Die Kriege nehmen zu und die Not der Kinder ebenfalls. Das Schicksal von Kindern in Kriegen, sei es als Kindersoldaten oder als Leidtragende in anderer Form, ist Gleichaltrigen hier sehr nahe. Sie verarbeiten damit ihre Ängste vor Kriegen.

Entstehung der Aktion: Das Themenforum
Zum 10.11.2003 haben wir alle Organisationen, die sich mit dem Thema Kindersoldaten auseinandersetzen, zu einer Themenkonferenz eingeladen. Es kamen die Referent*innen von Unicef, terre des hommes, Kindernothilfe, eed
Entstehung: Erste Schritte

2004 organisierten wir, unterstützt von starken Kindernothilfe, terre des hommes und Unicef, den ersten Red Hand Day auf der Bildungsmesse didacta in Köln. Kurz vorher meldete sich Senait Mehari und kam spontan aus Berlin, um uns zu unterstützen.
2004 Red Hand Day und Aktionen
Mehr als 10.000 Kinder und Jugendliche beteiligten sich an der Aktion Rote Hand. Zwei Jahre zuvor hatten Organisationen in Kongo, Bangladesh und Kolumbien Protestaktionen mit der roten Hand als Symbol durchgeführt. Danach wurde das Symbol von den Organisationen beibehalten, der 12. Februar als Red Hand Day jedoch nicht mehr öffentlich als Tag gegen den Missbrauch von Kindern als Soldaten begangen. Mehrere Hundert Fotos von Kindern und Jugendlichen, aber auch von Erwachsenen zeigten eine rege Beteiligung. Intensive nachfragen machten den Wert für die Beteiligten deutlich, ihre Fotos auf unserer Webseite wiederzufinden. Damit hat eine Aktionsform ihre Bestatigung gefunden, die sicherlich noch ofter von uns eingesetzt wird. Die Lehrerinnen und Lehrer bestatigten, dass die Jugendlichen im Unterricht intensiver mitarbeiteten, weil sie wussten, dass am Ende eine Aktion stand.
Die zentrale Pressekonerenz auf der Bildungsmesse didacta am 12.2. kam bei de Medien gut an. Mehr als 30 Schülerinnen und Schüler einer Realschulklasse in Dormagen präsentierten ihre Arbeiten – bis hin zu einem selbstgetexteten unnd -gesungenen Lied. Diese Klasse hatten wir auch alsbeitrag in der sendung logo! (ZDF-Kindersendung) platzieren können Aus Berlin hatten wir Senait Mehari geholt, die als ehemalige Kindersoldatin über ihre Situation sprach. Sie hatte im Grand Prix des Vorjahres als taz-Kandidatin den dritten Platz in der Vorausscheidung errungen. In vielen Sendern war sich begehrte Interviewpartnerin.
Daraus entwickelte sich eine intensive Zusammenarbeit und fortan bezeichnete Senait Mehari als Botschafterin des Weißen Friedensbandes und trug es bei öffentlichen Auftritten. In den folgenden Monaten schrieb sie das Buch „Feuerherz“ in dem sie ihre Erlebnisse niederschrieb. Es wurde ein großer Erfolg und stand viele Wochen in den Bestsellerlisten auf den vorderen Plätzen und wurde 100,000 mal verkauft. Senait sorgte dafur, dass wir auf den letzten Seiten des Buches eine Seite zur Darstellung bekamen. in der Folge unterstützten mehrere Leserinnen und Leser des Buches unseren Verein.
Mit einer riesigen roten Hand protestierten die Schüler*innen eines Kölner Gymnasiums und sendeten dieses Bild zeitgleich in die Pressekonferenz auf der didacta in Köln



2005 Red Hand Day
organisierten wir den zweiten Red Hand Day in der Antoniterkirche Köln. Aus Kerpen kamen Schülerinnen und brachten ein riesiges Tuch mit ihren roten Händen – gerade rechtzeitig vor Beginn.
2005 Red Hand Day und Aktionen

2005
Gipfeltreffen: Julitta Münch und Roger Willemsen
Weitere Informationen
2005 gaben Julitta Münch, unsere Vorsitzende und Roger Willemsen, Unterstützer von CARE International, einen litearischen Abend im Malkasten Düsseldorf. Sie warben für die Arbeit unserer Organisationen. Es war ein Feuerwerk!

