Der Fernsehworkshop Entwicklungspolitik
Die Arbeitsgemeinschaft Fernsehworkshop Entwicklungspolitik ist ein Zusammenschluss von Organisationen aus der Entwicklungszusammenarbeit, der interkulturellen Bildungsarbeit und dem Film- und Fernsehbereich. Bereits seit 1972 werden regelmäßig aktuelle Film- und Fernsehproduktionen zu entwicklungspolitischen Themen vorgestellt und in Veranstaltungen sowie Seminaren die aktuellen Debatten um Medienpräsenz von Nord-Südthemen zur Diskussion gestellt. Die Geschäftsführung liegt beim Büro für Kultur- und Medienprojekte gGmbH, Hamburg. Der Geschäftsführende Ausschuss, der aus den Reihen der Träger gebildet wird, vertritt die Belange des Fernsehworkshops Entwicklungspolitik und bereitet die Veranstaltungen vor.
Seit 1972 bieten die biennal stattfindenden Filmtage Globale Perspektiven (bis 2017 Fernsehworkshop Entwicklungspolitik) einem Fachpublikum aus der nichtgewerblichen Film- und Bildungsarbeit die Möglichkeit, aktuelle Filmproduktionen über politische und soziale Themen in den Ländern des Globalen Südens zu sichten und zu diskutieren. Bis 2011 hat haben die Teilnehmenden in der Evangelischen Akademie Arnoldshain getagt, seit 2013 im „Haus am Dom“ und der Evangelischen Akademie in Frankfurt am Main.
Die Sichtungsveranstaltungen
Etwa 30 bis 40 Filme werden nach einer Vorauswahl dem Publikum und der Jury vorgeführt. Die Autorin oder der Autor stellt sich mit dem Film der Kritik oder dem Ablaus der anwesenden Kolleginnen und Kollegen bzw. Interessierten. Entsprechend spannend verlaufen die Diskussionen im Anschluss.
Nicht selten finden in den Pausen intensive Gespräche zwischen Bildungsfachleuten und Filmern statt, die zu neuen, entwicklungspolitischen Filmprojekten führen.

Eine-Welt-Filmpreis NRW
Veranstaltungen zum Eine-Welt-Filmpreis NRW
Die Geschichte des Eine-Welt-Filmpreises
Geschichte des Eine-Welt-Filmpreises NRW
1999 begann Günter Haverkamp seine Tätigkeit als Eine-Welt-Promotor für Medien des Landes Nordrhein-Westfalen. Zu seinen Aufgaben gehörte die Mitarbeit im Fernsehworkshop Entwicklungspolitik.
ein Konzept für einen Eine-Welt-Filmpreis NRW. Damit sollte die entwicklungspolitische Filmarbeit in Nordrhein-Westfalen gefördert werden.
Die Landesregierung zeigte sofort ein großes Interesse. So konnte seit 2001 der Filmpreis alle zwei Jahre im Zusammenwirken mit dem Fernsehworkshop Entwicklungspolitik vergeben werden.
| Beteiligte Minister*innen |
| Der Eine-Welt-Filmpreis NRW war deswegen so erfolgreich, weil wir gleich im Konzept die Beteiligung von Ministerinnen und Ministern einbezogen haben. Hier die beteiligten Politiker*innen. |
| 2001 – Bärbel Höhn, Ministerin für Umwelt und Naturschutz, Landwirtschaft und Verbraucherschutz2003 – Bärbel Höhn, Ministerin für Umwelt und Naturschutz, Landwirtschaft und Verbraucherschutz2005 – Armin Laschet, Minister für Generationen, Familie, Frauen und Integration2007 – Armin Laschet, Minister für Generationen, Familie, Frauen und Integration2009 – Armin Laschet, Minister für Generationen, Familie, Frauen und Integration2011 – Angelica Schwall-Düren, Ministerin für Bundesangelegenheiten, Europa und Medien2013 – Angelica Schwall-Düren, Ministerin für Bundesangelegenheiten, Europa und Medien2015 – Angelica Schwall-Düren, Ministerin für Bundesangelegenheiten, Europa und Medien2017 – Stephan Holthoff-Pförtner, Minister für Bundes- und Europaangelegenheiten sowie Internationales |
| Keynotes |
| Für die Veranstaltungen zum Eine-Welt-Filmpreis NRW konnten wir folgende Persönlichkeiten gewinnen, die interessante Vorträge hielten: |
| 2003 Prof. Dr. Dieter Wiedemann, Gesellschaft für Medienpädagogik und Kommunikationskultur,Hochschule für Film und Fernsehen Potsdam/Babelsberg: „Dokumentarische Formen für die Bildungsarbeit“2005 Arnd Henze, stellvertretender Auslandschef beim WDR „Globalisierung im Fernsehen“2007 Sonia Mikich, MONITOR, WDR: „Welches Ausland darf es sein? Auslandsberichterstattung unter der Lupe“2009 Wolfgang Landgraeber, Leiter der Programmgruppe Gesellschaft/Dokumentation, Westdeutscher Rundfunk: „Bitte keine Elendsbilder…“2011 Gerda Meuer, Direktorin der DW-Akademie: „Damit die Qualität stimmt – Training für Filmjournalisten weltweit.“2013 Christiane Grefe, DIE ZEIT: „Wem hilft die Hilfe – neue Filme zu einer alten Diskussion“2015 Prof. Dr. Sabine Rollberg, KHM – Kunsthochschule für Medien Köln: „Filme als Brücken“2017 Karsten Visarius, Leiter des Filmkulturellen Zentrums der EKD im Gemeinschaftswerk der Evangelischen Publizistik (GEP) |
2019 konnte der Eine-Welt-Filmpreis NRW nicht verliehen werden, weil die Finanzierung nicht mehr gesichert werden konnte.

