufsaktion starten konnten. Die Ideen der Jugendlichen begeiterten den Marktleiter und die Kund*innen.
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Dienstag, 21. Januar 2014
Workshop Schmutzige Schokolade
21.01.2014 Düsseldorf – Start der Workshops in der Hulda-Pankok-Gesamtschule Alper Saygili, der als REWE-Auszubildender die Aufgabe hat, eine Nachhaltigkeitsaktion durchzuführen. Gemeinsam mit der Praktikantin Anna Acar von FRIEDENSBAND werden sie über die unfairen Bedingungen der Kinder auf den Kakaoplantagen berichten. Der Lehrer, Gülaziz Kizilay, hatte mit den SchülerInnen schon viel über Kinderarbeit gesprochen. Nun erfuhren sie durch den Film „Schmutzige Schokolade“ von Miki Mistrati und Roberto Romano wie sehr die Schokoladen-Industrie von Kinderhandel und Kinderarbeit profitiert. (Bild aus dem Film)
Donnerstag, 23. Januar 2014
Schmutzige Schokolade Teil 2
23.01.2014 Düsseldorf – In diesem Workshop wurden die Eindrücke des Filmes „Schmutzige Schokolade“ aufgenommen und besprochen. Der Film hat viele Fragen und vor allem den Wunsch hinterlassen, etwas für diese ausgebeuteten Kinder zu tun. Deswegen wurden die ersten Überlegungen angestellt, was getan werden kann und beschlossen, die Aktion von Alper Saygili zu unterstützen.
Dienstag, 4. Februar 2014
Kinderarbeit in der Kakaoindustrie – Aktion mit REWE
04.02.2014 Düsseldorf – In der Hulda-Pankok-Gesamtschule Düsseldorf arbeitet die 5. Klasse intensiv an einer Verkaufsaktion bei REWE. Entstanden war die Idee dazu gleich von zwei Seiten: Der Auszubildende von REWE hatte den Auftrag erhalten, eine Nachhaltigkeitsaktion zu machen und FRIEDENSBAND hat ein von GlücksSpirale gefördertes Projekt zu fairer Schokolade. Daraus entsteht nun nächsten Dienstag eine richtig große Verkaufsaktion in der Filiale Himmelgeister Straße mit viel Unterstützung durch den Leiter der Filiale.

2013 Fotosession mit viel Schokolade. Wir hatten alles, was schön aussieht gekauft, drapiert, fotografiert. War süß und hat Spaß gemacht. Heraus kam eine Broschüre, die binnen kürzester Zeit vergriffen war.

2013 und ein Plakat entstand mit diesen Bildern, gestaltet wie immer von Eva Zimmermann Artdirektorin in München.
Einige Plakate sind noch zu haben
Kleidung: T-Shirt-Aktion

2012 Mit einer Siebdruckaktion und den selbstentworfenen T-Shirt-Designs konnten die Jugendlichen gegen ausbeuterische Arbeitsbedingungen protestieren.
Jugendliche hinter Gittern

Jugendarrest
Bezug zum Strafvollzug
Günter Haverkamp hatte in den Jahren 1975 – 1980 zunächst in der JVA Werl, dann in der JVA Willich-Anrath junge Strafgefangene ehrenamtlich betreut.
Jugendarrestanstalt Essen 2013 – 2015
2013 erhielten wir die Anfrage der JAA Essen, ob wir Workshops für den Wochenendvollzug
Amtlich hieß unsere Tätigkeit: „Durchführung von Workshops im Rahmen von freizeitpädagogischen Maßnahmen in der Jugendarrestanstalt Essen“
Dafür sind wir jeden zweiten Sonntag vormittags für 150 Minuten nach Essen-Kettwig gefahren und haben Workshops durchgeführt.
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Workshop im Jugendarrest Essen.Wir haben das Bildungsprogramm leicht verändert. Nach wie vor beginnen wir mit den Themen Werbung und Verführung. Was bezweckt Werbung und worauf fallen wir hinein. Im nächsten Schritt zeigen wir aber einen Werbefilm der Bundeswehr, in dem eine Schnupperwoche für Minderjährige angepriesen wird. Hier spinnen die Jugendlichen den Faden selbst weiter und entwickeln eine Geschichte zu einem der Teilnehmer im Werbefilm. Bleibt das, was so nach schöner heiler Welt aussieht bestehen? Dann kommt das Thema PTBS, posttraumatische Belastungsstörung. Wir besprechen die Kehrseite von Abenteuer, Kameradschaft und Grenzen erfahren. Die Anzahl der traumatisierten Soldaten ist sprunghaft gestiegen. Was bedeutet das? Die Gespräche werden da schon intensiver. Dann kommt das Thema Kindersoldaten und der Film „Ich habe getötet“. Die Situation ist schwer zu ertragen und führt zu einer Veränderung der Gespräche.
Planung 2013
Sonntag, 06. Oktober 2013
FRIEDENSBAND beginnt eine Serie von Workshops für die 14-16jährigen. Sie sitzen für ein oder mehrere Wochenenden im sogenannten Warnschußarrest. Freitag nachmittag kommen sie, liefern alle Geräte (Handy, MP3-Player etc) ab und verleben einige Tage ohne Ablenkung, meist allein in ihrer Einzelzelle. Heute haben wir in den zwei Gruppen (einmal 6 und einmal 5 Jugendliche) die Verführung durch Werbung (Apple-iPhlone-4s), die Arbeitsbedingungen bei Foxconn und die Finanzierung Träumen im Mittelpunkt gestellt. Spannend war der Vergleich der unhaltbaren Lebensbedingungen der ArbeiterInnen in China mit problematischen Lebenssituationen hier.
Sonntag, 21. Oktober 2012
Erster Workshop im Jugendarrest Essen
Nein, der erste Workshop im Jugendarrest Essen verlief alles andere als glatt. Vorbereitet auf das Thema Rassismus, musste ich feststellen, dass diese Jugendlichen mit DEM Rassismus keine Probleme hatten. Sie sind aufgewachsen in den Arbeitervierteln von Duisburg, Gelsenkirchen und Essen und ihre Freunde kommen aus allen Teilen der Welt. So wechselte ich zum Thema Kindersoldaten und da wurde es spannend. Da müssen wir jedenfalls noch viel verändern, wenn wir diese Jugendlichen wirklich erreichen wollen. Im November werden wir das zeigen dürfen. (Günter)
Sonntag, 24. November 2013
FRIEDENSBAND war heute zum fünften Mal im Jugendarrest in Essen und veranstaltete den dafür konzipierten Workshop. Dieser wird im zweiwöchigen Rhythmus dort angeboten. Im ursprünglichen Ablauf standen „Smartphones“ im Mittelpunkt. Die Situation der ArbeiterInnen in China und die Werbung, mit der sie verführt werden, ist für die Jugendlichen spannend. Jetzt wurde der Workshop noch um den Film „Balljungs“ erweitert. Darin wird das das Leben von pakistanischen Kindern dokumentiert, die in Sialkot Fußbälle herstellen müssen. Die beiden Themen „Smartphones“ und „Fußball“ sind dabei sehr gute Anknüpfungspunkte an die Welt der Jugendlichen, da meist zumindest eines von beiden eine große Rolle dort spielt. Dementsprechend gut kommt der Workshop bei ihnen an. Regelmäßig ist zu hören, dass dies alles sehr interessant war und man sonst zu wenig davon mitbekommt. Denn nicht wenige betrachteten vorher ein Smartphone rein als neutrales Produkt und nicht als einen Gegenstand mit Geschichte und wirtschaftlich-politischen Hintergrund. Durch die in den Filmen und den Arbeitsmaterialien vermittelten Informationen sowie der anschließenden Besprechung erfuhren die Jugendlichen viel über Arbeitsbedingungen in anderen Ländern und zeigten sich auch sehr häufig schockiert darüber (Da gehe ich doch lieber zur Schule). Interessant wurde es auch hier wieder wenn die Jugendlichen Vergleiche zwischen ihrem und deren Leben zogen.
Sonntag, 8. Dezember 2013
FRIEDENSBAND bot heute das sechste mal in der JAA Essen den Workshop über Verschuldung an.
Die Jugendlichen Straftäter sitzen hier von Freitag Abend bis Montag Morgens ein. Hier erleben sie was die Konsequenzen sind die auf sie zukommen wenn sie ihr verhalten nicht überdenken. FRIEDENSBAND bietet jeden Sonntag für die Jugendlichen einen dafür konzipierten Workshop zum Thema moralischer und finanzieller Verschuldung an. Hier erfahren sie unter welchen ausbeuterischen Bedingungen Smartphones und Fußbälle hergestellt werden und warum sie auch durch den Kauf dieser Produkte diese unterstützen. Die anfangs zumeist demotivierten Jugendlichen zeigen rasch nach Beginn aber ein reges Interesse an den Thema und beschäftigen sich 2 ½ – 3 Stunden lang über verschiedene Methoden damit.
Planung 2014
Sonntag, 26. Oktober 2014
Workshops im Jugendarrest
FRIEDENSBAND bietet seit dem 28 September 2014 wieder regelmäßig Workshops in der JAA Essen an. Im Zweiwochentakt erhalten die dortigen Jugendlichen und jungen Erwachsenen die Möglichkeit sich mit Kinderarbeit sowie unfairen Produktionsbedingungen auseinanderzusetzten.
Anhand der Beispiele von Smartphones und Fußbällen erfahren die Jugendlichen z.B. das unsere Fußbälle teilweise von pakistanischen Kindern hergestellt werden und welche Probleme Kinderarbeit nach sich zieht. Ebenso wird auch der pakistanische Staat und sein politisches System betrachtet um zu erfahren warum es keinen effektiven staatlichen Schutz vor Kinderarbeit in Pakistan gibt. Der Workshop lässt aber noch genug Raum für Diskussionen und kritische Fragen. Auch weiterhin wird der Workshop von FRIEDENSBAND von den Teilnehmern positiv aufgenommen.
Sonntag, 30. März 2014
„ist die Welt halt“ – „Ich interessiere mich nicht für Politik“ – „Wenn ich ein Handy kaufe, kaufe ich nur ein Handy“. Mit solchen oder ähnlichen Meinungen gehen viele Teilnehmer sonntags in den Workshop der JAA Essen. Dieser wird alle zwei Wochen von FRIEDENSBAND angeboten und bietet den straffällig gewordenen Jugendlichen (und jungen Erwachsenen) eine Einführung in entwicklungspolitische Problemstellungen. Sie erfahren zum Beispiel das Dreiviertel aller Fußbälle in einer pakistanischen Stadt hergestellt werden und an diesem Prozess auch massiv auf Kinderarbeit zurückgegriffen wird. Weiter geht es um Programme zur Bekämpfung von Kinderarbeit und kommerzielle Alternativen (z.B. Fair-Trade). Zu guter Letzt dieses Programmpunktes setzten sie sich auch mit den politischen Strukturen Pakistans auseinander, dass die meisten Jahrzehnte seiner Existenz eine repressive Militärdiktatur war. Der Workshop wird regelmäßig gut aufgenommen und fand zum 13. Mal statt.
Sonntag, 2. März 2014
FRIEDENSBAND bot heute das 11. Mal in der JAA Essen den Workshop über Verschuldung an. Jugendliche sitzen hier von freitags bis sonntags ein, nachdem um ihre Jugendstrafe abzusitzen. Im Hintergrund geht es darum, wo und unter welchen Umständen Fußbälle und Smartphons produziert werden. Sie beschäftigen sich damit, welche Tricks in der Werbung angewendet werden, um sie zum Kaufen zu verführen. So lernen sie hier, dass z.B. ein Fußball nicht nur ein Produkt im Geschäft ist, sondern immer auch eine Geschichte damit verbunden ist. So werden viele Fußbälle von Kindern hergestellt. Sportkonzerne geben das Geld lieber für teure Werbung aus, als Faire Löhne zahlen. Da ca. ¾ aller Fußbälle in Pakistan produziert werden, lernen sie auch die Geschichte des Landes kennen. Anhand von Auszügen aus dem Buch „Brennpunkt Pakistan“ von Christian Wagner können sie selbständig herausarbeiten das Pakistan viele Jahrzehnte eine Militärdiktatur war und mit Korruption zu kämpfen hatte. Der Workshop wird regelmäßig von allen Teilnehmern positiv aufgenommen
Sonntag, 19. Januar 2014
Eingesperrt von Freitags bis Montags. Straffällig gewordene Jugendliche sitzen hier im Essener Jugendarrest das Wochenende ein und erleben hautnah wie es sich anfühlen könnte in einem echten Gefängnis zu sitzen. FRIEDENSBAND bietet jeden Sonntag diesen Jugendlichen einen Workshop zum Thema Verschuldung an. Sie lernen wo und unter welchen Umständen Fußbälle und Smartphones produziert werden. Sie beschäftigen sich damit, welche Tricks in der Werbung angewendet werden, um sie zum Kaufen zu verführen. Der Workshop wird regelmäßig von allen Teilnehmern positiv aufgenommen und führte auch zu selbstkritischen Vergleichen mit ihrem eigenen Lebenslauf. Nicht selten nutzen die Jugendlichen die Diskussion um die Produktionsbedingungen, um ihre Gefühle einmal frei äußern zu können.
Planung 2015
Sonntag, 15. März 2015
Thema Kindersoldaten im Jugendarrest
Bei diesem Workshop hatten wir nur sechs Jugendliche in der Gruppe. Dadurch war die Arbeit natürlich umso intensiver. Wie beim letzten Mal begannen wir mit Werbung und ihren Einflüssen auf unser Handeln. Dann wechselten wir mit einer Bundeswehrwerbung zum Thema Konflikte. Das vertieften wir mit einem Bericht über P’TBS – der posttraumatischen Belastungsstörung. Am Ende stand wieder der Film „Ich habe getötet“ und damit die beeindruckenden Bilder von jungen Menschen, die völlig traumatisiert über ihr Leben berichten.
Jugendarrestanstalt Düsseldorf
GewaltMal im Jugendarrest
Freitag, 21. September 2012
Mit dem heutigen Besuch im Jugendarrest Düsseldorf beginnt unsere Arbeit mit den dortigen Jugendlichen. Das wird spannend. Es gibt ein Interview mit dem Leiter, dass ganz viele Informationen gibt und dann gibt es eine Menge Podcasts von Arrestanten, die über sich und ihren Aufenthalt erzählen.
Dienstag, 11. September 2012
Mit dem heutigen Besuch im Jugendarrest Düsseldorf beginnt unsere Arbeit mit den dortigen Jugendlichen. Das wird spannend.
Kein Mensch verlässt die Heimat ohne Grund