2005 Pressekonferenz mit Kindern
Das war für die Medien neu: Die Schulklasse machte auf die Journalist*innen größeren Eindruck als die Aussagen der Expert*innen.

2005 war uns wichtig, die Aktion Rote Hand im Salzmannbau zu organisieren, weil dies der Ausgangspunkt war, in dem die Aktion entwickelt wurde.

2005 Aktion Rote Hand zum Red Hand Day in der Realschule Kerpen. Die 700 Schüler*innen waren begeistert dabei, die rote Farbe auf die großen Leinwände aufzutragen.

2005 Willy Brandt Gymnasium Köln
Nach intensiven Workshops waren die Jugendlichen begeistert, mit ihren roten Händen zu protestieren.

2005 Große Aktion im Mädchengymnasium Neuss. Das war wirklich eine beeindruckende Performance

2005 Papsthügel / Marienfeld
Die Aktivgruppe Menschenrechte organisierte die größte Aktion Rote Hand des Jahres. Alle Kerpener Schulen beteiligten sich – 1.300 Jugendliche und machten da, wo der Papst gerade noch war, die Aktion. Minister Armin Laschet war begeistert.
Weiterlesen Papsthügel

2006
Peter Maffay – „Begegnungen“
Mehr zu Peter Maffay und sein Album „Begegnungen“
Eintrag bei Wikipedia zum Album „Begegnungen – eine Allianz für Kinder“
Es ist sein ehrgeizigstes Projekt: Für „Begegnungen – Eine Allianz für Kinder“ gelang es Peter Maffay auf seinen Reisen Menschen zusammen zu führen und für eine große gemeinsame Sache zu gewinnen. Eines der 14 Projekte ist Aktion Weißes Friedensband. Unsere Schirmfrau Senait Mehari singt zusammen mit Peter Maffay – Patin für uns ist Sabine Christiansen.
Ganz persönlich. Es gab einen Moment, da zog Peter Maffay die Lederjacke aus und setzte sich mit uns in eine Ecke. Er beeindruckte uns sehr.


2006 – 60 Jahr-Feier NRW
Von Minister Armin Laschet waren wir eingeladen, zusammen mit den Jugendlichen, die er in Kerpen kennengelernt hatte und Senait Mehari das Fest in seinem Ministerium zu gestalten.
2006 Weitere Aktionen

2006 Weltkindertag am Rhein
FRIEDENSBAND ist zum ersten Mal mit der Aktion Rote Hand dabei. Es wurde ein großer Erfolg.

2006 Festival JUPP: von den beteiligten Jugendlichen wurde bei der Aktion Rote Hand der Wunsch geäußert, ihr Statement und ihren Namen ihrer Hand zuzufügen. Das nahmen wir sofort auf und veränderten die Aktion.

2007 – Kirchentag Köln
Auf dem Evang. Kirchentag in Köln probierten wir die neue Form der Aktion Rote Hand aus – auf A4-Blättern mit Botschaft der Jugendlichen. Ein voller Erfolg.
Evangelischer Kirchentag Köln
: Wir testeten die neue Form der Aktion Rote Hand und wurden überrascht. Die Jugendlichen stürmten unseren Stand.
2007 Weitere Aktionen

2007 – Westerwald – Freizeit
Mit ehemaligen Kindersoldaten konnten wir eine Woche im Westerwald Ferien gestalten. Das war inhaltlich sehr ambitioniert.
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Jugendfreizeit im Westerwald
Minderjährige Flüchtlinge, die ohne ihre Eltern nach Deutschland gekommen sind, haben es nicht leicht, sich zurecht zu finden. Sie haben Schlimmes erlebt und fühlen sich allein und schutzlos. Das Psychosoziale Zentrum in Düsseldorf unterstützt diese Jugendlichen. Durch die Förderung der Sabine Christiansen-Kinderstiftung und des Jazztrompeters Manfred Schoof konnten wir mit 12 von ihnen eine Fahrt in den Westerwald organisieren. Bei gemeinsamen Spielen, Tänzen und Gesprächen, beim Kochen, Wandern und Schwimmen lernten sich die Jugendlichen aus neun afrikanischen Ländern kennen und wuchsen zu einer Gruppe zusammen. „Jetzt habe ich Schwestern und Brüder“, sagte eine Teilnehmerin stolz.