2017 – 9. Eine-Welt-Filmpreis NRW: Der erste Preis ging an organisierten wir die letzte Verleihung des Eine-Welt-Filmpreises NRW. Minister Holthoff-Pförtner übergab die Preise.

2015 – 8. Eine-Welt-Filmpreis NRW: Der erste Preis ging an „Jakarta Disorder“ von Ascan Breuer und Victor Jaschke. Die Preisverleihung nahm Ministerin Dr. Angelica Schwall-Düren vor.
8. Eine-Welt-Filmpreis NRW
Sonntag, 11. September 2015
- Eine-Welt-Filmpreis NRW 2015
Preisverleihung
Freitag, 11. September 2015
Filmforum im Museum Ludwig, Bischofsgartenstr. 1, Köln
Im Rahmen des 23. Fernsehworkshop Entwicklungspolitik
19.00 Uhr Begrüßung durch Bettina Kocher, Fernsehworkshop Entwicklungspolitik
„Filme als Brücken“ – Keynote von Prof. Dr. Sabine Rollberg, KHM – Kunsthochschule für Medien Köln
Spots zum Thema Menschenrechte von Studierenden der Hochschule Macromedia, Köln
Gespräch mit den Preisträgerinnen und Preisträgern.
Mitglieder der Jury stellen ihre Begründungen für ihre Wahl vor und empfehlen weitere Filme für die Bildungsarbeit.

Grußrede von Dr. Angelica Schwall-Düren, Ministerin für Bundesangelegenheiten, Europa und Medien des Landes Nordrhein-Westfalen
Sie verlieh auch die Preise an die Autor*innen
Moderation: Mirco Keilberth, Journalist und Afrika-Korrespondent
Buffet auf Einladung der Landesregierung Nordrhein-Westfalen
20.30 Uhr Vorführung des Films „Jakarta Disorder“ und Gespräch mit den Filmemachern
Die Preisträger:
- Preis: Jakarta Disorder von Ascan Breuer und Victor Jaschke Österreich 2013, 87 Min.
- Preis: Aus meinem syrischen Zimmer von Hazem Alhamwi Frankreich, Libanon, Deutschland 2014, 70 Min.
- Preis: AIDS – Erbe der Kolonialzeit von Carl Gierstorfer Deutschland 2014, 52 Min.
Die Jury:
Burkhard Althoff, ZDF/Das kleine Fernsehspiel
Lucie Bader, outreach gmbh – Wissenschaftskommunikation und Film, Bern
Thomas Belke, Mediathek für Pastoral und Religionspädagogik, Freiburg
Bettina Borgfeld, Filmemacherin, Berlin
Jürgen Hammelehle, Brot für die Welt – Evangelischer Entwicklungsdienst, Berlin
Der Eine-Welt-Filmpreis NRW wird von der Landesregierung Nordrhein-Westfalen gestiftet