Flucht

Projekt-Serie „Die FalleT“
Das Projekt „Die Falle“
Das Leben der Jugendlichen ist voller Fallen. Oft haben sie nicht gelernt, damit umzugehen. Sie sind oft auch die Grundlage für Gewalt und Konflikte. Wenn sie sich mit den Geschichten und Nöten von Menschen die weit entfernt von ihnen leben beschäftigen, lernen sie für ihre eigene Situation und Zukunft zu handeln. Denn es ist leicht für sie, sich für andere einzusetzen und zu wissen, was ihnen gut tut, bei eigenen Problemen fällt das schwer.
Armut – eine Falle?
Es gibt sie, die Falle Armut und viele Jugendliche in unseren Schulen kennen sie sehr persönlich. Meist wird viel wertvolle Energie dafür aufgewendet, sie zu verheimlichen, was die vielleicht notwendige Hilfe erschwert. Jugendliche beschäftigen sich mit der Armut weltweit – und bei uns. Wie können wir das vergleichen und was können wir daraus lernen? Die Jugendlichen recherchieren in ihrer Umgebung und erstellen einen Filmbeitrag, den sie der Politik und den Medien vorstellen. Mehr
Angst – eine Falle?
2010, 2013 und 2014 haben wir dieses Projekt mit unterschiedlichen Formen durchgeführt. Spannend dabei war, wie sehr sich die Jugendlichen nach anfänglichen Distanzierungsversuchen diesem Thema widmeten. Denn auch wenn sie so tun, als würde Angst für sie kein Begriff sein, sie sehnen sich danach, darüber sprechen zu können. Auch hier half ihnen natürlich der weite Weg von den Menschen in Flüchtlingsbooten und Hungergebieten, auf eigene Ängste zu kommen.
Zukunft – eine Falle?
In Nachrichtensendungen suchen Jugendliche nach möglichen Fallen. Wo ist die Zukunft von Menschen in Gefahr, wo sieht die Zukunft rosig aus? Die Angst vor einer falschen Entscheidung ist bei den Jugendlichen groß, andererseits wählen sie oft ohne viel nachzudenken einen riskanten Weg. Bei vielen Jugendlichen mit Migrationshintergrund finden wir das Gefühl der Ausweglosigkeit. Sie glauben, dass sie ohnehin keinen anerkannten Platz in der Gesellschaft finden können und fühlen sich minderwertig. Ein spannendes Projekt, an dessen Ende ein Filmbeitrag entsteht. Mehr
Klima – eine Falle?
Der vom Menschen verursachte Klimawandel ist in vollem Gange und verursacht bei Jugendlichen große Ängste. Auf der einen Seite sind sie meist zu uninformiert, um sich diese Ängste bewusst zu machen – auf der anderen Seite wissen sie so viel, dass die eigene Zukunft dunkel erscheint. Sie suchen im Projekt nach praktischen Möglichkeiten diesem Trend entgegen zu wirken. Durch das Projekt werden sie an zukunftsentscheidenden Fragen beteiligt und können ihre Stimme bei PolitikerInnen einbringen. Der entstehende Filmbeitrag ist sicherlich spannend. Mehr
Zuwanderung – eine Falle
Jugendliche sind in der Diskussion um Zuwanderung hin und hergerissen. Im Projekt sollen sie ihre Position finden und für sich dabei prüfen, wie sie in 20 Jahren leben wollen. Sicher ist, dass wir in einer immer älter werdenden Gesellschaft, Arbeitskräfte aus dem Ausland brauchen. Viele Menschen haben aber Angst vor Überfremdung und davor ausgenutzt zu werden. Die Meinungsumfrage wird sicher spannend und ebenso der entstehende Filmbeitrag, der öffentlich Wirkung erzeugen soll. Mehr
Projekte unter dem Motto: „DIE FALLE“
Armut – eine Falle? Franz-Meyer-Gymnasium
Der Bezug entstand durch einen Politiklehrer, der in der Wartezeit auf die Stelle am Franz-Meyers-Gymnasium bei FRIEDENSBAND ein Praktikum absolvierte und mit uns Bildungsaktionen entwickelte. So war ein Teil der Erarbeitung mit ihm gemeinsam überlegt.
Klima – eine Falle?