2008 Berlin – Berlinale mit dem Film „Feuerherz“
Günter Haverkamp konnte mit Senait Mehari den Film vorstellen.
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Berlinale mit Senait Mehari und ihrem Film „Feuerherz“… roter Teppich, berühmte Regisseure und Schauspieler*innen und viele tragen das Friedensband.

2009 – Berlin: Empfang durch den Bundespräsidenten
Für das Bündnis Kindersoldaten konnten wir mit Wolfgang Niedecken einen prächtigen Empfang mit vielen Kindern im Schloss Bellevue durchführen
Empfang bei Bundespräsidenten
Für das Bündnis Kindersoldaten konnten wir mit Unterstützung von Wolfgang Niedecken einen Empfang bei Bundespräsident Horst Köhler gestalten. Seine Art mit den Kindern zu sprechen, impornierte uns sehr.
Große Aktion in Altenburg/Thüringen 2009

2009 Altenburg/Thüringen: in der größten Halle organisierten wir einen Aktionstag für alle 5. und 6. Klassen der Stadt.
Weitere Aktionen 2009

2009 Aktion Rote Hand in Hanau, gemeinsam mit dem Volksbund Deutsches Kriegsgräberfürsorge. Der Workshop mit den diesen Jugendlichen hat sehr viel Spaß gemacht.

2009 Nach intensiven Workshops wollten die Jugendlichen der Hulda-Pankok-Gesamtschule an die Öffentlichkeit mit ihren Forderungen. So lernten sie, eine Pressekonferenz zu organisieren. Besonders spannend für sie war, wie ein Pressefoto entsteht.

2012 – Berlin, Bundestag
Wir konnten die erste Aktion Rote Hand im Bundestag gestalten mit vielen Kindern und einer ungewöhnlichen Aktion.
Weiterlesen Bundestag-Aktion
Wir konnten für das Bümndnis Kindersoldaten den Aktionstag Kindersoldaten mit 30 Kindern, im Bundestag gestalten. Sie interviewten mit den Abgeordneten und färbten ihre Hände rot.

Die Kinde und Jugendlichen präsentierten stolz ihre „Beute“, die roten Hände der Abgeordneten.

Familienministerin Kristina Schröder war begeistert und ließ sich auch gern von den Kindern interviewen.
Weitere Aktionen 2012

2012 Weltkindertag am Rhein und FRIEDENSBAND ist wieder mit Crew dabei.

2012 organisierten wir mit 6 Leuten einen offenen Aktionstag Kindersoldaten im Gymnasium Sundern. Die 5.- und 6. Klässler erarbeiteten sich in 5 Workshops das Wissen für eine Pressekonferenz, die alle stark beeindruckte.

2012 konnten wir in der Förderschule Solingen fünf Workshops zu Kinderrechten durchführen. Am Ende stand die Aktion Rote Hand mit Josef Neumann, Landtagsabgeordneter der SPD. Er war von den Jugendlichen sehr beeindruckt.

2015 – Landtag NRW
Zwei Tage konnten Kinder mit Abgeordneten über Gewalt an Kindern in Kriegen diskutieren, sie interviewen und mit ihnen die Aktion Rote Hand machen.
2015 – Landtag NRW

2015 – Landtag NRW
2 Schulklassen konnten 2 Tage lang die Abgeordneten des Landtages NRW auf die Situation von Kindern in Kriegen ansprechen und mit ihnen die Aktion Rote Hand machen.
28.01.2015 Landtag NRW – 1. Tag
Erster Tag – „Die Klasse 9c der Realschule Kerpen war von FRIEDENSBAND in den Landtag nach Düsseldorf eingeladen worden, um mit den Landtagsabgeordneten die „Aktion Rote Hand“ gegen den Einsatz von Kindersoldaten durchzuführen.

Die 28 SchülerInnen hatten unterschiedliche Aufgaben: Einige mussten den Aktionstisch im Foyer des Landtages betreuen und dort den Politikern erklären, dass sie mit einem Aufruf und ihrem Handabdruck ihr „Nein“ gegen Kindersoldaten ausdrücken konnten.

Die Hände der Politiker mussten natürlich auch mit roter Fingerfarbe eingestrichen werden. Andere gingen mit Flyern durchs Foyer, sprachen die Politiker an und schickten sie zum Aktionstisch. Wieder andere hatten Videokameras und interviewten Politiker zum Thema „Kindersoldaten“ (Foto: Norbert Killewald)
So kamen die Schüler*innen mit Ministern, der Landtagspräsidentin und sogar mit Hannelore Kraft ins Gespräch.