2013 – 7. Eine-Welt-Filmpreis NRW: Der erste Preis ging an „Raising Resistance“ von David Bernet und Bettina Borgfeld. Die Preisverleihung nahm Ministerin Dr. Angelica Schwall-Düren vor.

2011 – 6. Eine-Welt-Filmpreis NRW: Der erste Preis ging an „Dirty Paradise“ von Daniel Schweizer. Die Preisverleihung nahm Ministerin Dr. Angelica Schwall-Düren vor.

2009 – 5. Eine-Welt-Filmpreis NRW: Der erste Preis ging an „Memory Books“ von Christa Graf. Die Preisverleihung nahm Minister Armin Laschet vor.

2007 – 4. Eine-Welt-Filmpreis NRW: Den ersten Preis erhielt der Film „Eisenfresser“ von Shaheen Dill-Riaz. Die Preisverleihung nahm Minister Armin Laschet vor.

2005 – 3. Eine-Welt-Filmpreis NRW: Der erste Preis ging an „Memories of Rain“ von Gisela Albrecht und Angela Mai. Die Preisverleihung übernahm Minister Armin Laschet

2003 – 2. Eine-Welt-Filmpreis NRW: Der erste Preis ging an „Aufrecht gehen und durchhalten“ von René Schraner und Eva Hänger. Die Preisverleihung nahm Ministerin Bärbel Höhn vor.
Der Eine-Welt-Filmpreis 2003
2. Eine-Welt-Filmpreis NRW
11/2003
Zum 2. Mal konnte die Jury des Fernsehworkshop Entwicklungspolitik in diesem Jahr den Eine-Welt-Filmpreis NRW vergeben. Der Preis, der vom Ministerium für Umwelt und Naturschutz, Landwirtschaft und Verbraucherschutz des Landes Nordrhein Westfalen gestiftet wird und mit 3.000 €, 2.000 € und 1.000 € dotiert ist, wird an Filmemacherinnen und Filmemacher verliehen, deren Filme einen Perspektivwechsel ermöglichen und für Probleme in Ländern des Südens sensibilisieren, aber auch deren Hoffnungen und Möglichkeiten der Veränderung aufzeigen.
Die ausgezeichneten Filme:
Preis: Aufrecht gehen und durchhalten
Preis: The Day I Will Never Forget
Preis: Narben, die keiner sieht
Preis: Reise zwischen zwei Welten
Der 2. Eine-Welt-Filmpreis wurde ebenfalls zusammen mit Ministerin Bärbel Höhn verliehen.
Jury und Begründungen
Flyer zum Eine-Welt-Filmpreis 2003
Der erste Preis
geht an den Film Aufrecht gehen und durchhalten von René Schraner (Schweiz 2002, 53 min.). Wie sich AIDS-Waisen in Tansania in Selbsthilfegruppen organisieren und mit der Unterstützung von SozialarbeiterInnen ihre Schmerzen und Ängste zu verarbeiten lernen, sich aber auch neue Wege eröffnen, um aufrecht in die Zukunft zu gehen, das zeigt der Film einfühlsam und mit viel Nähe zu den jungen ProtagonistInnen.
Der zweite Preis
geht zu gleichen Teilen an zwei Filme, die sich in unterschiedlicher Art und Weise mit dem schwierigen Thema der weiblichen Beschneidung befassen.
The Day I Will Never Forget der Filmemacherin Kim Longinotto (Großbritannien 2003, 92 min.) befasst sich mit dem schmerzhaften Prozess, den Frauen in Kenia durchleben, um diese Tradition innerhalb ihrer Gesellschaft zu verändern und zeigt den Mut, den sie hierbei aufbringen.
Narben, die keiner sieht von Renate Bernhard und Sigrid Dethloff (Deutschland 2001, 29 min.) stellt beschnittene Frauen, die in Deutschland leben, in den Mittepunkt und ist ein eindeutiges Plädoyer, Beschneidung als Asylgrund anzuerkennen.