2016 Fallen-Projekt: „Klima“ mit drei Klassen geflüchteter Jugendliche. Spannend die Aussagen von den syrischen Flüchtlinge über den Klimawandel in ihrer Heimat.
Die geflüchteten Jugendlichen in drei Integrationsklassen (zwei Hauptschulen) erforschten die Klimaprobleme und die damit verbundenen Fluchtgründe. Diese hatten sie teilweise am eigenen Leibe erfahren. Die Beschäftigung damit machte vielen von ihnen die unmittelbaren Zusammenhänge klar. Gemeinsam mit den jungen Flüchtlingen gingen wir der Frage nach, wie sich Klimakatastrophen auswirken. Viele konnten aus ihrer Heimat berichten, dass den Kriegen Dürren und andere Katastrophen vorausgingen. Trotz der Sprachschwierigkeiten für alle ein wichtiger Lernprozess.
Über weite Strecken war die Kommunikation mit Deutsch nicht möglich, da die Flüchtlinge oft erst ein halbes Jahr in Deutschland waren. So war es ein großes Sprachengewirr und gleichzeitig eine globale Einigung auf das Wesentliche: Klimaprobleme sind in vielen Ländern die Auslöser für Kriege.
Dumont-Lindemann-Hauptschule Düsseldorf
Mit der Dumont-Lindemann-Hauptschule haben wir in den letzten Jahren schon viele Projekte durchgeführt. Wir haben die engagierten Lehrer:innen schätzen gelernt und hatten auch seitens der Schulleitung immer viel Unterstützung. Jetzt durften wir mit den Klassen SE 2 und 3 ein ambitioniertes Projekt durchführen. In den Vorgesprächen mit der Lehrerschaft und der Schulleitung war deutliche Skepsis zu spüren, ob es für die Jugendlichen, die noch in der Ankommensphase waren und nicht viel Deutsch sprachen, möglich ist, sich mit einem so komplexen Thema auseinanderzusetzen.
17.2.2016 – Für die geflüchteten Jugendlichen der Klasse SE 3 in der Dumont Lindemann Hauptschule war das ungewohnt. Sie beschäftigten sich mit den Umweltproblemen, die von Auto und Industrie ausgehen. Welchen Anteil hat das Auto? Das fiel den Jugendlichen schwer: Ausgerechnet das Auto, nach dem sie sich alle sehnen, ist mitschuldig an den Klimaproblemen weltweit. Es war eine spannende Diskussion, auch um die Gesundheitsprobleme. Das schockierte die Jugendlichen, dass Kinder oft Atemwegsprobleme haben und das vor allem alte Menschen früher sterben.
Welche Konsequenzen ziehen wir daraus?
24.2.2016 – Wie kann unsere Zukunft aussehen, wenn wir so weitermachen? Aber wie bei der deutschen Bevölkerung war auch das Bewusstsein bei den zugewanderten Jugendlichen nicht ausgeprägt, am eigenen Verhalten etwas zu ändern. Die Auseinandersetzung mit dem Klimakiller Auto wurde intensiv geführt. Die Kosten für ein Auto wurden unterschätzt und intensiv besprochen.
Wie sieht unsere Welt aus?
25.2.16 – Das fragten sich die Jugendlichen im ersten Workshop und schrieben auf die Meinungswand zum Wort WELT alle positiven und negativen Begriffe, die ihnen einfielen. Die negativen wie Krieg, Korruption, Gewalt, Armut und Hunger strichen sie energisch durch, als wollten sie sagen, dass sie das nie wieder erleben wollten. Die positiven Begriffe wie Schule, Sport, Kunst, Musik, Familie und Beruf dagegen ließen sie auf der anderen Seite der „WELT“ so stehen. Es gab Diskussionen um Themen wie Religion und Politik, die positiv und negativ gesehen werden können.
Wie gehen wir mit unserem Klima um
3.3.16 – Schon beim letzten Mal wurde deutlich, dass dieses Gruppe sehr musikalisch ist. Vier der Jugendlichen – je zwei Jungen und Mädchen – singen, mehrere spielen verschiedene Instrumente. Die fehlende Kommunikation werden wir also über die Musik einfließen lassen. Entstehen soll ein Rap über unser Klima. Dafür müssen sich die Jugendlichen genau damit beschäftigen. Christian Deckert war mit seinen Kameras dabei und nahm den Prozess auf.
Workshops
Klimaveränderung – von Sündern und Geschädigten
Klimageschichten und Voraussetzungen für eigenes Handeln
4.3.2016 – Mit dem Versuch, gemeinsam Geschichten über Klimaflüchtlinge zu entwickeln, scheiterten wir an den mangelnden Deutschkenntnissen der Jugendlichen. So nahmen wir den Faden über die mitgebrachten Symbolbilder auf. Die Jugendlichen legten die Symbole für Haus, Auto, Kind, Familie, Tiere, Schule, Arbeit in ihrer individuellen Reihenfolge aus und sprachen darüber. Erstmals war Filmemacher Christian Deckert dabei und begleitete den Workshop mit seiner Kamera.
Armut – eine Falle?
Armut löst weltweit Kriege und Flüchtlingsströme aus, aber auch bei uns führt Armut zu Konflikten. Es gibt große Ängste vor immer mehr Armutsflüchtlingen, aber auch um eine auseinanderdriftende Gesellschaft. Wie entsteht Armut, wer fördert oder bekämpft sie, welche Interessen spielen eine wichtige Rolle? Spannend wird es, wenn die Jugendlichen selbst recherchieren und ihre Umgebung befragen.
Am Schluss des Projektes stand ein Filmprojekt: Die Jugendlichen erstellten, unterstützt vom Filmemacher Christian Deckert, ein Video.

Die MeinungswändeBeide Klassen arbeiteten intensiv mit der Papierrolle. Dabei zeigte sich, dass die zusammengetragenen Vorstellungen und Fakten während des ganzen Projekte und auch noch am Ende bei der Präsentation präsent waren und die Arbeit beeinflussten.Die Jugendlichen waren mit großem Eifer dabei, die Ursachen und die Auswirkungen von Armut in den Mindmaps sichtbar zu machen. Szenische Bearbeitung des Themas

Sabrina Hosono brachte viele Methoden in das Projekt ein. Großen Spaß machte den Jugendlichen die szenische Darstellung von des Themas Armut.Gefilmt von Christian Deckert vor der Greenwall, entstanden verblüffend echte Situationen. Hier eine Szene, die eine Szene auf der Straße vortäuscht. Weitere Szenen sind im Film enthalten. Beide Klassen zeigten viel Kreativität bei den Rollenspielen. Die Expert:innen

Wir gaben mehreren Expert:innen im Projekt die Möglichkeit, den Jugendlichen Hintergründe von Armut in Mönchengladbach aus erster Hand zu geben.Karl Sasserath vom Arbeitslosenzentrum kannte natürlich die Armut vor Ort aus erster Hand. Das galt auch besonders für Monika Bartsch von der Mönchengladbacher Tafel. Die tägliche Not, so aus der Praxis erklärt, schockierte die Jugendlichen. Die Meinungsumfrage
Armut – eine Falle? Villa, Mönchengladbach

2015 Falle-Projekt: „Armut“ – mit zwei Schulklassen und hier mit der Jugendeinrichtung „Die Villa“ Mönchengladbach
Jugendeinrichtung „Die Villa“
Das Thema Armut ist für viele der Kinder in der Jugendeinrichtung ´“Die Villa“ nichts Fremdes. Der Stadtteil Odenkirchen gehört auf keinem Fall zu den bevorzugten in Mönchengladbach. Hier sind aber Menschen mit viel Herzblut aktiv, den Kindern aus vielen Nationalitäten eine freundliche Bleibe für ein paar Stunden zu bieten – mit warmen Getränken und Essen natürlich.
Seit vielen Jahren gehört FRIEDENSBAND zu den Stammgästen in diesem Haus und wir haben sehr viele Workshops und Aktionen mit den Kindern gemacht. Dieses Mal eben zum Thema Armut. Die Jüngsten – 1.-3.12.2015Die Jüngsten der Jugendeinrichtung „Die Villa“ wussten schon genau, was heute auf dem Plan stand. Und elf 10 bis 12jähringen hatten sich bereits untereinander schlau gemacht. So war die Fantasie bereits bei den Armen in aller Welt. Sie beschrieben Armut in der Türkei, in Marokko und den USA und überlegten, wo sie wohl herkommt, die Armut.Im zweiten Teil des ersten Workshops wurde es spannend. Wir legten eine Papierbahn aus und stellten den Traum in den Raum, sie, die Kinder aus Odenthal, hätten auf der Straße eine Brieftasche gefunden, eine mit richtig viel Geld drin. Nun sollten sie überlegen, was sie mit der Brieftasche tun würden. Das große Transparent füllte sich schnell mit den schönsten Dingen rund um eine prall gefüllte Geldbörse. Dann überlegten sie, was davon wirklich wichtig ist.Zum Schluss war der erste Teil des Filmes „Lost and found – die verlorene Brieftasche“ eine spannender Endpunkt. Die zweite Hälfte sahen die gespannten Kinder dann am zweiten Tag. Das war der Ausgangspunkt für Überlegungen, in Rollenspielen Armut darzustellen. Mit den drei Gruppen konnte dann während des Spiels immer wieder über Armut und welche Möglichkeiten es gibt, ihr zu entrinnen, gesprochen werden.Auch der dritte Tag stand im Zeichen der Darstellung von Szenen, die in der nächsten Woche von Filmemacher Christian Deckert aufgenommen werden sollten. Die Kleinen konnten es gar nicht fassen, dass ein echter Filmemacher mit ihnen drehen wollte. Die Älteren – 8.-10.12.2015Die älteren Kinder, eine Gruppe von zehn 12-14jährigen konnten sich schon intensiver mit der Tagespolitik beschäftigen. Spannend waren die Gespräche rund um die Kriege und Bürgerkriege und die Ursachen. Eindeutige Aussagen gegen jede Form von religiöser Gewalt kamen wie selbstverständlich von den Jugendlichen. Das ist in der Islamistenhochburg Mönchengladbach keine Selbstverständlichkeit. Da merkt man die Arbeit von Hayat Mia, dem Streetworker von Mönchengladbach-Odenkirchen und dem „Villa“-Team.Die Gespräche gingen sehr tief auch in den persönlichen Umgang der Kinder mit Gewalt und Überlegungen, wie Konflikte friedlich gelöst werden können. Auch sie sahen nun den Film „Lost and found – Die verlorene Brieftasche“. Der Film entsteht – 10.12.2015So hatten sich die Kinder in der Jugendeinrichtung das nicht vorgestellt. Da kam tatsächlich ein Filmemacher aus Düsseldorf, um mit ihnen einen Film aufzunehmen. Da klappte sehr gut und es zeigte sich ungeahnte Talente in den Kindern, die gar nicht mehr aufhören wollten mit ihren Szenen. Das wird sicher ein interessanter Film, den wir nun möglichst schnell den Politiker:innen zeigen wollten.
Video von Christian Deckert in der Jugendeinrichtung „Die Villa“ auf YouTube

