Sie müssen wissen, was auf sie zukommt.

Kinder und Jugendliche müssen frustriert sein, wenn sie das Handeln der Erwachsenen sehen. Die sind eigentlich verpflichtet, ihre Zukunft ihrer Kinder positiv zu gestalten. Die Wirklichkeit sieht anders aus. 

Es ist „5 vor 12“

Wir tun so, als ginge es uns nichts an, als beträfe es ja nur die nächste Generation. Wenn wir uns da mal nicht täuschen. Aber selbst wenn es so wäre, was ist das für ein schrecklicher Gedanke?

Kriege und Konflikte

Frieden zu stiften ist für Erwachsene schwer. Was hinterlassen Kriege und Konflikte in Bezug auf die Zukunft von Kindern? Die Gewalt setzt sich fort, bis in die nächsten Generationen.

Klima und Umwelt

Haben die Kinder von heute als Erwachsene eine Welt, in der die Natur erhalten und das Atmen möglich ist? Ist ihr Leben bedroht durch Katastrophen und ihre Freiheit dadurch eingeschränkt?

Religionen und Ideologien

Der Schutz von Menschen, gleich welchen Glaubens oder welcher Weltanschauung nimmt ab. Die Auseinandersetzungen nehmen zu. Was bedeutet das für die Zukunft der Religionsfreiheit?

Wahlen und Demokratie

Zunehmend gestalten Kräfte Gesellschaft und Politik, die ihre Zerstörung im Blick haben. Wie können wir das erkennen und darauf reagieren? Tun wir genug, damit unsere Kinder in einer Demokratie leben können?

Gleichberechtigung

In unserer männlich gepräften Gesellschaft erhalten Frauen immer noch nicht die verbriefte Gleichberechtigung, weder qualitativ als auch quantitativ. Legen wir heute die Grundlagen für eine echte gleichberechtigte Partnerschaft?

Kinderbeteiligung

Entscheiden die Erwachsenen uneigennützig zugunsten der Zukunft der Kinder oder nutzen sie ihre Unmündigkeit zum eigenen Vorteil? Können wir uns eine Zukunft mit einer gleichberechtigten Kinderbeteioligung denken?

Handicap

Werden Menschen mit einem Handicap unter Berücksichtigung aller Möglichkeiten am gesellschaftlichen und politischen Leben beteiligt? Wie kommen wir zu einer Gesellschaft die alle Menschen als gleichwertig sieht ?

Flüchtlinge

Wann ist uns unser Mitgefühl abhanden gekommen und unser Fähigkeit, uns in die Rolle dieser Menschen zu versetzen? Ist es uns bewusst, dass wir leicht in die gleiche Situation kommen könnten?

Queer

Wir können stolz sein, wenn sich alle Menschen in unserer Gesellschaft angenommen fühlen. Können wir unverkrampft gemeinsam eine Gesellschaft gestalten, in der es keine Rolle spielt, wer wie wen liebt?


1. Die Meinung der Anderen

Die Jugendlichen recherchieren, wie in ihrer Umgebung über das jeweilige Thema gedacht wird. Das kann die Straßenumfrage genauso sein, wie das, was ihnen in ihren sozialen Medien begegnet.

2. Was folgt daraus?

Dieses Wissen der Jugendlichen ist nicht nur für sie interessant. Die Expert*innen lernen dadurch und die Jugendlichen beeinflussen durchaus ihre Arbeit.

3. Expertise

Jetzt triffen die Expert*innen auf Jugendliche, die vorgebildet sind und Fragen haben. Es entsteht eine Lernsituation, die für beide Seiten interessant ist.

Wissen in die Schulen holen

Wir wollen Kindern und Jugendlichen die beste Expertise zukommen lassen, damit sie die Hintergründe von gesellschaftlichen und politischen Veränderungen verstehen und eingreifen können.

Wir möchten die besten Expert*innen (virtuell) in die Klassenzimmer bringen und den Jugendlichen Formen aufzeigen, ihr Wissen erfolgreich bei den richtigen Stellen anzuwenden. 

Die Welt in die Klassenzimmer holen

Aus allen Teilen der Welt berichten Expert*innen, mit deren Wissen Jugendliche die Nachrichten einordnen können, die sie verwirren. Sie sollen ihre Fragen stellen können und Antworten aus erster Hand erhalten.

Erfahrungen

Mirco Keilberth, Tunesien

hat als Auslandskorrespondent viele Schulprojekte begleitet.