Alle waren sich einig: Die Politiker waren ausnahmslos richtig nett und haben sich trotz eines anstrengenden Plenartages Zeit genommen.“ So beschrieb Bettina Henke, Lehrerin der Klasse 9c den Aktionstag. Auch ein vorbeikommender Polizeibeamter ließ es sich nicht nehmen, die Aktion zu unterstützen.
FRIEDENSBAND konnte mit vielen Abgeordneten Gespräche führen. Uns ging es parallel zur Aktion darum, dass die Abgeordneten in ihren Wahlkreisen die Aktion Rote Hand weiterempfehlen. Das einige das in die Tat umsetzen, glauben wir in jedem Fall – zu authentisch und überzeugend waren die Jugendlichen in ihren Aussagen.
Da mehrere Schulklassen im Landtag am Plenumstag teilnahmen, kamen wir auch mit einigen Lehrerinnen ins Gespräch. Auch hier entstanden Anknüpfungspunkte für die weitere Arbeit. Neben vielen Abgeordneten freute uns auch die Teilnahme von Norbert Killewald (Bild rechts), weil er im Vorstand des Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge sitzt und damit unsere Partnerorganisation vertrat.

Für die Jugendlichen war es besonders spannend, Landtagspräsidentin Carina Gödecke (Foto links) kennen zu lernen. Das war ganz sicher umgekehrt so, denn die Landtagspräsidentin ist bereits am 12. März in dieser Klasse in Kerpen zu Besuch.
Dann geht es um das Pilotprojekt „Politik in Aktion“, das wir mit ihr zusammen anstoßen wollen.
Sonntag, 11. Januar 2015
Kindersoldaten: Aktion Rote Hand im Landtag NRW
Am 28. und 29. Januar 2015 organisiert FRIEDENSBAND im Landtag die Aktion Rote Hand. SchülerInnen von zwei Klassen können die Abgeordneten über die Situation von Kindersoldaten informieren. Mit unseren FLIP-Kameras, die wir schon im Bundestag bei der Aktion Rote Hand eingesetzt hatten, können sie Interviews machen. Und natürlich wir letztendlich von jedem der PolitikerInnen die Rote Hand erbeten – auf das eigene Aktionsblatt ebenso wie auf das Transparent, das wir dann anschließend vor dem Landtag präsentieren wollen.
Die Aktion findet an den beiden Tagen zwischen 11 Uhr und 15 Uhr statt. Für den 28. Januar steht die Klasse schon fest: Realschule Kerpen. Für den 29. Januar suchen wir noch eine Klasse. Melden bitte unter aktion@friedensband.de.
Hintergrund
Im Herbst 2013 hatte FRIEDENSBAND in einer Düsseldorfer Realschule eine Workshop-Reihe zum Thema Kindersoldaten und Gewalt durchgeführt und zum Abschluss Landtagsabgeordnete eingeladen. Frau Warden und Herr Herrmann waren so begeistert, dass sie die Jugendlichen in den Landtag einluden – zum internationalen Tag gegen den Missbrauch von Kindern in Kriegen am 12.2.2014. Dort entstand die Idee, zum nächsten Gedenktag 2015 eine große Aktion im Landtag durchzuführen.
Da im Februar kein Plenum im Landtag stattfindet, hat uns die Landtagspräsidentin die beiden Tage 28. und 29.01.2015 zugestanden.
Freitag, 23. Januar 2015
Landtagsaktion – Vorbereitung Kerpen
Die Spannung nach dem Film „Ich habe getötet“ war zum Greifen spürbar. Die Jugendlichen in der Klasse 9c der Realschule Kerpen bereiteten sich mit dem Film auf ihren Auftritt im Landtag Nordrhein-Westfalen vor. Nächste Woche wollen sie dort die Abgeordneten ansprechen und davon überzeugen, dass sie mehr für die Kinder in Kriegen machen müssen. Sie waren sehr bestürzt zu erfahren, dass auch aus Nordrhein-Westfalen Kinder „freiwillig“ in den Krieg nach Syrien oder dem Irak gehen. Es ist der Auftakt für eine Kampagne von FRIEDENSBAND.
29.01.2015 Landtag NRW – 2. Tag
Landtagsaktion Kindersoldaten 2. Tag
Am 2. Tag konnte die Schulklasse des Berufskolleg Leo Statz in Düsseldorf die Jugendlichen ansprechen.