2001 – 1. Eine-Welt-Filmpreis NRW: Der erste Preis ging an „Die Zivilisationsbringer“ von Uli Stelzner und Thomas Walther. Die Preisverleihung nahm Ministerin Bärbel Höhn vor.

1999 arbeitete Günter Haverkamp als Eine-Welt-Promotor für Medien und lernte damit den Fernsehworkshop Entwicklungspolitik, der damals schon seit 25 Jahren Filme sichtete und auszeichnete.
Fortführung der Verleihung mit dem Fernsehworkshop Entwicklungspoltik
2018 – Unter dem Titel „Filmtage Globale Perspektiven“ führten wir die Sichtung und Verleihung von Preisen fort. FRIEDENSBAND übernahm die Geschäftsstelle des Fernsehworkshop Entwicklungspolitik. Günter Haverkamp organisierte die Arbeit und die Webseite.

2022 Veranstaltung und Preisverleihung in Frankfurt.
Weiterlesen Webseite Filmtage Globale Perspektiven

Filmprojekt Nah-Ost
Film in Aktion: Nah-Ost-Projekt
Montag, 22. September 2014
Start im Leo-Statz-Berufskolleg

Im kaufmännischen Leo-Statz-Berufskolleg hatten wir uns schon im letzten Jahr am Aktionstag gegen Rassismus beteiligt. Jetzt hatten wir bei Jehan Abushihab im Fach Politik das Thema Nahost gestartet. Zunächst sahen die SchülerInnen den Film „Kinder der Steine, Kinder der Mauer“ von Robert Krieg. In diesem Film wird die Situation der Menschen in Palästina gezeigt und ihre Träume, die sie nicht verwirklichen können.

Mit dabei: Dr. Robert Krieg, der uns mit seinem
Film „Kinder der Steine – Kinder der Mauer“ sehr beeindruckt hat.
Er war nicht nur bereit seinen Film zu zeigen und zu erläutern, er begleitete uns auch als Experte und drehte schließlich den Projektfilm
Montag, 29. September 2014
Spannende Diskussion im Leo Statz Berufskolle
Die Eingangssituation wirkte so, als sei die Haltung der Schüle*iInnen klar: Die Israelis sind schuld und die Palästinenser sind die Opfer. Auch nach diesen zwei Schulstunden werden die meisten Jugendlichen bei dieser Position geblieben sein und wir haben auch nicht versucht, sie davon abzubringen. Aber es waren schon spannende Momente, als wir das Wort „Israel“ auf der Meinungswand mit „Deutschland“ „USA“ und andere Länder ersetzt hatten. Da wurde deutlich, dass sich Völker, die sich unter Druck gesetzt fühlen, aggressiv verhalten. Und auch im persönlichen Bereich konnten solche Verhaltensmuster gefunden werden.

Der Workshop wurde gemeinsam mit Itay Ron durchgeführt, der in Israel geboren und in Tel Aviv und Düsseldorf Internationale Beziehungen und Nahost studiert hat. Durch ihn wurde die Diskussion natürlich packender und führte an die tatsächlichen Probleme heran. In der Mitte: Jehan Abushihab , die tragende Kraft in dieser Workshopreihe.
Montag, 13. Oktober 2014
Workshop Nahost

