Die Zahl der Gewalttaten an Schulen, die von der Polizei erfasst wurden, ist in den vergangenen Jahren in allen Bundesländern deutlich gestiegen. In einigen Bundesländern haben sich die Zahlen innerhalb von zwei Jahren bis 2024 um mehr als 60 Prozent erhöht. Quelle

Das Kinderbuch „Du hast angefangen. Nein du!“ erzählt passend die Geschichte von zwei Riesen, die friedlich – durch einen Berg getrennt – nebeneinander leben. Sie verbindet ein schmaler Durchgang, durch den sie sich verständigen können.
Der Streit beginnt, als der eine sagt: „Die Sonne geht unter“ und der andere widerspricht, weil es bei ihm die Nacht beginnt. Es endet tragisch-schön, als sie sich solange mit Steinen bewerfen, bis der Berg zerstört ist und sie sehen, dass beide recht hatten.
So sieht dieses Projekt aus:
Jugendliche sind häufig Spielball von Medien, die von Erwachsenen entwickelt wurden, deren Geschäftsmodell nicht selten die Verwirrung und die daraus resultierende Verführbarkeit nutzt.
Die daraus entstehenden Aggressionen wachsen natürlich in alle gesellschaftlichen Bereiche. Stimmt das? Jugendliche sollen das überprüfen.

1. Die Meinung der Anderen
Die Jugendlichen erfragen in ihrer Umgebung oder in ihren sozialen Medien nach Erfahrungen mit Gewalt und nach Strategien, sie zu vermeiden.

2. Was folgt daraus?
Sie fassen ihr Wissen zusammen, machen sich ein paar Gedanken dazu und bereiten so das Treffen mit Prof. Heitmeyer vor, für den dieses Wissen vielleicht auch interessant ist.

3. Expertise
Im Online-Seminar tragen sie ihre Recherche vor und Prof. Heitmeyer nimmt dazu Stellung und nimmt die Punkte auf. Gemeinsam wird überlegt, wo und wie eine Veränderung bewirkt werden kann.

Prof. em. Dr. Wilhelm Heitmeyer
Soziologe, Erziehungswissenschaftler und Professor für Sozialisation am Institut für interdisziplinäre Konflikt- und Gewaltforschung (IKG) der Universität Bielefeld, dessen Gründungsdirektor er von 1996 bis 2013 war. Er war dort bis zum Sommer 2025 als Forschungsprofessor tätig. Er ist Mitglied des „International Panel on Social Progress“ (IPSP) im Bereich „Gewalt, Kriege und Frieden“ zur Erstellung des ersten Weltsozialberichtes. Weiterlesen

4. Aktion „GewaltMAL“
Die Jugendlichen überlegen sich nach dem Seminar, wie Gewalt aussehen könnte und versuchen eine Skulptur, ein Bild oder eine Performance unter diesem Titel zu entwickeln.
Bitte melden Sie Ihr Interesse an – wir werden dann gemeinsam mit Ihnen und Prof. Heitmeyer den Termin festlegen.

Sie haben Fragen oder Anregungen: Rufen Sie einfach an:
Günter Haverkamp – 0171-8379230
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Verantwortlich für den Inhalt
Günter Haverkamp
Aktion Weißes Friedensband e.V.
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haverkamp@einmischen.jetzt
2003 rief Günter Haverkamp Kolleg*innen aus den Medien zu einer Aktion gegen den drohenden Irakkrieg zusammen. Es entstand das weiße Friedensband steht und damit eine aktionsgestützte Bildungsarbeit. Hunderte kleine und große Aktionen entwickelten wir seitdem mit Jugendlichen.
2024 erhielt Günter Haverkamp für seine Arbeit das Bundesverdienstkreuz.