Armut – eine Falle? Franz-Meyer-Gymnasium – Klasse 7a

2015 Falle-Projekt „Zuwanderung“ mit geflüchteten Jugendlichen in drei Schulen. Die gerade Angekommenen befragten auf der Straße die Passanten, was sie über Flüchtlinge denken.
Franz-Meyers-Gymnasium Mönchengladbach – Klasse 7a
Vom 23.10. bis zum 30.11.2015 konnten wir in der Klasse 7a drei 2-stündige Workshops durchführen
30.10.2015Thema der Stunde: Wie entsteht Armut? Was hält sie aufrecht? Was hat das für Folgen? Zunächst prüften wir, wie Kinder für sich selbst aktiv werden können und welche Chancen sie haben, Veränderung anzustoßen. Danach wählten die Arbeitsgruppen der vorherigen Stunde folgende Themen:Wohnungslosigkeit in Deutschlandemotionale Armut in Deutschland(Kinder)armut in AfrikaArmut in AsienArmut globalArmut in der TürkeiAnschließend starteten wir in eine Fishbowl Diskussion, in der wir uns fragten, wie Armut entsteht, wieso Menschen arm bleiben und was dies für Auswirkungen hat. Bei der Fishbowl-Methode (auch Innen-/Außenkreis-Methode) diskutiert eine kleine Gruppe von TeilnehmerInnen im Innenkreis (im „Goldfisch-Glas“) das Thema, während die übrigen Teilnehmer*innen in einem Außenkreis die Diskussion beobachten. Die TeilnehmerInnen im Außenkreis können, wenn sie sich in die Diskussion einbringen wollen, ein Mitglied des Innenkreises „abklopfen“. Dieses darf dann noch seinen Satz fertig sprechen und macht dann seinen Platz für den Teilnehmer aus dem Außenkreis frei. Wir beschäftigten uns innerhalb der Diskussion mit den verschiedenen Armutsformen, Armutsursachen wie Jobverlust, Schicksalsschläge, Sucht oder Traumata. Außerdem fragten wir uns, ob Menschen, die sich in Armut befinden, selbst die Verantwortlichkeit für ihre Situation tragen, und ihnen teilweise eine Schuldfähigkeit zugesprochen werden kann. Die SchülerInnen erkannten den Teufelskreis, welcher sich in Armutslagen, vor allem in Kombination mit Suchtproblematiken, bilden kann. 29.10.2015Das Thema der heutigen Stunde war „Armut in Deutschland -Armut weltweit“. Zwei Schüler erzählten über erlebte Situationen von ihrem Urlaub in Guatemala und Griechenland. Letzteres führte zu einer Diskussion über die aktuelle Griechenland-Finanzpolitik der EU. In Kleingruppen trugen die SchülerInnen anschließend ihr Wissen über Armutslagen in verschiedenen Regionen der Erde zusammen. Die Gruppen beschäftigen sich mit Deutschland, Türkei, Asien und Afrika. Eine Gruppe erarbeitete einen globalen Überblick. 23.10.2015Auf einer Meinungswand brachten die Jugendlichen zu Papier, was ihnen zum Thema Armut einfiel. Dabei konnten sie die Standorte so häufig wechseln, wie sie wollten und an allen Diskussionen teilnehmen. Durch eine stille Diskussion können sich schriftliche Diskussionen unter den Teilnehmenden entwickeln, die sich auf die (anonymen) Aussagen anderer Schüler-/innen beziehen und sie ihrerseits kommentieren. Die Verschriftlichung verleiht der Diskussion vor allem für jüngere SchülerInnen eine größere Ernsthaftigkeit und führt dazu, dass Kinder miteinander diskutieren, die sonst wenig miteinander zu tun haben (da ja niemand weiß, von wem der vorherige Beitrag stammt). Als zentrales Thema entstand daraus für die Jugendlichen „Wohnungslosigkeit“

Ein wichtiges Element in unseren Projekten ist die Meinungsumfrage. Die Jugendlichen sollen sich selbst einen Eindruck erarbeiten, wie die Menschen auf der Straße denken. Dabei begegnen ihnen, die inzwischen im Projekt durch viele Informationen sensibilisiert sind, oft ihre alten Sichtweisen, die sie längst abgelegt haben.Es verstärkte sich dadurch automatisch das erworbene Wissen und die Befragung förderte die Persönlichkeit und schafft Selbstsicherheit. Afrika-Korrespondent Mirco Keilberth informiert

Im Franz-Meyers-Gymnasium Mönchengladbach warteten 230 Schülerinnen und Schüler gespannt auf ein besonderes Ereignis. Gerade mal eine Woche nach den Anschlägen von Paris kommt der Afrika-Korrespondent Mirco Keilberth, um die Hintergründe von Armut und Flucht zu erklären. Er arbeitet für Spiegel, Deutschlandfunk und taz und berichtet vor allem über Tunesien und Libyen.In beiden Ländern wohnt Mirco Keilberth auch vorwiegend, wenn er nicht in seiner Heimatstadt Hamburg ist. Die Bilder, die er per Beamer vorführt, sind eindrucksvoll. Die Geschichten, die er erzählt sind packend. Die Jugendlichen sind fasziniert und verstehen viele Zusammenhänge. Begeistert auch der Schulleiter.

Zum Schluss fasst Günter Haverkamp zusammen: „Wir haben jetzt viel gelernt und wissen Vieles besser. Aber FRIEDENSBAND macht nichts, ohne dass am Ende eine Aktion steht!“ Die wird nun mit den beiden Klassen 7a und 7b vorbereitet und vielleicht als Gesamtaktion der Schule an die Politik gehen: Wir müssen aktiv werden gegen die Armut, damit weniger Menschen ihre Heimat verlassen müssen. Abschluss mit BundestagsabgeordnetemAm 8.12.2015 war es so weit. Beide Klassen, die 7a und die 7b, zeigten im Pädagogischen Zentrum des Franz-Meyers-Gymnasiums, was sie in den letzten Wochen gelernt hatten. Aber zunächst war es der Film, den Christian Deckert während des gesamten Prozesses gedreht hatte. Sehr informativ gibt er Auskunft über viele Aspekte von Armut in Mönchengladbach und weltweit.
Video von Christian der Klassen 7a und 7b des Franz-Meyers-Gymnasium auf YouTube

Armut – eine Falle? Franhz-Meyer Gymnasium – Klasse 7b

2015 Falle-Projekt „Armut“ im Franz-Meyer-Gymnasium Mönchengladbach. Beteiligt waren die Klassen 7a und 7b
Franz-Meyers-Gymnasium Mönchengladbach – Klasse 7b
Vom 23.10. bis zum 25.11.2015 konnten wir in der Klasse 7b fünf 2-stündige Workshops durchführen.
25.11.2015 – Zu Beginn stand beim heutigen Workshop die Reflexion der Veranstaltung mit Mirco Keilberth über die Fluchtursachen von Jugendlichen. Da hatte die Jugendlichen sehr beeindruckt. Danach ging sie daran, die Umfrage vorzubereiten. Dazu hat sich die 7b einige Fragen ausgedacht. Diese Stunde war schon eine besondere, weil die Klasse 9c aus eigenem Wunsch daran teilnahm. Auch sie hatten ja an der Veranstaltung mit Mirco Keilberth teilgenommen und beteiligten sich nun intensiv an der Diskussion. Bei allen Fragen gab es heftigen Grund zu diskutieren. „Warum geben wir eher Geld für billige/schlechtere Qualität aus?“ – „Würden Sie faire Produkte kaufen und dafür mehr Geld zahlen?“ – „Sehen Sie einen Zusammenhang zwischen Armut und Flucht?“ – „Werden die Reichen immer reicher und die Armen immer ärnmer?“ Schließlich wurde der Ablauf der Interviews und unser Aufnahmegerät, die Flipkamera, besprochen. (Günter Haverkamp)11.11.2015 – Die Klasse 7b hat einen Brief bekommen. Eine Mutter arbeitet bei C&A. Das war eine gute Einleitung. Der Inhalt des Briefes wurde intensiv besprochen. Natürlich wird der Brief beantwortet, aber dafür brauchen die Jugendlichen die weiteren Inhalte dieses Projektes. Also haben wir inhaltlich mit der Frage weitergearbeitet, was Armut mit den Kinderrechten zu tun hat. Die Kinderrechte, die von Armut berührt werden, wurden von den Jugendlichen zusammengetragen. Schließlich präsentierten die Arbeitsgruppen ihre Plakate um den Vortrag zu üben.4.11.2015 – Der Einstieg war für die Jugendlichen verblüffend: „Wie riecht Armut?“ Langsam tasteten sich die SchülerInnen an die Vorstellung heran und waren dann ganz dabei. Ein Mädchen mit irakischem Hintergrund erzählte, dass sie es dort erlebt habe, ein anderes Mädchen in der Dominikanischen Republik und wieder andere in ihrem Umfeld. Wir stiegen tief ein in das Armutfühlen um dann darüber zu sprechen, wie man rauskommt. Zunächst fiel den Jugendlichen nur ein, was die Armen selbst machen können und das war nicht immer realistisch. Einfach Arbeit suchen ist ja gut gesagt. Dann überlegten sie, was andere tun können. Und schließlich wurde es spannend, als wir bei uns waren und unserem Kaufverhalten.30.10.2015 – In festen Arbeitsgruppen behandeln die Jugendlichen in den kommenden Stunden selbstgewählte Themen: Flüchtlingssituation in Deutschland, Obdachlosigkeit in Deutschland, Armut in Indien, Kinderarbeit auf dem afrikanischen Kontinent, Waisenkinder, Armut in Mexiko. In einer Fishbowl Diskussion erarbeiteten wir Antworten und Ideen der SchülerInnen zu den Fragen: „Wie entsteht Armut?“ „Was hält sie aufrecht?“ Was hat das für Folgen?“ „Hat Armut nur mit Geld zu tun?“ „Sind arme Menschen ’selber Schuld‘?“ Die SchülerInnen diskutierten verschiedene Ideen zu Ursachen von Armut und stellten fest, dass es für Menschen immer schwieriger wird, sich aus Armutslebenslagen zu befreien, je länger diese andauern. Kinder hätten es schwer, wenn bereits die Eltern arm wären, da sie so weniger Chancen auf ausreichend Bildung und Förderung hätten.23.10.2015 – Auf einer Meinungswand brachten die Jugendlichen zu Papier, was ihnen zum Thema Armut einfiel. Dabei konnten sie die Standorte so häufig wechseln, wie sie wollten und an allen Diskussionen teilnehmen. Durch eine stille Diskussion können sich schriftliche Diskussionen unter den Teilnehmenden entwickeln, die sich auf die (anonymen) Aussagen anderer Schüler-/innen beziehen und sie ihrerseits kommentieren. Die Verschriftlichung verleiht der Diskussion vor allem für jüngere SchülerInnen eine größere Ernsthaftigkeit und führt dazu, dass Kinder miteinander diskutieren, die sonst wenig miteinander zu tun haben (da ja niemand weiß, von wem der vorherige Beitrag stammt). Als zentrales Thema entstand daraus für die Jugendlichen „Flucht“. In einer Abschlussrunde fassten wir die gesammelten Meinungen zusammen und klärten offene oder kontroverse Fragen. (Sabrina Hosono)
Zukunft – eine Falle?