FRIEDENSBAND hatte von der Gesamtschule Bad Oeynhausen 880 rote Hände zugeschickt bekommen. Die wurden nun ebenfalls mit vielen roten Händen aus Workshops in Düsseldorf an Oliver Keymis weitergegeben.

Ihre Lehrerin Jehan Abushihab ist gleichzeitig Jugendreferentin von Amnesty International Düsseldorf und übergab ihre in den letzten Monaten gesammelten roten Hände an den Landtagsvizepräsidenten Oliver Keymis.

Der Landtag war ein guter Gastgeber. Die vielen Gespräche mit den Abgeordneten werden dazu führen, das wir mit ihnen zusammen in ihren Wahlkreisen die Aktion Rote Hand stärken werden und in den Rathäusern Empfänge für die Jugendlichen mit ihrem Anliegen organisieren.

Es waren eine Menge roter Hände, die da im Landtag gesammelt wurden und die Jugendlichen präsentierten sie stolz den Medien.
2015 Gesundheitsministerium NRW

2015 konnten wir mit einer Hauptschulklasse ein Veranstaltung zu Kinder in Kriegen mit dem Gesundheitsminister NRW und der Aktion Rote Hand durchführen.
Montag, 9. Februar 2015
Minister Schneider: Kinder werden um ihre Kindheit betrogen!
Die Veranstaltung von FRIEDENSBAND im Ministerium für Arbeit, Integration und Soziales in Düsseldorf war ein voller Erfolg. Minister Guntram Schneider machte gleich zu Beginn mit beeindruckenden Worten deutlich, wo er steht: Kein Kind darf in den Kriegen der Erwachsenen kämpfen. Er schlug den Bogen von der Willkür der Nazis, die ebenso die Kinder in den Tod getrieben haben wie heute der sogenannte Islamische Staat.
Günter Haverkamp setzte diesen Gedanken fort und schlug den Bogen zu Deutschland: „Wenn die Bundeswehr zusammen mit der BRAVO Kinder zu Schnupperferien mit Surfen und Kriegsspielen einlädt, ist das eines demokratischen Staates nicht würdig!“ Das erhielt deutliche Zustimmung von den TeilnehmerInnen im Saal. Das waren – und Minister Schneider machte keinen Hehl aus seiner Freude – fast nur Jugendliche.

Einmal waren es die von FRIEDENSBAND eingeladenen Jugendlichen der Kurt-Tucholsky-Hauptschule in Köln, wo wir ja letzte Woche die Vorbereitungsworkshops durchgeführt hatten.
Diskussion mit Minister Schneider
Besonders schön war aber auch, dass Gerd Faruß von terre des hommes mit dem Kinderrechteteam der Janusz-Korczak-Gesamtschule Neuss da war.
Er ging in der Diskussionrunde auf den Punkt Bundeswehr in Schulen noch einmal ein und betonte, dass dies auch aus Sicht von terre des hommes ein unhaltbarer Zustand sei.
Günter Haverkamp macht dies mit einem Bericht über seinen Besuch in einer Hauptschule noch einmal deutlich, die einen Besuch von zwei Jugendoffiziere hatte: „Ich fragte die Mädchen, ob die beiden schön waren – große Bestätigung. Ich fragte die Jungs ob das richtige Männer waren – große Bestätigung. Klar schickt die Bundeswehr prächtige Kerle und das in Uniform.“ Es war überdeutlich, dass die Bundeswehr gepunktet hat. Die Nachfrage ergab, dass sie die Informationen der beiden Jugendoffiziere nicht überprüft haben! Diese Naivität macht sich die Bundeswehr zunutze. Aber nicht nur sie, sondern auch der IS! Und das, so Haverkamp, sei eines demokratischen Staates nicht würdig.
Erschüttert hat die Zuschauer*innen der kurze Ausschnitt des Films „Ich habe getötet“. Dieser Film hatte die SchülerInnen aus Köln ebenfalls sehr beeindruckt und dazu beigetragen, dass die Jugendlichen Plakate gemalt hatten, die sie dem Publikum präsentierten.
Die Schülerinnen und Schüler aus Neuss und Köln hatten noch viele Fragen an den Minister, der darauf gern einging. und am Ende stand natürlich die Aktion Rote Hand, die zunächst der Minister unter der Fernsehkamera von RTL1 machte und dann die Jugendlichen.