2015 – Aktionstag im Franz-Meyers-Gymnasium Mönchengladbach

Mirco Keilberth2

25.11.2015 – Zu Beginn stand beim heutigen Workshop die Reflexion der Veranstaltung mit Mirco Keilberth über die Fluchtursachen von Jugendlichen. In der Aula warteten 230 Schülerinnen und Schüler gespannt auf ein besonderes Ereignis. Gerade mal eine Woche nach den Anschlägen von Paris kommt der Afrika-Korrespondent Mirco Keilberth, um die Hintergründe von Armut und Flucht zu erklären. Da hatte die Jugendlichen sehr  beeindruckt. Danach ging sie daran, die Umfrage vorzubereiten. Dazu hat sich die 7b einige Fragen ausgedacht. Diese Stunde war schon eine besondere, weil die Klasse 9c aus eigenem Wunsch daran teilnahm. Auch sie hatten ja an der Veranstaltung mit Mirco Keilberth teilgenommen und beteiligten sich nun intensiv an der Diskussion. Bei allen Fragen gab es heftigen Grund zu diskutieren. „Warum geben wir eher Geld für billige/schlechtere Qualität aus?“ – „Würden Sie faire Produkte kaufen und dafür mehr Geld zahlen?“ – „Sehen Sie einen Zusammenhang zwischen Armut und Flucht?“ – „Werden die Reichen immer reicher und die Armen immer ärnmer?“

2024 – Webinar für Schulen

Mit der der ZDF-Dokumentation von Mirco Keilberth starteten wir mehrere Webinare für Schulen mit dem Auslandskorrespondenten, wobei es sogar einmal gelang, Dr. Foufana einzubeziehen, der bescheidenen Mitteln das Elend der Flüchtlinge in Tunis lindert. Selbst Flüchtling ist er den Verfolgungen der tunesischen Ordnungskräfte. ausgeliefert Die Jugendlichen waren sehr beeindruckt und sammelten Geld für Medikamente, das wir direkt weiterleiteten an Dr. Foufana. Die Jugendlichen erhielten sofort die Bestätigung, dass ihr Geld wirklich angekommen ist. Mehr

2024 – Aktionstag im Leo-Statz-Berufskolleg

05/2024 – Trotz extrem kurzfristiger Planung konnten wir einen Aktionstag zum Thema Kindersoldaten im Leo Statz Berufskolleg Düsseldorf organisieren.

Wir behandelten mit den Jugendlichen alle Formen von Gewalt, sahen ein Videointerview von Günter Haverkamp mit Omid Nouripour, der über seine Kindheit als Kindersoldat im iranisch-irakischen Krieg berichtete, sahen den Film “Ich habe getötet” und waren im Anschluss mit dem Korrespondenten Mirco Keilberth verbunden, der aus Tunis zugeschaltet war. Finanziert von der Stadt Düsseldorf.

Später konnten die Jugendlichen ihre Aktionsblätter, die sie bei der Aktion Rote Hand gesammelt hatten, im Landtag NRW an Mona Neubaur, Wirtschaftsministerin und stellvertretende Ministerpräsidentin, übergeben.

Dr. Robert Krieg, Filmemacher

hat mit großer Empathie Filme in Syrien und Gaza gedreht, die das Leben und Leiden eindrücklich vermitteln.

Workshop für eine Realschulklasse in Sachsen-Anhalt mit Filmausschnitten über die autonome Frauenbewegung in Syrien, die aktuell bedroht ist. Mehr

Dr. Claus Hecking, SPIEGEL

Als Auslandskorrespondent lebt Dr. Hecking in Bosten und vermittelt das Leben der Menschen, gerade der Jugendlichen in dem Land, dass uns immer fremder zu werden scheint.

2025 – Webinar „Trump verstehen“

Dr. Hecking, Spiegel-Auslandskorrespondent USA, half 4 Englischklassen, Trump zu verstehen. Die Jugendlichen waren fasziniert. Mehr

Geplant

Mirco Keilberth, Tunesien

Einordnen von gesellschaftlichen und politischen Fragen mit Jugendlichen.

Stichworte: Migration, Kriege, Menschlichkeit,


Expertise verfügbar machen

Das Wissen der Expert*innen erreicht gehört in die Hände der Betroffenen, um deren Zukunft es geht. Von ihren Fragen werden sie ihrem Gegenüber neue Impulse geben, weil sie eine andere Sicht einbringen.