2014 Projekt „Zukunft – eine Falle?“. Die Kinder des Jugendclubs VILLA in Mönchengladbach präsentierten ihre Ideen und Forderungen der Bezirksbürgermeisterin.
Projekt Die Falle „Zukunft“
In spannenden Workshops erarbeiten wir mit geflüchteten Jugendlichen neue Zugänge, um die Sprachlosigkeit zu überwinden und Orientierung anzubieten.
Für die Jugendlichen ergibt sich aus der Auseinandersetzung mit den Fallen in ihrer Zukunft die Chance, sie bewusst wahrnehmen zu können. Eine Beteiligung an der Ausgestaltung des Projektes soll den Aufmerksamkeitswert und die Akzeptanz erhöhen und entsprechende Kompetenzen fördern.
Das gilt ganz besonders für geflüchtete Kinder. In der Dumont-Lindemann-Hauptschule und in der Gemeinschaftshauptschule Bernburger Straße in Düsseldorf führen wir das Projekt mit insgesamt drei Klassen durch.
Wir haben in der Vorbereitung sicherlich die doppelte Zeit gebraucht für jeden Workshop, weil die Herausforderung, mit geflüchteten Jugendlichen zu haben, groß ist. Es ist einerseits der Umgang mit den Kulturen, die immer wieder berührt werden und dann natürlich ist es die Frage, wie können wir es Jugendlichen erklären, die des Deutschen nicht oder noch nicht mächtig sind.
Wir haben den Vorteil, dass wir schon seit vielen Jahren mit sehr einfachen Mitteln arbeiten. Die Meinungswand ist ein wichtiges Element in unseren Workshops. Sie erlaubt großflächig zu schreiben oder, wenn das nicht gelingt, zu malen.
| Dumont-Lindemann-Hauptschule Düsseldorf |
| Die Klasse SE 1 besteht aus Jugendlichen, die überwiegend bereits länger als 6 Monate in Deutschland sind. Die Deutschkenntnis waren noch nicht ausgeprägt, aber die Jugendlichen halfen sich untereinander |
| Wer ist für unsere Zukunft verantwortlich?22.1.16 – Wir organisierten einen Termin im Rathaus Düsseldorf. Die Jugendlichen der SE-Klasse 1 der Dumont-Lindemann-Hauptschule interessiert, wie Politik gemacht wird in ihrer neuen Heimatstadt. Dazu hat sich Bürgermeister Günter Karen-Jungen viel Zeit genommen. Zwischendurch kommt auch Oberbürgermeister Thomas Geisel dazu und interessiert sich für die Meinung der Jugendlichen. Die sind natürlich tief beeindruckt, nehmen aber vor allem auch mit, dass hier Politik nicht gefährlich und sehr bürgernah abläuft. Eine guter Einstieg in das Thema Zukunft.Flucht in die Zukunft19.2.16 – Die SE 1 beschäftigte sich intensiv mit der Frage, wie die Zukunft der Welt aussieht. Sie haben es geschafft, einen Ort zu erreichen, an dem sie sicher sind, keinen Hunger haben und zur Schule gehen können. Besorgt machte sie, dass nicht nur durch Kriege Menschen fliehen müssen. Auch die vom Menschen verursachten Klimaprobleme zwischen Menschen zunehmend, ihr Land zu verlassen. Was man dagegen tun kann, war ein wichtiges Thema in dieser Stunde. |

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Das Projekt wurde zu 70 Prozent durch das Landesjugendamt Rheinland gefördert. 30 Prozent wurde durch Spenden aufgebracht

2016 Fallen-Projekt: „Zukunft“ mit drei Klassen geflüchteter Jugendliche. Sie forschten danach, was sie zurück lassen mussten und was vor ihnen liegt.

2016 Aktivgruppe „Zukunft“ hatte sich spontan aus dem Fallen-Projekt gegründet und wollten sich um Flüchtlinge kümmern, die neu angekommen sind.
Aktionsgruppe „Zukunft“
Die jungen Flüchtlinge der SE-Klasse hatten im Projekt den Wunsch geäußert, denen zu helfen, die jetzt ganz neu angekommen waren. Es gab tolle Begegnungen und Hilfe auf gleicher Augenhöhe.
Eure Zukunft ist unsere Zukunft!
Im Projekt „Zuwanderung – willkommen?“ hatte sich die SE-KLasse der Dumont-Lindemann-Schule in Düsseldorf intensiv mit dem Thema Flucht und Vertreibung beschäftigt. Die meisten von ihnen waren vor Kriegen und Konflikten in Syrien und dem Irak geflohen. Sie waren also Expert:innen. Unser Angebot am Ende des Projektes, zugewanderten Gleichaltrigen zu helfen, die noch in einer Flüchtlingsunterkunft leben, fanden die Jugendlichen spannend.
Leider kam dieses Angebot in mehrerer Hinsicht zu früh, so dass sich die zunächst mit viel Enthusiasmus getroffene Zustimmung abflachte und zum Schluss ins Leere lief. Immerhin hatten die Jugendlichen nach vielen Hürden doch noch den Besuch in der Flüchtlingsunterkunft durchführen können und ein paar Versuche gelangen dann doch noch.
23.10.2015 – Die Aktivgruppe trifft sich zum ersten Mal. Es war eine spannende Situation für Günter Haverkamp. Was wollen die Zuwandererkinder aus Ländern wie Syrien, Irak, Armenien, Spanien und Mazedonien in Angriff nehmen? Aus verschiedenen Vorschlägen schälte sich die Überlegung heraus, sich für Flüchtlingskinder einzusetzen. Da kommt natürlich sofort die Frage, ob Jugendliche, die gerade erst ein halbes Jahr in Deutschland sind, sich für andere einsetzen können, die gerade ankommen? Sie alle haben erlebt, wie es ist, in eine fremdes Land zu kommen, teilweise nach ungeheuren Strapazen einer Flucht. Alle stimmten dafür, nächste Woche die Flüchtlingsunterkunft Moskauer Straße zu besuchen, die gerade fertig geworden ist.
30.10.2015 – Leider musste Günter Haverkamp der Aktivgruppe erklären, dass ein Besuch bei der Flüchtlingsunterkunft Moskauer Straße nicht klappt, weil sie noch nicht bezogen ist. Alle verstanden, dass die Menschen erst einmal Ruhe brauchen, um anzukommen. Daher machten wir eine erste Trainingsstunde „Konflikte lösen“. Welche Konflikte kennen die Jugendliche der Aktivgruppe? Es wurde schnell praktisch. Das „Ausländer raus!“ haben mehrere bereits erlebt. Wie geht man damit um? Die Mädchen kannten eher den Weg des Sich-weg-duckens. Damit beschäftigten wir uns intensiv. Wie könnte das anders aussehen? Daran wollen wir in der nächsten Stunde weiterarbeiten.
06.11.2015 – Und wieder klappte es nicht, die Flüchtlingsunterkunft Moskauer Straße zu besuchen, weil die Menschen erst in den letzten zwei Tagen eingezogen sind. Aber dafür hat sich die Leiterin der Flüchtlingsunterkunft Zeit genommen und ist heute zum Treffen mit der Aktivgruppe gekommen. Jetzt erfuhren die Jugendlichen Einzelheiten über die Menschen, wie viele Jugendliche dabei sind und welche Nationalitäten dabei sind. Gemeinsam machten wir uns noch einmal intensiver Gedanken darüber, was die Aktivgruppe in der Moskauer Straße machen kann und welche weiteren Formen gäbe, es aktiv für Flüchtlinge zu werden.
26.02.2016 – Mit der SE 1 die Flüchtlingsunterkunft Moskauer Straße zu besuchen, war spannend. Der Besuch war mit den Betreuerinnen der Flüchtlinge in der Unterkunft gut vorbereitet. Es war für die Jugendlichen der Klasse, die selbst in verschiedenen Unterkünften lebten, ein Seitenwechsel, plötzlich als Besucher:innen zu kommen und Hilfe anzubieten. Über den Satz “Eure Zukunft ist unsere Zukunft” haben die Jugendlichen viel nachgedacht und begriffen, dass sie Hilfe brauchen und mithelfen können, weil vielleicht noch mehr Flüchtlinge nach Deutschland kommen. Da sind die jungen Flüchtlinge als Expertinnen hoch willkommen. Mädchen nehmen Mädchen mit zum Treff, Jungs, die schon in Sport- oder Jugendclubs sind, versuchen andere Jugendliche unterzubringen. Und das gemeinsame Fußballspielen wird hoffentlich auch gelingen – oder gibt es da Hürden?
04.03.2016 – Ein langsamer, spannender Prozess. Anderen helfen ist in den Herkunftsländern der Jugendlichen in der hier gelebten Form nicht so bekannt. Es entsteht eine Freude daran, etwas für andere zu tun. Von Seiten des Grünflächenamtes haben wir grünes Licht bekommen und können auf dem Rasen vor der Flüchtlingsunterkunft Moskauer Straße Fußball spielen. Acht Jungs sind dabei und bringen auch noch andere mit. Möglich ist das Fußballspielen auch auf dafür vorgesehene Plätze. Der Mädchentreff wird wohl auch Zulauf bekommen. Tischtennis kann auf dem Programm stehen. Abschließend kann gesagt werden: Ja, da waren doch Hürden. Die eigene ungeklärte Situation und die Fluchterlebnisse waren noch nicht genug bearbeitet, so dass eine längerfristige Energie für Andere noch nicht möglich war. Aber einzelne kleine Ansätze waren doch vorhanden und machten die Jugendlichen stolz.
Besondere Aktionen

2012 Mit dem Integrationsprojekt „Kerpen boxt fair“ haben es die Jugendlichen in Kerpen bis ins Rathaus geschafft. In einer großen Sitzung hörten sich die Politiker*innen die Erkenntnisse derJugendlichen an.

2015 Sprachprojekt „WIR SIND HIER“ – Grundschule, Realschule und Flüchtlingsklasse sammelten Sprichwörter aus ihrem Land und trugen sie in beiden Sprachen vor. Ein Film entstand

2015 Weltkindertag: Das längste Willkommensplakat entsteht – mehr als 20 Meter malen Kinder ihre guten Wünschen auf das Transparent.