Dann ging es zur Aktion Rote Hand, die Minister Schneider mit sichtlichem Vergnügen aber großem Ernst mitmachte. Den Jugendlichen aus Köln und Neuss gefiel die Veranstaltung sehr. Sie hatten sich sichtlich wohl gefühlt und waren vom Minister beeindruckt.
Alle fanden, dass es eine gelungene Veranstaltung war und viele Kontakte geknüpft werden konnten.
Dienstag, 3. Februar 2015
Workshop Vorbereitung für die Veranstaltung im Sozialministerium
Zwei 9. Klassen der Kurt-Tucholsky-Hauptschule in Köln sahen zunächst den Film „Ich habe getötet“ und waren tief beeindruckt von den Schilderungen der ehemaligen Kindersoldaten. Die 50 SchülerInnen arbeiteten intensiv mit, wussten bereits viel und waren sehr wissbegierig, Einzelheiten zu erfahren. Die Protestplakate, die sie anschließend malten, drückte die Betroffenheit aus, die sie wegen der Schicksale der Kindersoldaten empfanden. Die anschließende Aktion Rote Hand war für sie dann eine zweite gute Möglichkeit, mit dem Erfahrenen fertig zu werden. Montag werden diese SchülerInnen im Sozialministerium die Aktion Rote Hand durchführen.

Montag, 2. März 2015
Workshop in Gymnasium Mönchengladbach
Sehr kurzfristig haben wir diesen Workshop für die zwei Schulklassen des Franz-Meyers-Gymnasium in Mönchengladbach, die an unserer Veranstaltung im Sozialministerium am 9.2. nicht teilnehmen konnten. Es war einfach für diese beiden wie für andere nicht genug Platz da. So konnten wir drei Stunden lang in der Aula die beiden 7. Klassen mit der Situation der Kindersoldaten vertraut waren. Die Jugendlichen war schockiert und stellten sehr viele Fragen. Sie waren sehr engagiert, was wir auch daran merkten, dass sie noch um 15 Uhr, nach einem langen Schultag mit verkürzten Pausen so aktiv waren. Zum Schluss wollten sie noch wissen, wie sie sich engagieren können. Zwei kommunale Politiker gaben den politischen Rahmen und gaben Anlass, über die Möglichkeiten nachzudenken, mehr für die Kindersoldaten zu tun. Wieder ein spannender Workshop und ein dankbares Publikum. Am Ende war natürlich die Aktion Rote Hand die Attraktion
2015 Weltkindertag

2015 Weltkindertag am Rhein und wir waren mit unserer Crew wieder dabei.
2018 Weltkindertag

2018 Weltkindertag am Rhein. Die Aktion Rote Hand und die Malaktion machte den Kindern und unserer Crew sichtlich Spaß.
2019 Aktionen

2019 Viele Schulen waren unserem Aufruf zur Aktion Rote Hand gefolgt. Die feierliche Übergabe bei dem Düsseldorfer OB Thomas Geisel gefiel den Jugendlichen gar nicht. Er sagte, dass er die roten Hände in den Papierkorb werfen würde.

2019 Die zweite Gruppe von Schulklassen verzichtete auf die Übergabe im Rathaus. Ein Anruf reichte und Stefan Engstfeld und Josefine Paul nahmen sich Zeit für einen Empfang im Landtag. Die Jugendlichen waren schwer beeindruckt.

2019 Aktion Rote Hand auf dem Schadowplatz Düsseldorf. Organisiert vom Gesundheitsamt.
2019 Schadowplatz
Kinderrechtefest auf dem Schadowplatz
Am 15. Juni 2019 dreht sich am Haus der Universität und auf dem Schadowplatz alles um Kinderrechte. Unter dem Motto „Give Kids a Voice – Kinderfest für Kinderrechte“ organisieren das Haus der Universität Düsseldorf und SOS-Kinderdörfer weltweit mit Unterstützung von Engagement Global, dem Schulamt der Stadt Düsseldorf und dem Kinderrechtebündnis der Stadt Düsseldorf ein Kinderfest anlässlich des 30. Jubiläums der UN-Kinderrechte.
Mit dabei natürlich auch FRIEDENSBAND mit der Aktion Rote Hand – stark unterstützt durch Engagement Global. Das hat mächtig Spaß gemacht. Wir konnten viele Gespräche führen mit Lehrer*innen und Menschen, die an den Kinderrechten interessiert sind – auch in anderen Teilen der Welt.
Und dann haben wir noch 35 Euro Spenden bekommen. Danke!