Beim ersten Workshop hatten die Jugendlichen den Film „Kinder der Steine – Kinder der Mauer“ nicht ganz zu Ende gesehen. Nun wurde die letzte halbe Stunde nachgeholt, diesmal aber unter Beisein des Autors Robert Krieg. Der konnte anschließend die vielen Fragen zum Film, über die dargestellten Menschen und ihre Situation beantworten. Es ging aber auch schon um die ersten Überlegungen zum eigenen Film, den die Jugendlichen zusammen mit dem Filmemacher Robert Krieg drehen wollen.
Montag, 27. Oktober 2014
Film in Aktion – der Nahost-Konflikt
Vierter Workshop im Leo-Statz-Berufskolleg. Zunächst fragten wir nach, wie weit die SchülerInnen die aktuellen Auseinandersetzungen in Nahost verfolgen. Mit dabei war wieder Itay Ron als israelischer Experte. Nur zwei SchülerInnen hatten etwas gehört. Wir fragten dann nach den Feindbildern und untersuchten sie mit drei Arbeitsblättern. Schon beim Arbeitsblatt „Angst“ wurde deutlich, dass beide Konfliktparteien ihre Gründe für die eigene Aggression aus den Bedrohungen der anderen Seite herleiten. Beim Arbeitsblatt „Kräfte“ ging es um die Parteien, Ideologien, Länder und Interessen, die den Konflikt anheizen oder fördern. Im dritten Arbeitsblatt „Konfliktbearbeitung“ fragten wir danach, wer etwas tun könnte zur Beendigung des Konfliktes. Darin war auch gefragt, was wir selbst tun könnten, um nicht immer nur auf die da oben zu schauen.
Montag, 17. November 2014
Fragen für die Meinungsumfrage
Workshop im kaufmännischen Berufskolleg Düsseldorf. Das war gar kein leichter Akt. Was wollen wir fragen, wie wollen wir fragen und welche Antworten wollen wir eigentlich? An vielen Stellen musste doch noch einmal diskutiert werden. Aber vielen wurde dadurch klar: Wenn es schon so schwer ist, Fragen zu einem Konflikt zu stellen, wie schwer muss es dann sein, ihn zu lösen? Welche Bilder können in einer Meinungsumfrage verwendet werden und was wollen wir damit ausdrücken. Es wurde deutlich, dass die Jugendlichen viel aufklären wollen. Dafür müssen wir uns eine Form suchen. Uns hat an diesem Tag aber noch etwas bewegt: Itay Ron wird für einige Zeit nach Israel zurückkehren. Es war also sein letzter Workshop. Wir hatten in ihm einen Begleiter, für den es sicherlich nicht immer leicht war, die israelische Haltung zu vertreten. Durch ihn haben die Workshops an Glaubwürdigkeit gewonnen und die Jugendlichen haben sicherlich viel gelernt. Auf dem Foto von links nach rechts: Itay Ron, Jehan Abushihab, Lehrerin und Jugendreferentin von amnesty international und Günter Haverkamp, FRIEDENSBAND.
Montag, 24. November 2014
Meinungsumfrage startet
Erstes Interview in der Oberstufe des Berufskollegs.
Workshop im Berufskolleg Leo Statz Düsseldorf. Mit viel Energie brachte die Klasse HHU5 heute den Fragenkatalog zu Ende. An Jugendliche und Erwachsene geht die Frage, ob sie sich für den Nahost-Konflikt interessieren. Bei den Jugendlichen überwiegt die Neugierde danach, was sie tun würden, auf wlecher Seite sie stehen und ob sie eher den Konflikt suchen würden, eher zum Nachgeben neigen oder lieber Verhandeln würden. Aber auch die Kinder wollen die SchülerInnen fragen. Da geht es natürlich eher um ganz persönliche Konfliktfragen im Kleinen. In der verbleibenden halben Stunde machen die Jugendlichen ihre ersten Erfahrungen. Eingesetzt wurden wieder die Flip-Kameras von FRIEDENSBAND, mit denen HD-Filme möglich sind. Robert Krieg hat parallel begonnen in der Klasse zu filmen und die einzelne Schüler bei Interviews zu begleiten. Die Erfahrungen und die gesammelten Bilder werden beim nächsten Mal besprochen.
Montag, 1. Dezember 2014
Meinungsumfrage Teil 2
Robert Krieg hat die ersten, mit unseren FLIP-Kameras aufgenommenen Umfrageergebnisse zu einem Film zusammengeschnitten. Bei der Präsentation fiel den Jugendlichen in der Klasse HHU5 des Leo-Statz-Berufskollegs Düsseldorf selbst auf, wo etwas besser gemacht werden kann. Es bestand aber auch wieder Diskussionsbedarf, weil eine neutrale Befragung nicht ganz einfach ist. Danach zogen sie wieder los um Interviews zu machen. Einige Gruppen gingen in der Schule in die Klassen, andere befragten Passanten auf der Straße.
Montag, 8. Dezember 2014
Die Aktion vorbereiten
Robert Krieg hat die bisherigen Interviews zusammengeschnitten und präsentierte sie der Klasse. Da ist schon einiges zusammengekommen. Dann ging es gemäß dem Titel des Projektes in der Klasse HHU5 der Kaufmännischen Berufschule an die Aktionsvorbereitungen. Da die Jugendlichen gerade eine Briefaktion mit amnesty machen, ist in Erwägung gezogen worden, an die Politik Briefe zu schreiben. Schnell waren aber auch Stichworte wie Demo und Flashmob im Raum und da blieben die Jugendlichen dann auch hängen: Sie wollen mit dem Peacezeichen einen Flashmob machen. Wo: Vor dem Landtag und am Burgplatz. Alles muss jetzt erst einmal mit Landtag und Polizei geregelt werden.
Montag, 15. Dezember 2014
Vorbereitung der Aktion