2016 Der Kongress der geflüchteten Jugendlichen. Es war, da waren sich auch Politik und Medien einig, eine herausragende Leistung der gerade Angekommenen. Der Film
Der Kongress
Geflüchtete Jugendliche erforschen in einem Kongress ihre Zukunft
In unzähligen Kongressen und Tagungen zerbrechen sich Expert*innen den Kopf über diese Jugendlichen. Aber sie, die Jugendlichen, sind die eigentlichen Expert:innen, weil sie Erfahrungen gemacht haben und mitbringen, die wir nicht haben. Sie haben in der Heimat und unterwegs schreckliche Situationen erleben müssen, haben alles verloren und wurden in eine völlig fremde Umgebung gestoßen.
Das FRIEDENSBAND-Team bestand aus Günter Haverkamp und Thalia Tissen (Idee und Moderation) und Jasmin Malonde, Klara Stein, Tanja Stöffken.
Am 03. Mai 2016 fand von 08.00 bis 13.00 Uhr der Kongress geflüchteter Jugendlichen in der Aula der Gemeinschaftshauptschule Dumont-Lindemann-Schule in Düsseldorf statt. Beteiligt waren die zwei Klassen SE 1 und SE 3 (SE= Seiteneinsteiger) in denen jeweils etwa 15 Jugendliche aus verschiedenen Ländern (Syrien, Afghanistan, Armenien, Irak, Mazedonien, Polen u.a.) auf den Regelunterricht vorbereitet werden.
Zusammen mit den zugewanderten Jugendlichen der Klassen SE1 und SE3 hatten wir zuvor Themen im Projekt „Zukunft – eine Falle“ erarbeitet, die den Jugendlichen und unserer Gesellschaft auf den Nägeln brennen.
Dieser Kongress sollte die Jugendlichen anstoßen, nach dem Spruch „Leben und leben lassen“ ihre aktuelle Situation und ihre Zukunft zu erfassen. Im Mittelpunkt steht wie bei fast allen Projekten von FRIEDENSBAND die Meinungswand: Aus einer 50-Meter-Papierrolle (61 cm breit) wird ein mehrere Meter großes Stück geschnitten und zusammen mit dicken Filzschreibern auf den Boden gelegt. Das hat Aufforderungscharakter, dem sich die Jugendlichen kaum entziehen können.
Das Video
Der Kongress wurde begleitet vom Filmemacher Christian Deckert. Für seine behutsame, sich nie einmischende Filmarbeit, aber auch für seine Tipps inhaltlicher Art herzlichen Dank! Sein Video gibt die Atmosphäre sehr gut wieder: Das Video zum Kongress, gedreht von Christian Dechert
| Schritt 3: Welche Vorurteile haben wir? |
| Wir alle haben Vorurteile. Dabei sind einige, über die man lachen kann, andere, über die man sich ärgern kann. Könnt ihr über uns, die Deutschen lachen? Welche Vorurteile kennt ihr, vielleicht auch euch selbst gegenüber? |
| Auf der Meinungswand kommt einiges zusammen: „Mädchen sind intelligent – Jungs sind dumm“ schreibt ein Mädchen. Prompt steht ein Junge auf und dreht den Satz mit Pfeilen um – heftige Reaktionen bei den Mädchen! – „Alle Männer sind alle gleich“ – „Aggressive Männer“ kommt von den Mädchen. Aber auch: „Flüchtlinge wollen nur unser Geld“ – „Deutsche sind pünktlich“ – „Polen klauen“. Es machte den Jugendlichen großen Spaß, die Rollen zu verdrehen, sich selbst zu verunglimpfen und darüber zu lachen. |
| Schritt 4: Der weiße Ritter |
| Frage an die Jugendlichen, ob sie in ihrer Kultur auch eine Figur kennen, die für das Gute steht. So wie der tapfere weiße Ritter, der die Frauen schützt und den Armen hilft und Unrecht bekämpft. Alle kannten eine solche Gestalt aus ihrer Kindheit. |
| Die Vorstellung, im Zweifelsfall an dieses Ideal anzuknüpfen, wenn sie in der neuen Welt nicht genau wissen, was gut ist und was nicht, gefiel den Jugendlichen. |
Die Gruppenarbeit
| 1. Arbeitsgruppe „Frauenrechte“ |
| Eine reine Mädchengruppe sollte sich mit den Rechten beschäftigen, die sich in Deutschland erhoffen |
| Diese Arbeitsgruppe bestand aus neun Mädchen. Sie sollten die Gelegenheit haben, sich ungestört mit ihren Vorstellungen einer Rolle als Frau in unserer Gesellschaft zu beschäftigen. Welche Rechte und Möglichkeiten haben Frauen in ihrem Heimatland – welche hier? Welche werden auch hier von ihrer familiären Umgebung eingeschränkt? Was können und wollen sie fordern? |
| 3. Arbeitsgruppe „Gastgeber“ |
| Jugendliche versetzen sich mit die Rolle des Gastgebers auseinander. Was sind seine beinahe heiligen Pflichten in ihrer Heimat, die dem Gast die Tür öffnet und ihn willkommen hießt. |
| Ja, diese Pflichten wurden sofort auch benannt, zeitgleich brachten die Jugendlichen aber kulturübergreifend das Bild von Gäste zu Papier, die einfach nicht gehen wollen und die man nicht los wird, ohne das Gesicht zu verlieren. |
| 4. Arbeitsgruppe „Gast“ |
| In der anderen Arbeitsgruppe setzten sich die Jugendlichen mit der Rolle der Gäste auseinander. Wie soll sich ein Gast seinem Gastgeber gegenüber verhalten. |
| Respekt war ein wichtiger Begriff in dieser Runde. Einhellig wurde die Regel genannt, die Wünsche des Gastgebers zu respektieren und die Gastfreundschaft nicht auszunutzen. |
| Fazit der Arbeitsgruppen |
| Anschließend tauschten die Arbeitsgruppen ihre Erfahrungen aus. Die Mädchen waren viel selbstbewusster geworden, die Jungen hatten einige nachdenkliche Formulierungen. |
| Die Arbeitsgruppen „Frauenrechte“ und „Meine Schwester – deine Schwester“ tauschten ihre Vorstellungen aus und waren sich über die kulturellen Unterschiedlichkeiten einig: Es gilt, die Frauenrechte in der neuen Heimat zu übernehmen. Die Mädchen waren von der Herangehensweise begeistert und brachten ihre Wünsche deutlich und selbstbewusst vor. Aber es schien auch den Jungs deutlich geworden sein, dass sie die Mädchen respektieren müssen. Oft wurde gesagt, dass es in ihrer Heimat anders ist, dass sie es aber gut finden, dass es hier den gegenseitigen Respekt gibt.Auch die beiden Arbeitsgruppen „Gastgeber“ und „Gast“ haben die Regeln, die einer guten Gastfreundschaft auf beiden Seiten zu beachten sind, notiert und sich Gedanken darüber gemacht. Sie sahen viele Parallelen zu dem Leben hier in Deutschland. Es gibt den Gastgeber und sie sind die Gäste. Bis, und das schien ein Wunsch vieler zu sein, sie selbst hier Gastgeber sind und Gäste annehmen können. |
Das Projekt wurde durch den Minister für Bundesangelegenheiten, Europa und Medien des Landes Nordrhein-Westfalen und Chef der Staatskanzlei als Projekt der europawoche 2016 anerkannt und mit 2000 Euro gefördert.
Die beiden Artikel in der Rheinischen Post und in der NRZ



Medikamente für Dr. Ibrahim Foufana
Spendensammlung „Kleines Geld für große Not“
Seit Februar 2025 unterstützen wir Dr. Foufana regelmäßig mit kleinen Beträgen, damit er Medikamente kaufen kann.
Online-Spenden
Jugendliche in ihrem Gerechtigkeitsempfinden stärken

Solidarität üben
GewaltMAL – der Gewalt ein Denkmal bauen
2012 entwickelten wir das Projekt GewaltMAL. Die Jugendlichen beschäftigten sich mit vier Gewaltformen, in denen die Kinder Erwachsenen ausgeliefert sind. Sie überlegten schließlich, wie Gewalt aussieht und welche Gestalt sie ihr geben würden. Wichtig war letztlich diese sinnliche Auseinandersetzung mit dem, was sie vielleicht selbst nicht ausdrücken können.
Das Plakat wurde von Eva Zimmermann entwickelt.


2005
Aidskampagne Kerpen
Aidskampagne
Die Kerpener Jugendlichen sorgten für eine Sensation: Sie organisierten mit uns eine Stadt in Bewegung: für die Aidskampagne sammelten sie 9568 Unterschriften in genau 2 Stunden – die größte Aktion des Jahres.

2005 Belohnung für die tollen Jugendlichen: Senait Mehari war mit ihrem Drummer aus Hamburg angereist, um ihnen nach der Aktion einen schönen Abschluss in der Kirche zu gestalten!

2005
Flutkatastrophe
Flugkatastrophe Weiterlesen
Unmittelbar nach Bekannt werden der Flutkatastrophe haben wir terre des hommes eine gemeinsame Aktion angeboten. Wir entwickelten ein Logo, den Slogan und die Texte und richteten eine Webseite ein mit Anregungen und Ergebnissen.
Etwa 100 Schulen nahmen an der Aktion teil und überwiesen 40.000 €. Die Jugendlichen hatten tolle Ideen, um bei den Erwachsenen Geld zu sammeln: Kuchenverkauf, selbstgemalte Bilder versteigern, eine Sonderausgabe der Schülerzeitung verkaufen …

2005, 2006 und 2007
Solidarität mit Entführten
Solidarität mit Susanne Osthoff
Als Journalisten beobachteten wir die Berichterstattung um Susanne Osthoff mit Sorge. Es gibt kein Land auf der Welt, wo eine Entführte jemals während ihrer Gefangenschaft in Frage gestellt wurde. Sehr früh sorgte eine negativ gestimmte Presse dafür, dass keine Solidarität mit der Entführten aufkam.

2005 Susanne Osthoff wurde entführt und niemand solidarisierte sich mit ihr. Unzählige Jugendliche setzten sich in unserer bundesweiten Aktion für sie ein. Starker Partner die Leipziger Nikolaikirche.
Als mehrere Wochen nach der Entführung von Susanne Osthoff immer noch keine öffentliche Anteilnahme für die Entführte spürbar wurde, organisierte Aktion Weißes Friedensband zusammen mit Action Medeor eine bundesweite Aktion. Wir wurden unterstützt von CARE International und B.I.C.C.. Mit einem gemeinsamen Aufruf, einem Aktivbrief und einer Unterschriftenliste wandten wir sich vor allem an die Jugendlichen. Es gab eine große Welle der Solidarität von Schülerinnen und Schülern, aber auch von Firmen, Behörden, Medien für die Entführte.
Die Schüler der Realschule reagierten prompt und sehr kurzfristig: Im außerschulischen Bereich in ihrer Umgebung und in den Pausen sammelten sie innerhalb von einer Woche mehr als 1.400 Unterschriften.

Die Aktion vor dem Kölner Dom war sehr wichtig für die Jugendlichen.
Solidarität mit dem entführten Rudolf Blechschmidt

2007 Rudolf Blechschmidt wurde entführt und seine Familie nahm sofort Kontakt mit uns auf. Gern halfen wir mit unserem Wissen und Kontakten, sodass wieder eine gute Soldaritätsaktion entstand. Wir koordinierten auch nach seiner Freilassung die Medienarbeit.
Solidarität mit den entführten Leipziger Ingenieuren

2006 Solidarität mit den beiden entführten Leipziger Ingenieuren. Wir konnten mit den Erfahrungen eine bundesweite Solidaritätsaktion auf die Beine stellen – gestützt vor allem von Jugendlichen. Starke Partner die Leipziger Nikolaikirche und die Düsseldorfer Johanneskirche.