2020 – Landtag NRW
Aktion Rote Hand gerade noch knapp vor Corona. Die Sorgen von Innenminister Reul wurden durch persönlichem Einsatz ausgeräumt.
2021 Corona zwingt uns zu neuen Formen
Kindersoldaten
Online-Aktion Rote Hand
Mit dem Landtag NRW und vielen Abgeordneten aus Rheinland-Pfalz haben 65 Jugendliche aus mehreren Klassen und viele Organisationen aus Deutschland mit den Abgeordneten überlegt, wie den Kindersoldat*innen geholfen werden kann.
Finanziert durch Engagement Global NRW
2022 Aktionskonferenz online

2022 Corona: Aktion Rote Hand Landtag NRW virtuell. 70 Schüler*innen und 13 Abgeordnete nahmen teil und sorgten für eine lebendige Diskussion.
2023 Aktionskonferenz online

2023 Aktionskonferenz zum Red Hand Day konnten wir mit dem Außenministerium gestalten. Zwar war Ministerin Annalena.Baerbock verhindert, aber Staatssekretär Christian Lindner war dabei
2024 Landtag NRW – Mona Neubaur, stellv. Ministerpräsidentin

2024 Übergabe der Botschaften des Leo-Statz-Berufskollegs an Mona Neubaur, Wirtschaftsministerin und stellvertretende Ministerpräsidentin
Aktionstag im Leo-Statz-Berufskolleg
Aktionstag im Leo-Statz-Berufskolleg
05/2024
Trotz extrem kurzfristiger Planung konnten wir einen Aktionstag zum Thema Kindersoldaten im Leo Statz Berufskolleg Düsseldorf organisieren.Wir begannen mit Schulbeginn um 8.00 Uhr.
Nach einer kurzen inhaltlichen Vorstellung begannen wir mit dem Thema Soldaten bei der Bundeswehr, erklärten die Kinderrechte, dass es durchaus problematisch ist, dass Unter-18-Jährige bereits einbezogen werden, wenn auch nicht im aktiven Dienst. Die hohe Abbrecherquote bei diesen Jugendlichen macht deutlich, dass hier eine Überforderung vorliegt.
Wir behandelten mit den Jugendlichen alle Formen von Gewalt, sahen ein Videointerview von mir mit Omid Nouripour, der über seine Kindheit als Kindersoldat im iranisch-irakischen Krieg berichtete, sahen den Film “Ich habe getötet” und waren im Anschluss mit dem Korrespondenten Mirco Keilberth verbunden, der aus Tunis zugeschaltet war. Finanziert von der Stadt Düsseldorf.
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Es begann damit, dass der amerikansiche Präsident George W. Bush sagte: „Das Spiel ist aus“. Damit war uns allen klar, dass der Golfkrieg unmittelbar bevorsteht. SPIEGEL, 07.02.2003

Es war untypisch,, was wir als Journalist*innen machten, wir fragten die Menschen auf der Straße, welches Friedenssymbol sie tragen werden. Sie fanden das eine zu kirchlich und das andere zu links. Wir beschlossen, ein neues anzubieten.
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Mit Kolleg*innen aus den Medien überlegten wir, wie wir reagieren können. Bei vorangegangenen Konflikten hatten wir uns mit Korrespondent*innen Handlungsoptionen zu Sprache, Bilder und Quellen in Kriegszeiten erarbeitet.
Dieses Mal wollten wir herausfinden, welche Ausdrucksmöglichkeiten die Menschen angesichts des drohenden Krieges nutzen. In einer Meinungsumfrage erfuhren wir, dass den Menschen ein Friedenssymbol fehlt. Das Peace-Zeichen war vielen zu links, die Taube zu kirchlich.

