
2015
Projekt: Gesetze in die Schule
Das Inklusionsstärkungsgesetz
2014 hatten wir in Gesprächen mit Landtagsabgeordneten erfahren, dass das Inklusionsstärkungsgesetz im parlamentarischen Verfahren ist und noch lange brauchen wird. Wir nahmen diese Idee mit und ließen die Jugendlichen in den Workshops, die wir gerade in der Realschule Kerpen zu Politik hielten, nach und nach einfließen, sodass die Jugendlichen selbst darauf kamen, dass sie an diesem Prozess beteiligt werden sollten.
März 22014: Eine Idee entsteht
Donnerstag, 12. März 2015
In einem Workshop beschrieben wir die aktuelle Situation: Wie entsteht ein Gesetz, wer bestimmt, was drin steht, wer steht außen vor? Die Reaktion der Jugendlichen war spannend:
Aktivgruppe PEACEMAKERS setzt sich für mehr Partizipation in der Politik ein
Die Jugendlichen sind sich einig: Politik ist langweilig, wenn man nur davon in Büchern liest. Ansprechend wird es erst dann, wenn man aktiv daran beteiligt ist. Aus Erfahrung sprechen die Neuntklässler, da sie bereits seit der fünften Klasse, ihr politisches und soziales Engagement immer wieder neu unter Beweis stellen. Jetzt wollen sie nicht nur die Menschen auf bestimmte Missstände aufmerksam machen, sondern aktiv an politischen Prozessen beteiligt sein. Landtagabgeordnete und kommunale Politiker in NRW sollen ihre Stimme berücksichtigen, wenn es um Entscheidungen geht, die sowohl das Gemeinwohl, als auch das eigene Wohl betreffen. Aus diesem Grund beschäftigen sich die Kerpener Schüler in nächster Zeit mit Gesetzesvorhaben, die auch ihr gemeinschaftliches Miteinander betreffen. Die Aktivgruppe PEACEMAKERS hat beim Besuch der Landtagspräsidentin in ihrer Realschule in Kerpen einen bleibenden Eindruck hinterlassen. Mit ihrer Idee, Politik greifbarer und realer zu gestalten, konnten sie Frau Gödecke überzeugen, die Schirmherrschaft für ihr Projekt zu übernehmen.
FRIEDENSBAND wird gemeinsam mit der Aktivgruppe das Pilotprojekt ausgestalten, damit zukünftig weitere Projekte an anderen Schulen durchgeführt werden können.
„Wir müssen jetzt die Details regeln. Fraglich ist, wie wir die Landtagsabgeordneten für das Projekt gewinnen können. Die haben ja viel zu tun“, sagte Gödecke. Zweckmäßig wäre es deshalb, erstmal die Landtagsabgeordneten aus dem Kreis am Projekt zu beteiligen. Sie sollen jetzt im Landtag mit den Schülern zusammentreffen und die Modalitäten regeln. Klar ist auch, dass sich nicht alle, der oft äußert komplizierten und abstrakten Gesetzesvorhaben für das Internet-Portal eignen. Sie sollen nach Möglichkeit etwas mit der Lebenswelt der Schüler und Schülerinnen zu tun haben.
Die Aktivgruppe PEACEMAKERS freut sich auf die EInladung ins Kerpener Rathaus sowie in den Landtag in Düsseldorf, um ihre Ideen nochmals vor Politikern vorzustellen.
Juli 2014: Ein erstes Gespräch im Landtag
Mittwoch, 2. Juli 2014
Kerpen – Realschule Klasse 8c – Die Jugendlichen sind Feuer und Flamme. Morgen wollen sie den Landespolitikern ihre Ideen für mehr Partizipation vorstellen. Sie, die Jugendlichen wollen intensiver an politischen Prozessen beteiligt werden. Sie wollen mitsprechen können in aktuellen politischen Prozessen und ernst genommen werden. Wie sonst werden sie in Zukunft wählen gehen? Gern würden sie in einem Pilotprojekt das Interesse der Jugendlichen beweisen.
Um die verschiedenen politischen Ebenen deutlich zu machen, haben wir die Ligen von der Kreis- bis zur Bundesliga mit unterschiedlich großen Bällen dargestellt. Das kam an.
Donnerstag, 3. Juli 2014
Politik in Aktion – ein neues Pilotprojekt entsteht

Düsseldorf – Landtag NRW – Im zweiten Gespräch im Rahmen des Ideenwettbewerbs zum Schulprojekt Café Europa konnten die Schüler*innen der Realschulklasse 8c ihre Ideen vorstellen. Das Schulministerium war mit Norbert Reichel und Hildegard Banneyer hochrangig vertreten. Die drei Landtagsabgeordneten Holger Ellerbrock (FDP), Stefan Engstfeld und Matthi Bolte (beide Grüne) vertraten die Politik.

Und das könnte die Geburt eines neuen Projektes gewesen sein: Die Jugendlichen wollten, dass ihr Politikunterricht dadurch interessanter wird, dass tatsächliche aktuelle Gesetzesvorhaben ihnen zugänglich gemacht wird. Sie würden dann ihre Meinung dazu den Politiker*innen mitteilen. Eine Webseite mit Foren könnte das möglich machen. Nun wird es Gespräche geben und ein Konzept entstehen.
April 2015: Landtag NRW

April 2015 – Besuch im Landtag NRW
Landtagspräsidentin Carina Gödecke hatte einen würdigen Empfang für die Jugendlichen im Landtag vorbereiten lassen. Es waren die Kerpener Landtagsabgeordneten dabei, acht Schüler*innen mit ihrer Lehrerin Bettina Henke und das Team von Friedensband.

Die Schüler*innen trugen sehr selbstbewusst ihre Forderungen nach mehr Beteiligung an der Politik der Erwachsenen vor. Schön war zu sehen, dass gerade die Mädchen mit Migrationshintergrund die Nase vorn hatten.

Im Unterricht hatten die Jugendlichen einen sehr datailierten Plan mit ihren Wünschen formuliert, den sie stolz präsentierten.

Natürlich gab es zum Abschluss ein richtiges Erinnerungsfoto
März 2015 Besuch der Landtagspräsidentin in der Klasse

Die Landtagspräsidentin Carina Gödecke besuchte am 12.03.15 die Realschule Kerpen, Klasse 9c, weil diese zweimal im Landtag Nordrhein-Westfalen ihre Idee von einer neuen Form des Politikunterrichts vortragen konnten. Als erstes Gesetz will sich die Klasse 9c das Inklusionsstärkungsgesetz vornehmen, dass von Sozialminister Guntram Schneider in den Landtag NRW eingebracht worden ist.
Dahinter verbirgt sich die Notwendigkeit, dass ähnlich wie bereits in der Schule auch in allen anderen Bereichen des Lebens die UN-Behindertenrechtskonvention umgesetzt werden muss. Die Jugendlichen werden vor allem die kommunale Situation in Kerpen unter die Lupe nehmen und aus der Perspektive heraus zu Ergebnissen kommen. Während des Projektes sollen die Jugendlichen Unterstützung durch Landtagsabgeordnete bekommen, die auch Empfänger des Inklusionsstärkungsberichtes der Jugendlichen sein werden.