Es geht um sozialen Frieden
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Es begann damit, dass der amerikansiche Präsident George W. Bush sagte: „Das Spiel ist aus“. Damit war uns allen klar, dass der Golfkrieg unmittelbar bevorsteht. SPIEGEL, 07.02.2003

Es war untypisch,, was wir als Journalist*innen machten, wir fragten die Menschen auf der Straße, welches Friedenssymbol sie tragen werden. Sie fanden das eine zu kirchlich und das andere zu links. Wir beschlossen, ein neues anzubieten.
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Mit Kolleg*innen aus den Medien überlegten wir, wie wir reagieren können. Bei vorangegangenen Konflikten hatten wir uns mit Korrespondent*innen Handlungsoptionen zu Sprache, Bilder und Quellen in Kriegszeiten erarbeitet.
Dieses Mal wollten wir herausfinden, welche Ausdrucksmöglichkeiten die Menschen angesichts des drohenden Krieges nutzen. In einer Meinungsumfrage erfuhren wir, dass den Menschen ein Friedenssymbol fehlt. Das Peace-Zeichen war vielen zu links, die Taube zu kirchlich.

Wir kauften alle Satinbestände in Düsseldorf leer und begannen zu produzieren. Mit dem neuen Friedenssymbol führten wir viele Gespräche, vor allem mit Jugendlichen, deren Wünsche wir mitnahmen.
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Nach vielen Versuchen kamen wir auf die erste Idee, eine weiße Schleife zu wählen, zurück. Weiß ist die Farbe des Friedens und die Schleife war als Aidsschleife allen bekannt. Wir wussten aber nicht, ob wir dieses Symbol übernehmen durften. So nahmen wir Kontakt zur Aidskampagne in London auf und erfuhren, dass die rote Schleife der gelben Schleife entlehnt ist, mit der weltweit an gefallene Söhne und Kameraden erinnert wird. Entsprechend groß war die Begeisterung bei der Aidskampagne, dass die Schleife sich nun dem Frieden zuwendet.
Am nächsten Tag kauften wir alle verfügbaren Satinbänder auf, 1 cm breit, fertigten Friedensbänder und wagten den Versuch auf der Straße. Wir waren von der Resonanz überwältigt. Nun machten wir ein Foto, sandten es per Mail in fünf Sprachen an 180 Friedensorganisationen weltweit und rieten, das weiße Friedensband selbst herzustellen. Danach wollten wir wieder unserer journalistischen Arbeit nachgehen.

Wir wollten das neue Friedenssymbol mit einem Menschenrechtsexperten testen. Heiko Kauffmann kam nach Düsseldorf, um uns auf der Straße zu begleiten. Er war sofort überzeugt! Die Reaktionen der Angesprochenen waren gewaltig.
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„Die Bevölkerung wird aufgerufen…“
Zu unserem ersten Straßenseite hatten wir Heiko Kauffmann, Preisträger des Aachener Friedenspreises eingeladen, mit dem wir engen Kontakt hatten. Wir wollten sein kritisches Urteil, bevor wir an die breite Öffentlichkeit gingen. Er war begeistert und sprach viel mit den Passant*innen, die das neue Friedenssymbol gern annahmen und ganz offensichtlich mit Stolz trugen.
Ein Tag später rief Heiko Kauffmann die Bevölkerung dazu auf, anlässlich des nahenden Krieges weiße Friedensbänder zu tragen.

Und dann ging alles schnell: wir sandten eine Mail mit der Anleitung, Friedensbänder selbst herzustellen, an 180 Friedensorganisationen weltweit und wollten unsere journalistische Arbeit fortsetzen. Die Grünen gaben eine eCard heraus… und dann kamen die Bestellungen.
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Statt dessen kamen Bestellungen und zwar viele! Bald wuchs uns die Fertigung von Friedensbändern über den Kopf. Unsere Rettung war die griechische Änderungsschneiderei an der Ecke. Die ganze Familie arbeitete nun begeistert an der Herstellung von Friedensbändern, die wir in alle Teile Deutschlands verschickten.
Die Bundesgeschäftsstelle der Grünen in Berlin hängte ein vier Meter großes weißes Friedensband an die Häuserfront und verschickte kleine Flyer mit der Aufforderung, das weiße Band zu tragen. Bei der Irakdebatte im Bundestag trugen viele Abgeordnete das weiße Friedensband.
Hunderte Schulen stellten die weißen Bänder selbst her und verteilten sie an die Bevölkerung. Lehrer*innen berichteten, dass das Friedenssymbol den Kindern und Jugendlichen Halt gab und Identifikation.
Viele Kirchengemeinden organisierten mit dem weißen Band Friedensgottesdienste – in Duisburg-Marxloh zum Beispiel die evangelische, katholische und die muslimische Gemeinde gemeinsam. Bei einem Besuch in Erfurt hörten wir, dass besonders viele evangelische Gemeinden in Thüringen und Sachsen das Friedenssymbol nutzten.

Mit einem Miniflyer standen wir eine Woche später in Berlin bei der großen Demo. Uns kamen bereits da Menschen mit weißen Friedensbändern entgegen, die sie selbst gebastelt hatten.

Im Mai begannen die Vorbereitungen für die Arbeit mit Jugendlichen. Es folgten zahlreiche Treffen, an denen Expert*innen aus allen Bereichen teilnahmen.
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Ursprünglich hatten wir gehofft, unsere Arbeit ohne die Grundung eines Vereins finanzieren zu können. Das erwies sich als unmöglich und so gründeten wir am 23.1.2004 den Verein Aktion Weißes Friedensband e.V. Am … war mit der Bestatigung der Gemeinnützigkeit der Gründungsvorgang abgeschlossen. In den Vorstand wurden Günter Haverkamp als erster Vorsitzender, Julitta Münch als zweite Vorsitzende und Falko Stampa gewählt.
Hier die erste Einladung

Zeitschrift und Flüchtlingsrat
Die Zeitschrift ID ASYL

1986 gründete Günter Haverkamp die Zeitschrift ID ASYL, die monatlich bis 1991 Informationen zum Thema Asyl und Ausländerfeindlichkeit veröffentlichte.
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1980 traf ich auf dem Neusser Markt auf einen Stand des Komitees gegen Ausländerfeindlichkeit. Eine Woche später war ich bei der nächsten Sitzung und lernte viel über Asyl und Ausländerfeindlichkeit.
ID ASYL 1/86 Obwohl sie vom Layout eine Zumutung war, ist sie mit Begeisterung aufgenommen worden, weil es einfach nichts gab. 50 Seiten Informationen. Das hieß damals, viermal je 3 Stunden in der Stadtbücherei Zeitungen lesen.

ID ASYL 2/86 Kein bisschen besser vom Layout, aber langsam kam Routine in die Arbeit. Wurde auch Zeit, weil ich ja hauptberuflich die Spedition aufrechterhalten musste. Das war manchmal knapp.

ID ASYL 3/86 Immerhin bekam diese Ausgabe schon ein Cover. Struktur ist ebenfalls langsam zu erkennen. Inzwischen wurden von vielen Seiten Artikel eingesandt. Das sparte Zeit und machte das Angebot vielfältiger.

ID ASYL 4/86 Die Ausgabe wurde von der immer heftigeren Diskussion geprägt. Der Innenminister reizte mich, eine Zeichnung zu wagen.

ID ASYL 5/86 – Das Deckbatt ist verloren gegangen. Das Heft konnte drei Monate nicht herauskommen, weil Urlaub und die Speditionsgeschäfte dazwischen kamen. Die Diskussion in Deutschland wird härter!

1986 Ein Konica A3-Kopierer arbeitet tapfer Monat für Monat die Zeitungsauflage ab – oft genug mit einer Pause, weil bei rd. 5000 Seiten das Gerät heißlief. Konica half und wir durften zwei Auflagen auf den Riesengeräten in der Hauptverwaltung drucken!

1988 Als die Auflage derZeitung stieg, kam das Angebot eines Mitarbeiters, ob wir die A.B.Dick-Druckmaschine der Japanischen Industrie- und Handelskammen haben wollten, genau richtig. Sie wurde uns geschenkt!

Mit der Druckerei TIAMAT verbindet uns zahlreiche Druckaktionen. Waren es zu Beginn bis 1988 großzügige Drucke von Flyern, begann danach ein wechselseitiges Arbeitsverhältnis. Wir lernten von TIAMAT drucken – sie halfen uns bei allen Problemen – wir durften ab und zu mal etwas drucken, was uns finanziell half.

1990 kam dann das Superangebot. Wir bekamen eine komplette Druckerei von der Deutschen Post geschenkt… mit dem Drucker, der in den letzten 30 Jahren für die Post gedruckt hatte.


1988 gründete sich der Verein PROJEKT ID ASYL e.V. mit dem wir Dokumentationen wie das Themenheft FRAUEN – FLUCHT erstellen und die Arbeit des gleichnamigen bundesweiten Kongresses fortführen konnten.
Materialheft FRAUEN – FLUCHT, pdf, 75 Seiten

1994 wurde ich von Klaus Bednarz beauftragt, die antifaschistische Nachrichtenagentur WIR zu gründen. Wir haben 2 Jahre lang alternative Nachrichten für verschiedene Medien erstellt.
Weitere Informationen
taz: Keine linke dpa
Der Flüchtlingsrat NRW

1991 waren wir ein halbes Jahr mit der Organisation des Protestlagers der 800 Roma am Landtag NRW beschäftigt.

1990 besetzten 600 Roma den Kölner Dom und starteten den Bettelmarsch. Wir unterstützten die Pressearbeit und die Unterbringung der inzwischen 1200 Menschen in Düsseldorf.