In der Klasse HHU5 des Leo-Statz-Berufskollegs wurde heute gesprayt und gemalt. Es entstand das Peacezeichen auf Leinwand für die Aktion am Freitag in der Düsseldorfer Altstadt. Wir sind begeistert, wie die Jugendlichen im Projekt mitmachen. Zwischendurch würde natürlich auch über die letzten Entwicklungen in Nahost diskutiert.
Freitag, 19. Dezember 2014
Die Friedensaktion
Es hat so sehr geregnet und es war stürmisch. In der Innenstadt scheuchten die Lieferwagen ständig die Jugendlichen zur Seite. Aber die SchülerInnen des Leo-Statz-Berufskollegs ließen sich davon nicht beeindrucken. Sie wollten ihre Friedensaktion für Palästina und Israel durchführen.

Die Idee der Jugendlichen verfing: Sie hatten ein großes Peacezeichen mit den Flaggen von Palästina und Israel auf ein Betttuch gesprüht und standen nun im Regen davor. Das ist ein Flashmob, wie ihn in der Türkei berühmt geworden ist.
Wortlos sahen sie konzentriert auf das Peacezeichen. Es wirkte. Natürlich gab es an einem Freitag Vormittag um 11 Uhr bei diesem Wetter kaum jemanden, der stehen blieb. Aber einzelne taten es doch und es wurde sofort ein Bündnis mit ihnen gestartet.

Anschließend bestiegen die Jugendlichen das Parkhaus am Karlsplatz und hissten ihr Peacezeichen hoch über der Stadt. Das war ein gutes Gefühl und alle hatten den Eindruck, dass die Aktion wichtig war und angenommen wurde.
Völlig durchnässt, aber zufrieden gingen die Jugendlichen in die Weihnachtsferien, denn das war ihre letzte Schulstunde.
Mittwoch, 11. Februar 2015
Leo Statz Berufskolleg: Der Film ist fertig
Geschnitten hatten die Jugendlichen den Film schon gesehen. Nun ist auch der Ton fertig. Was wollen wir jetzt mit dem Film machen. Klar, das wir ihn auf Facebook und auf Youtube veröffentlichen. Wir wollen ihn auch bei NRVision einreichen, wo er im Fernsehen auf Unitymedia Kanal 137 zu sehen sein würde. Aber wie wollen wir die Präsentation gestalten? Das wird nun in den nächsten Tagen mit allen Seiten besprochen und sicherlich spannend verlaufen.

Filmarbeit mit Jugendlichen
Schulaktionen

2011 zusammen mit Filmemacher Shaheen Dill-Riaz konnten die Schüler*innen dessen gerade ausgezeichneten Film „Eisenfresser“ und die Hintergründe kennenlernen. Sie malten Filmplakate.

2005 Film „Barrio Pablo Escobar“: Mit Jugendlichen in Aachen und Ratingen gingen wir ins illegale Viertel in Medellin, begegnet dem schwer behinderten Lehrer, der mit dürftigem Material Schule machte und dem Bürgermeister, der Demokratie versucht.