Wir kauften alle Satinbestände in Düsseldorf leer und begannen zu produzieren. Mit dem neuen Friedenssymbol führten wir viele Gespräche, vor allem mit Jugendlichen, deren Wünsche wir mitnahmen.
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Nach vielen Versuchen kamen wir auf die erste Idee, eine weiße Schleife zu wählen, zurück. Weiß ist die Farbe des Friedens und die Schleife war als Aidsschleife allen bekannt. Wir wussten aber nicht, ob wir dieses Symbol übernehmen durften. So nahmen wir Kontakt zur Aidskampagne in London auf und erfuhren, dass die rote Schleife der gelben Schleife entlehnt ist, mit der weltweit an gefallene Söhne und Kameraden erinnert wird. Entsprechend groß war die Begeisterung bei der Aidskampagne, dass die Schleife sich nun dem Frieden zuwendet.
Am nächsten Tag kauften wir alle verfügbaren Satinbänder auf, 1 cm breit, fertigten Friedensbänder und wagten den Versuch auf der Straße. Wir waren von der Resonanz überwältigt. Nun machten wir ein Foto, sandten es per Mail in fünf Sprachen an 180 Friedensorganisationen weltweit und rieten, das weiße Friedensband selbst herzustellen. Danach wollten wir wieder unserer journalistischen Arbeit nachgehen.

Wir wollten das neue Friedenssymbol mit einem Menschenrechtsexperten testen. Heiko Kauffmann kam nach Düsseldorf, um uns auf der Straße zu begleiten. Er war sofort überzeugt! Die Reaktionen der Angesprochenen waren gewaltig.
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„Die Bevölkerung wird aufgerufen…“
Zu unserem ersten Straßenseite hatten wir Heiko Kauffmann, Preisträger des Aachener Friedenspreises eingeladen, mit dem wir engen Kontakt hatten. Wir wollten sein kritisches Urteil, bevor wir an die breite Öffentlichkeit gingen. Er war begeistert und sprach viel mit den Passant*innen, die das neue Friedenssymbol gern annahmen und ganz offensichtlich mit Stolz trugen.
Ein Tag später rief Heiko Kauffmann die Bevölkerung dazu auf, anlässlich des nahenden Krieges weiße Friedensbänder zu tragen.

Und dann ging alles schnell: wir sandten eine Mail mit der Anleitung, Friedensbänder selbst herzustellen, an 180 Friedensorganisationen weltweit und wollten unsere journalistische Arbeit fortsetzen. Die Grünen gaben eine eCard heraus… und dann kamen die Bestellungen.
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Statt dessen kamen Bestellungen und zwar viele! Bald wuchs uns die Fertigung von Friedensbändern über den Kopf. Unsere Rettung war die griechische Änderungsschneiderei an der Ecke. Die ganze Familie arbeitete nun begeistert an der Herstellung von Friedensbändern, die wir in alle Teile Deutschlands verschickten.
Die Bundesgeschäftsstelle der Grünen in Berlin hängte ein vier Meter großes weißes Friedensband an die Häuserfront und verschickte kleine Flyer mit der Aufforderung, das weiße Band zu tragen. Bei der Irakdebatte im Bundestag trugen viele Abgeordnete das weiße Friedensband.
Hunderte Schulen stellten die weißen Bänder selbst her und verteilten sie an die Bevölkerung. Lehrer*innen berichteten, dass das Friedenssymbol den Kindern und Jugendlichen Halt gab und Identifikation.
Viele Kirchengemeinden organisierten mit dem weißen Band Friedensgottesdienste – in Duisburg-Marxloh zum Beispiel die evangelische, katholische und die muslimische Gemeinde gemeinsam. Bei einem Besuch in Erfurt hörten wir, dass besonders viele evangelische Gemeinden in Thüringen und Sachsen das Friedenssymbol nutzten.

Mit einem Miniflyer standen wir eine Woche später in Berlin bei der großen Demo. Uns kamen bereits da Menschen mit weißen Friedensbändern entgegen, die sie selbst gebastelt hatten.

Im Mai begannen die Vorbereitungen für die Arbeit mit Jugendlichen. Es folgten zahlreiche Treffen, an denen Expert*innen aus allen Bereichen teilnahmen.
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Ursprünglich hatten wir gehofft, unsere Arbeit ohne die Grundung eines Vereins finanzieren zu können. Das erwies sich als unmöglich und so gründeten wir am 23.1.2004 den Verein Aktion Weißes Friedensband e.V. Am … war mit der Bestatigung der Gemeinnützigkeit der Gründungsvorgang abgeschlossen. In den Vorstand wurden Günter Haverkamp als erster Vorsitzender, Julitta Münch als zweite Vorsitzende und Falko Stampa gewählt.
Hier die erste Einladung