2005 – 2014
Aktivgruppen
Das Konzept
Gemeinsam mit einem Psychologen entwickelten wir das Aktivgruppen-Modell. Aktivgruppen sollten innerhalb der Schule einen sozialen Raum schaffen, in dem das Mitarbeiter ungeschriebenen Regeln unterworfen wird. Die Arbeit in einem Solidarverband schafft automatisch ein soziales Denken und hat Einfluss auf die Handlung des Einzelnen.
Durch Solidaritätsgefühl konnten auch Konflikte zwischen den Schülern gelöst werden. So war eine Mobbingsituation zwischen zwei Schülerinnen durch das Zugehörigkeitsgefühl zur Gruppe zu lösen. Soziale Bindungen auch untereinander sind gestärkt worden. Die Atmosphäre in Gruppe und Schule wurde verbessert. Schülerinnen und Schüler, die aus der Rolle fielen, wurden eingefangen.
Aktivgruppe Menschenrechte
In den Aktivbriefen ruft Aktion Weißes Friedensband dazu auf, Aktivgruppen zu bilden. Das sind oft ganze Klassen, die sich einen Namen geben. Oder es geht von aktiven Jugendlichen aus, die in ihrer Freizeit Solidaritätsarbeit leisten wollen. Abgesprochen mit und unterstützt von den großen Menschenrechtsorganisationen soll den Jugendlichen damit die Möglichkeit gegeben werden, aktiv zu bleiben. Den Lehrern bieten wir unsere Unterstützung an – in Form von ausgereiften Aktionsvorschlägen, Material und Referenten für den Unterricht und mit Seminaren. Darin trainieren die Jugendlichen Ideen entwickeln, Kampagnen entwerfen und durchführen, Teamarbeit zu lerenen, Partner suchen und Medien einbinden.
Kerpener Aktivgruppen

2005 beschrieben wir bei unserem ersten Besuch in der Realschule Kerpen die Situation von Aids-Kranken in Südafrika, denen die Medikamente verweigert wurden.

2006 wurde die Aktivgruppe MENSCHENRECHTE in der Paulskirche von UNICEF ausgezeichnet und von Bundesministerin Heidemarie Wieczorek-Zeul begrüßt.
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Die Aktivgruppen haben an mehreren Wettbewerben teilgenommen. Zwei Aktivgruppen wurden JuniorBotschafter von UNICEF. Beim WDR Kinderrechtepreis reichte es zwar nicht für den ersten Platz, aber in der Broschüre des WDR zur Preisverleihung werden die Aktivgruppen zur Nachahmung empfohlen. Bei dem Wettbewerb „Be Fair – Be Friends“ wird die Aktivgruppe Fair Friends sicherlich einen der vorderen Plätze belegen.
Die Jugendlichen erhalten jedoch auch den offiziellen NRW-Ehrenamtlichen-Nachweis für ihre Arbeit. Dies unterstützt sie bei der Suche nach einem Ausbildungsplatz.

2006 Übungsstunde: Gemeinschaft üben
Was brauchen wir, um unsere Vorstellungen einer anderen Gesellschaft durchzusetzen. Die Jugendlichen versuchten, das Auto der Lehrerin zu bewegen und merkten, es geht nur, wenn viele mitmachen.

Spenden, Förderungen und Partner
Spenden

2008 Droemer Knaur-Verlag spendet 2.000 Euro aus dem Verkauf von „Feuerherz“ von Senait Mehari. Es waren sehr herzliche Gespräche vorausgegangen.

2012 – heute: Eine Düsseldorfer Ärztin überweist seit vielen Jahren jeden Monat 30 Euro für unsere Runde Tische FGM_C. Aktuell sind das also mehr als 5.000 Euro! Das tut gut.

2022 Ernst & Young – Maren Broer arbeitete bei EY und engagierte sich bei uns. Sie beteiligt uns an einem internen Ehrenamtswettbewerb, wirbt unglaublich und holt den 1. Preis: Eine Spende von 15.000 Euro.
Förderungen

Zwei große Projekte konnten wir mit der Stiftung Umwelt und Entwicklung finanzieren

Acht Projekte in der Größenordnung von durchschnittlich 8.000 Euro, konnten wir mit Hilfe des Landesjugendamtes Rheinland durchführen

Etwa 20 Projekte von ca. 4.000 bis 5.000 Euro konnten wir mit Engagement Global finanzieren.

Zwei kleinere Projekte, vor allem aber jetzt der Runde Tisch Deutschland, wird von der GlücksSpirale finanziert

Über den Eine-Welt-Beirat konnten viele kleine Projekte teilfinanziert werden.
Die Ministerien
Der Runde Tisch NRW gegen Beschneidung von Mädchen wurde vom jeweiligen Fachministerium finanziert und die Treffen konnten fast immer im Ministerium selbst stattfinden.
Partner
Aktionsbündnis gegen Aids
Weltaidstag 2005

amnnesty international
Aktivbrief 06/05
Aktion Rote Hand 2006
Aktivbrief 02/06
Kongo-Tag
Aktion Rote Hand 2007
Petition Kleinwaffen
Aktion Rote Hand 2008
Aktion Rote Hand 2009

Andheri-Hilfe Bonn
Fairness für Kinder – 2004

Brot für die Welt
Aktion tagesschau
Aktiv-Brief 09/05
Weltaidstag 2005
Kinder von Java
Eine-Welt-Filmpreis NRW 2001 – 2017

B.I.C.C.
Susanne Osthoff

Care International
Susanne Osthoff
Nein zu Beschneidung von Mädchen 2006

DGB Jugend NRW
Ukraine-Aktion

El Puente
Fairness für Kinder
Faires Wahlcafé 2005
Faires Wahlcafé 2013

eed Evang. Entwicklungsdienst
Aktion Rote Hand 2004
Faires Wahlcafé NRW 2005

GEPA – Fairhandelshaus
Faires Wahlcafé 2004, 2005, 2008, 2012
Eine-Welt-Filmpreis NRW 2001 – 2017
Faire Liga

GEW
Faires Wahlcafé 2005

Jugendrotkreuz
Aktion Rote Hand 2006
Aktion Rote Hand 2007
Petition Kleinwaffen
Aktion Rote Hand 2008
Aktion Rote Hand 2009

Kindernothilfe
Aktion Rote Hand 2004-heute
Fairness für Kinder
Weltaidstag 2005
Kongo-Tag
Petition Kleinwaffen

Medico international
Aktion tagesschau
Kinder von Java

Melanchthon-Akademie Köln
Aktion Rote Hand 2004 + 2005
Eine-Welt-Filmpreis 2005 – 2017

MISEREOR
Aktion Rote Hand 2004 + 2005
Fairness für Kinder
Kinder von Java
Eine-Welt-Filmpreis 2005 -2017

MISSIO
Aktion Rote Hand 2009

Netzwerk Afrika
Aktion Rote Hand 2006 – 2009
Kongo-Tag
Petition Kleinwaffen

Plan International
Nein zu Beschneidung von Mädchen 2004 + 2006
Fairness für Kinder
Aktion tagesschau
Faires Wahlcafé 2005
Aktion Rote Hand 2008 + 2009

stop mutilation Deutschland
Nein zu Beschneidung von Mädchen 2006
Runder Tisch Köln
Nein zu Beschneidung von Mädchen 2006
Runder Tisch Kerpen
Runder Tisch NRW
Aktion SCFHUTZBAUM
Runder Tisch Deutschland

TRANSFAIR
Fairness für Kinder
Aktion Faires Wahlcafe 2005

UNICEF
Aktion Rote Hand 2004 – 2014
Fairness für Kinder
Faires Wahlcafé 2005
Weltaidstag 2005
Susanne Osthoff
Nein zu Beschneidung von Mädchen 2006
Kongo-Tag
Petition Kleinwaffen

Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge
Aktion Rote Hand 2008 – 2014
Mauer des Sprechens 2012

Welthungerhilfe
Fairness für Kinder
Aktion tagesschau
Kinder von Java
Kongo-Tag
Petition Kleinwaffen

Weltladendachverband
Faires Wahlcafé 2005

World Vision
Aktion Rote Hand 2005 – heute
Kongo-Tag
Petition Kleinwaffen
Netzwerk Integra


2004 Lehrkräften erhielten täglich einen Bericht der Tagesschau, aufbereitet für den Unterricht mit Quellen aus verschiedenen Ländern und mit Aktionsmöglichkeiten.

2002 Ein heikler Termin: Der deutsche Außenminister am Tag vor 9/11 auf Wahltour in der Tonhalle Düsseldorf, die mit 16 Notausgängen schwer zu bewachen ist. Günter Haverkamp entwickelte ein deseskalierendes Konzept und koordinierte die Veranstaltung.

2000 konnte die fair gehandelte Kaffeemarke „Die Rheinische Affaire“ starten. In fast allen Städten entlang des Rheins wird der Kaffee als Städtekaffee getrunken. Wir konnten in den ersten Jahren die Webseite organisieren.

1992 konnten Myriam Thyes und Günter Haverkamp Bangladesh besuchen, drei Monate durch das Land reisen und einen Film drehen: „Die halbe Ernte“.

1984 begann die Zusammenarbeit mit dem WIR e.V. und über den Fernschreiber der Spedition konnten die Presseerklärungen von Heinrich Böll, Günter Grass und Klaus Bednarz an die Medien verteilt werden.

1982 Arbeitsgruppe Asyl/Ausländer der Grünen zur Gründung einer Stiftung. Wurde 1983 beendet, weil die Grünen die anderen politischen Parteien vor dem Bundesverfassungsgericht verklagten. Aber die Inhalte waren für meine Arbeit wichtig.

1980 gründete Günter Haverkamp mit einem Partner eine internationale Spedition in Neuss mit dem Schwerpunkt Iran. Im gleichen Jahr begann er mit dem Engagement zum Thema Ausländerfeindlichkeit.

Wir gestalten unsere Arbeit nach Möglichkeit so, dass sie für Schulen und Jugendeinrichtungen kostenlos ist. Manchmal bekommen wir einen Teil durch eine projektbezogene Finanzierung unterstützt. Allgemein sind wir aber auf Spenden angewiesen.

Sie haben Fragen?
Günter Haverkamp steht in der Online-Sprechstunde per Zoom zur Verfügung und beantwortet Ihre Fragen zu den Seminaren und Aktionen.
am 26.02.2026 von 10:00 bis 11:00 Uhr
Das ist ein ungünstiger Zeitpunkt? Einfach schreiben haverkamp@friedensband.de
Verantwortlich für den Inhalt
Günter Haverkamp
Aktion Weißes Friedensband e.V.
Himmelgeister Str. 107a
40225 Düsseldorf
www.friedensband.de
haverkamp@einmischen.jetzt
2003 rief Günter Haverkamp Kolleg*innen aus den Medien zu einer Aktion gegen den drohenden Irakkrieg zusammen. Es entstand das weiße Friedensband steht und damit eine aktionsgestützte Bildungsarbeit. Hunderte kleine und große Aktionen entwickelten wir seitdem mit Jugendlichen.
2024 erhielt Günter Haverkamp für seine Arbeit das Bundesverdienstkreuz.