Erfahrungen

Konferenz für Kinderarbeit

Jaqueline saß mit ihrem Kollegen auf dem Podium unserer bundesweiten Tagung zum Thema Kinderarbeit. Sie waren beide 13 Jahre alt und arbeiteten schon, seit sie 5 Jahre alt waren. Beide kämpften in der Kindergewerkschaft der arbeitenden Kinder für ihre Rechte. Wir lernten von ihnen: Kinderarbeit abschaffen, ohne die Lebensverhältnisse grundlegend zu verändern, ist Quatsch.

2025 Ferienbeschneidung / Jawahir Cumar

Jawahir Cumar und Günter Haverrkamp informierten darüber, dass in den Ferien Mädchen besonders gefährdet sind, beschnitten zu werden. Mehr


Betroffene

So oft wie möglich sollen die Kinder und Jugendliche direkt von den Menschen lernen, die aufgrund eines Handicaps besondere Erfahrungen gemacht haben. Das sind wertvolle Lerninhalte für Jugendliche.

Erfahrungen

Behindertenbeauftragter NRW

2015 Norbert Killewald sprach von seiner eigenen Behinderung und erklärte den Jugendlichen den Sinn von Integration und Teilhabe

Zentrum für selbstbestimmt Leben

Horst Ladenberger vom Zentrum für selbstbestimmt Leben, Köln, beeindruckte die Jugendlichen mit seiner Schilderung, wie er sich als 20 Jähriger nach einem Unfall ins Leben zurückgekämpft hatte.


Politiker*innen

Jugendliche erfahren von Politiker*innen, wie ihr Arbeitsfeld funktioniert und wie sie unsere Gesellschaft mitgestalten können.

Erfahrungen

08.12.2015 – Dr. Günther Krings, Parlamentarischer Staatssekretär beim Bundesminister des Innern in unserem Projekt „Armut – eine Falle?“ im Franz-Meyers-Gymnasium Mönchengladbach

4. Umsetzung

Das Wissen der Jugendlichen sucht eine Zielgruppe, um es wirken zu lassen. Das können Personen aus Politik und Gesellschaft sein, praktisch ist aber auch, eine aktive Öffentlichkeitsarbeit.

Zielgruppen der Jugendlichen

Wir haben einige Tipps zusammengetragen, die hilfreich sein könnten. Die Seite werden wir fortlaufend erweitern – gern auch mit Ihren Tipps.

5. Workshops für Politiker*innen

Das Wissen der Jugendlichen soll aber auch an die Entscheider*innen herangetragen werden, die dringend die Expertise der Jugendlichen brauchen. Bitte meldet euch, wir gestalten gemeinsam ein Seminar.

Die Politik braucht die Expertise der Jugendlichen

Während einer Aktionskonferenz 2023 hatte eine 13 Jährige Realschülerin aus Kerpen den teilnehmenden Bundestagsabgeordneten eine richtige Standpauke gehalten. Ohne jede Vorbereitung sagte sie genau das, was viele in dem Moment fühlten. Leider war die Zeit zu knapp, das Ende der Aktionskonferenz nahte. Da boten Günter Haverkamp als Moderator den 13 Abgeordneten an, mit dieser Schülerin einen Workshop zu gestalten. Fünf Abgeordnete waren sofort bereit dazu. Leider war es für das Mädchen nicht möglich, das Versprechen einzulösen, weil sie für die anstehende Prüfung lernen musste und es unvernünftig gewesen wäre, ihr die wichtige Zeit zu nehmen. Aber diese Szene blieb uns in Erinnerung und wir werden diese Idee umsetzen.


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Sie haben Fragen oder Anregungen? Schreiben Sie an haverkamp@einmischen.jetzt

Verantwortlich für den Inhalt

Günter Haverkamp
Aktion Weißes Friedensband e.V.
Himmelgeister Str. 107a
40225 Düsseldorf
www.friedensband.de
haverkamp@einmischen.jetzt

2003 rief Günter Haverkamp Kolleg*innen aus den Medien zu einer Aktion gegen den drohenden Irakkrieg zusammen. Es entstand das weiße Friedensband steht und damit eine aktionsgestützte Bildungsarbeit. Hunderte kleine und große Aktionen entwickelten wir seitdem mit Jugendlichen.

2024 erhielt Günter Haverkamp für seine Arbeit das Bundesverdienstkreuz.

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